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Trim für ältere Windows-Systeme

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  1. Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: Ferrum 16.03.10 - 13:02

    Lässt sich der Trim-Befehl für ältere Systeme wie Windows XP/Vista eigentlich nachrüsten?

  2. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: m0rn 16.03.10 - 13:16

    Nein ist soviel ich weiss nicht mehr vorgesehen aber Intel liefert ein Tool mit das den Trim Befehl quasi simuliert und entweder manuell oder per Scheduler ausgelöst werden kann.

  3. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: Ole 16.03.10 - 17:21

    Gibts sowas auch für den Mac? Wie läuft das da mit dem TRIM-Befehl, kann mich da jemand erhellen? Danke!

  4. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: darkfate 16.03.10 - 17:25

    Nur gegen Aufpreis von 250.-ee € und eine Hypothek auf die Firma Apple

  5. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: Ferrum 16.03.10 - 17:26

    Der (eigentlich) übliche Blick in Wikipedia dürfte beide Fragen beantworten.

  6. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: Resistor 16.03.10 - 17:40

    Einige SSD "trimen" automatisch per Firmware (z.B. die Corsair P-Reihe). Dazu sollte man das System ca. 1 Std. in den Standby schicken, und die SSD ist danach "getrimt"
    Das OS ist dann - theoretisch - egal --> geht auch mit XP.
    OCZ hat auch ein Tool für XP.

  7. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: darkfate 16.03.10 - 17:41

    Interessant. Warum eigentlich das Standby?

  8. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: nie (Golem.de) 16.03.10 - 17:49

    "Trim" ist ein SATA-Befehl. Wenn das Laufwerk ihn nicht versteht - was zB bei den X25-M von Intel der Fall ist - kann man da nichts nachrüsten, weil auch der Controller der Flash-Bausteine dafür ausgelegt sein muss.

    Als Alternative empfehlen Intel und Kingston, 10-20 Prozent _unpartitionierten_ Platz freizulassen, damit die SSD immer etwas "Luft" hat um Zugriffe auf noch nicht benutzte Zellen zu verteilen:

    https://www.golem.de/0910/70722-2.html

    Nico Ernst
    Redaktion Golem.de

  9. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: sososo 16.03.10 - 18:16

    Habe ich etwas verpasst?
    Intel X25-M G2 Postville mit Firmware >= 02HA soll kein TRIM unterstützen?

  10. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: m0rn 16.03.10 - 19:34

    nie (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Trim" ist ein SATA-Befehl. Wenn das Laufwerk ihn nicht versteht - was zB
    > bei den X25-M von Intel der Fall ist - kann man da nichts nachrüsten, weil
    > auch der Controller der Flash-Bausteine dafür ausgelegt sein muss.
    Aufpassen die neue G2 Reihe der X25-M unterstützt seit einem Firmwareupdate Trim. Seit dem Win7 Release dürfte auch keine neue SSD mehr ohne Trim auf dem Markt kommen.

  11. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: Ferrum 16.03.10 - 19:37

    Ist auch meine Vermutung. Daher meine Ausgangsfrage.

  12. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: Resistor 16.03.10 - 21:17

    Corsair hat es nur so beschrieben, dass man das System in den Standby schicken sollte. Wohl weil die SSD dann in Ruhe "trimen" kann, die Stromversorgung bleibt ja erhalten.

    Für Win XP wäre daher eine P64 oder P128 meine Wahl. Dass die SSD sich selbst trimt ohne OS-Unterstützung ist momentan bei Corsair einzigartig - soweit ich weiß...

  13. Re: Trim für ältere Windows-Systeme

    Autor: tom.stein 09.11.12 - 08:22

    Um das Thema mal für diejenigen zu aktualisieren, die diesen Thread finden und nach Infos suchen (nachdem ich mich selbst 4 Tage durch diverse Foren und viele FUD-Artikel gekämpft habe, einschließlich einiger teilweise schon korrigierter Fehler in diesem Thread):

    Trimmen kann man eine SSD nur, wenn die Festplatte dies unterstützt. Dies sollte bei allen aktuellen SSD der Fall sein. Sinnvoll ist trimmen, wenn das Betriebssystem dies unterstützt (Windows ab 7 und Mac ab Snow Leopard) - also alle aktuellen Systeme sollten es unterstützen. Trimmen bewirkt, dass gelöschte Blöcke der Festplatte mitgeteilt werden, so dass diese sie vorbereiten kann (eine SSD kann Blöcke erst nach einem physikalischen Löschvorgang neu beschreiben). Werden die Blöcke nicht in Ruhezeiten vorbereitet, kostet dies beim Wiederbeschreiben Zeit.

    Wenn das Betriebssystem (oder genauer: die Implementierung des Dateisystems) kein TRIM unterstützt (z.B. Windows XP), gibt es vier Möglichkeiten:
    - Viele moderne Platten haben eine aggressive Garbage Collection, welche die gelöschten Blöcke identifiziert und zum Wiederbeschreiben vorbereitet. Fertig.
    - Ein manuelles Trimmen mit einem SSD Toolkit übermittelt (z.B. einmal wöchentlich) die gelöschten Blöcke des Dateisystems an die SSD, wo diese dann in Ruhezeiten
    von der Garbage Collection (Vorsicht: das ist nicht die vorgenannte, seltenere, aggressive Garbage Collection) gelöscht werden.
    - Ein kleiner Bereich der Festplatte (ja nach Menge der Schreibzugriffe einige wenige GB) ist unpartitioniert, so dass der Plattencontroller immer genügend gelöschte Blöcke vorrätig hat. Er weiß, dass die vom Dateisystem aktuell überschriebenen Blöcke zum Löschen gekennzeichnet werden können (d.h. er bekommt recht spät mit, welche Blöcke leer "waren"), benutzt aber zum schnellen physikalischen Speichern der neuen Daten erst einmal Blöcke aus dem leeren Bereich. (Ihr wisst sicher, dass die Blockadressierung des Dateisystems innerhalb einer SSD umgemappt wird). Leider kostet diese Lösung Speicherplatz auf der Platte. Die (einfache) Garbage Collection bereitet dann die nun bekannten leeren Blöcke zum Wiederbeschreiben vor.
    - Die SSD hat intern einige Reserveblöcke, kann vorgenanntes Verfahren also für kleine Schreibzugriffe (einige MB) auch so intern durchführen. Bei größeren Schreibzugriffen: Siehe nächster Fall.
    - Kein Trim UND hat keine aggressive Garbage Collection, dann nimmt nach einiger Zeit die Schreibleistung der SSD ab.

    Das manuelle Trimmen kann man teilweise mit einem Programm des SSD-Herstellers oder mit frei am Markt erhältlichen Programmen durchführen. Manuelles Trimmen bedeutet NICHT, dass die Blöcke mit irgendeinem Wert beschrieben werden (das kostet nur Lebensdauer der SSD). Am freien Markt erhältliche Programme sind allerdings so teuer (ca. 25 Euro), dass sich häufig auch eine größere SSD mit einem unpartitioniertem Bereich oder einfach eine SSD eines anderen Herstellers mit Trim-Toolbox lohnt (unbedingt vor dem Kauf recherchieren, da nur wenige Toolkits dies bieten!). Oder man erneuert doch sein Betriebssystem.

    Noch wichtiger als Trim ist aber, die Platte richtig zu partitionieren: Windows XP beginnt die Partitionen ab Sektor 63 - dadurch müssen bei jeden Lesezugriff eines Clusters (die Blöcke werden sowohl vom Dateisystem als auch getrennt davon in der SSD in Clustern zusammengefasst) physikalisch zwei Cluster gelesen werden- das halbiert die theoretisch mögliche Leserate, ist aber nur bei super-schnellen Controllern merkbar. Aber: Beim Schreiben müssen auch je Dateisystem-Cluster zwei SSD-Cluster beschrieben werden. Das senkt nicht nur die Schreibrate, es halbiert auch die Lebensdauer der SSD! Deshalb sollte die Platte nicht mit Windows XP partitioniert werden, sondern entweder ab Windows 7 (das richtet Partitionen an MiB-Grenzen aus, beginnt also bei Sektor 2048) oder mit einem modernen Partitionierungsprogramm (z.B. "Parted Magic"). So ein Partitionierungsprogramm kann auch eine bestehende Partition nachträglich verschieben.

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