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Wohin geht die Energie?
Autor: MarcusK 16.12.22 - 13:07
> statt maximal 66 Watt nimmt die CPU laut der Benchmark-Leaks von Jawara nun 86 Watt auf,
> bei fast gleicher Temperatur.
20Watt mehr Energie, bedeutet auch 20Watt mehr Wärme. Und 20Watt mehr wärme sollte sich auch auf die Temperatur auswirken.
oder ist nur gemeint, da die CPU maximal 86Watt aufnimmt, aber diese selten nutzt und damit nicht wärmer wird? -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: Vollstrecker 16.12.22 - 13:34
So ein Prozessor macht schon etwas mehr als nur Elektrische Energie in Wärme umzuwandeln. Zum Beispiel nutzt er es auch um Rechenoperationen durchzuführen oder Dinge zu speichern. Die Abwärme ist eher ein Abfallprodukt aus den internen Widerständen.
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Re: Wohin geht die Energie?
Autor: Hans-Schmidt 16.12.22 - 13:39
Ich verstehe es so, mehr CPU Kerne -> mehr Fläche -> Wärme verteilt sich auf Fläche -> kann von CPU Kühler besser abgeführt werden -> Temperatur bleibt trotz mehr Watt Abwärme recht Identisch.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.22 13:47 durch Hans-Schmidt. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: MarcusK 16.12.22 - 13:41
Vollstrecker schrieb:
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> So ein Prozessor macht schon etwas mehr als nur Elektrische Energie in
> Wärme umzuwandeln. Zum Beispiel nutzt er es auch um Rechenoperationen
> durchzuführen oder Dinge zu speichern. Die Abwärme ist eher ein
> Abfallprodukt aus den internen Widerständen.
nein das stimmt nicht. Eine CPU verwandelt 100%* der Energie in Wärme.
(*) ein Teil wird über die IO-Pins zur kommunikation mit anderen Geräte verwendet, aber wirklich nur ein kleiner teil. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: M.P. 16.12.22 - 13:48
Nein, es sind zwar sicherlich über 95%, aber ein Teil der aufgenommenen Energie fließt über die ausgehden Signalleitungen ab.
Ein kaum messbarer Anteil wird auch für die Rechenarbeit ohne Wärmeentwicklung draufgehen. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: MarcusK 16.12.22 - 13:51
M.P. schrieb:
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> Nein, es sind zwar sicherlich über 95%, aber ein Teil der aufgenommenen
> Energie fließt über die ausgehden Signalleitungen ab.
habe ich ja geschrieben.
> Ein kaum messbarer Anteil wird auch für die Rechenarbeit ohne
> Wärmeentwicklung draufgehen.
nein, das kann es nicht geben. Rechenarbeit ist nichts was man in Energie umwandeln kann. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: Riemen 16.12.22 - 13:52
Hans-Schmidt schrieb:
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> Ich verstehe es so, mehr CPU Kerne -> mehr Fläche -> Wärme verteilt sich
> auf Fläche -> kann von CPU Kühler besser abgeführt werden -> Temperatur
> bleibt trotz mehr Watt Abwärme recht Identisch.
Tut sie aber nicht es sei denn ein entsprechend leistungsfähigerer Kühler würde verbaut werden. Es geht es nämlich immer darum, die Wärme möglichst schnell aus dem Sockel des Kühlers abzuführen. Das die Wärme auf minimal mehr Fläche verteilt wird, wirkt sich hier nur sehr wenig aus. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: B0SS4K 16.12.22 - 14:04
MarcusK schrieb:
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> > statt maximal 66 Watt nimmt die CPU laut der Benchmark-Leaks von Jawara
> nun 86 Watt auf,
> > bei fast gleicher Temperatur.
>
> 20Watt mehr Energie, bedeutet auch 20Watt mehr Wärme. Und 20Watt mehr wärme
> sollte sich auch auf die Temperatur auswirken.
>
> oder ist nur gemeint, da die CPU maximal 86Watt aufnimmt, aber diese selten
> nutzt und damit nicht wärmer wird?
bei fast gleicher Temperatur. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: mb (Golem.de) 16.12.22 - 14:41
Ohne es selbst getestet zu haben können wir natürlich auch nur mutmaßen. Aber da die zusätzliche Energie auch durch zusätzliche Kerne und damit größere Chipfläche entsteht, kann diese bei ausreichend dimensionierter Kühlung auch leicht abgeführt werden.
Das sieht man auch schön im Vergleich von CPU zu GPU, wo ein Ryzen-7000 gerne mal bis zu 95°C warm wird (wohlgemerkt trotz 360mm AIO), obwohl er "nur" 150 Watt aufnimmt. Eine RDNA3-GPU ebenfalls von AMD bleibt jedoch auch durchaus mal unter 70°C, obwohl über 300 Watt in Wärme umgewandelt werden.
Die direkt-die Kühlung einer GPU sowie insbesondere die größere Chipfläche tragen maßgeblich dazu bei. Je kleiner die Chips sind, desto schwieriger sind sie zu kühlen. Da die Wärmeübertragung mit der Temperaturdifferenz ansteigt, pendeln sich die Chips dann eben bei entsprechend hohen Temperaturen ein, sofern sie nicht vorher durch Schutzmechanismen limitiert werden.
Martin Böckmann, Editor
Golem.de -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: MarcusK 16.12.22 - 14:47
mb (Golem.de) schrieb:
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> Ohne es selbst getestet zu haben können wir natürlich auch nur mutmaßen.
> Aber da die zusätzliche Energie auch durch zusätzliche Kerne und damit
> größere Chipfläche entsteht, kann diese bei ausreichend dimensionierter
> Kühlung auch leicht abgeführt werden.
Verteilt der Headspreader nicht die Wärme gleichmäßig und diese hat doch die gleiche Fläche oder?
> Das sieht man auch schön im Vergleich von CPU zu GPU, wo ein Ryzen-7000
> gerne mal bis zu 95°C warm wird (wohlgemerkt trotz 360mm AIO), obwohl er
> "nur" 150 Watt aufnimmt. Eine RDNA3-GPU ebenfalls von AMD bleibt jedoch
> auch durchaus mal unter 70°C, obwohl über 300 Watt in Wärme umgewandelt
> werden.
aber sind denn beide Lüfter wirklich vergleichbar, sonst würde ich sagen es liegt am Design vom Lüfter.
Es gibt ja auch Lüfter die die gleiche CPU kühler halten als andere, obwohl die CPU die gleiche Wärme abgibt. -
Indiz für die "Korrektheit" der Daten
Autor: yumiko 16.12.22 - 14:51
MarcusK schrieb:
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> > statt maximal 66 Watt nimmt die CPU laut der Benchmark-Leaks von Jawara
> nun 86 Watt auf,
> > bei fast gleicher Temperatur.
>
> 20Watt mehr Energie, bedeutet auch 20Watt mehr Wärme. Und 20Watt mehr wärme
> sollte sich auch auf die Temperatur auswirken.
>
> oder ist nur gemeint, da die CPU maximal 86Watt aufnimmt, aber diese selten
> nutzt und damit nicht wärmer wird?
Indiz für die "Korrektheit" der Daten.
Und morgen ein Leak vom Perpetuum Mobile - dur Intel CPUs ermöglicht.
Da die 13er als Refresh wie die 12er aufgebaut sind, sollte man vom Layout her nix besonderes erwarten (analog auch bei den bisher ershienenen 13er zu sehen).
Die E-Cores bringen eh nix, wenn man sie bei Spielen und Programmen ausschalten muss um mehr Performance zu bekommen (weil die wichtigen Threads wie der Render Thread mal wieder auf einem E-Core landet). Abseits der (manuell angepassten?) üblichen Benchmarkprogramme/Spiele kann man durch Abschalten schon mal 10% absolut gewinnen bzw. "stottern" eleminieren.
Der höhere Takt bringt zumindest absolut etwas mehr Leistung.
Empfehlen kann man die 12er und 13er Intels jedenfalls nur uneingeschränkt für Linux & Co - wie man bei Android sieht kommen die gut mit unterschiedlichen Cores zurecht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.22 14:53 durch yumiko. -
Re: Wohin geht die Energie?
Autor: Dumpfbacke 16.12.22 - 17:46
MarcusK schrieb:
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> mb (Golem.de) schrieb:
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> > Ohne es selbst getestet zu haben können wir natürlich auch nur mutmaßen.
> > Aber da die zusätzliche Energie auch durch zusätzliche Kerne und damit
> > größere Chipfläche entsteht, kann diese bei ausreichend dimensionierter
> > Kühlung auch leicht abgeführt werden.
> Verteilt der Headspreader nicht die Wärme gleichmäßig und diese hat doch
> die gleiche Fläche oder?
Die Frage ist, wo ist der Hotspot bei den Cores. Wenn die CPUs nichts zu tun haben, entsteht kein Hotspot und die Wärmeentwicklung ist relativ gleichmäßig.
Drehen die CPUs auf, entsteht die Wärme, wobei es je nach Rechenoperationen schnell sehr warm werden kann. Der Hotspot entsteht. Da dieser innerhalb der CPU liegt und die Wärme nach oben geht, verteilt der Heatspreader es zwar gleichmäßig, aber welcher Core/ Transistoren gerade heiß wurden, weiß man dadurch auch nicht.
In den Energieoptionen gibt es extra die Option Systemkühlungsrichtlinie, wo man angeben kann, ob die CPU schnell aufheizen (aktiv) darf oder langsam (passiv). Man merkt es am Lüfter, ob er schnell aufdreht oder nicht. Nachteil bei passiv ist, dass es bei Anwendungen zu kleinen Rucklern kommen kann. Die mögliche Leistung stand nicht im vollen Umfang zur Verfügung.
Die CPU greift selber auch in dieses Managment ein, wodurch sich auch ein bischen was sparen lässt. Intel dürfte hier nachgebessert haben, so dass nicht jede Anwendung gleich den Core hochpusht.
Damals war es normal, dass eine Anwendung den Core hochtrieb. Braucht man nur ein altes Spiel starten, kann man im Taskmanager sehen, wie ein Core auf 99% hochgeht.



