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Kopplungsverbot unterlaufen?

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  1. Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: spagettimonster 11.09.19 - 15:29

    Da die Einwilligung in die Datenverarbeitung nicht notwendig für die Leistungserbringung war/ist und technisch bleiben kann, sehe ich mit der Nötigung ein Microsoftkonto zum Gerät anzulegen oder zu verbinden, um es in vollem mfang nutzen zu können, das Kopplungsverbot nach DSGVO unterlaufen, oder ist das falsch ausgelegt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.09.19 15:32 durch spagettimonster.

  2. Re: Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: mawa 11.09.19 - 16:03

    Ja, ist falsch ausgelegt.
    Weil die Funktionen nur über die Microsoft Cloud funktionieren und kein Monitor/Bildschirm zur Kalender/Dateisysychronisation fähig ist.
    Entweder Du willst das Teil mit seinen Funktionen, Synchronisation und einfache Kopplung mit Microsoft Geräten oder Du kaufst ein einfachen Legamaster mit DP und USB-Touch-Anbindung.

  3. Re: Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: spagettimonster 11.09.19 - 16:26

    Ja, habe mir auch schon überlegt, nen 40"+ mit Touch (z.B. iiyama ProLite TF4338MSC-B1AG), und einen kleinen PC hinten ran, Akku braucht kaum einer, tragen will so etwas auch keiner und deutlich billiger wirds auch, kostet vielleicht 2k zusammen und du hast die Freiheit darauf machen zu können was du willst ... ne nette Abdeckung für die Verkabelung bastelt man sich oder lässt sie drucken.

    Im Kern gehts darum, dass Unternehmen, nicht nur MS, jedoch auch anders können, es wird ohne zwingende technische Notwendigkeit Cloud-Bindung geschaffen, das wäre ja noch nicht für sich selbst das schlimmste, sondern dass es nur mit deren eigenem Cloud-Dienst funktionieren soll.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen darauf mit sensiblen/schutzbedürftigen Daten zu arbeiten bzw. es überhaupt zu dürfen!

  4. Re: Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: Kleba 12.09.19 - 06:54

    spagettimonster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, habe mir auch schon überlegt, nen 40"+ mit Touch (z.B. iiyama ProLite
    > TF4338MSC-B1AG), und einen kleinen PC hinten ran, Akku braucht kaum einer,
    > tragen will so etwas auch keiner und deutlich billiger wirds auch, kostet
    > vielleicht 2k zusammen und du hast die Freiheit darauf machen zu können was
    > du willst ... ne nette Abdeckung für die Verkabelung bastelt man sich oder
    > lässt sie drucken.

    Günstiger geht immer. Aber wer einmal an so einem Surface Hub einen Workshop/eine Präsentation gemacht hat, versteht das glaube ich besser. Auf deinem iiyama-Beispiel wird es vermutlich bspw. schwierig mit 3 - 4 Leuten gleichzeitig darauf an Konzept-Diagrammen/Mindmaps/whatever zu zeichnen. Auch eine aktive Stiftunterstützung fehlt wohl. Auch möchte vermutlich kein ernsthaftes Unternehmen, welches sich nicht dem Basteln verschrieben hat, erst eine Abdeckung für Kabel o.ä. erstellen/drucken, geschweige denn erst alles aufwendig einrichten.
    In einem unserer Büros steht der Vorgänger von dem Hub und der ist echt super zu benutzen und genial damit mehrere Leute damit arbeiten können - das war zumindest meine Erfahrung damit.

    > Im Kern gehts darum, dass Unternehmen, nicht nur MS, jedoch auch anders
    > können, es wird ohne zwingende technische Notwendigkeit Cloud-Bindung
    > geschaffen, das wäre ja noch nicht für sich selbst das schlimmste, sondern
    > dass es nur mit deren eigenem Cloud-Dienst funktionieren soll.

    Für die Zielgruppe ist es aber genau das was gewünscht wird. In einem typischen Unternehmen mit Windows-Umgebung wird heute sowieso auf Office 365 gesetzt, da fügt sich der Hub nahtlos ein. Und genau dieses "nahtlose Einfügen" ist in dem Zusammenhang gewünscht. Das Teil soll schließlich bestimmte Arbeiten vereinfachen und nicht noch komplizierter machen.

    Für heterogene Umgebungen bzw. Nicht-MS-Umgebungen gibt es sinnvollere Konferenzsysteme.

    > Ich kann mir auch nicht vorstellen darauf mit sensiblen/schutzbedürftigen
    > Daten zu arbeiten bzw. es überhaupt zu dürfen!

    Dann gilt dasselbe auch für Office 365 (darauf basiert es letztendlich).

  5. Re: Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: Netzweltler 12.09.19 - 13:18

    Hier geht es nicht um günstiger.
    Alles, was da geschrieben wird und in der Umgebung gesprochen/getan wird, landet in der Microsoft-Cloud. Und diese Daten dann entweder von MS selbst genutzt und/oder gegebenenfalls an staatliche US-Behörden weitergegeben.
    Seit Clinton sind die US-Geheimdienste vorrangig auf Industrie- und Wirtschaftspionage ausgerichtet. Und US-Konzerne wie MS dürfen über diese gesetzliche Verpflichtung nicht öffentlich reden.

  6. Re: Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: spagettimonster 13.09.19 - 10:41

    Genau deswegen gehört auch Office 360 für schutzbedürftige Verarbeitung von Daten untersagt.

    BTW Ausmessen, Entwurf und Erstellung eines Plans zu dessen Fertigung, dafür benötigtes Materialeinholen dieses schneiden, formen, fügen und anbringen sind für mich Herstellung und Installation von Komponenten als Maßarbeit. Das kann vom zusammen stecken, kleben, schrauben, dübeln, takern, nieten ... von sich dafür zurecht gesägten Einzelteilen bis zur Modellierung mit CAD und Fertigung an einenem oder mehreren Produktionsgerät(en) oder einer Mischung daraus unter Maßgabe von Kosten und Zielen sehr vieles an Varianten bedeuten.

    Das die meisten Wirtschaftsfachleute schon mit der Herstellung und Anbringung eines Vogelhauses oder Briefkastens schiere Überforderung anmelden bedeutet nicht, dass wirkliche Macher so etwas nicht mit einem Marktbesuch und etwas Zeit und Werkzeug selbst auch hin bekämen!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.19 11:00 durch spagettimonster.

  7. Re: Kopplungsverbot unterlaufen?

    Autor: Kleba 14.09.19 - 09:50

    spagettimonster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das die meisten Wirtschaftsfachleute schon mit der Herstellung und
    > Anbringung eines Vogelhauses oder Briefkastens schiere Überforderung
    > anmelden bedeutet nicht, dass wirkliche Macher so etwas nicht mit einem
    > Marktbesuch und etwas Zeit und Werkzeug selbst auch hin bekämen!

    Es geht doch gar nicht darum, dass man es nicht selbst hinbekommen kann. Es geht um die benötigten Ressourcen. Ich renoviere im Zweifel auch selbst, tausche Steckdosen aus, baue Möbel auf, baue meine Hardware selbst zusammen und programmiere mir Software die ich brauche. Aber im Firmenumfeld ist das oft nicht sinnvoll.
    Wenn ich beruflich 2 Tage von anderen Dingen aufgehalten werde, als meine eigentliche Arbeit zu machen, kostet das meinen Chef 3.000 EUR. Lass es über die Lebenszeit eines (selbstgebauten) Produktes 7 Tage sein, dann hätte es von Anfang an Sinn ergeben lieber direkt 7.000 - 9.000 EUR extra auszugeben, weil man immer noch etwas gespart hätte.

    Ist es wirklich so schwierig das zu verstehen?

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