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Multicores in der Praxis

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  1. Multicores in der Praxis

    Autor: unwissender 02.03.10 - 10:08

    Guten Tag/Morgen,

    ich habe seit mehreren Jahren den Überblick über den Prozessoren-Markt verloren. Den letzten Stand, den ich habe, ist, dass das Non-Plus-Ultra ein Pentium 4 mit 3,2 GhZ auf Sockel 775(?) war. Seit dem habe ich den Markt nur am Rande beobachtet. Es kam zuerst 64-Bit vom AMD, die ersten Dual-Cores, und dann begann der Gigantismus, mehr Kerne unter eine Haube zu stecken - wobei ich bemerkte, dass die Leistung pro Kern bei zunehmender Kern-Anzahl absank.
    Ich möchte diesen Thread hier nutzen, um mich wissens-technisch ein wenig auf Vordermann zu bringen.

    - Benutzt jede Applikation nicht automatisch alle zur Verfügung stehenden Kerne? Oder muss der Programmierer seinem Programm das erst beibringen? Oder anders gefragt: Sind so viele Kerne (momentan 4-6 Stück) überhaupt schon praktikabel?
    - Beispiel: 1,5 GhZ, Quad-Core, 64Bit - heißt das, dass alle vier Kerne mit jeweils 64Bit und 1,5 GhZ arbeiten (abzüglich eines gewissen Prozentanteils)?
    - Was ist ein Die?
    - Gibt es eine "Empfehlung" für mich? Ich = Linux (Gnome Fedora), Skript-Programmierer, Surfer (Instant Messaging, Internet, Social Networks). Wichtiges Augenmerk: Zukunftssicherheit - ich möchte nicht in zwei Jahren schon wieder Geld in neue Hardware investieren wollen.

    Ich merke vor allem, dass mein Celeron 2,4 GhZ einfach nicht mehr ausreicht, da ich schon beim Surfen (Flash-Werbung) und anschauen von Flash-Videos eine sehr hohe Prozessorlast erreiche. Bitte nicht hauen ;)
    Ich brauche demnächst also einen neuen Prozessor und RAM (am Besten auch mit SATA-Festplatten, momentan hab ich noch IDE). Und demnach auch ein neues Mainboard...

    Liebe Grüße
    unwissender

  2. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: iche0815 02.03.10 - 10:57

    Bei dem von dir beschriebenen reicht eigentlich ne dualcore mit um die 3GHZ.
    Eine aktueller 2,4 ghz schneller kern ist definitiv schneller als dein celeron. Eigentlich wüsste ich nicht, dass die pro kern rechenleistung abgenommen hat.
    Wenn du auf nummer sicher gehen willst, währe je nach Budged entweder ein core i 5/7 ab 2,5GHZ mit entsprechendem Mainboard und 2-4Gb Ram oder (die günstigere variante) nen Phenom X4 ab 2,6 GHZ mit 2-4 GB Ram und entsprechenden Mainboard möglich. Damit hättest du für das was du beschrieben hast noch ordentliche reserven.

  3. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Apfelkerne 02.03.10 - 12:48

    > - Benutzt jede Applikation nicht automatisch alle zur Verfügung stehenden
    > Kerne? Oder muss der Programmierer seinem Programm das erst beibringen?

    Dafür muss man eine ganze Menge tun. Ein Prozess läuft generell erstmal nur auf einem Kern, und nur da. Wenn der Programmierer jetzt die anderen Kerne mitbenutzen möchte (nimm zum Beispiel einen Raytracer), dann muss für jeden anderen Kern ein extra Thread erstellt und gestartet werden. Ansich nicht weiter wild, sind 2 Zeilen. Leider muss man aber sicherstellen, dass nicht 2 Threads (und damit Kerne) gleichzeitig auf einen Speicherbereich (bzw. eine Variable) lesend und schreibend zugreifen. Man muss die Threads synchronisieren und das ist der Knackpunkt bei der multithreaded Programmierung ;)

    4-6 Kerne sind nur dann praktikabel, wenn du auch Software nutzt die diese Kerne nutzen. Ich würde mal behaupten, dass heutzutage kaum ein Softwareprodukt ohne zusätzliche Threads auskommt. Darum denke ich persönlich, dass 2 Kerne ein Muss sind. Für ordentlich Multimedia lohnen sich teilweise schon 4 Kerne. Gerade beim Encoden von Videos. Kompressionsprogramme nutzen das auch sehr stark. Für's Surfen reichen aber wohl 2.

  4. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Wissenslueckenfueller 02.03.10 - 13:17

    unwissender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Beispiel: 1,5 GhZ, Quad-Core, 64Bit - heißt das, dass alle vier Kerne mit
    > jeweils 64Bit und 1,5 GhZ arbeiten (abzüglich eines gewissen
    > Prozentanteils)?
    64bit ist inzwischen fester Bestandteil der Architektur, von irgendwelchen Atoms mal abgesehen geht es heute nicht mehr ohne. Also ja, jeder Kern hat alle Features (64bit, SSE, Virtualisierung) und es gibt halt mehrere davon. Alle können mit der maximalen Taktfrequenz laufen, wobei auch Kerne schlafen können. Dann kann man die geringere Abwärme nutzen, um andere Kerne höher zu takten, wie Intel beim Core i[357] und jetzt auch AMD beim 6-Kerner.
    > - Was ist ein Die?
    Das nackte Stück Silizium, auf dem sich der eigentliche Chip befindet. Daran werden dann kleine Drähte gelötet, die dann mit den Pins des Gehäuses verbunden werden.
    > - Gibt es eine "Empfehlung" für mich? Ich = Linux (Gnome Fedora),
    > Skript-Programmierer, Surfer (Instant Messaging, Internet, Social
    > Networks). Wichtiges Augenmerk: Zukunftssicherheit - ich möchte nicht in
    > zwei Jahren schon wieder Geld in neue Hardware investieren wollen.
    Für Deine Anwendungen reicht sicher ein schneller Dualcore (z.B. Athlon II X2), wobei man bei einigen Skriptsprachen auch komfortabel mehrere Threads nutzen kann. Bei dem Preisabstand kannst Du also auch gleich einen X4 nehmen, dann hast Du halt für die Zukunft Reserven.

    > Ich brauche demnächst also einen neuen Prozessor und RAM (am Besten auch
    > mit SATA-Festplatten, momentan hab ich noch IDE). Und demnach auch ein
    > neues Mainboard...
    Da nimmst am besten eins mit AM3 Sockel und AMD 785G Chipsatz und machst auch noch dein Konto glücklich.

  5. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Ritter von NI 02.03.10 - 13:51

    Unter Linux würde ich in die Zukunft investieren und zum einen einen AMD mit 4 Kernen nehmen und zum zweiten eine Grafik von ATI.

    Ersteres weil Preis/Leistung immer noch besser ist als bei Intel und weil Linux mit mehreren Kernen gut umgehen kann, zweites weil ATI die nötigen Daten für die Treiberprogrammierung offen gelegt und derzeit eifrig an freien Grafiktreibern gearbeitet wird. Das wird vor allem deshalb wichtig, weil die Treiber von Nvidia nicht unbedingt mit den Änderungen bei Linux mithält (z.B. Stichwort KMS). Und Intel Grafik ist bis heute vor allem im 3d Bereich ziemlich mau.

  6. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Resistor 02.03.10 - 17:24

    Läuft denn die letzte Generation (HD 4xxx) inzwischen sauber unter Linux? Mein letzter Stand war, dass nur die X1xxx zu 100 % (1950 pro wird bei mir als FireGL erkannt und geht gut) die HD2xxx OK und die HD3xxx / 4xxx so lala teilweise funzen. Wäre fein, wenn die 4870 im Phemom 2 vollständig laufen würde unter 3D. Den Cypress (HD5000) hole ich dieses Jahr eh nicht mehr.

  7. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Ritter von NI 02.03.10 - 17:53

    Es läuft schon ganz gut, ist aber noch nicht 100% fehlerfrei. Aber das kommt

  8. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Resistor 02.03.10 - 17:59

    Danke fürs Update. Wenn Ubuntu 10.04 LTS raus ist installiere ich es auf dem PII mit der 4870 und schau wie es sich anstellt.

  9. Re: Multicores in der Praxis

    Autor: Win32User 02.03.10 - 23:47

    785G board wird nun voll unterstütz in Ubuntu 9.10 - alle Features des 3D Desktops laufen ohne Probleme ( bisher ) Die Treiber sind vor einigen Wochen rausgekommen von AMD und werden durch Synaptic installiert.

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