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Mit Spionage-BS, nein danke!

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  1. Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: k@rsten 14.07.13 - 15:41

    Wer kauft sich sowas nach den Enthüllungen der letzten Wochen eigentlich noch? Ob Windows 7 oder Windows 8, beide sind Betriebssysteme mit eingebauter NSA-Überwachung. Nein danke, sage ich dazu, private sowie geschäftliche Daten gehören für mich nicht in fremde Hände.

  2. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: Anonymer Nutzer 14.07.13 - 16:47

    Das Problem ist doch:
    Apple darf es dann auch nicht sein
    Google Dienste dürfen nicht benutzt werden (und damit auch nicht Android)
    Wer weiß ob Ubuntu das nicht auch macht?

    Wenn man wirklich sicher sein will, dass niemand mitliest, muss man halt den Netzstecker ziehen.

  3. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: k@rsten 14.07.13 - 17:03

    Also bei Apple wäre ich auch vorsichtig, aber immerhin kooperieren die nicht so im voraus eilenden Gehorsam wie Microsoft, das sich ja fast wie ein direktes Tochterunternehmen der NSA verhält.

    Bei Ubuntu liegt der Quellcode, wie auch bei anderen Linuxdistributionen offen. Es gibt bisher keinen Anhaltspunkt, dass die NSA sich Zugang zu Linuxrechnern verschaffen könnte, ganz im Gegensatz zu Windows-Rechnern, bei denen das ja mittlerweile Fakt ist. Auch wüsste ich nicht, wie man Abhörcode unerkannt in ein offenes System, dessen Entwicklung weltweit vernetzt stattfindet einschleusen soll.

    Man fährt mit Linux derzeit am sichersten. Allerdings auch nur, wenn man unverschlüsselte Clouddienste wie Skydrive oder Dropbox nicht verwendet und stattdessen auf verschlüsselte zugreift (z.B. Wuala). Auch bei der Verschlüsselung von Mails via Outlook sollte man vorsichtig sein, hier kann ein Generalschlüssel in der Implementierung von Microsoft enhalten sein.

  4. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: cry88 14.07.13 - 21:36

    k@rsten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt bisher keinen Anhaltspunkt, dass die NSA sich Zugang zu
    > Linuxrechnern verschaffen könnte

    Sollte die NSA tatsächlich keinen Zugriff auf deinen PC von der Ferne bekommen (was extrem unwahrscheinlich, da dein System garantiert Sicherheitslücken hat, die die NSA natürlich auch kennt), dann kommt einfach die Polizei vorbei und nimmt deinen Rechner mit. Gewonnen hast du da nichts.

    Linux is im Vergleich zu Windows, wie eine Mauer gegen einen Zaun. Klar, die Mauer schützt ein Bisschen besser vor fremde Eindringlinge, aber sie hilft dir auch nichts, wenn ein Kampfjet ankommt ...

  5. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: der kleine boss 14.07.13 - 23:08

    Nur ist im metaphorischen Windows-Zaun ein schönes Tor, damit Uncle Sam auch ohne Jet reinkommt ;-)

  6. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: cry88 14.07.13 - 23:17

    der kleine boss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur ist im metaphorischen Windows-Zaun ein schönes Tor, damit Uncle Sam
    > auch ohne Jet reinkommt ;-)

    Nein, es werden Schwachstellen im Zaun gemeldet. Bei der Mauer ist das nicht nötig, da wird von außen repariert. So dass jeder den Handwerkern bei der Arbeit zusehen kann und Schwachstellen schön markiert werden.

  7. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: Ach 15.07.13 - 03:27

    Nun, deine einzigste Antwort ist Resignation. Das ist schade. Natürlich hast du kaum eine Chance wenn der NSA neugierig ist was sich auf deiner Festplatte befindet, was aber nicht bedeutet dass man ihm das Leben nicht schwerer machen könnte, nicht zuletzt aus dem Grund, dass der NSA grundsätzlich erst einmal einen Anlass braucht um neugierig auf den Inhalt deiner Festplatte zu werden. Ein besserer allgemeiner Schutz vor Spionage funktioniert schon mal nicht von heute auf morgen und auch nur Schritt für Schritt. Eine Vielfalt an Betriebssystemen macht es schon mal komplizierter für den Ausspäher, das Forcieren von Verschlüsselungsprogrammen in Emails, und in Datenclouds so populär werden zu lassen, dass es zu einer Normalität wird, wäre ein weiterer guter Schritt. Dann ist da ja noch die Politik und die Wahlen. Wenn man Politiker schon mal soweit bringen würde, dass sie sich wenigsten Positiv zu den Schutzmaßnahmen äußern, besser wäre noch sie würden sie decken, und es gibt auch noch den CCC und andere Hackerclubs mit vielen technisch kreativen und sehr sehr neugierigen jungen Talenten. Mittel- bis langfristig kann so einiges passieren, gerade dann wenn man nicht gleich und wie auf Kommando den Kopf in den Sand steckt. Die IT war immer schon für Überraschungen gut. So haben sich gerade aus unbekannten Situationen immer wieder Dinge entwickelt, mit denen niemand vorher gerechnet hatte. Dies ist wieder so eine unbekannte und nie da gewesene Situation...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.13 03:32 durch Ach.

  8. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: flasherle 15.07.13 - 08:27

    das mag vielleicht bei selbstcompiliertem ubuntu so sein, aber wer sagt dir das die bei einem vorcompilierten nicht noch was dazu bzw weggelasen haben`?

  9. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: k@rsten 15.07.13 - 09:14

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das mag vielleicht bei selbstcompiliertem ubuntu so sein, aber wer sagt dir
    > das die bei einem vorcompilierten nicht noch was dazu bzw weggelasen
    > haben`?

    Mit dem Hashkey des Image lässt sich überprüfen, ob am Quellcode was verändert wurde. Aufwand unter 1 Minuten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.13 09:16 durch k@rsten.

  10. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: flasherle 15.07.13 - 09:55

    und auch das lässt sich ohne probleme lösen...

  11. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: Amorgenthau 15.07.13 - 10:03

    k@rsten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > flasherle schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > das mag vielleicht bei selbstcompiliertem ubuntu so sein, aber wer sagt
    > dir
    > > das die bei einem vorcompilierten nicht noch was dazu bzw weggelasen
    > > haben`?
    >
    > Mit dem Hashkey des Image lässt sich überprüfen, ob am Quellcode was
    > verändert wurde. Aufwand unter 1 Minuten.

    Glaube ich nicht. Der hashkey sagt nur etwas über das Image aus. Wenn du dir das kompilierst kannst du je nach Umgebung und verwendeten Libraries ... ein ganz anderes Image basteln. Niemand kann so recht sagen, ob die binaries 100% mit dem Quellcode ubereibstimmen, außer man hat Informationen zur verwendeten Compiler Version, und den anderen Umgebungvariablen. Somit ist es praktisch kaum möglich zu prüfen, ob die angebotenen compilierten Daten 100% aus dem Quellcode übereinstimmen. Was mich auch immer wundert ist der Verweis auf den Quellcode. Hat den jemand schon selbst komplett durchgearbeitet ? Ich glaube kaum. Das ganze System basiert auf Vertrauen, ähnlich wie auch bei closed Source nur dass theoretisch jeder die Möglichkeit hätte den Code durchzusehen.

    Da sowieso fast alle auf die pre-compiled Images setzen, dürfte das auch schwer sein und letztendlich nur Vertrauen in die Disro- und Repo-Betreiber basieren.

    Zum Thema: es ist ganz schön albern in einem Artikel zu neuer Hardware die mit Windows 7 kommt sofort mit der NSA zu kommen :-D ich glaube denen ist es herzlich egal, welches BS auf dem Rechner läuft - die nötigen exploids werden sie auf jeden fall haben. Aber wer kann das schon mit Gewissheit sagen ;)

  12. Re: Mit Spionage-BS, nein danke!

    Autor: nomnomnom 15.07.13 - 10:43

    k@rsten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei Ubuntu liegt der Quellcode, wie auch bei anderen Linuxdistributionen
    > offen. Es gibt bisher keinen Anhaltspunkt, dass die NSA sich Zugang zu
    > Linuxrechnern verschaffen könnte, ganz im Gegensatz zu Windows-Rechnern,
    > bei denen das ja mittlerweile Fakt ist. Auch wüsste ich nicht, wie man
    > Abhörcode unerkannt in ein offenes System, dessen Entwicklung weltweit
    > vernetzt stattfindet einschleusen soll.

    Du solltest OpenSource nicht blind vertrauen.

    http://www.heise.de/security/meldung/FBI-Backdoor-in-IPSec-Implementierung-von-OpenBSD-1153180.html

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