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Geschlossener Wasserkreislauf?
Autor: FrozenPie 14.03.22 - 13:42
Wenn das Wasser "lediglich" zum waschen benötigt wird (bezweifle, dass irgendwas von dem Wasser in der Chip-Herstellung in den Chips gebunden wird), könnte man es ja nach der Nutzung durch eine spezialisierte Wiederaufbereitungsanlage schicken, die nur die abgewaschenen Teile aus dem Wasser wieder entfernt, sodass man es direkt im Anschluss wieder zum Waschen verwenden kann.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.22 13:43 durch FrozenPie. -
Re: Geschlossener Wasserkreislauf?
Autor: ClausWARE 14.03.22 - 14:21
Wenn schon für die 5.600 Liter hochreinen Wassers, der Produktion eines 200-mm-Wafers, fast 9.000 Liter Trinkwasser erforderlich sind, dann wird das Verhältnis bei der Aufbereitung kaum anders ausfallen. Man wird also immer wieder neues Trinkwasser brauchen, um für den nächsten Wafer auch wieder 5.600 Liter hochreines Wasser zur Verfügung zu haben. Es bleibt also wohl ein recht hoher Verbrauch an frischen Trinkwasser übrig.
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Re: Geschlossener Wasserkreislauf?
Autor: EDL 14.03.22 - 14:38
Man könnte vieles ... aber wenn's zusätzliche Kosten verursacht, ist keiner dazu bereit.
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Re: Geschlossener Wasserkreislauf?
Autor: FrozenPie 14.03.22 - 15:45
ClausWARE schrieb:
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> Wenn schon für die 5.600 Liter hochreinen Wassers, der Produktion eines
> 200-mm-Wafers, fast 9.000 Liter Trinkwasser erforderlich sind, dann wird
> das Verhältnis bei der Aufbereitung kaum anders ausfallen. Man wird also
> immer wieder neues Trinkwasser brauchen, um für den nächsten Wafer auch
> wieder 5.600 Liter hochreines Wasser zur Verfügung zu haben. Es bleibt also
> wohl ein recht hoher Verbrauch an frischen Trinkwasser übrig.
Das Trinkwasser, welches du von außen immer neu dazu holst, muss in diesem Fall aber auch wieder gereinigt werden und zwar von sämtlichen Bestandteilen die darin enthalten und gelöst sein können.
Im Reinigungsprozess wird das hochreine Wasser ja nur mit einigen bestimmten Stoffen verunreinigt, also kann man den Reinigungsprozess auf eben nur diese Stoffe zuschneiden, sodass man die eingesetzten 5.600 Liter verschmutzten Wassers von diesen Stoffen befreit und so wieder 5.600 Liter hochreines Wasser zur Verfügung hat (Etwaige Verluste von einigen Litern mal außen vorgelassen).
Man spart sich also eine große Menge der Filterung und Reinigung des eingehenden Wassers von Außen (Besonders beim Durchsatz) und die Kosten für die Beschaffung von diesem. Das Abwasser aus der Fabrik muss sowieso gefiltert werden, bevor es in die Kanalisation bzw. Umwelt entlassen wird, warum also immer wieder neues Trinkwasser von außen ranholen anstatt den Kreislauf mal zu schließen?
Klar, die Anfangsinvestition mag höher sein, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es auf lange Sicht kosten spart, besonders wenn die Preise für Trinkwasser volatiler werden, aufgrund von saisonalem Mangel vor Ort.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.22 15:48 durch FrozenPie. -
Re: Geschlossener Wasserkreislauf?
Autor: Vainsniper 14.03.22 - 15:52
Ich wüsste nen Trick. Umweltkosten die durch den Wasserverbrauch entstehen die aktuell aber einfach zum Nachteil von Natur und Gemenschaft "auf alle umgelegt werden" vom Staat mit einpreisen. Schwupps ist das Recyceln des Wassers plötzlich billiger und wird gemacht.
Ich glaube das sich einige Probleme so beheben lassen, denn am Ende Gewinnt der Weg der geringsten Kosten und wenn das Spiel halt so gespielt wird, nutzt man das.



