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Warum grade 5400 und 7200

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  1. Warum grade 5400 und 7200

    Autor: x2k 08.09.20 - 14:21

    Man kann doch eine scheibe auch mit 6000 oder 8000 U/min drehen lassen bzw jede belibige Geschwindigkeit?

  2. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: gaym0r 08.09.20 - 14:43

    Ne Stunde hat 3600 Sekunden und 7200 ist halt das Doppelte davon. oder so.

  3. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: Schattenwerk 08.09.20 - 15:44

    Was hat das damit zutun?

    @x2k: Grundsätzlich bist du hier frei. Gerade und mit der Zeit harmonierende Drehzahlen sind einfacher zu produzieren. Wenn du mal die Kosten außer acht lässt, kannst du aber auch eine Festplatte produzieren, welche 1337 U/min schafft. Oder z.B. SAS-Platten, welche 10.000 U/min haben.

    Die Toshiba V300 ist z.B. eine Platte, welche mit "krummen" 5.940 U/min ausgewiesen wird. Wieso auch immer genau diese Zahl ;)

    Man merke also an, dass die Sekunden, Minuten etc. damit nix zutun haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.09.20 15:44 durch Schattenwerk.

  4. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: Quantium40 08.09.20 - 15:47

    x2k schrieb:
    > Man kann doch eine scheibe auch mit 6000 oder 8000 U/min drehen lassen bzw
    > jede belibige Geschwindigkeit?

    Es gab da durchaus mal mehr unterschiedliche Geschwindigkeiten, aber im Laufe der Zeit sind die meisten davon vom Markt verschwunden.

    Die Quantum Bigfoot CY-Reihe vor 24 Jahren hatte z.B. 3600rpm.
    Manche Laptop-Platten hatte nur 4000rpm (z.B. IBM Travelstar 4GT (DTCA-23240)
    Western Digital WD1000DHTZ Velociraptor 1TB hat 10000rpm.
    HGST HUS156060VLS600 600GB SAS-Platten haben gar 15000rpm.
    Bei der WD Green-Serie war die Geschwindigekeit gar nicht richtig festgelegt, sondern es gab stattdessen ein Powerlimit, dass dadurch eingehalten wurde, dass die Platten bei stärkerer Nutzung langsamer drehten.

  5. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: lemmingo123 08.09.20 - 16:50

    7200RPM entspricht auch 60Hz (Netzfrequenz in USA). Könnte sein dass dafür die Motoren einfach am billigsten zu konstruieren sind/waren, und andere praktische Faktoren eine Rolle spielten z.B. vielleicht die Restwelligkeit des Netzteils nicht "kompensiert" werden muss ...

  6. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: m4c1990 08.09.20 - 16:51

    Man munkelt, dass es an der Hz-Zahl aus der Dose liegt, in dem Fall bei den Amis 60Hz. HDD Motoren = Wechselstrom (gewesen).
    Ganz früher sollen die Platten mit 3600 rpm gelaufen sein, entsprechend 60x60.

    7200 ist das doppelte und 5400 das 1,5-fache.

    Sehe NTSC = 60Hz und bei uns PAL = 50Hz, genau so wie aus der Dose, weil es wohl einfacher war.

  7. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: pommesmatte 08.09.20 - 17:03

    m4c1990 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man munkelt, dass es an der Hz-Zahl aus der Dose liegt, in dem Fall bei den
    > Amis 60Hz. HDD Motoren = Wechselstrom (gewesen).
    > Ganz früher sollen die Platten mit 3600 rpm gelaufen sein, entsprechend
    > 60x60.

    In Europa laufen also alle Platten langsamer?

  8. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: DerET 08.09.20 - 17:05

    pommesmatte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > m4c1990 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man munkelt, dass es an der Hz-Zahl aus der Dose liegt, in dem Fall bei
    > den
    > > Amis 60Hz. HDD Motoren = Wechselstrom (gewesen).
    > > Ganz früher sollen die Platten mit 3600 rpm gelaufen sein, entsprechend
    > > 60x60.
    >
    > In Europa laufen also alle Platten langsamer?
    Nicht nur die Platten...

  9. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: Tet 08.09.20 - 17:15

    pommesmatte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Europa laufen also alle Platten langsamer?

    Nur die aus der Zeit, als man Festplatten noch mit Wechselstrom betrieb - und ganz ehrlich, wenn eine 5-Megabyte-Platte 1,8 Kilowatt braucht, dann ist die Geschwindigkeit ziemlich irrelevant.

  10. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: catcorp 08.09.20 - 21:12

    Hallo, mit der Netzfrequenz hat das nix zu tun. Die Platten werden mit 12V dc und 5V dc (Gleichspannung) betrieben.

  11. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: Blindie 08.09.20 - 21:49

    catcorp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo, mit der Netzfrequenz hat das nix zu tun. Die Platten werden mit 12V
    > dc und 5V dc (Gleichspannung) betrieben.

    Oh doch hat es, in den 80er Jahren wurde wegen der Netzfrequenz eigentlich nur 3600hz genommen. Dieses wurde dann in den folgenden Jahren um das 1,5 fache bzw 2 fache gesteigert und hat sich als Standard durchgesetzt. Da es außerdem kaum Firmen gibt die Spindelmotoren dafür herstellen gibt es dort so gut wie keine Variation/Weiterentwicklung

  12. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: lemmingo123 08.09.20 - 23:45

    catcorp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo, mit der Netzfrequenz hat das nix zu tun. Die Platten werden mit 12V
    > dc und 5V dc (Gleichspannung) betrieben.
    Mir ging es dabei indirekt um die Restwelligkeit. Dass Netzteile in den 80ern und 90ern qualitativ "grobe Klötze" waren ist wohl unbestritten. Da könnte es schon irgendeinen einen Effekt gehabt haben bzw. ungewünschte Nebeneffekte dadurch vermieden werden. Vor allem da 12V in der ersten ATX-Spezifikation damals ja wirklich nur für "Motoren" (also Lüfter und eben Festplatten/Laufwerke) genutzt wurde.

  13. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: catcorp 09.09.20 - 01:06

    Blindie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > catcorp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hallo, mit der Netzfrequenz hat das nix zu tun. Die Platten werden mit
    > 12V
    > > dc und 5V dc (Gleichspannung) betrieben.
    >
    > Oh doch hat es, in den 80er Jahren wurde wegen der Netzfrequenz eigentlich
    > nur 3600hz genommen. Dieses wurde dann in den folgenden Jahren um das 1,5
    > fache bzw 2 fache gesteigert und hat sich als Standard durchgesetzt. Da es
    > außerdem kaum Firmen gibt die Spindelmotoren dafür herstellen gibt es dort
    > so gut wie keine Variation/Weiterentwicklung

    Ich hoffe du meinst 3600RPM, 3600Hz Himmel Edison was willst du für eine Drehzahl 216.000RPM Wahnsinn :-) Das sind 3600 Umdrehungen pro Sekunde....

    Also wollen wir doch mal durchsortieren.

    Wir reden hier erstmal Von Versorgungstechnik in den USA uns Deutschland.
    USA 120V 60Hz
    Deutschland 230V 50Hz
    Und ja wir haben in den80er Jahren die Netzspannung von 220V auf 230V erhöht
    Netzfrequenz in Deutschland seit ewigkeiten 50Hz. 50Hz * 60sec = 3000RPM
    Netzfrequenz in USA 60Hz. 60Hz * 60 sec = 3600RPM
    Das betrifft wechselstrommotoren.

    Herkömmliche Elektromotoren (wechselstrommotor), die eine Spindel (oft ist eine Gewindespindel gemeint), Achsen, Arbeitswellen oder sonstige bearbeitende Bauteile einer Maschine (siehe auch Motorspindel) antreiben, werden oft als Spindelmotor bezeichnet. Allerdings gibt es nicht nur eine sprachliche Abweichung, denn der Ausdruck „spindle motor“ aus dem Englischen ist mit dem deutschen Ausdruck nicht übereinstimmend. Unter dem englischen Begriff versteht man einen elektronisch kommutierten Gleichstrommotor, der ausschließlich zum Antreiben von Festplatten entwickelt wurde. ( Quelle Wikipedia).

    Deine Festplatte hängt an einem Netzteil das dir nur Gleichspannung liefert ( 12V, 5V, 3,3V ) ohne jegliche Frequenz bis auf etwas Restwelligkeit (im Mikroherzbereich) bedingt durch die Eingangsseitige Wechselspannung. Durch die Gleichspannung im zusammenspiel mit dem Aufbau kannst du Drehzahlen fast frei festlegen.

    Die RPM bei Festplatten sagt doch nur aus, das ein Datenblock in Plattenmitte der Scheibe soundso oft pro Sekunde unter dem Schreiblesekopf vorbeifliegt. Bei 5400RPM 90mal, bei 7200RPM 120mal und bei 10.000RPM 166,666mal uws. Darum auch schnellere zugriffe im inneren Bereich der Scheibe und längere im äußeren. Kannste ja auf millisekunden runterrechnen.

  14. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: Bluejanis 09.09.20 - 09:04

    Die RPM bei Festplatten sagt doch nur aus, das ein Datenblock in Plattenmitte der Scheibe soundso oft pro Sekunde unter dem Schreiblesekopf vorbeifliegt. Bei 5400RPM 90mal, bei 7200RPM 120mal und bei 10.000RPM 166,666mal uws. Darum auch schnellere zugriffe im inneren Bereich der Scheibe und längere im äußeren. Kannste ja auf millisekunden runterrechnen.

    Den lezten Teil habe ich nicht ganz verstanden. Die Platte dreht sich außen doch "genauso schnell"? Also in Umdrehungen, nicht relativ zum Lesekopf betrachtet.
    Die Sektoren kommen genauso oft vorbei, allerdings für einen kürzeren Zeitraum.

  15. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: catcorp 09.09.20 - 10:31

    wenn ich einen Datenblock im inneren Bereich Suche gehts doch schneller den richtigen zu finden als im äußeren. Sind doch weniger im inneren als im äußeren ( hat doch mit dem Kreisumfang zu tun ). Kleiner Radius innen und Großer Radius außen. Nimm doch mal eine Schallplatte als beispiel, Konstante Drehzahl bei sich änderndem Radius. Wenn ich einen bestimmten Soundfetzen ( Datenblock ) suche, finde ich Ihn doch bei einer länge der Spur von 10cm innen schneller als bei 25cm außen.
    Alle anderen Faktoren wie Plattengeometrie, Kopfpositionierung und so mal weggelassen.

  16. Re: Warum grade 5400 und 7200

    Autor: chefin 09.09.20 - 11:25

    Die Drehzahlen stammen aus der Zeit der Wechselfestplatten in den 70er. Damals war das ein Synchrondrehstrommotor. Und hat folglich in der USA 3600U/min gedreht. Als dann die Platten verkleidert wurden, wurde aus dem Drehstrommotor ein DC-Motor. Um aber weiterhin dem Computer sein gewohntes Umfeld zu bieten ist man bei 3600 geblieben.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselplattenlaufwerk

    Aber dann wollte man schneller werden, weil die Datenmenge größer wurde, die Rechner schneller usw. Das logisch nächste war dann 1,5 x 3600 = 5400U/min. Und die nächste Ableitung dann 7200. Diese Werte haben sich etabliert. So wie 1024 als Kilo und 15" als Bildschirmmass.

    Platten haben dann recht schnell nur noch eine mittlere Drehzahl von 5400 gehabt, da die Ringe innen ja weniger Umfang haben als aussen. Folglich hat man die Drehzahl aussen abgesenkt, um die Daten zu schreiben. Man konnte noch nicht schneller schreiben. Später wurde es wieder geändert, man hat Drehzahl gleich gelassen und den Schreibtakt geändert. Und teilweise gab es auch Platten die alles immer gleich schnell machten und folglich aussen Platz verschenkt haben.

    Die Drehzahl 5400 und 7200 waren so ein Marktsynonym geworden. Bereits die 10.000 und 15.000 U/min der ultraschnellen Serverplatten folgten nicht mehr diesem Bezugsschema. Heute ist es schon lange möglich jede beliebige Drehzahl zu fahren, aber vieles ist halt auch auf der Softwareseite im Timing auf diese 7200 bzw 5400 fixiert. Das wird dauern bis man das ändert. Weil was bringen 5735U/min gegenüber 5400, wenn dazu viele Bibliotheken dann umgeschrieben werden müssen. Etwas ähnliches gab es auch vor 20 Jahren mit dem Prozessortakt. AMD hat statt seines Taktes den Takt angegeben den ein gleich schneller Intel fährt. Ein 4000MHz Rating war keine CPU die 4 GHz fährt, sondern mit seiner Geschwindigkeit und besseren Effizienz so schnell ist wie eine 4GHz Intel-CPU.

    Irgendwann war das GHz als Marketingmerkmal verbrannt, seitdem wird mit anderen Pfründen gewuchert.

    Die Restwelligkeit des Netzteils wäre dem Motor egal gewesen. Ein DC-Motor ohne Kondensator, nur Brückengleichrichter läuft sauber und sehr konstant damit. Zumal es einen Rückmelderegelkreis über einen Tachogenerator gibt. Die Elektronik wie CPU, Speicher, etc würden hingegen auf zuviel Restwelligkeit empfindlich reagieren. Daher war an jedem Chip damals ein Kondensator direkt an die Stromversorgung gelötet. Möglichst kurze Wege um direkt am Chip zu puffern. So wurde die Restwelligkeit dort eliminiert. Für die Motoren war das egal. Den sonst wäre das was in der USA mit 60Hz gut geht hier bei 50Hz in die Hose gegangen. Man hätte hier auf 3000U/min reduzieren müssen. Aber die Platten liefen hier ohne Probleme mit 3600.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.20 11:32 durch chefin.

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