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Produkt durch propietären Ansatz ruiniert

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  1. Produkt durch propietären Ansatz ruiniert

    Autor: Crass Spektakel 22.02.13 - 17:25

    So beachtlich der Aufwand von Sony war, die Minidisc war von Anfang an tot weil sie nur von Sony unterstützt wurde. Dazu jede Menge unsinnige Benutzereinschränkungen und ungünstige Umsetzungen (zB. beim Kopieren)...

    Noch ein gutes Produkt das in einer Mischung aus Propietarismus und Firmenideologie kaputt gemacht wurde. Natürlich von Sony.

    230MB 3,5 Zoll und 650MB 5,25 Zoll MOs waren übrigens im Amiga-Umfeld überraschend weit verbreitet, recht preiswert erhältlich und einfach am externem SCSI-Anschluß zu betreiben, echtes Plug-n-Play. Wobei zumindestens ich damals schon auf externe Harddisks setzte, das war noch portabler. Nicht zu vergessen die ersten Next-Workstations die serienmässig mit einem propietärem MO-System kamen.

  2. Stimmt

    Autor: urkel 22.02.13 - 17:39

    Crass Spektakel schrieb:

    > Noch ein gutes Produkt das in einer Mischung aus Propietarismus und
    > Firmenideologie kaputt gemacht wurde. Natürlich von Sony.

    War auch gleich mein Gedanke. SONY ist ungekrönter Meister darin, sich mit zum Rest der Welt inkompatiblen Produkten und Kundengängelung selbst ins Bein zu schießen. Erstaunlich finde ich nur, dass es so lange gedauert hat, bis dieses Verhalten das Unternhmen endlich in Schwierigkeiten brachte (nämlich bis heute).

    Schade um die schönen Ideen. Sony-Ingenieure ohne gierige Manager, das wäre mal was.

  3. Re: Stimmt

    Autor: elgooG 22.02.13 - 18:06

    urkel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Crass Spektakel schrieb:
    >
    > > Noch ein gutes Produkt das in einer Mischung aus Propietarismus und
    > > Firmenideologie kaputt gemacht wurde. Natürlich von Sony.
    >
    > War auch gleich mein Gedanke. SONY ist ungekrönter Meister darin, sich mit
    > zum Rest der Welt inkompatiblen Produkten und Kundengängelung selbst ins
    > Bein zu schießen. Erstaunlich finde ich nur, dass es so lange gedauert hat,
    > bis dieses Verhalten das Unternhmen endlich in Schwierigkeiten brachte
    > (nämlich bis heute).
    >
    > Schade um die schönen Ideen. Sony-Ingenieure ohne gierige Manager, das wäre
    > mal was.

    Wie zB auch der Memory-Stick, oder die UMD. Eigentlich auch kein schlechtes Produkt, aber Sony hatte damals ja nur wenig Einsicht. Um die MD war es aber besonders schade. Ein Nachfolger könnte heute eine enorme Verbreitung einnehmen. Es wundert mich, dass es bei der BluRay (etwas) anders lief, auch wenn dort massenhaft Patente eingeflossen sind.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  4. Re: Produkt durch propietären Ansatz ruiniert

    Autor: nie (Golem.de) 22.02.13 - 19:26

    Das stimmt nicht ganz. Die MD wurde zu ihren Hochzeiten von allen großen (japanischen) HiFi-Unternehmen unterstützt, hier gibt es eine schöne Übersicht der Geräte:

    http://minidisc.org/equipment_browser.html

    Einzig die restrikive Lizenzierung von Atrac - das damals wirklich dem Rest voraus war - sehe ich als wirklich großen Fehler an. Man sieht es heute noch an der PS3, wo man diesen Codec noch eigens freischalten muss.

    Nico Ernst
    Redaktion Golem.de

  5. Re: Produkt durch propietären Ansatz ruiniert

    Autor: 486dx4-160 22.02.13 - 19:31

    Meine Freundin hatten einen kleinen silbernen MiniDisc-Spieler von Sharp.
    Der hatte einen digitalen Ein- und -Ausgang und hat sich auch nicht um Kopierschutzflags gekümmert.
    Der Akku hielt auch ziemlich lang, in etwa so lange wie bei den heutigen MP3-Spielern.
    Irgendwann hat ihn ihr Bruder auf einer Party verloren...
    Aber der hat bis heute einen und benutzt ihn auch täglich,

  6. Re: Stimmt

    Autor: derKlaus 22.02.13 - 19:46

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > urkel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Crass Spektakel schrieb:
    > >
    > > > Noch ein gutes Produkt das in einer Mischung aus Propietarismus und
    > > > Firmenideologie kaputt gemacht wurde. Natürlich von Sony.
    > >
    > > War auch gleich mein Gedanke. SONY ist ungekrönter Meister darin, sich
    > mit
    > > zum Rest der Welt inkompatiblen Produkten und Kundengängelung selbst ins
    > > Bein zu schießen. Erstaunlich finde ich nur, dass es so lange gedauert
    > hat,
    > > bis dieses Verhalten das Unternhmen endlich in Schwierigkeiten brachte
    > > (nämlich bis heute).
    > >
    > > Schade um die schönen Ideen. Sony-Ingenieure ohne gierige Manager, das
    > wäre
    > > mal was.
    >
    > Wie zB auch der Memory-Stick, oder die UMD. Eigentlich auch kein schlechtes
    > Produkt, aber Sony hatte damals ja nur wenig Einsicht. Um die MD war es
    > aber besonders schade. Ein Nachfolger könnte heute eine enorme Verbreitung
    > einnehmen.
    Der Zug ist glaube ich abgefahren. Es gibt einfach zu viele Alternativen als Datenspeicher oder Musikmedium. Als billiger Massenspeicher hoffe ich ja, dass der Konsument aus den irgendwann sehr unzuverlässigen Wechselmedien wie Zip und Jaz gelernt hat.

    > Es wundert mich, dass es bei der BluRay (etwas) anders lief,
    > auch wenn dort massenhaft Patente eingeflossen sind.
    Nachdem Warner Bros davon überzeugt wurde, die ursprünglich exklusive HD-DVD Veröffentlichung Fallen zu lassen und exklusiv auf BD zu veröffentlichen, wunder mich das gar nicht. WB ist bzw. war zu dem Zeitpunkt für etwa 70% des Hollywood Outputs verantwortlich.
    Da war es klar, dass sich BD durchsetzt. Und das obwohl da erst mal keine Pornos erschienen sind. Das hat ja in den 80ern auch JVC geholfen, dass VHS sich durchsetzt. obwohl Betamax von Sony qualitativ bedeutend besser war (und den Macrovision Kopierschutz beim kopieren komplett ignorierte) und Grundigs Video 2000 flexibler und günstiger, aber leider auch bedeutend fehleranfälliger war.

  7. Atrac

    Autor: derKlaus 22.02.13 - 20:01

    nie (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einzig die restrikive Lizenzierung von Atrac - das damals wirklich dem Rest
    > voraus war - sehe ich als wirklich großen Fehler an. Man sieht es heute
    > noch an der PS3, wo man diesen Codec noch eigens freischalten muss.
    Das hab ich nie verstanden. Atrac hätte MP3 wirklich ausschalten können, bevor es flächendeckend bekannt war. Ich kannte auch nur diese katastrophale Sony Software, die in Atrac komprimieren konnte. Die hat jeden noch so stabil laufenden Windowsrechner kaputtbekommen. Ich meine auch irgendwann einen tragbaren Sony-Player gesehen zu haben, der so ziemlich die Ansammlung von allem war, was Sony versemmelt hat:
    - ausschließlich Atrac Widergabe
    - Memory Stick als Speichermedium
    - Sonic Stage oder wie die Software hieß zum befüllen.
    Das ganze zu einem Preis, der nur minimalst unter einem iPod lag.
    Ich bring leider den Namen nicht mehr hin.

  8. Re: Produkt durch propietären Ansatz ruiniert

    Autor: MarioWario 22.02.13 - 22:08

    Die verlustbehaftete Komprimierung von ATRAC hat mich eher abgeschreckt - Mixtapes waren mit ATRAC-Kopien unbrauchbar.


    ZITAT
    Einzig die restrikive Lizenzierung von Atrac - das damals wirklich dem Rest voraus war - sehe ich als wirklich großen Fehler an. Man sieht es heute noch an der PS3, wo man diesen Codec noch eigens freischalten muss.

    Nico Ernst



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.13 22:09 durch MarioWario.

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