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Oracle
Autor: lox386 16.12.22 - 16:10
Ich kann nicht verstehen wie Softwarehersteller noch auf Oracle setzen können bei dieser Preispolitik seitens Oracle.
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Re: Oracle
Autor: yumiko 16.12.22 - 16:26
lox386 schrieb:
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> Ich kann nicht verstehen wie Softwarehersteller noch auf Oracle setzen
> können bei dieser Preispolitik seitens Oracle.
Kompatibilität.
Deren Ökosystem ist ohne Neuentwicklung mit anderer Achitektur nicht zu entkommen - genau wie bei Microsoft. -
Re: Oracle
Autor: Bassobr 16.12.22 - 16:54
Oracle hat keine Kunden, sondern ausschließlich Geiseln.
Warum hat Oracle ein solches Lizenzmodell und warum ändern sie es ständig?
Antwort: Because fuck you, that‘s why.
Oder auf Deutsch: Weil sie es können. -
Re: Oracle
Autor: McAndrew 16.12.22 - 16:56
30Jahre gewachsene gut funktionierende Applikationen lassen sich nicht mal ebend in 2 Mannjahren neu schreiben.
Da sind 5.000EUR/Jahr für Update- wie Technik-Support für eine StandardEdition2 Lizenz vollkommen legitim.
Man muss halt echt auspassen wie die Software in virtualisierten Umgebungen eingesetzt wird - da kommt man sehrschnell in Teufels Lizenzküche. -
Re: Oracle
Autor: McAndrew 16.12.22 - 17:03
@Bassobr:
>> Warum hat Oracle ein solches Lizenzmodell und warum ändern sie es ständig?
Oracle hat sein Lizenzmodell in den vergangenen 15Jahren meines Wissens 1x geändert.
Mit dem Wechsel von StandardEditon auf StandardEditon Two.
Und das war durchaus berechtigt mit der voran schreitenden Entwicklung von MultiCores und MultiThread-CPUs sowie der Weiterentwicklung von Threading-Nutzung der Applikation. Einzig die Auslegung in virtualisierten Umgebungen ist m.E. Überzogen. Das lässt sich aber via "physisch" und/oder "vlan" getrennte Systeme umschiffen. -
Re: Oracle
Autor: Bassobr 16.12.22 - 17:05
McAndrew schrieb:
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> Man muss halt echt auspassen wie die Software in virtualisierten Umgebungen
> eingesetzt wird - da kommt man sehrschnell in Teufels Lizenzküche.
Die Lizenzierung von Oracle auf Virtualisierungsumgebung ist aber schon fast sittenwidrig …
Wir haben teilweise VMware Cluster mit > 40 ESX Systemen pro Cluster. Hier soll dann für jeden physischen Host lizenziert werden, der theoretisch eine VM hosted, auf der eine Oracle DB läuft …
Ende vom Lied: Die Oracle DBs laufen wieder auf Bare Metal Systemen
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.22 17:06 durch Bassobr. -
Re: Oracle
Autor: ikso 16.12.22 - 19:12
Von was für Kosten pro Lizenz reden wir hier eigentlich?
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Re: Oracle
Autor: Rosinenpicker 16.12.22 - 20:32
ikso schrieb:
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> Von was für Kosten pro Lizenz reden wir hier eigentlich?
Suchst du technology-price-list-070617.pdf bzw. Oracle Global Price List bei Google (kann keine Links posten).
Eine AIX CPU in einer LPAR kostet demnach 17.500 (SE2) oder 47.500 (EE) USD Liste, ist aber gut rabattierbar. Unter VMware kannst du Oracle per CPU-Lizenzierung imho vergessen, weil das zu aufwendig ist das so zu bauen damit das lizenzkonform ist ohne sich dumm und dämlich zu bezahlen. Deshalb betreiben die meisten Oracle auf separater HW (am besten direkt von Oracle), lizenzieren unter VMware named oder haben halt IBM im Haus.
Oracle lebt von Bestandskunden und nicht von Neukunden, die aufgrund der Historie viele große Anwendungen haben und mitunter eine Migration scheuen.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.22 20:38 durch Rosinenpicker. -
Re: Oracle
Autor: McAndrew 16.12.22 - 20:38
@ikso
>> Von was für Kosten pro Lizenz reden wir hier eigentlich?
MEINES PRIVATEN WISSENS FÜR ORACLE-DATENBANKEN:
DIE PREISE BEZIEHEN SICH MEINES PRIVATEN WISSENS NOCH VON VOR 2020.
Round about 18.000$ für eine StandardEdtition 2 je gesockelter CPU-Kern.
+ 20% Support/Upgrade Kosten pro Jahr
+ Moderade jäjhrliche Preiserhöhung möglich
+ MwST
Wobei diese Version nur auf ich glaub 2Sockel-Mainboards eingesetzt werden darf.
Wobei in virtualisierten Umgebungen sichergestellt sein muss das auch nur der "definierte" Kern genutzt werden "kann", und "definitiv" kein anderer.
Das ist nicht privial: VMware ESX "kann" VMs auf andere unausgelastete Kerne verschieben, sogar Clusterübergreifend. Hier kann ein Fehler zur Lizensierung des gesamten Clusters führen. Und wenn ein Mainboard mehr als 2Sockel verfügt, geht das nicht via StandardEditon 2, sondern nur via Enterprise-Version. Dabei reicht Oracle die "theoretische Möglichkeit das eine VM vershoben werden könnte - das muss in virtualisierten Umgebungen "physich" und via "vlan" verhindert werden.
Bei der Enterprise-Version sind es meines Wissens um 48.000$ je CPU-Kern + 20% für Support und Upgrade + Moderate jährliche Preiserhöhung möglich + MwST.
Zwischen der Standard-Editon 2 und Enterprise-Edition gibt es maßgebliche Unterschiede bei Enterprise-Features wie z.B. komprimierte Backups, Transaktions-Rollback, Datenbank-Block-Reparatur, Parallelbetrieb mehrerer Datenbanken etc. pp.
Einige Features die nach "Standard-Editon 2" Installation bereits eingeschaltet sind, sind als Addons hochpreisig und extra Kostenpflichtig, und nur in der Enterprise-Editon zugelassen, so das eine unbedachte Nutzung solcher Features eine Neulizensierung der Datenbank zur Folge haben würde. Selbstverständlich je verwendeten Kern, rückwirkend bis zum ersten Tag der Erstlizensierung. Oracle fordern eine einheitliche Gesamt-Lizensierung. Für die korrekte Lizensierung ist der Admin zuständig.
Der Lizensierungs-GUIDE der "DOAG" beschreibt die korrekte Lizenzsierung von Oracle-Datenbanken fachlich deatilliert auf etwa 100 Seiten in deutsch. Dabei ist jeder einzelne Satz und Abschnitt auf die Goldwage zu legen.
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Alternativ gibt es die Möglichkeit beide Oracle-DB-Versionen per Anwender zu lizensieren - aber auch hier gibt es diverse Fallstricke.
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Allerdings gibts auch gewissen Vorzüge für virtualisierte Umgebungen:
Ist sichergestellt das nur eine CPU genutzt wird, und diese hat 10Threads, können auch beliebige VMs mit Oracle-Datrenbank-Installationen dort laufen. Entscheident ist das der VM Hypervisor nur den entsprechend Lizensierten Kern zulässt - wieviele Instanzen diesen nutzen ist Oracle dann egal.
4 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.22 20:58 durch McAndrew. -
Re: Oracle
Autor: sambache 18.12.22 - 10:45
ikso schrieb:
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> Von was für Kosten pro Lizenz reden wir hier eigentlich?
Oracle nimmt immer 110% von dem was du dir gerade noch leisten kannst.
217 mal bearbeitet, zuletzt am 27.10.2022 13:44 durch sambache. -
Re: Oracle
Autor: sambache 18.12.22 - 10:47
McAndrew schrieb:
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> Da sind 5.000EUR/Jahr für Update- wie Technik-Support für eine
> StandardEdition2 Lizenz vollkommen legitim.
Die StandardEdition kann ja auch nichts ;-)
Da kann ich ja wirklich PostgreSQL nehmen.
217 mal bearbeitet, zuletzt am 27.10.2022 13:44 durch sambache.



