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bei einem Stromausfall ist der verlorene Arbeitsspeicher das geringste Problem

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  1. bei einem Stromausfall ist der verlorene Arbeitsspeicher das geringste Problem

    Autor: Poison Nuke 18.10.16 - 14:16

    Wenn es wirklich zu dem Horrorfall kommen sollte, dann hat man gänzlich andere Probleme. Vorranging defekte Netzteile und Mainboards. Weil wenn solch große Stromkreise zusammenbrechen, dann verläuft das nicht ohne heftige Spannungsspitzen, die einige Netzteile überfordern. Die paar Minuten die durch Transaktionen im RAM verloren gehen, sind für die Minuten bis Stunden bis das Teil überhaupt wieder läuft irrelevant.


    Allerdings sollten solche Szenarien so extrem selten vorkommen bei sinnvollem Aufbau (zwei unabhängige Stromkreise, n+1 USV, n+1 Generatoren), dass eine Entwicklung von Arbeitsspeicher dafür eigentlich reichlich sinnlos ist.

    Und wenn es um günstige Rechenzentren geht, wo es eben nur einen Stromkreis gibt, dann hat man die oben genannten Probleme. Von daher ist dieser Newsartikel und die darin genannte Hardware vollkommen überflüssig. Da gibt es andere Szenarien, wo es mehr Sinn macht. Mobile Geräte allen vorran.

  2. Re: bei einem Stromausfall ist der verlorene Arbeitsspeicher das geringste Problem

    Autor: pumok 19.10.16 - 09:49

    Je nach Anwendung ist der Verlust der Daten im RAM eben NICHT vernachlässigbar.
    Wenn auf dem Server eine Datenbank läuft, kann bei RAM Verlust u.U. nur noch ein Restore aus dem Backup helfen.
    Bei uns haben mal ein paar gescheite Köpfe das Szenario durchgerechnet:
    Bei einem Restore aus einem 2 Stunden alten Backup entsteht ein Aufwand von 5 - 7 Manntagen, um die vollautomatischen Lagerbuchungen von Hand wieder im ERP abzubilden...

  3. Re: bei einem Stromausfall ist der verlorene Arbeitsspeicher das geringste Problem

    Autor: Poison Nuke 19.10.16 - 10:07

    Dann liegt der Fehler aber auf eurer Seite. Man kann jedes System so einrichten, dass ein Restore vollautomatisch möglich ist. Bei allen mir bekannten kommerziellen Produkten wird dies auch von Haus aus unterstützt und nach dem Restore läuft alles wie vorher, ohne dass irgendwer sich noch um etwas kümmern muss. (außer eben anstoßen und prüfen ob es erfolgreich war usw)

    Sicherlich können bei hochkomplexen Systemen gern mal Fehler beim Restore auftreten, aber dann sollte es auch Ziel sein, diese bereits vorher zu beheben. Backups sollten eh regelmäßig getestet werden in einer Testumgebung. Ich hoffe sowas macht ihr?

    Wenn ihr eine eigene ERP-Lösung programmiert habt, dann muss die eben ausgereift werden, bis sie funktioniert.

    Aber wegen eines extrem unrealistischen Szenarios an sowas zu denken, wo es weit wahrscheinlichere andere Szenarien gibt, wo ebenfalls ein Restore notwendig wird, ist echt ein wenig fail.
    Zudem es einen jahrelang etablierten Weg gibt, um solche Downtimes wirksam zu reduzieren: ein zweites gespiegeltes System. So wie das bei euch klingt, steht da eh einiges dahinter. Da seh ich nicht das Problem, das ganze geographisch redundant aufzubauen und bei Fehlerfall auf das zweite System umzuschwenken. Da kann man auch in Ruhe ein Restore vom Hauptsystem ausführen, sofern nötig.



    Und btw: ein Restore sollte normalerweis auch bei Speicherverlust nie nötig werden. Das ist der Sinn bei transaktionalen Datenbanken und journals. Wenn da kein größer Fehler auftritt, sollten lediglich die letzten commits verloren gehen.

  4. Re: bei einem Stromausfall ist der verlorene Arbeitsspeicher das geringste Problem

    Autor: pumok 19.10.16 - 11:16

    @Poison Nuke:
    Da muss ich Dir in weiten Teilen recht geben. Ich würde nicht unbedingt von einem Fehler von uns reden, das ganze ist eher aus Kostengründen nicht (nur Hardware) Redundant ausgeführt. Ein wichtiger Punkt bei dieser Entscheidung war, wie von Dir schon richtig erkannt, dass die Wahscheinlichkeit, dass sowas eintritt verschwindend klein ist,
    Korrekt, bei einem Restore würden wir lediglich die letzten Commits verlieren. Diese wiederherzustellen verursacht den enorm grossen Aufwand. Wir produzieren vollautomatisch hunderttausende Artikel pro Tag, welche alle über eine Serien- und Chargennummer rückverfolgbar sein müssen. Wenn wir nun einen Teil dieser Bewegungen im ERP verlieren, müssen die hergestellten Artikel von Hand nach den Fehlenden durchsucht werden. Das Delta muss dann wieder ins System.

    Ich gebe zu, mein Beispiel ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Mir ging es lediglich darum, aufzuzeigen, dass es Szenarien gibt, wo der Verlust des RAM-Inhaltes durchaus schwerwiegende Konsequenzen haben könnte :)

    Btw, wir haben die letzten 10 Jahre dieses System 1x restoren müssen. Die Ursache war die Installation der DB selbst. Die hat sich (warum auch immer) im laufenden Betrieb in den Ausnahmezustand verabschidet. Da hätte uns auch der Inhalt des RAM nicht weitergeholfen. Das zeigt auch nochmals, dass mein vorhergehender Post ziemlich dramatisiert dargestellt war :)

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