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  5. › Memory Leak: Bug in Intel-CPUs…

OT: Rückgaberecht?

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  1. OT: Rückgaberecht?

    Autor: FrankGallagher 04.01.18 - 11:00

    Mal etwas off topic und an Leute mit juristischem Wissen:

    Da eine Leistungsminderung durch fixen des Bugs praktisch unumgänglich scheint, hat man das Recht seine Hardware (sei es eine separate CPU oder ein Laptop mit fest verbauter CPU) umzutauschen (innerhalb der Gewährleistung)? Das gekaufte Produkt entspricht ja nicht mehr dem, was einem beim Kauf beworben wurde.

  2. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: stevefrogs 04.01.18 - 11:54

    Was wurde dir denn beworben?
    Hat Intel irgendwo zugesagt, dass bestimmte Operationen so und so schnell, bzw so und so viele abgearbeitet werden? Oder, dass jedes OS diese Funktionen unterstützt (und wenn ja, mit welcher Geschwindigkeit? Hat Intel zugesichert, dass die Sprungvorhersage nicht vom User- in den Kernelspace springen lässt? Beziehungsweise, kann man sowas als „gewöhnlich zugesichert“ erwarten?

    Wohl nicht. Angaben auf Präsentationen und Werbematerial, die das Produkt mit Vorgängermodulen bzw Konkurrenzprodukten vergleichen enthalten idR ein up to/bis zu x% schneller, bzw gleich den Hinweis, mit welcher Hardwarekonfiguration und welcher Softwareversion die Ergebnisse erzielt wurden. Ein Hersteller würde nie garantieren, dass das mit zukünftigen Versionen auch so bleibt.

    Falls also Intel nicht gepatzt hat, bzw dein Händler irsinnigerweiße irgendwelche Zusagen gemacht hat, wirst du keine Chance haben. Zumal es sich sicherlich für den Großteil der Anwender um einen geringfügigen Mangel handeln sollte, da die meisten Nutzer wohl nur sehr vereinzelt Performanceinbußen hinnehmen müssen werden, was sowieso nur Preisminderung und nicht Wandlung ermöglichen würde.

    Probieren kannst es ja, vielleicht ist der Händler ja dumm oder kulant genug. Von einer Klage würd ich aber absehen, ist meiner (unverbindlichen) Ansicht nach nur Zeit- und Geldverschwendung, da ich, aus oben genannten Gründen, kaum Erfolgsaussichten sehe.

  3. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: omgrofllol 04.01.18 - 11:55

    Die CPU ist natürlich noch genau so schnell wie vorher.
    Die SOFTWARE, welche die CPU verwendet, macht dies dann allerdings nicht mehr so effizient wie vorher.

    Autovergleich incoming:
    Wenn jetzt plötzlich ein generelles Tempolimit auf der Autobahn eingeführt wird, kannst du auch nicht zu Ferrari gehen und sagen, dass du den zurückgeben willst, weil du ja jetzt nicht mehr so schnell fahren kannst.

  4. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Seismoid 04.01.18 - 14:33

    Also 1. Autovergleiche sind blöd.
    Und 2. man könnte durchaus argumentieren, dass hier ein Mangel vorliegt - aber spätestens durch das Patchen wird dieser Mangel dann ja beseitigt. Für einen Rücktritt vom Kaufvertrag wird das kaum ausreichen, höchstens Minderung des Kaufpreises entsprechend den % an Leistungsverlust. Und selbst da wird dir sicher kein Händler freiwillig entgegenkommen und es doch eher auf deine Klage vor Gericht warten.
    3. Autovergleich: bei VW ist man ja auch der Meinung, durch Nachbesserung per Software-Update den Schadstoffausstoß unter den gesetzlichen Grenzwert bringen zu können. Das hat aber einen erhöhten Benzinverbauch zur Folge -> es entsteht ein Schaden durch höhere Kosten pro km.
    Man könnte dann analog bei den CPUs sagen, dass man nun höhere Stromkosten hat, weil die gleiche Rechenarbeit nun länger dauert und damit mehr Strom verbraucht -> höhere Stromkosten = Schaden.
    Aber dazu muss ja erstmal feststehen, um wieviel (wenn überhaupt) die Leistung der CPUs durch den Patch nachlässt.

  5. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Mr Miyagi 04.01.18 - 14:53

    FrankGallagher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal etwas off topic und an Leute mit juristischem Wissen:
    >
    > Da eine Leistungsminderung durch fixen des Bugs praktisch unumgänglich
    > scheint, hat man das Recht seine Hardware (sei es eine separate CPU oder
    > ein Laptop mit fest verbauter CPU) umzutauschen (innerhalb der
    > Gewährleistung)? Das gekaufte Produkt entspricht ja nicht mehr dem, was
    > einem beim Kauf beworben wurde.

    Ich zitiere mal meine Sicht der Dinge die ich an anderer Stelle im Kommentarbereich bereits geposted habe:

    "Streng genommen handelt es sich um einen Sachmangel, den Intel beheben muss.
    Hierzu kann der Händler bei dem die CPU erworben wurde bis zu 2x die betroffenen
    CPUs nachbessern, was technisch nicht möglich sein dürfte, da das Problem
    aktuellen Infos zufolge nicht mit Microcode Updates zu beheben ist. Schlussendlich
    muss der Händler dann, spätestens nach 2 fehlgeschlagenen Nachbesserungen, den
    Kaufpreis zurückerstatten.

    Allerdings ist der Sachmangel nicht der Leistungseinbruch, der durch die
    Kernelworkarounds entsteht, sondern die Sicherheitslücke die das unzulässige
    Auslesen gesicherter Speicherbereiche ermöglicht. Dieser Fehler sollte dann als
    Reklamationsgrund genannt werden und nicht der Leistungseinbruch. "

    In der Praxis rechne ich nicht damit das ein Händler den Sachmangel einsieht. Sodass die Angelegnheit in einem Gerichtverfahren geklärt werden müsste, dessen Ausgang schwer vorhersehbar ist.

    Mit etwas Glück gibt es eine Sammelklage in den USA. Sollte eine solche Klage zukünftig erfolgreich sein erhöht das sicher auch die Chancen in Deutschland solche Ansprüche durchzusetzen.

  6. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.01.18 - 15:01

    Mr Miyagi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FrankGallagher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mal etwas off topic und an Leute mit juristischem Wissen:
    > >
    > > Da eine Leistungsminderung durch fixen des Bugs praktisch unumgänglich
    > > scheint, hat man das Recht seine Hardware (sei es eine separate CPU oder
    > > ein Laptop mit fest verbauter CPU) umzutauschen (innerhalb der
    > > Gewährleistung)? Das gekaufte Produkt entspricht ja nicht mehr dem, was
    > > einem beim Kauf beworben wurde.
    >
    > Ich zitiere mal meine Sicht der Dinge die ich an anderer Stelle im
    > Kommentarbereich bereits geposted habe:
    >
    > "Streng genommen handelt es sich um einen Sachmangel, den Intel beheben
    > muss.
    > Hierzu kann der Händler bei dem die CPU erworben wurde bis zu 2x die
    > betroffenen
    > CPUs nachbessern, was technisch nicht möglich sein dürfte, da das
    > Problem
    > aktuellen Infos zufolge nicht mit Microcode Updates zu beheben ist.
    > Schlussendlich
    > muss der Händler dann, spätestens nach 2 fehlgeschlagenen
    > Nachbesserungen, den
    > Kaufpreis zurückerstatten.
    >
    > Allerdings ist der Sachmangel nicht der Leistungseinbruch, der durch die
    >
    > Kernelworkarounds entsteht, sondern die Sicherheitslücke die das
    > unzulässige
    > Auslesen gesicherter Speicherbereiche ermöglicht. Dieser Fehler sollte
    > dann als
    > Reklamationsgrund genannt werden und nicht der Leistungseinbruch. "
    >
    > In der Praxis rechne ich nicht damit das ein Händler den Sachmangel
    > einsieht. Sodass die Angelegnheit in einem Gerichtverfahren geklärt werden
    > müsste, dessen Ausgang schwer vorhersehbar ist.
    >
    > Mit etwas Glück gibt es eine Sammelklage in den USA. Sollte eine solche
    > Klage zukünftig erfolgreich sein erhöht das sicher auch die Chancen in
    > Deutschland solche Ansprüche durchzusetzen.


    Wo siehst du da ein Mangel? Der Prozessor wird wie vorher funktionieren.

    Mit dieser Argumentation kann man auch MS anzeigen weil man sich ein Trojaner vom Internet eingefangen hat und dadurch das System beeinträchtigt ist.

  7. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: dEEkAy 04.01.18 - 15:18

    omgrofllol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die CPU ist natürlich noch genau so schnell wie vorher.
    > Die SOFTWARE, welche die CPU verwendet, macht dies dann allerdings nicht
    > mehr so effizient wie vorher.
    >
    > Autovergleich incoming:
    > Wenn jetzt plötzlich ein generelles Tempolimit auf der Autobahn eingeführt
    > wird, kannst du auch nicht zu Ferrari gehen und sagen, dass du den
    > zurückgeben willst, weil du ja jetzt nicht mehr so schnell fahren kannst.


    Autovergleiche funktionieren nie, allerdings funktioniert deiner gleich zwei mal nicht.

    Autovergleich:
    Nachdem du dir dein Auto gekauft hast, stellt sich heraus, sobald man damit fährt können andere Teilnehmer des Straßenverkehrs alles sehen was dich betrifft. Sie können deinen Gesundheitszustand sehen, sie können sehen wie du nackt aussiehst. Sie können auch sehen/hören was du gerade denkst. Einzige Möglichkeit dies zu beheben ist es einen Mitarbeiter des Autoherstellers dauerhaft mitzuführen der einen Vorhang hoch hält. Da dieser Mitarbeiter den Vorhang aber um das ganze Auto halten muss, kannst du nicht mehr so schnell fahren.

  8. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Mr Miyagi 04.01.18 - 17:36

    Seroy schrieb:
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    > Mr Miyagi schrieb:
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    > > FrankGallagher schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Mal etwas off topic und an Leute mit juristischem Wissen:
    > > >
    > > > Da eine Leistungsminderung durch fixen des Bugs praktisch unumgänglich
    > > > scheint, hat man das Recht seine Hardware (sei es eine separate CPU
    > oder
    > > > ein Laptop mit fest verbauter CPU) umzutauschen (innerhalb der
    > > > Gewährleistung)? Das gekaufte Produkt entspricht ja nicht mehr dem,
    > was
    > > > einem beim Kauf beworben wurde.
    > >
    > > Ich zitiere mal meine Sicht der Dinge die ich an anderer Stelle im
    > > Kommentarbereich bereits geposted habe:
    > >
    > > "Streng genommen handelt es sich um einen Sachmangel, den Intel beheben
    > > muss.
    > > Hierzu kann der Händler bei dem die CPU erworben wurde bis zu 2x die
    > > betroffenen
    > > CPUs nachbessern, was technisch nicht möglich sein dürfte, da das
    > > Problem
    > > aktuellen Infos zufolge nicht mit Microcode Updates zu beheben ist.
    > > Schlussendlich
    > > muss der Händler dann, spätestens nach 2 fehlgeschlagenen
    > > Nachbesserungen, den
    > > Kaufpreis zurückerstatten.
    > >
    > > Allerdings ist der Sachmangel nicht der Leistungseinbruch, der durch
    > die
    > >
    > > Kernelworkarounds entsteht, sondern die Sicherheitslücke die das
    > > unzulässige
    > > Auslesen gesicherter Speicherbereiche ermöglicht. Dieser Fehler
    > sollte
    > > dann als
    > > Reklamationsgrund genannt werden und nicht der Leistungseinbruch. "
    > >
    > > In der Praxis rechne ich nicht damit das ein Händler den Sachmangel
    > > einsieht. Sodass die Angelegnheit in einem Gerichtverfahren geklärt
    > werden
    > > müsste, dessen Ausgang schwer vorhersehbar ist.
    > >
    > > Mit etwas Glück gibt es eine Sammelklage in den USA. Sollte eine solche
    > > Klage zukünftig erfolgreich sein erhöht das sicher auch die Chancen in
    > > Deutschland solche Ansprüche durchzusetzen.
    >
    > Wo siehst du da ein Mangel? Der Prozessor wird wie vorher funktionieren.
    >
    > Mit dieser Argumentation kann man auch MS anzeigen weil man sich ein
    > Trojaner vom Internet eingefangen hat und dadurch das System beeinträchtigt
    > ist.


    Es dürfte vermutlich nicht allzuschwer sein Marketingaussagen von Intel zu finden das ihre Prozessoren "sicher" seien unter anderem auch für den Einsatz in Cloudsystemen. Das impliziert auch das Speicher nur mit den entsprechenden Privilegien ausgelesen werden kann. Aufgrund der beiden Attacken ist diese Sicherheit aber nicht mehr gegeben und das Produkt fehlerbehaftet.

    Der Vergleich mit dem Trojaner hinkt. In dem Fall trifft den Nutzer (möglicherweise) ein Eigenverschulden schliesslich hat er die Malware auf sein System geladen und ausgeführt. Der CPU Fehler kann ohne Weiteres den Speicher eines Users auslesen ohne das der Exploitcode überhaupt auf seiner Maschine läuft. Ein Angreifer muss sich lediglich eine VM mieten die auf der selben Hardware läuft wie die VM des Opfers. Dann führt er den Exploit in seiner VM aus kann aber den kompletten Speicher des Opfers auslesen. Das Sicherheitsproblem besteht also ohne Zutun des Opfers. Beim Trojaner ist das oft nicht der Fall. Natürlich gibt es auch Exploits wie Drive By Downloads die Systeme ohne zutun der Anwender infizieren. In dem Fall wäre auch z.B. MS und der Browserhersteller verantwortlich. Dieser Verantwortung kommen die OS/Browserhersteller auch nach, indem sie die entsprechenden Sicherheitslücken patchen (Nachbesserung). Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es aber noch keine Lösung um Systeme gegen den Spectre Exploit abzusichern. Sollte es hierbei bleiben, kann der Händler respektive Intel nicht nachbessern. Und nach 2 fehlgeschlagenen Nachbesserungsversuchen kann der Kunde dann vom Kauf zurücktreten.

  9. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.01.18 - 17:49

    Mr Miyagi schrieb:
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    > Seroy schrieb:
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    > > Mr Miyagi schrieb:
    > >
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    > > > FrankGallagher schrieb:
    > > >
    > >
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    > > > > Mal etwas off topic und an Leute mit juristischem Wissen:
    > > > >
    > > > > Da eine Leistungsminderung durch fixen des Bugs praktisch
    > unumgänglich
    > > > > scheint, hat man das Recht seine Hardware (sei es eine separate CPU
    > > oder
    > > > > ein Laptop mit fest verbauter CPU) umzutauschen (innerhalb der
    > > > > Gewährleistung)? Das gekaufte Produkt entspricht ja nicht mehr dem,
    > > was
    > > > > einem beim Kauf beworben wurde.
    > > >
    > > > Ich zitiere mal meine Sicht der Dinge die ich an anderer Stelle im
    > > > Kommentarbereich bereits geposted habe:
    > > >
    > > > "Streng genommen handelt es sich um einen Sachmangel, den Intel
    > beheben
    > > > muss.
    > > > Hierzu kann der Händler bei dem die CPU erworben wurde bis zu 2x
    > die
    > > > betroffenen
    > > > CPUs nachbessern, was technisch nicht möglich sein dürfte, da das
    > > > Problem
    > > > aktuellen Infos zufolge nicht mit Microcode Updates zu beheben ist.
    > > > Schlussendlich
    > > > muss der Händler dann, spätestens nach 2 fehlgeschlagenen
    > > > Nachbesserungen, den
    > > > Kaufpreis zurückerstatten.
    > > >
    > > > Allerdings ist der Sachmangel nicht der Leistungseinbruch, der
    > durch
    > > die
    > > >
    > > > Kernelworkarounds entsteht, sondern die Sicherheitslücke die das
    > > > unzulässige
    > > > Auslesen gesicherter Speicherbereiche ermöglicht. Dieser Fehler
    > > sollte
    > > > dann als
    > > > Reklamationsgrund genannt werden und nicht der Leistungseinbruch. "
    > > >
    > > > In der Praxis rechne ich nicht damit das ein Händler den Sachmangel
    > > > einsieht. Sodass die Angelegnheit in einem Gerichtverfahren geklärt
    > > werden
    > > > müsste, dessen Ausgang schwer vorhersehbar ist.
    > > >
    > > > Mit etwas Glück gibt es eine Sammelklage in den USA. Sollte eine
    > solche
    > > > Klage zukünftig erfolgreich sein erhöht das sicher auch die Chancen in
    > > > Deutschland solche Ansprüche durchzusetzen.
    > >
    > >
    > > Wo siehst du da ein Mangel? Der Prozessor wird wie vorher funktionieren.
    > >
    > > Mit dieser Argumentation kann man auch MS anzeigen weil man sich ein
    > > Trojaner vom Internet eingefangen hat und dadurch das System
    > beeinträchtigt
    > > ist.
    >
    > Es dürfte vermutlich nicht allzuschwer sein Marketingaussagen von Intel zu
    > finden das ihre Prozessoren "sicher" seien unter anderem auch für den
    > Einsatz in Cloudsystemen. Das impliziert auch das Speicher nur mit den
    > entsprechenden Privilegien ausgelesen werden kann. Aufgrund der beiden
    > Attacken ist diese Sicherheit aber nicht mehr gegeben und das Produkt
    > fehlerbehaftet.
    >
    > Der Vergleich mit dem Trojaner hinkt. In dem Fall trifft den Nutzer
    > (möglicherweise) ein Eigenverschulden schliesslich hat er die Malware auf
    > sein System geladen und ausgeführt. Der CPU Fehler kann ohne Weiteres den
    > Speicher eines Users auslesen ohne das der Exploitcode überhaupt auf seiner
    > Maschine läuft. Ein Angreifer muss sich lediglich eine VM mieten die auf
    > der selben Hardware läuft wie die VM des Opfers. Dann führt er den Exploit
    > in seiner VM aus kann aber den kompletten Speicher des Opfers auslesen. Das
    > Sicherheitsproblem besteht also ohne Zutun des Opfers. Beim Trojaner ist
    > das oft nicht der Fall. Natürlich gibt es auch Exploits wie Drive By
    > Downloads die Systeme ohne zutun der Anwender infizieren. In dem Fall wäre
    > auch z.B. MS und der Browserhersteller verantwortlich. Dieser Verantwortung
    > kommen die OS/Browserhersteller auch nach, indem sie die entsprechenden
    > Sicherheitslücken patchen (Nachbesserung). Nach aktuellem Kenntnisstand
    > gibt es aber noch keine Lösung um Systeme gegen den Spectre Exploit
    > abzusichern. Sollte es hierbei bleiben, kann der Händler respektive Intel
    > nicht nachbessern. Und nach 2 fehlgeschlagenen Nachbesserungsversuchen kann
    > der Kunde dann vom Kauf zurücktreten.

    Okay dem ersten Punkt stimme ich zu, wenn Intel wirklich behauptet hat das Sie sicher sind (haben sie sehr wahrscheinlich irgendwann gemacht) dann kann man das vor Gericht bringen. Ansonsten wirds schwer.

    Beim zweiten Punkt stimme ich dir nicht so zu, in dem Setup den du beschreibst ist ja dann die Person die dir VM Lösung anbietet dran Schuld (Wenn der auch vorher Versprochen hat das die Daten voneinander geschützt sind) dabei kann dann die Person wieder auf das hinweisen was in Punkt 1 auftritt. (Sprich Intel ist indirekt schuldig).

    Warum hinkt der Vergleich? In dem von dir beschrieben Fall wird der Exploit auf der Hardware ausgeführt. Nur laufen auf der zwei VMs?



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 04.01.18 17:59 durch Seroy.

  10. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Mr Miyagi 04.01.18 - 18:01

    Seroy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim zweiten Punkt stimme ich dir nicht so zu, in dem.Setup den du
    > beschreibst ist ja dann die Person die dir VM Lösung anbietet dran Schuld
    > (Wenn der auch vorher Versprochen hat das seine VMs von einander getrennt
    > funktionieren)

    Nein Intel (und auch andere CPU Hersteller) bewirbt ja seine Produkte explizit mit Features für den Einsatz im Zusammenhang mit virtualisierten Umgebungen (siehe VT-d, VT-x). Wenn der Anbieter der VM Lösung diese ordentlich einrichtet ist er der Sorgfaltspflicht nachgekommen, er verläßt sich dabei darauf das die Hardware die beworbenen Virtualisierungskonzepte sicher und fehlerfrei umsetzt. Das ist aber nicht der Fall. Der Fehler liegt in der Hardware und fällt somit in den Verantwortungsbereich der CPU-Hersteller. Das Produkt ist mangelbehaftet. Kann dieser Mangel nicht durch Nachbesserung behoben werden muss gegen ein fehlerfreies Produkt ausgetauscht werden, ansonsten bleibt der Rücktritt vom Kaufvertrag.

    Soweit zumindet die Theorie. Wie gesagt das gerichtlich durchzuboxen wird bestenfalls aufwändig. Das nächste Problem ist, was will man machen. Selbst wenn der Kaufpreis der CPU erstattet wird. So ziemlich jede geläufige CPU ist mehr oder weniger betroffen. Mann wird sich also zumindes übergangsweise mit der Problematik arrangieren müssen. Dazu gehört auch sämtliche VM/Cloud-basierten Services als fundamental unsicher zu betrachten.

  11. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.01.18 - 18:17

    Mr Miyagi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seroy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Beim zweiten Punkt stimme ich dir nicht so zu, in dem.Setup den du
    > > beschreibst ist ja dann die Person die dir VM Lösung anbietet dran
    > Schuld
    > > (Wenn der auch vorher Versprochen hat das seine VMs von einander
    > getrennt
    > > funktionieren)
    >
    > Nein Intel (und auch andere CPU Hersteller) bewirbt ja seine Produkte
    > explizit mit Features für den Einsatz im Zusammenhang mit virtualisierten
    > Umgebungen (siehe VT-d, VT-x). Wenn der Anbieter der VM Lösung diese
    > ordentlich einrichtet ist er der Sorgfaltspflicht nachgekommen, er verläßt
    > sich dabei darauf das die Hardware die beworbenen Virtualisierungskonzepte
    > sicher und fehlerfrei umsetzt. Das ist aber nicht der Fall. Der Fehler
    > liegt in der Hardware und fällt somit in den Verantwortungsbereich der
    > CPU-Hersteller. Das Produkt ist mangelbehaftet. Kann dieser Mangel nicht
    > durch Nachbesserung behoben werden muss gegen ein fehlerfreies Produkt
    > ausgetauscht werden, ansonsten bleibt der Rücktritt vom Kaufvertrag.
    >
    > Soweit zumindet die Theorie. Wie gesagt das gerichtlich durchzuboxen wird
    > bestenfalls aufwändig. Das nächste Problem ist, was will man machen. Selbst
    > wenn der Kaufpreis der CPU erstattet wird. So ziemlich jede geläufige CPU
    > ist mehr oder weniger betroffen. Mann wird sich also zumindes
    > übergangsweise mit der Problematik arrangieren müssen. Dazu gehört auch
    > sämtliche VM/Cloud-basierten Services als fundamental unsicher zu
    > betrachten.

    Okay, stimmt dann passt das, damit wird dann wieder auf den ersten Punkt den du genannt hast verwiesen.

    Ja und wie du es auch am Ende gesagt hast, dass dann durch ein Gericht zu boxen wird sehr schwer sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.01.18 18:33 durch Seroy.

  12. Re: OT: Rückgaberecht?

    Autor: stevefrogs 05.01.18 - 01:03

    Mr Miyagi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seroy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Beim zweiten Punkt stimme ich dir nicht so zu, in dem.Setup den du
    > > beschreibst ist ja dann die Person die dir VM Lösung anbietet dran
    > Schuld
    > > (Wenn der auch vorher Versprochen hat das seine VMs von einander
    > getrennt
    > > funktionieren)
    >
    > Nein Intel (und auch andere CPU Hersteller) bewirbt ja seine Produkte
    > explizit mit Features für den Einsatz im Zusammenhang mit virtualisierten
    > Umgebungen (siehe VT-d, VT-x). Wenn der Anbieter der VM Lösung diese
    > ordentlich einrichtet ist er der Sorgfaltspflicht nachgekommen, er verläßt
    > sich dabei darauf das die Hardware die beworbenen Virtualisierungskonzepte
    > sicher und fehlerfrei umsetzt. Das ist aber nicht der Fall. Der Fehler
    > liegt in der Hardware und fällt somit in den Verantwortungsbereich der
    > CPU-Hersteller. Das Produkt ist mangelbehaftet. Kann dieser Mangel nicht
    > durch Nachbesserung behoben werden muss gegen ein fehlerfreies Produkt
    > ausgetauscht werden, ansonsten bleibt der Rücktritt vom Kaufvertrag.
    >
    > Soweit zumindet die Theorie. Wie gesagt das gerichtlich durchzuboxen wird
    > bestenfalls aufwändig. Das nächste Problem ist, was will man machen. Selbst
    > wenn der Kaufpreis der CPU erstattet wird. So ziemlich jede geläufige CPU
    > ist mehr oder weniger betroffen. Mann wird sich also zumindes
    > übergangsweise mit der Problematik arrangieren müssen. Dazu gehört auch
    > sämtliche VM/Cloud-basierten Services als fundamental unsicher zu
    > betrachten.

    Selbst wenn man von einem Sachmangel ausgeht: du hast in deinem Beispiel kein Intel-Produkt erworben sondern beziehst lediglich eine Dienstleistung von dem Anbieter. Du hast keine Gewährleistungsansprüche gegen Intel oder den Händler des Prozessors/Servers. Ein Gewährleistungsanspruch käme höchstens dem Hoster zu, der dir die VM vermietet.

    Je nach Vertrag (oder deliktisch) könnten dir eventuell Schadenersatzansprüche gg den Hoster zustehen, aber auch das wird in der Praxis wohl nur der Fall sein, wenn der zumindest grob fahrlässig gehandelt hat, Patches nicht zeitgerecht einspielt, etc. Wenn der Anbieter state-of-the-art arbeitet wirst du dir da schwer tun, der hat sicher die Haftung in den AGBs angesprochen und so weit wie möglich ausgeschlossen, grad im IT-Bereich bist du so von anderen Firmen abhängig (SW, HW, ISPs, Stromanbieter, etc), wenn du für jeden Fehler von denen einfach so haften müsstest, dann würden die alle Pleite gehen, das Risiko ist unabschätzbar.

  13. Nö: Die CPU läuft weiterhin genauso schnell

    Autor: Anonymer Nutzer 05.01.18 - 11:41

    Es ändert sich ja praktisch nix.

    Es werden bestimmte Software-Patches aufgespielt,
    und die verursachen evtl. einen Mehraufwand.

    Es gibt auch keinen "Bug" in der Hardware.

    Es gibt "lediglich" eine Methode welche eine Eigenart der Hardware
    böswillig ausnutzen kann.

    Für "normale" PCs und Gamer scheint sich der Effekt wohl nicht bemerkbar zu machen wenn man Sicherheits-Updates einspielt.

    Es fragt sich auch ob man solche (doch recht komplizierten) Methoden wirklich breit und eingehend publizieren muss und damit gleichzeitig den bösen Buben in Nordkorea die Hand zu führen.

    .

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    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich in einer Rede als Hüter der Meinungsfreiheit aufgespielt. Darunter versteht er vor allem den eigenen Vorteil.

  3. Proteste in Hongkong: Hochrangige US-Politiker schreiben an Activision und Apple
    Proteste in Hongkong
    Hochrangige US-Politiker schreiben an Activision und Apple

    Alexandria Ocasio-Cortez, Marco Rubio und weitere Politiker der großen US-Parteien haben offene Briefe an die Chefs von Activision Blizzard und Apple geschrieben. Sie fordern darin, dass die Firmen nicht mehr die chinesische Regierung in deren Kampf gegen die Proteste in Hongkong unterstützen.


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