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Luftnummer

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  1. Luftnummer

    Autor: glasen77 10.06.22 - 14:51

    Was im Artikel mit keiner Zeile erwähnt wird, ist die Tatsache, dass der Vorgänger mit 64 Cores niemals erschienen ist.

    Das macht die Aussage, dass die CPU irgendwann 2023 als Serienprodukt verfügbar sein soll, ziemlich unglaubwürdig.

    Ein zweiter Aspekt, ist die Tatsache, dass die CPU einen komplett eigenständigen Befehlssatz verwendet und andere CPU-Architekturen nur unter massivem Leistungsverlust emulieren kann. Hier hat die Firma anscheinend rein gar nichts aus dem Intel Itanium-Desaster gelernt:

    Eine CPU-Architektur steht und fällt mit der verfügbaren Software bzw. mit den verfügbaren Compilern. Und dann muss der Compiler auch so optimiert sein, dass die Software die am Ende eine Binärdatei herauskommt welche die CPU auch gut ausnutzt. Nicht umsonst stecken in GCC und Konsorten mehrere Hunderttausend Mannjahre Optimierungen drin. Und gerade im HPC-Bereich wird oft noch auf handoptimierten C -und Assembler-Code gesetzt (AVX2 und AVX512). Diesen Code müsste erst irgendjemand auf die neue CPU portieren.

    Selbst wenn die CPU auf dem Papier 40% schneller als als vergleichbare AMD -oder Intel-CPUs sein sollte, wird dieser Vorsprung ohne entsprechende Code-Optimierungen verpuffen. Nicht umsonst stecken AMD und Intel viel Zeit und Geld in entsprechende C-Bibliotheken (AOCL und MKL) und die Bibliotheken sind definitiv kein Schlangenöl.

    P.S.:

    Nein Apples M1-CPU ist damit nicht vergleichbar, da der M1 "nur" eine größere Version von Apples Bionic-CPUs ist und letztere auf dem ARM-Befehlsatz basieren. Und für diesen Befehlssatz gibt es schon sehr lange gute Compiler. Apples Aufgabe bestand also "nur" darin den Compiler auf den M! anzupassen und die APIs in OSX um die Unterstützung von z.B. der Neural Engine zu erweitern. Und trotzdem dauerte es mehr als ein Jahr bis entsprechend angepasste Programme verfügbar waren, welche die Besonderheiten des M1 optimal nutzen können.

  2. Re: Luftnummer

    Autor: Sharra 10.06.22 - 16:21

    Nicht unbedingt. Wenn die 64 Kern Version sich nicht ausreichend von den auf dem Markt befindlichen CPUs abhebt, besteht für Kunden kein Anlass eine Architekturänderung zu vollziehen.

    Wenn die neue Generation jetzt aber deutlich besser ist UND an der nativen Unterstützung von z.B. Linux gerade gearbeitet wird, wird aus der Sache plötzlich etwas greifbar Reales und nutzbares.

    Die Übersetzungsschicht für x86, die jetzt noch einen großen Teil auffrisst, fällt dann damit komplett weg. Und man kann sich sicher sein, dass MS da nachziehen wird, wenn sie den kompletten Markt nicht einfach aufgeben wollen.

    Am Ende steht und fällt alles mit der Verfügbarkeit in 2023. Die Fertigung übernimmt ja TSMC und die wissen was sie tun.

  3. Re: Luftnummer

    Autor: ms (Golem.de) 10.06.22 - 16:27

    Es kommt immer wieder vor, dass Designs über die Jahre geändert oder verworfen werden. Ich bin jedoch auch skeptisch, wie man dem Text entnehmen kann.

    Marc Sauter, Sr Editor
    Golem.de

  4. Re: Luftnummer

    Autor: Gamma Ray Burst 10.06.22 - 16:48

    ms (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kommt immer wieder vor, dass Designs über die Jahre geändert oder
    > verworfen werden. Ich bin jedoch auch skeptisch, wie man dem Text entnehmen
    > kann.

    Wenn Python läuft und die ML Libs (C) … dann passt das für ML … da muss auch nicht alles laufen, scheint so das die ML/AI Anwendungen priorisieren, das heißt die müssen nicht jede SW unterstützen und es gibt dann auch keine Einbußen.


    Ob die natürlich den Chip rechtzeitig in den Markt bekommen ist eine ganz andere Sache.

  5. Re: Luftnummer

    Autor: KlugKacka 10.06.22 - 19:48

    glasen77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ügbar sein soll, ziemlich unglaubwürdig.
    >
    > Ein zweiter Aspekt, ist die Tatsache, dass die CPU einen komplett
    > eigenständigen Befehlssatz verwendet und andere CPU-Architekturen nur unter
    > massivem Leistungsverlust emulieren kann. Hier hat die Firma anscheinend
    > rein gar nichts aus dem Intel Itanium-Desaster gelernt:
    >
    Und?
    Muss denn eine andere Architektur emuliert werden? Wozu?

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