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Der Technikpart des Artikels ist sehr schwach

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  1. Der Technikpart des Artikels ist sehr schwach

    Autor: wurstdings 13.07.20 - 16:54

    Da werden diverse Sachen vermischt oder falsch bezeichnet/erklärt.
    > Ein Bildschirm mit 60 Hz gibt ein Bild in etwa 16,67 Millisekunden aus
    Da fehlt entweder ein "alle" 16 ms oder ein Hinweis auf die Gesammtlatenz.

    > Wir sehen gegnerische Figuren im Mehrspielermodus fast 10 Millisekunden schneller
    Wozu die Einschränkung auf Mehrspieler?

    > Auch werden schnelle Bewegungen und damit sich ständig verändernde Bilder mit nahezu jedem neu gerenderten Frame dargestellt.
    Hä?

    > Dadurch entstehen merklich weniger Schlieren und Artefakte an Texturen und Objektkanten.
    Schlieren und Artefakte haben nix mit der Wiederholfrequenz zu tun, sondern mit der Trägheit der Bildpunkte/Transistoren und dem "Overdrive".

    > Der Unterschied macht sich aber auch in einer spürbar flüssigeren Darstellung animierter Elemente des Betriebssystems oder auf Webseiten bemerkbar.
    Was? Ich bin von 60 auf 144 umgestiegen, irgendwelche Veränderungen bei den Betriebsystemanimationen habe ich da beim besten Willen nicht feststellen können. Also mindestens das "Spürbar" kann nicht stimmen.

    > Beim Scrollen von Elementen werden wesentlich weniger merkliche Schlieren durch das zuvor gezeigte Bild erzeugt, da die relative Position von einem Frame zum anderen durch die schnellere Wiederholrate kürzer ist.
    Auch hier wieder, Reaktionszeit des Displays ist von der Wiederholrate unabhängig, man kann auch nen 60 Hz Monitor kaufen, der schnell umschaltet.

    > Durch die hohe Auflösung passen auf den Desktop komfortabel drei Fenster nebeneinander
    Ob das kompfortabel ist hängt doch hauptsächlich von der Displaygröße ab.
    > Auch können wir so nativ 4K-Videos ohne Komprimierung anschauen.
    Weiter oben schriebt ihr noch, dass der DP-Link nur mit Kompression funktioniert?

    Gefühlt hat da Jemand mit wenig verständnis für die Funktion von Displays ein schlechtes 60 Hz mit nem guten 144er Verglichen.

  2. Re: Der Technikpart des Artikels ist sehr schwach

    Autor: on(Golem.de) 14.07.20 - 17:16

    Hallo,

    > Wir sehen gegnerische Figuren im Mehrspielermodus fast 10 Millisekunden schneller
    Wozu die Einschränkung auf Mehrspieler?

    Weil es im Mehrspieler am ehesten einen Vorteil bringt, KI-Gegner sind normalerweise immer gleich schnell (je nach Logik, die implementiert wurde). Menschen können etwa mit 60-Hz-Panel auf der anderen Seite einen Nachteil gegenüber solchen mit 144-Hz-Panels haben.

    > Auch werden schnelle Bewegungen und damit sich ständig verändernde Bilder mit nahezu jedem neu gerenderten Frame dargestellt.
    Hä?

    Das ist tatsächlich etwas missverständlich. Hier ist gemeint: Angenommen ein Spiel wird von der GPU mit 200 fps gerendert, dann stellt ein 144-Hz-Panel mehr Informationen in einer Sekunde dar, da weniger Bilder übersprungen werden. Deshalb ruckeln schnelle Bewegungen in Spielen auf 60-Hz-Displays auch spürbar mehr.

    > Dadurch entstehen merklich weniger Schlieren und Artefakte an Texturen und Objektkanten.
    Schlieren und Artefakte haben nix mit der Wiederholfrequenz zu tun, sondern mit der Trägheit der Bildpunkte/Transistoren und dem "Overdrive".

    Der Marketingbegriff Overdrive kann sowohl auf ein übertaktetes Panel für mehr Hz, als auch auf schnellere Pixelreaktionszeiten zutreffen - je nach Hersteller. Beide Parameter beeinflussen, wie flüssig schnelle Bewegungen aussehen und können Schlieren vermeiden.



    > Der Unterschied macht sich aber auch in einer spürbar flüssigeren Darstellung animierter Elemente des Betriebssystems oder auf Webseiten bemerkbar.
    Was? Ich bin von 60 auf 144 umgestiegen, irgendwelche Veränderungen bei den Betriebsystemanimationen habe ich da beim besten Willen nicht feststellen können. Also mindestens das "Spürbar" kann nicht stimmen.

    Das ist definitiv Ansichtssache. Ich persönlich merke den Unterschied zwischen den beiden Paneltypen sehr schnell. Ich bin aber auch 144-Hz-Panels gewohnt und daher möglicherweise empfindlicher dafür. Es gibt allerdings viele Menschen, die das bestätigen können. Eine schnelle Google-Suche bestätigt das.

    > Beim Scrollen von Elementen werden wesentlich weniger merkliche Schlieren durch das zuvor gezeigte Bild erzeugt, da die relative Position von einem Frame zum anderen durch die schnellere Wiederholrate kürzer ist.
    Auch hier wieder, Reaktionszeit des Displays ist von der Wiederholrate unabhängig, man kann auch nen 60 Hz Monitor kaufen, der schnell umschaltet.

    Schlieren sind auch nur eine optische Täuschung: Das menschliche Gehirn setzt etwa mehrere schnell aufeinanderfolgende Bilder zu einem Bild zusammen, da es träger ist. Bei einem 60-Hz-Panel sind die Positionen von Objekten in zwei Einzelbildern bei schnellen Bewegungen weiter auseinander - also etwa die absolute Position des Mauszeigers. 144-Hz-Displays können Bilder schneller hintereinander und daher mit weniger Schlieren (da geringere Abstände der angezeigten Elemente) darstellen. Das funktioniert bei vielen GUI-Elementen, da das Betriebssystem oder der zuständige Task diese Informationen in den meisten Fällen nicht mit 60 Hz, sondern so schnell wie möglich an die GPU weitergibt, die wiederrum daraus ein Bild berechnet und diese an den Bildschirm weitergibt.

    > Durch die hohe Auflösung passen auf den Desktop komfortabel drei Fenster nebeneinander
    Ob das kompfortabel ist hängt doch hauptsächlich von der Displaygröße ab.

    Bei 27 Zoll auf typischen Schreibtischabständen ist die Displaygröße in diesem Fall fast egal. Es gibt aber einige Menschen, denen Elemente dann zu klein sind. Dazu kann etwa in Windows 10 die Skalierung eingestellt werden. Fakt ist: Auf einem 27-Zoll-FHD-Display eine kleine Skalierung einzustellen, damit viele Fenster nebeneinander passen, führt zu verpixelten GUI-Elementen, die schlecht lesbar sind. Daher ist eine hohe Auflösung dafür besser geeignet.

    > Auch können wir so nativ 4K-Videos ohne Komprimierung anschauen.
    Weiter oben schriebt ihr noch, dass der DP-Link nur mit Kompression funktioniert?

    4K bei 60 Hz (dem Quasi-Standard für viele Videos, wenn es nicht sogar in nur 30 oder 24 fps gerendert wurde) funktioniert selbst mit HDMI 2.0b ohne Komprimierung. Diese muss erst hinzukommen, wenn auch 120 oder 144 Hz aktiviert sind. Ein Full-HD-Panel kann zum Beispiel 4K-Videos in keinem Fall nativ wiedergeben. Stattdessen werden Bilder dafür vorher herunterskaliert. Darauf bezieht sich die Aussage der Komprimierung.

    Ich hoffe das hilft weiter.

    Viele Grüße

    Oliver Nickel
    Golem.de

  3. Re: Der Technikpart des Artikels ist sehr schwach

    Autor: wurstdings 15.07.20 - 09:30

    Ah danke, auch wenn ich nicht mit allen Details übereinstimme ist so zumindest viel Verwirrung aufgehoben.

    > Weil es im Mehrspieler am ehesten einen Vorteil bringt, KI-Gegner sind normalerweise immer gleich schnell
    Aber mit einem schnelleren Monitor sehe ich ja immer mehr (Zwischenbilder) und kann auch auf KI-Gegenerbewegung schneller reagieren. Oder wenn der Gegner am Fenster vorbei rennt ist er bei 60 FPS z.B. garnicht zu sehen und bei 120 macht ihn das zusätzliche Frame erst sichtbar.

    > Der Marketingbegriff Overdrive kann sowohl auf ein übertaktetes Panel für mehr Hz, als auch auf schnellere Pixelreaktionszeiten zutreffen
    Also ich kannte es bisher nur als https://www.prad.de/lexikon/overdrive/ (Übrigens super Seite zum Thema Monitor) aber alles weiß ich auch nicht :)

    > 4K bei 60 Hz (dem Quasi-Standard für viele Videos, wenn es nicht sogar in nur 30 oder 24 fps gerendert wurde) funktioniert selbst mit HDMI 2.0b ohne Komprimierung
    Dann muss man aber das Video in Vollbild schauen und der Mediaplayer muss die Wiederholfrequenz des Monitors anpassen, weil von selbst merkt der Monitor ja nicht, dass da jetzt kein Desktop sondern ein Video läuft.

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