1. Foren
  2. Kommentare
  3. PC-Hardware-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Pocuter: Mini-Computer mit…

Wieso ein AT und ein ESP?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: nuclear 28.08.21 - 14:10

    So ganz verstehe ich nicht wieso das Board zwei verschiedene Mikrocontroller braucht. Was kann der ATSAMD21G18 was der ESP32 nicht alleine schon kann?

    Der ESP32-C3 hat einen 32bit RISC-V Core mit 160MHz, der AT einen M0 mit 48MHz. Der ESP hat in dem SOC 384kB ROM und auf dem Modul 8MB Flash, der AT 256kB. Der ESP hat 400kB SRAM, der AT 32kB SRAM.

    Auch von den anderen Anschlüssen ist der ESP mindestens gleichwertig bis auf den fehlenden DAC. Wobei ich halt aber nicht sehe das ich den in einem solchen Board brauche.

    Also was bringt mir der zweite Controller hier? Das kostet doch nur unnötig Batteriekapazität und bringt mir was? Gerade bei einem batteriebetriebenen System wäre ich immer auf der Suche nach Einpaarpotentialen und das ist definitiv ein großer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.21 14:17 durch nuclear.

  2. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: Wuestenschiff 28.08.21 - 16:05

    Vermuetlich ESP fuer connectivity (wlan) und der ar fuer arduino compatibility. Wobei wieso leute immer noch auf arduino setzen ist mir ein rätsel. Da gobt es doviel bessres da draussen (micropython, zephyr etc)

  3. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: gadthrawn 28.08.21 - 18:13

    nuclear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ganz verstehe ich nicht wieso das Board zwei verschiedene
    > Mikrocontroller braucht. Was kann der ATSAMD21G18 was der ESP32 nicht
    > alleine schon kann?
    >
    > Der ESP32-C3 hat einen 32bit RISC-V Core mit 160MHz, der AT einen M0 mit
    > 48MHz. Der ESP hat in dem SOC 384kB ROM und auf dem Modul 8MB Flash, der AT
    > 256kB. Der ESP hat 400kB SRAM, der AT 32kB SRAM.
    >
    > Auch von den anderen Anschlüssen ist der ESP mindestens gleichwertig bis
    > auf den fehlenden DAC. Wobei ich halt aber nicht sehe das ich den in einem
    > solchen Board brauche.
    >
    > Also was bringt mir der zweite Controller hier? Das kostet doch nur unnötig
    > Batteriekapazität und bringt mir was? Gerade bei einem batteriebetriebenen
    > System wäre ich immer auf der Suche nach Einpaarpotentialen und das ist
    > definitiv ein großer.

    Der ESP ist auf dem Papier ein super Prozessor. In der Boden Realität ist der nur relativ anfällig und deutlich weniger robust. Blöd ist unter anderem bei ESP tatsächlich die Software. Es ist zwar schon, das es ein offenes SDK unter MIT gibt.
    Das letzte Mal als ich den probiert hatte, müsste man den auf hohem Takt betreiben, damit so Sachen wie blöde Led Lichterketten störungsfrei funktionieren. Rein für WLAN kann man den mit deutlich geringeren Takt betreiben.

    Sachen wie Bluetooth hatten softwarewitzig viel nicht unterstützt ( angefangen mit altmodischer Pin), can ebenso. Bei Software eher mangelhaft.

    Und bei can und Led sind das halt Sachen, die nen blöder Alter
    AT90 problemlos mit viel weniger Takt hinbekommt.

    Von daher kann man die 160 MHz Tensilica mit den 48 MHz Arm oder gar 12 MHz AtMega nicht vergleichen. Mit nen einfachen Oszi sieht man bei den AtMega schon, das die einzelnen Ausgänge viel stabiler beschaltet werden.

    Ich denke, das hat auch Espressif gesehen, das die da langfristig nicht unbedingt auf die beste CPU gesetzt haben. Der aktuelle Esp32-C3 hat mittlerweile einen Single Code RISC V. Mit 1,52¤ bei Mouser eben auch günstig. Wie gut bei dem das sdk ist keine Ahnung, aber als Single Core könnte der wieder das Problem des 8266 haben. Wenn zu viel drauf läuft und die Bluetooth/WLAN Routinen nicht mehr durchkommen startete der über den Watchdog neu.
    Wenn du jetzt also ein Paket baust, bei dem der C3 noch ein Display für Bastler ansteuert, kannst du sehr schnell ne Menge enttäuschter Bastler haben, die sagen, das das Ding nicht taugt. Lässt du den wlan/bl machen, macht erst genau wofür der ESP 8266 gedacht war. Und der ARM kann eben komplett ausgereizt werden ohne Abstürze, läuft dann halt eventuell Mal für manche Sachen langsamer.
    Der C3 ist halt günstiger als ein Nordic oder ähnliches.

    Wenn man basteln mag, kann man übrigens bei den arduinos den USB Chip als Prozessor Mitnutzen. Eventuell kann man auch hier bei dem Gespräch den C3 noch auf eigene Gefahr nutzen, aber das bringt nicht so viele enttäuschte, da man erst Mal wissen muss, das man da macht.

  4. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: nuclear 28.08.21 - 18:40

    Also bei mir ist der auch so ein super Prozessor. Nicht nur auf dem Papier. Und wie wurde die Lichterkette angesteuert, dass es Probleme gab? Bei mir läuft eigentlich alles relativ problemlos aber ich betreibe den eh nicht mit zu niedrigen Taktraten.
    Denn der geht halt einfach in den Schlafmodus wenn er nichts machen soll und meiner Erfahrung nach spart man damit dann Strom.

    CAN hab ich aber noch nicht mit dem genutzt. Da würde ich halt einen Chip nehmen der den ganzen WLan Spaß nicht hat, vor allem wenn es akkubetrieben sein soll.

    Genau den C3 meine ich. Wieso sollten die dort denn eine ältere Version nutzen? Mit dem RISC hatte ich halt bislang echt noch keine Probleme, hab den aber auch nie nur ansatzweise ausgelastet. Bei mir machen halt die ESP nur schnell ne Messung, senden und dann wieder in den DeepSleep. Kann durchaus sein, dass es dann Probleme gibt wobei ja eigentlich WiFi und BT mittels Hardware erledigt werden.
    Ich konnte da auch keine Berichte zu Problemen finden.

    Allerdings habe ich auch einige software renderer für den ESP32 gesehen, hier z.B: https://github.com/fededevi/esp_ttgo_pingo_3d

    Und mein Problem ist halt, dass diese Lösung unnötig viel Strom braucht. Es ist halt absolut nicht auf Effizienz gelegt, was gerade bei mobilen Lösungen wichtig ist (zumindest sehe ich das so).

  5. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: DAASSI 28.08.21 - 20:18

    also das kann ich nicht nachvollziehen. ich habe Dutzende (und zwar wirklich) ESP32, die Bluetooth und WLAN nutzen. Zum Stromsparen meistens mit 80MHz, aber auch mit 240MHz laufen sie super.

    Ich programmiere die per Arduino, daher ist der Softwaresupport super... der Flash ist mit 8MB vielleicht etwas klein, wenn man 15+ Bibliotheken reinballert, etwa für MQTT, BLE, WLAN, I2C, SPI, SHT30, BME280 uvm und selbstverständlich OTA an hat :). Und wenn man etwas googlet, findet man sogar Videos, wie am ESP32 sogar 6 VGA Monitore hängen ;)

    Ja als Oszilloskop taugen die Dinger nichts und die A/D Wandler sind sehr bescheiden, aber dafür hat man mehrere I2C und SPI Schnittstellen.

    Übrigens komme ich im Dauerbetrieb mit WLAN und BLE auf ca. 10h+ pro 1000mAh, das ist echt ganz in Ordnung



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.21 20:25 durch DAASSI.

  6. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: gadthrawn 28.08.21 - 21:12

    nuclear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bei mir ist der auch so ein super Prozessor. Nicht nur auf dem Papier.
    > Und wie wurde die Lichterkette angesteuert, dass es Probleme gab? Bei mir
    w1812 LEDs
    > läuft eigentlich alles relativ problemlos aber ich betreibe den eh nicht
    > mit zu niedrigen Taktraten.

    Die könntest du aber verwenden, wenn das Teil eben nur WLAN und BT macht.

    > Denn der geht halt einfach in den Schlafmodus wenn er nichts machen soll
    > und meiner Erfahrung nach spart man damit dann Strom.
    >
    > CAN hab ich aber noch nicht mit dem genutzt. Da würde ich halt einen Chip
    > nehmen der den ganzen WLan Spaß nicht hat, vor allem wenn es akkubetrieben
    > sein soll.

    Kannst du auch nicht wenn du den C3 hast. Der ist eingeschränkter und hat das nicht mehr. Angekündigt war der C3 als 8266er Nachfolger (und der hat mit 80 Mhz definitiv einige Problem)

    > Genau den C3 meine ich. Wieso sollten die dort denn eine ältere Version
    > nutzen? Mit dem RISC hatte ich halt bislang echt noch keine Probleme, hab
    > den aber auch nie nur ansatzweise ausgelastet.

    Der C3 ist nicht nur die "neuere" Version, sondern die Ablöse des 8266er. DEr ESP32 den es weiter gibt hat stattdessen ja einen Zwei-Kern Prozessor.

    Und du sagst selber: Nicht ausgelastet. Wenn du nur kurze Messungen machst - ist die Last geschenkt.

    > Bei mir machen halt die ESP
    > nur schnell ne Messung, senden und dann wieder in den DeepSleep. Kann
    > durchaus sein, dass es dann Probleme gibt wobei ja eigentlich WiFi und BT
    > mittels Hardware erledigt werden.

    Wie zu erwarten war.

    > Ich konnte da auch keine Berichte zu Problemen finden.
    >
    > Allerdings habe ich auch einige software renderer für den ESP32 gesehen,
    > hier z.B: github.com

    Ja. Und jetzt hast du ein System mit Grafik. Willst also auch was auf den Bildschirm bringen.
    Mit einem SingleCore C3 wäre das ganze blöd, kannst den recht schnell auslasten. Mit nem normalen esp32 könntest du noch irgend ein altes Konsolenteil emulieren. Der zweite Kern macht es möglich, dass bei Vollauslastung eines Kerns das System weiterläuft

    > Und mein Problem ist halt, dass diese Lösung unnötig viel Strom braucht. Es
    > ist halt absolut nicht auf Effizienz gelegt, was gerade bei mobilen
    > Lösungen wichtig ist (zumindest sehe ich das so).

    Warum glaubst du das? Ein ARM ist relativ stromsparend. Die SAM L21 gibt es mit 35µA/MHz. Heißt du hast den Dauerhaft an Prozessor mit 0.001728 amperes. Die D21 verbrauchen etwas mehr, sind aber im Vergleich zu einem ESP Langstreckenläufer. Den WLAN Bluetooth kannst du runtertakten und bei Bedarf wecken. Wenn du den ESP mit einem Display betreibst, wirst du den nicht in sleep bringen.

  7. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: gadthrawn 28.08.21 - 21:22

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also das kann ich nicht nachvollziehen. ich habe Dutzende (und zwar
    > wirklich) ESP32, die Bluetooth und WLAN nutzen. Zum Stromsparen meistens
    > mit 80MHz, aber auch mit 240MHz laufen sie super.

    Du hast wahrscheinlich keine Duzende C3 sondern die Dual Core ESP Varianten....

    > Ich programmiere die per Arduino, daher ist der Softwaresupport super...

    Da dann nutze mal Bluetooth Classic mit PIN. Und schon merkst du, dass das auch im IDF fehlt.
    Mache irgendwas mit CAN. Support im IDF ist mangelhaft.

    > der Flash ist mit 8MB vielleicht etwas klein, wenn man 15+ Bibliotheken
    > reinballert, etwa für MQTT, BLE, WLAN, I2C, SPI, SHT30, BME280 uvm und
    > selbstverständlich OTA an hat :). Und wenn man etwas googlet, findet man
    > sogar Videos, wie am ESP32 sogar 6 VGA Monitore hängen ;)

    Wie gesagt, du benutzt sicher die 2 Kern Variante.

    > Ja als Oszilloskop taugen die Dinger nichts und die A/D Wandler sind sehr
    > bescheiden, aber dafür hat man mehrere I2C und SPI Schnittstellen.

    Anders herum. Wenn du dir die Ausgänge mit einem Oszi anschaust, sind die Kanten der Signale eben eher kotzwürg. Das siehst du richtig deutlich, wenn du einen 500 kbit CANBus versuchst zu nutzen und dich fragst, warum so viel Probleme da sind.

    Der AT90CAN128 ist dagegen ein Chip mit integriertem Tranciever. Die steigenden/fallenden Kanten passen. Auch mit 1 Mbit.

    > Übrigens komme ich im Dauerbetrieb mit WLAN und BLE auf ca. 10h+ pro
    > 1000mAh, das ist echt ganz in Ordnung

    Schön. Das Projekt hier hat ein OLED + einen 150 mA Akku. Rechne mal. Den reinen ATSAMD21G18A könntest du damit mehrere Tage versorgen....

  8. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: derdiedas 29.08.21 - 12:27

    +1, Arduino evtl wenn man keine andere LIB für seine Sensoren die man dran baut findet.

  9. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: zepsch 29.08.21 - 16:01

    Ich bin der Entwickler dieses Boards und finde die Diskussion sehr interessant. Allerdings wurden viele Sachen außer Acht gelassen.

    Zu allererst mal war es eine schwierige Entscheidung, aber wir haben uns dennoch für die dual MCU Variante entschieden. Die Gründe dafür liste ich hier mal auf, von denen einige bereits auch schon genannt wurden:

    - ARM ist effizienter als Xtensa
    - Der SAMD21 hat eine super Unterstützung in Arduino
    - Wegen dem vorherigen Punkt ist es auch deutlich einfacher für Anfänger
    - ESP32 hat keine USB-Unterstützung. Das würde einen zusätzlichen Chip voraussetzen
    - Der ESP32 hat nicht genug GPIOs für alle features des Pocuters. Selbst beim SAMD21 wurde jedes einzelne genutzt

    Die ersten Prototypen hatten tatsächlich den ESP32 als einzigen Prozessor. Allerdings hat es sehr viele unnötige Probleme verursacht. Wenn man ein Produkt entwickelt, dass nicht ausschließlich Professionelle anspricht, sondern auch Anfängern Spaß bereiten soll, ist der ESP32 eine schlechte Entscheidung.

    Natürlich ist es nicht gerade gut, dass man zwei MCUs auf einem bereits so kleinen Board nutzt, aber die Entscheidung dafür war gut durchdacht. Schließlich kann man den ESP32 ganz deaktivieren, wenn man weder WiFi noch Bluetooth braucht.

    Allerdings gibt es aktuell die Überlegung, zu einem ESP32-C3 als einzigen Prozessor zu wechseln. Es scheint eine deutlich ausgereiftere version zu sein. Von gespartem Platz kann man dennoch nicht wirklich reden, da wir in dem Falle eine UART-USB Brücke & GPIO extender hinzufügen müssen.

    Das ist aber die Entscheidung der Kunden, weswegen wir im nächsten Projekt-update nach deren Meinung fragen werden.

    Bei Fragen stehe ich offen. :)

  10. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: DAASSI 29.08.21 - 17:28

    ja natürlich nutze ich die Dualcore Variante, ich sehe keinen Vorteil in den Singlecorevarianten. Ich habe so praktisch einen Anwendungscore und einen BLE/WLAN Core, wie es von Espressif vorgesehen ist.
    Habe mir das Multitasking mal angesehen, aber ich bin doch eher der fortgeschrittene Anfänger, daher war es für mich dann doch zu kompliziert zu nutzen.

    Einen CAN-Bus nutze ich nicht, da eignet sich ja auch ein Pi-Zero mit passendem Hat deutlich besser, ist halt nicht so kompakt.

    das einzige Manko, das der ESP32 hat, ist dass einem doch sehr schnell die GPIOs ausgehen können, wie zepsch schon sagt

  11. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: DAASSI 29.08.21 - 17:31

    Ich finde das cool, dass du das konstruiert hast, super Leistung.

    Für mich ist es erstmal nichts, aber haben will ich es schon, hab aber keinen Anwendungszweck :(

    Die fehlende USB-Unterstützung des ESPs bereitet mir auch immer mal wieder Probleme, da man leider häufig den CH340B/C nutzen muss die doch recht viel Platz fressen

  12. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: Brian Kernighan 29.08.21 - 17:47

    zepsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin der Entwickler dieses Boards und finde die Diskussion sehr
    > interessant.

    Danke für die wertvollen Infos! Ich persönlich wäre sehr an einer solchen Plattform mit transflektiven (und daher Strom Sparenden always on Display) und GPS interessiert. Das gibt's so nämlich noch nirgends unter 1.001 experimentier Boards.

    Würde auch gut zu der von euch wohl angestrebten Nutzung als wearable passen.

  13. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: gadthrawn 29.08.21 - 21:20

    DAASSI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ja natürlich nutze ich die Dualcore Variante, ich sehe keinen Vorteil in
    > den Singlecorevarianten. Ich habe so praktisch einen Anwendungscore und
    > einen BLE/WLAN Core, wie es von Espressif vorgesehen ist.

    Naja, die Frage ist, was von Espressif vorgesehen ist. Der 8266 war ja eigentlich nur ein WLAN Chip und der esp32-c3 soll diesen beerben.
    Den 8266 haben viele zweckentfremdet, und da litt die Stabilität.
    Der ESP32 um 2,54 hat dann zwei Kerne aufgrund des Erfolges bekommen. Problem gelöst. Braucht aber mehr Strom und ist teurer. Der ESP32 S2 hat dann einen normalen und einen Ultra Low Power RISC Kern zum stromsparen, kostet mit 68m_A Strombedarf aber um 1,74
    https://www.mouser.de/ProductDetail/Espressif-Systems/ESP32-S2FN4R2?qs=pUKx8fyJudDnZ43tIkHUCQ%3D%3D bei mouser. Der C3 gilt auch als Ultra Low Power und ist wie gesagt eigentlich wieder mehr als WLAN/BT Chip gedacht Kostet um 84 Cent.
    Also wenn du nur WLAN/BT brauchst, dann nimmst du eher den billigen mit Stromsparpotential. Der S2 ist finde ich für die Tonne (BT fehlt).

    Die M0+ sind gegenüber dem Dual ESP32 halt extrem stromsparend und effizient, noch eine Ticken besser in Software unterstützt.

    > Habe mir das Multitasking mal angesehen, aber ich bin doch eher der
    > fortgeschrittene Anfänger, daher war es für mich dann doch zu kompliziert
    > zu nutzen.

    FreeRTOS? Ist eigentlich noch simpel.

    > Einen CAN-Bus nutze ich nicht, da eignet sich ja auch ein Pi-Zero mit
    > passendem Hat deutlich besser, ist halt nicht so kompakt.

    Wozu? Der ist eigentlich total overpowered. Hier sieht man aber ein Espressif Problem. Sie haben CAN nicht lizensiert. Nur extrem halbärschig unterstützt, obwohl CAN viele andere Prozessoren können. Bei neuen nennen sie es sogar nur noch TwinCableAutomitiveInterface. Macht die Untertützung nicht besser.Ähnliches mit nicht voller Lizensierung trifft eben auch auf BLE zu.

    > das einzige Manko, das der ESP32 hat, ist dass einem doch sehr schnell die
    > GPIOs ausgehen können, wie zepsch schon sagt

    Wahrscheinlich würde niemand auffallen, wenn man einen m0+ mit z.b. einem Atmel UltraLowPower BT+WLAN Modul verwenden würde. Oder so Kombinationen von Cypress mit M0+, M4F und BT/WLAN. Die sind aber halt um einiges teurer (wärst dann bei ATMEL so bei 10¤). EIn NXP liegt dabei so um 7 mit m0+.
    Du hast aber dermassen viele m0+, dass du da in Kombination mit mehr GPIO M0+ + ESP32-c3 auf einen günstigeren Preis und auf weniger Strom kommen kannst.

    Vielleicht um mal was ganz blödes zu zeigen. Auf dem Arduino Uno/Mega im Originaldesign ist ein AtMega328 und auch ein AtMega 16u2 als USB Bridge. Kann man lustigerweise mit etwas Know-how programmieren und 7 Pins davon nutzen. Stört aber normalerweise niemand, da der Chip eigentlich leistungschwächer ist. Die meisten WLAN Chips sollten auch Leistung haben - sind normalerweise einfach nur gekapselter im Vergleich zuneigenden esp.

    Der 32-S2 wa real mit USB angekündigt. Also könntest du theoretisch einen S2 als Rechenwerk und einen C3 als WLAN nehmen. Oder zwei C3.. hättest dann halt das Fütterungsproblem für den Watchdog weiterhin. Bei dem normalen ESP32 hast du auch irgendeinen USB Chip. BEi dem du dich fragen könntest: Warum programmiert man den nicht auch (ala Arduino-Bastelei)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.08.21 21:24 durch gadthrawn.

  14. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: Dakkaron 29.08.21 - 21:59

    Klingt nach einer ziemlich coolen Platform, aber der Preis ist schon sehr hoch.

    Glaubt ihr, ihr werdet den in der Zukunft deutlich runter kriegen?

  15. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: zepsch 29.08.21 - 22:19

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt nach einer ziemlich coolen Platform, aber der Preis ist schon sehr
    > hoch.
    >
    > Glaubt ihr, ihr werdet den in der Zukunft deutlich runter kriegen?

    Natürlich. Das ist aktuell die erste Serie, wo wir noch sehr viel Geld für die nötigen Zertifikate/Zulassungen und andere wichtige Sachen wie Entwicklung weiterer Boards ausgeben müssen.

    Mit der Zeit wird der Preis runter gehen, aber aktuell ist das das mindeste. Außerdem muss man dazu sagen, dass alle features/module einzeln gekauft mindestens genau so viel und in den meisten Fällen mehr kosten werden.

    Der Pocuter spart sehr viel Platz und auch Geld, wenn man das Gesamtpaket betrachtet. :)

  16. Re: Wieso ein AT und ein ESP?

    Autor: Dakkaron 29.08.21 - 23:30

    Ich muss mich korrigieren, ich hab mich in dem Artikel verlesen, und gedacht, einer würde ¤86 kosten.

    ¤45 ist schon deutlich besser, aber immer noch zu weit oben für einen Impulskauf. Hab mal geschaut, was die Einzelteile auf Ebay/Ali kosten, da komm ich auf rund ¤30, Single Quantities und Module inklusive Versand.

    Ich find das Board schon arg cool. Beeindruckend, so viel auf so wenig zu quetschen. Aber bis ichs mir rechtfertigen kann, muss es schon noch billiger werden.

    That said, ich finde nicht, dass der Preis übertrieben ist. Das RnD usw will ja auch bezahlt werden. Aber für mich zahlt es sich hald noch nicht aus.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Client-Hardware - Konzeption, IT-Asset-Lifecycle-Management und Support
    Universität Hamburg, Hamburg
  2. Sachbearbeiter (w/m/d) IT-Betreuung und Teamassistenz Schulen
    KommunalBIT AöR, Fürth
  3. Project Coordinator (all genders) JIS - Supply Chain Management
    Joyson Safety Systems Aschaffenburg GmbH, Aschaffenburg
  4. Projektleiter (w/m/d) für IT Systeme in der Energieversorgung
    PSI Software AG Geschäftsbereich PSI Energie EE, Aschaffenburg, Berlin, Oldenburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. Special Edition PS5 für 69,99€, Deluxe Edition Xbox Series X/S für 99,99€)
  2. 16,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Probefahrt mit BMW iX: Außen pfui, innen hui
Probefahrt mit BMW iX
Außen pfui, innen hui

Am Design des BMW iX scheiden sich die Geister. Technisch kann das vollelektrische SUV aber in fast jeder Hinsicht mithalten.
Ein Test von Friedhelm Greis

  1. Brandenburg Firma will Anlage für batteriefähiges Lithiumhydroxid bauen
  2. Probefahrt mit Manta GSe Elektromod Boah ey, "der ist fantastisch"
  3. Lunaz Elektroversion des Oldtimers Aston Martin DB6 vorgestellt

Bluetooth-Lautsprecher LSPX-S3 im Test: Sonys Glaskolben-Lampe rockt
Bluetooth-Lautsprecher LSPX-S3 im Test
Sonys Glaskolben-Lampe rockt

Sonys neuer Bluetooth-Lautsprecher unterstützt Musik mit stimmungsvoller Beleuchtung - ein ungewöhnliches Gerät mit nur wenigen Schwächen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Playstation Sony patentiert Auswirkungen von Spielegewalt
  2. ZV-E10 Sony bringt spiegellose Systemkamera für Youtuber
  3. Sony Licht im Glas-Lautsprecher tanzt zum Takt der Musik

Astrofotografie: Der Himmel so nah
Astrofotografie
Der Himmel so nah

Wer den Nachthimmel fotografiert, erfasst viel mehr als mit bloßem Auge. Wir geben Tipps für den Einstieg in das faszinierende Hobby Astrofotografie.
Eine Anleitung von Mario Keller