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Hey, was Neues aus Cupertino! oder: Déjà-vu?

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  1. Hey, was Neues aus Cupertino! oder: Déjà-vu?

    Autor: Smartcom5 06.04.18 - 15:33

    Oh, ein weiterer Aufguß der typisch-angelsächsisch blumigen Nullrethorik. Apple ist nunmal einfach so „awesome“, daß sie ständig irgendetwas „something really great“ in der Pipeline haben und ihnen ihre Pro-User ja ach so „really important to us“ sind – haben wir ja schon immer geahnt.

    „Wir wollen transparent sein und offen mit unserer Pro-Community kommunizieren, damit sie wissen, dass der Mac Pro ein Produkt für 2019 ist …“

    Ernsthaft, für wie dumm hält Apple seine (Pro-) Kunden denn bitte?!
    Diese aufgesetzt plakative Äußerung, die einzig dem Zweck dient, etwaigen (naiven) verbliebenen Kunden im Pro-Segment das Abwandern zu anderen Plattformen zu vergraulen, indem dem mittlerweile moralinsauren iPower-User demonstrativ gesagt wird, für ihn möge in Kürze etwas halbwegs brauchbares erscheinen.

    Als Power-User würde ich mir doch schon ein wenig veräppelt vorkommen. Das liest sich mit einer dä,lichen Dekadenz seitens Apple's, daß es nur so knallt. Geradezu unverschämt, daß sie offensichtlich von ihrer Kundschaft erwarten, Irgendwer wäre tatsächlich so dämlich, auf den Stuss herein zu fallen.

    Liest man zwischen den Zeilen, wird die Aussage geradezu in‘s Gegenteil verkehrt;
    „Hey Du! Ja, Du selbstständiger Power-User. Wir gedenken weitere hochprofitable Absatzmärkte, verzeihung, Geschäftsfelder zu erschließen, darum müssen wir wieder die üblichen Floskeln raushauen, in der hehren Hoffnung, ein paar Lemminge wie Du mögen auf den Schmarrn hereinfallen.

    Wir wissen, daß ist Quatsch und eigentlich wollen wir Dich als User gar nicht – wir brauchen nur dein liebes Geld. Irgendjemand aus der Marketing-Abteilung hielt das Ganze für eine machbare Idee (Er ist der Neue …).

    Also bitte nicht böse sein, wenn‘s hinterher wieder nur ein iMac in Würfelform wird, der ohnehin nicht aufgerüstet werden kann, weil wir den Blödsinn verkleben.

    Dein Apple!“


    Aber es sei einem versichert, daß Tim Cook mit seinen trivialen Sprachhülsen à la „great Desktops“ noch immer genug Leute auf den Leim gehen werden, in dem Glauben, dieses Jahr klappt es eben doch noch mit der Pro-Sparte. Für die, Welche sich von derlei Plattitüden blenden lassen, gibt es sicherlich 'konkrete Anhaltspunkte' für kommende Produkte der Prosumer-Kategorie …

    Déjà-vu
    Erinnert mich geradewegs an die damalige, vielzitiert-berühmte Mail, die dieser Phantast mit dem Charm einer Kettensäge seinerzeit medienwirksam an Wen verschickte, als es um einen neuen Mac Pro ging. Heraus gekommen ist ein überteuerter Tisch-Staubsauger, dessen Leistungsfähigkeit einzig in den Köpfen jener verblendeter Nutzer zu finden war. Allein das Debakel um den scheinheiligen Verkaufsstop der Käsereibe wegen den imaginären Lüfterproblemen, sprach damals doch schon Bände …

    Tja, die erklärte Klientel der Produktpalette der letzten Jahre richtet sich an solche Enthusiast-Consumer, die einfach eine leichte Erweiterung für ihren iMac oder Mac mini suchen. Ein externes Festplatten-Rack für die Musik- oder Photosammlung hier, eine vermeintlich spieletaugliche dedizierte Grafikkarte für den Spaß zwischendurch dort.

    Lifestyle-Gadgets
    Von NAS/Xsan oder ernsthafte Mehrkanal-Audio-Compositing ist hier schon lange gar keine Rede mehr, ebenso wenig wie Motion-Editing mittels Maya & Co. Es geht hier lediglich seit Jahren um Lifestyle-Gadgets für des Hipsters iMac und weniger um Pro-User. Oder meint man allen Ernstes, Apple würde in Zukunft noch versuchen wollen, professionellen Anwendern einen Ersatz für den Mac Pro zu bieten? Ist überhaupt nicht beabsichtigt und wird auch nicht mehr kommen, sollte einem aber schon seit Jahren bekannt sein …

    Die erklärte Zielgruppe sind und bleiben Consumer, denn damit wird seit Jahren der Löwenanteil des Umsatzes verdient. Ein Pro tingelt eben nicht im App- oder iTMStore rum und füllt auch doch sonst neben dem bisschen, zugegebenermaßen teuren Hardware und Lizenzen für beispielsweise Final Cut (Hust …), keine Kassen.

    Von daher ist die ganze Nutzergruppe für Apple schlicht marktunrelevant, das ist der Punkt. Ist aber jetzt auch Nichts, was man schon nicht seit Jahren wüßte …

    Es scheint, als daß nur noch Kaugummi kauende, dauer-chattende Kiddies für Apple interessant sind, die den ganzen Tag ihre persönlichen Daten von einer Cloud in die andere schieben.

    Mobil …
    Selbst die mobile Pro-Sparte ist doch schon seit Jahren Geschichte …
    Zumindest ich kann ein – wenigstens dem Namen nach – professionelles Notebook respektive dessen Angebot nicht ernst nehmen, wenn ich für ein fast dreitausend [sic!] Euro teures Gerät eine Shared-Memory Grafikkarte bekomme …
    Finde ich irgendwie unfreiwillig komisch, auch wenn‘s offenbar gar kein Scherz ist. Die gesamte Offerte von Apple an Professionals ist seit Jahren einfach nur noch als lä·cher·lich zu umschreiben.

    Ohnehin kein Markt mehr
    Ich denke, mittlerweile ist auch einfach kein Markt mehr für solch völlig überzogen teure 'Super-Computer' wie beispielsweise ein Mac Pro vorhanden. Selbst eingefleischte Pro User sind nicht mehr bereit für technologisch rückständige Rechner derart Geld zu verbrennen, was aber Apple sich über die Jahre mit ihrem dauernden hin und her und schwerlich ernst zu nehmenden Silent-Updates ohne Substanz selbst zuzuschreiben hat.

    Ob‘s nun die immer wiederkehrenden, leidigen Grafikkarten-Misèren oder mangelnder technologischer Fortschritt ist, Apple hat zu der Situation abwandernder Pro-Customer – die ihnen ja ach so wichtig sind – erheblich selbst beigetragen, nicht nur seitens der immer beliebiger gewordenen (Express) oder gleich ganz eingestellten Software-Produkte und -Linien.

    Das große Geld wird eben seit langem beim Consumer eingefahren … Ob und wie sich das irgendwann rächen wird, war aber absolut abzusehen.

    iSpoon for rent
    Ich denke auch nicht, daß sich Steve wegen dem Kurs der letzten Jahre im iGrave umdrehen würde. Er war Derjenige, der diesen Quatsch zur monetarisierung der Masse mit dem iMac und iPod erst angestoßen hat – ihm ging es ebenfalls nur um‘s Geld …

    In diesem Sinne

    Smartcom

    PS: Der Autor ist seit Jahrzehnten Mac-User , zählt sich selbst den Power-Usern zugehörig, besitzt noch immer seinen ersten Mac (einen Mac Plus von '84, mit 4 MByte Ram bitteschön!) – und betrachtet die Abkehr Apple's von seinen eigentlichen Kunden seit Jahren mit Sorge.

    "Ich weiß nicht ob es besser wird, wenn es sich ändert. Aber ich weiß das es sich ändern muß, wenn es besser werden soll."
    Georg Christoph Lichtenberg *1742, †1799, deutscher Schriftsteller

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