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  5. › Intel SSD 750: Die erste NVMe-SSD…

Und doch keine Revolution

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  1. Und doch keine Revolution

    Autor: Ach 04.04.15 - 12:17

    Tech Report haben als erste Seite mal einen Blick auf die Loadtimes geworfen, und es sieht nicht gut aus...



    ...und auch nicht gut sieht es beim Laden großer Datenmengen in verschiedene Anwendungen aus. Da zeigt die Intel 750 gerade mal Durchschnittswerte. Das heißt nicht, dass auf Filetransfer optimierte Anwendungen, wie etwa Premiere oder AE keine Vorteile sehen würden, ganz im Gegenteil scheint es dort richtig zu krachen, aber das war's dann auch schon. Entweder man kopiert andauernd und wie wild geworden Daten hin und her oder man fährt Anwendungen die große Datenmengen in und durch den Arbeitsspeicher streamen.

    Und was das booten betrifft, ja, wenn man seinen PC unbedingt ausbremsen will, dann kann man sein OS mit einem Z97 oder X99 Board auch von einer Intel 750 aus laden. Tatsächlich macht die 750 als Bootlaufwerk aber in überhaupt keinem Anwendungsfall einen Sinn. Das wäre dann auch eine Erklärung dafür, dass Samsung von ihrer ursprünglichen Idee die SM951 als NVMe auszuführen, wieder abgekommen sind.

    Nicht dass die 750 ein schlechtes Produkt sei, noch ist sie in irgend einer Weise überpreist. Ich denke das Problem liegt eher an NVMe, daran dass keine momentan käufliche PC-Hardware auf das vielversprechende NVMe Protokoll abgestimmt ist. Wird wohl noch ein paar Jahre dauern, leider. Soweit bremsen den Desktop PC offensichtlich und in erster Linie die CPU-, die Ram- und VRamanbindung sowie ganz plumper Weise die Funktionsweise von Windows und den meisten Programmen aus. Man beachte dazu die immer noch so fantastische Performance der mittlerweile 5 Jahre alten Intel X25-M G2, diese "antike" SSD mit der die ganze SSD Schiene damals überhaupt erst so richtig ins Rollen kam. Will man momentan auch nur irgendwas gegenüber Durchschnitts-SSD verspüren, dann gelingt einem das mit einem nicht zu vernachlässigendem Aufpreis in eine Plextor M6e, Samsung XP941 oder Samsung SM951, und selbst dann muss man wohl genau hinschauen um den Unterschied zu merken(außer beim Kopieren natürlich), und das würde ich mir nur antun, wenn kein CPU Upgrad mehr möglich wäre welches definitiv mehr bewirkt.

    Und was den reinen Filetransfer betrifft, kommt man übrigens auch mit keinem SataRaid dieser Welt an einem schnellen M.2 Laufwerk vorbei, einfach weil der Satabus als Gesamtheit bereits langsamer angebunden ist als eine M.2 mit 4 PCIe3.0 Lanes(Die Intel 750 ist sogar mit 8 Lanes angebunden).

  2. Re: Und doch keine Revolution

    Autor: Maximilian154 05.04.15 - 15:47

    Hm, interessant. Ich würde sagen die Intel 750 ist in etwa doppelt so schnell, wie eine Samsung 850 evo. Also durchaus sehr gut.

    Bootzeiten hängen von vielem ab und spielen für mich z.b keine Rolle, da der Rechner eh nur einmal die Woche gestartet wird.

    Und ein SataRaid kommt sehr wohl an einem m.2 Laufwerk vorbei?! Im übrigen kannst du einen PCIe Raid Controller nutzen an dem du 24 Sata SSDs anschließt. Da sind 700k iops möglich und Sequenziell sollten 10GB/s erreichbar sein. Alles eine Frage der QD und dem Geldbeutel. Denn Fusion IO schafft sogar über 1 millionen iops

  3. Re: Und doch keine Revolution

    Autor: Ach 05.04.15 - 17:19

    >Hm, interessant. Ich würde sagen die Intel 750 ist in etwa doppelt so schnell, wie eine Samsung 850 evo. Also durchaus sehr gut.

    Sogar 3x so schnell und mehr. Intel hat bei den Geschwindigkeitsangaben konservativ untertrieben.

    >Bootzeiten hängen von vielem ab und spielen für mich z.b keine Rolle, da der Rechner eh nur einmal die Woche gestartet wird.

    Was dem Booten über die 750 aber immer noch keinen Sinn verleiht.

    >Und ein SataRaid kommt sehr wohl an einem m.2 Laufwerk vorbei?! Im übrigen kannst du einen PCIe Raid Controller nutzen an dem du 24 Sata SSDs anschließt.

    Die 750 mit zusätzlicher Raidhardware zu überholen gelingt, natürlich tut es das :], aber es gelingt eben auch nur auf diese umständliche Weise. Der Satabus im Chipsatz ist nicht nur und wie gesagt zu langsam angebunden, der Chipsatz muss seine begrenzte Bandbreite ja zusätzlich zwischen Sata- und USB Bus aufteilen.

    Das mit dem Booten ist eine Frage der Zeit. Intel macht Druck, denn die wollen NVMe unbedingt zum Standard machen. Intel redet mit den und unterstützen auch aktiv andere SSD- und die Intel Boardhersteller. Also werden Jene es mit der Zeit auf die Reihe bekommen, NVMe Laufwerke immer schneller beim Booten zu initialisieren. Sata hatte am Anfang ja ganz ähnliche Probleme und NVMe hat ja quasi jetzt schon alle Gene für die nochmals überlegenere Performance mit seiner Geburt auf den Weg bekommen. Ob diese Optimierung erst mit neuen Chipsätzen wie Skylake möglich wird oder ob es eine reine Softwarefrage ist, was toll wäre weil dann auch aktuelle Boards via Biosupdates beschleunigt werden könnten, das ist eine der ganz großen Fragen.

    Auch die Windowstreiber werden noch optimiert werden, ganz sicher, aber wegen eines prinzipiellen Problems darf man sich auch davon nicht zu viel erwarten: SSDs haben sich als extrem gute Beschleuniger für den Windowsalltag entpuppt. Das sind sie deshalb, weil sie ein Nadelöhr am PC auf sehr effektive Weise gestopft haben. Inzwischen ist das Nadelöhr aber nun mal so ziemlich gestopft und mehr als schließen kann man ein Nadelöhr nun mal nicht, weshalb die extrem hohe Geschwindigkeit der 750 an vielen Stellen im Desktopalltag schlicht und einfach ins Lehre läuft. Neues Ziel ist das ausgewogene System, die anderen Komponenten müssen ebenso beschleunigt werden weil die nun das Nadelöhr darstellen. Ist das irgendwann einmal geschehen, steht NVMe bereit um den neuerlichen Performance Gewinn problemlos im Storagesystem darzustellen, das verstehe ich unter NVMe, und sich natürlich jedes mal von dem Feuerwerk berauschen zu lassen das NVMe PC beim Datenkopieren veranstaltet :], und lustiger Weise wird allein dieses Feuerwerk einigen Leuten 1200¤ wert sein :].



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.15 17:23 durch Ach.

  4. Re: Und doch keine Revolution

    Autor: plutoniumsulfat 05.04.15 - 18:06

    Die anderen Komponenten sind noch lange nicht das Nadelöhr.

  5. Re: Und doch keine Revolution

    Autor: Ach 05.04.15 - 18:52

    >Die anderen Komponenten sind noch lange nicht das Nadelöhr.
    Du willst doch ganz bestimmt nicht verneienen, dass eine illusionäre 16 Ghz CPU dein System rennen lassen würde als gäbe es kein Morgen, oder? Und ich behaupte mal, dass selbst ein System mit so einer CPU von einer aktuelle SSD mit solch einer Geschwindigkeit beschickt würde, dass keines der Programme und auch nicht das System selber beim Starten oder Schließen durch irgendeinen Bandbreitenmangel ausgebremst würde. Die ganzen Wartephasen gingen auf das Konto von Initialisierungen irgendwelcher Programmkomponenten in den Arbeits- und den Graphikkartenspeicher. Ergo liegt das Nadelöhr in jedem Fall schon mal teilweise bei der CPU.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.15 19:08 durch Ach.

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