-
Aus Geschäftskundensicht macht Apple hier alles richtig.
Autor: ceberlin 14.07.17 - 14:01
Ich musste diese Woche einen MacMini Server aus 2011 ersetzen. Sowohl die native Umgebung mit Datenbankserver via Timemachine als auch die Übernahme der virtuellen Windows Maschine mit SQL waren in 4 Stunden abgeschlossen.
Kein Installieren neuer Treiber, kein Anpassen der Systemressourcen und das Wichtigste - das System läuft out of the Box in einer komplexen Konfiguration, die auf dem Altgerät in wochenlangem Feintuning eingerichtet werden musste genau so fehlerfrei wie der Vorgänger.
Der Kunde spart sich 1-2 Tage Arbeitsausfall, ich spare mir 1-2 Tage Konfiguration und Fehlersuche (z.B. Ansteuerung von Röntgengeräten - da wird jeder Testlauf zu einem Akt) und mangels aussagekräftiger Fehlerprotokolle zu einem Trial und Error Marathon.
Und ganz ehrlich, im Geschäftskundensegment wird Zuverlässigkeit mit Geld aufgewogen, also macht Apple hier alles richtig. Auch beim MacPro. Der braucht kein Upgrade. Einfach ein stabiles Xeon System noch 2 Jahre anbieten und dann zum nächsten stabilen und kompatiblen System wechseln. Okay, die Inkompatibilität wegen nicht vorhandener oder nur absurd teurer Adapter von Thunderbolt 3 aka USB-C Hardware zum Thunderbolt 2 Anschluss vom MacPro nervt tierisch...
Es geht bei Produktivsystemen nicht primär um Benchmarks, sondern um Berechenbarkeit und niemand fährt ernsthaft seine Server permanent im oberen Leistungsdrittel. Dann werden die seltenen Lastspitzen halt etwas langsamer abgearbeitet... so what?
Die Business Konkurenz wie HP, Dell oder IBM ist auch nicht wirklich günstiger... -
Re: Aus Geschäftskundensicht macht Apple hier alles richtig.
Autor: B.I.G 15.07.17 - 13:04
Ach du heilige da hat aber jemand eine ganz fette Rosarote Brille auf.
Wenn die Sicht nicht mal mehr annähernd bis zum Horizont reicht wird es entsprechend schwer darüber hinweg zu sehen...
Fazit deines Texts: für Zahnärzte macht Apple alles richtig, alle anderen Kunden sind außen vor und das findest du so unglaublich toll.
Wenn ich einen Mitarbeiter nach Zeit bezahle geht es sehr wohl um Benchmarks, ob der jedes mal 4 Sekunden oder unter einer Sekunde bei einer Aktion warten muss verkürzt die Arbeitszeit pro Tag um Stunden da er nicht permanent aus dem Arbeitsfluss gerissen wird.
Da geht es um Tausende Euros Pro Jahr, um das Geld das ich mir damit einspare könnte ich jedes Jahr mehrere MacPros kaufen, wenn die denn die Leistung hätten. Deshalb Windows mit aktueller Hardware.
Und bei Servern ist Apple so was von komplett weg vom Fenster, den Markt haben sie vor Jahren aufgegeben, dass noch einige Promille der Nutzer dennoch Apples als Server in ihrem Betrieb einsetzen, liegt meist daran dass die das aus alter Tradition tun.
Und komm mir jetzt nicht mit dem oben verbreiteten Märchen der Problemlosigkeit, was macOS mittlerweile an Problemen im Netz verursacht ist schon lange nicht mehr lustig. Über die letzten Systemversionen hinweg habe ich Bugs erlebt, was die an Geld vernichtet haben... Windows wäre da allemal günstiger gewesen. -
Als cleverer Geschäftskunde hättest Du Deine Server virtualisiert
Autor: Tigerf 15.07.17 - 17:19
Native auf dem OS installieren macht man nur 1x. Ein Umzug auf neue Hardware dauert dann 15 Minuten, wenn der Hypervisor läuft. Wenn es sein muss geht es sogar unterbrechungsfrei im laufenden Betrieb.
Apple Hardware als Geschäftskunde einzusetzen ist hoch riskant. XServe User wissen was ich meine. Vielleicht ist der Mini oder der Pro übermorgen schon tot. Zudem gibt es nur eine Quelle, der man komplett ausgeliefert ist.
Nie wieder. -
Re: Aus Geschäftskundensicht macht Apple hier alles richtig.
Autor: ArcherV 16.07.17 - 11:24
ceberlin schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kein Installieren neuer Treiber, kein Anpassen der Systemressourcen und das
> Wichtigste -
Surprise, dass musst du bei Windows 10 und Windows Server auch nicht solange die Hardware zertifiziert ist. Oh man ey...



