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Einfach bis Anfang 2021 warten...

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  1. Re: Einfach bis Anfang 2021 warten...

    Autor: Ach 10.11.20 - 12:26

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >> Huch? Du bist wohl ganz neu im Geschäft? IntelCPUs werden seit einigen Jahren mit
    > bekannten schweren Sicherheitslücken ausgeliefert und dazu kommen noch diverse
    > Bugs, die teils offiziell dokumentiert sind. Bei AMD fällt mir der TLB Bug ein und Abstürze
    > im Idle. DIV Bug bei Intel?

    Das sind durch die Reihe so diffizile Fehler, dass sie erst nach einem halben Jahre und teils erst nach der Lebenszeit jeweiliger CPUs erkannt wurden und werden. Da helfen dir deine vorgeschlagenen drei Monate Chillen und irgendwelches Bugs abwarten rein garnix. Solche Bugs werden eh nur in den seltensten Fällen repariert(inklusive Ausstauschprogramm für betroffene CPUs), sondern werden, wenn es sich nur irgendwie machen lässt, mit Software geflickt. Außerdem schlagen sich 3D Frickler beim Animieren mit so vielen Ungereimtheiten herum und umschiffen die so regelmäßig im Zusammenspiel ihrer vielen Tools, dass die über die von dir beschriebenen Bugs eigentlich nur noch müde lächeln können.

    > Genau deshalb lieber etwas warten, bis die Fehler raus sind.

    Das kannst du dir leisten, wenn deine Arbeit nicht unmittelbar von der Hardwareleistung abhängig ist und wenn dir gewisse eigenverantwortliche Zeiträume frei stehen, deine Arbeit zu erledigen. Das ist in der IT garantiert öfter der Fall als im Ingenieur- und erst recht als in vielen der kreativen Bereichen. Ob das Compilieren selbst großer Projekte 30min oder auch 40 min in Anspruch nimmt, ja "Hand aufs Herz, wen bitte interessiert das wirklich?" Solche Aufgaben werden inzwischen von Computern gefressen wie Textprogramme für die Sekretärin. 16 Cores? Wozu überhaupt? Da wird sich doch lieber mal ein zwar galames aber dafür schickes und mobiles Macbook gegönnt, wird sich an seine Linuxkiste gesetzt oder an seinen über 10 Jahre gereiften i7-2600k, weil es eigentlich egal ist und es eh nur auf die Wettware Leistung ankommt. Hardware hilft doch eh nur dem Spieltrieb und sonst gar nichts!

    > Simmulationsfarm auf RyzendesktopCPUs?

    Sich auf externe Renderfarmen einzulassen bringt folgende Probleme mit sich : Bei ingennieurtechnischen Simulationen muss eine Firma in aller Regel ihre wertvollsten Datenschätze einem außer Haus befindlichem Renderfarm Betreiber anvertrauen, übers Netz über gewisse Programmschnittstellen, nicht selten noch bevor jene Arbeiten patentgeschützt sind bei einer wirklich sehr, sehr neugierigen Welt. Und dazu ist eben nicht jeder bereit. Bei Animationsfarmen ergibt sich wiederum die Schwierigkeit, dass je nach Umfang und Komplexität der Arbeiten, wobei sich an Renderfarmen ja gerade bei besonders aufwendigen Aufträgen gewendet wird, die Rechner in der Farm auf genau dem selben Stand sein müssen, wie die Maschinen, an der die Animationen zusammengesetzt werden. Das betrifft die Programmversion, den Updatestand den verwendeten Renderer, die Plugins, alle zusätzlich verwendeten Geometrie- Licht- und Materialshader. Wobei jeder 3Dler so sein eigenes Süppchen über zusammen kocht. Da muss man sich mit dem Renderfarmbetreiber einigen und eventuell auch mal ein paar schmerzhafte Kompromisse eingehen. Am besten stellt man sich auf das Anmieten von Rechenpower für Sims und Animationen ein, noch bevor das Projekt beginnt, und auch in diesem Fall offenbart der 3D Schaffende seine größten Geheimnisse und Schaffenstricks dem Farmbetreiber an.

    > Leute haben Probleme, du solltest dir dringend vom Arzt Mariuhana verschreiben lassen,
    > damit du etwas entspannter wirst. Wenn einfach alle warten bis die Preise unter MSRP
    > gefallen sind machen die ganzen Scalper verlusst und überlegen es sich beim nächsten
    > Mal gründlich.

    Mariuhana ist gut. Dem sagt man ja nach, dass es einen bewusstseinserweiternden Effekt mit sich bringe, und der könnte empatiearmen Geistern, denen der Blick über den eigenen Tellerrand einfach nicht gelingen will, wirklich weiter helfen. Alternativ wäre da eine min. halbjährige Beschäftigung in z.B. einer Messebaufirma zu nennen o.Ä.. Jene bläst dann jede besserwisserische Chill Anmaßung über fremde Tätigkeiten sowas von zuverlässig aus dem Wasser, dass eine signifikante Mäßigung und Heilung der Selbstüberschätzung jedes Besserwissers quasi garantiert ist.

    > Ansonnsten ist das ganz normaler Handel in der Marktwirtschaft des Kapitalismus.

    Ist es eben nicht. Vielmehr ist es ein künstlich verknapptes Angebot.

    > Du beschwerst dich ja auch nicht, das du kein iPhone zum Herstellerpreis bekommst,
    > mindestens 70% des Preises sind reines Scalping wenn du so willst, nur eben von
    > Apple betrieben.

    Ist es auch nicht, weil in dem Fall Apple selber der Hersteller der Ware ist. Scalper sind nichts konstruktives beitragende, Geschäffte komplizierende, ihre Opfer nötigende und die Leistung Dritter geiselnde Kapitalismus Schmarotzer.

    > Hm, was macht denn dann jeder x-beliebige Händler anders, dass du den nicht auch
    > als Wegelagerer bezeichnest?

    Händler besorgen und transportieren ansonsten nur schwer oder überhaupt nicht zu beziehende Waren. Händler bilden die Schnittstelle zwischen Hersteller und Kunden. Händler sind die Benutzer von Routen an deren enden die Wegelagerer, Alias Scalpern warten. Scalper klinken sich ein, wenn die Händler ihren Job bereits zur vollsten Zufriedenheit erledigt haben, als fünftes Rad am Wagen.

    Mir kommt es so vor, als wenn es manche Leute dazu verleitet, vielleicht sogar gerade manche Leute aus der IT dazu verleitet aus technischen Gründen und einfach weil da noch verhältnismäßig viel Freiraum herrscht, sich selber in einer Position sehen, in der es ihnen erlaubt sei, andere, in der Programmierung und in ihrem Verständnis der IT vollkommen unerfahrenen Menschen, beliebig übers Ohr hauen und sich an denen nach eigenem Gutdünken bereichern zu dürfen, nur um die Schuld nach vollzogener Tat der "unverzeilichen" Unerfahrenheit jener in die Schuhe zu schieben(Opferblaming). Klassische Westernmanieren, die immer wieder dann auftreten, wenn Personen in relativ anarchischen Umfeld nicht widerstehen können, gewisse Stärker gegenüber Anderen auszuspielen. Ob man jetzt auf dem Schulhof dicke Mukkis oder einen gewissen Geschäftssinn gepaart mit Einblick in die IT als Druckmittel missbraucht, Ergebnis ist immer ein lästiger weil unnötiger Aufwand, Wut und schlechte Laune. Aber zumindest sind wir uns darüber einig, dass Scalper mit ihren Versuchen scheitern sollten, um davon in Zukunft abzulassen, das ist ja schon mal was.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.20 12:41 durch Ach.

  2. Re: Einfach bis Anfang 2021 warten...

    Autor: wurstdings 11.11.20 - 12:39

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind durch die Reihe so diffizile Fehler, dass sie erst nach einem
    > halben Jahre und teils erst nach der Lebenszeit jeweiliger CPUs erkannt
    > wurden und werden.
    Nein, TLB und Idleabstürze waren direkt nach Release des Phenom/Ryzen bekannt geworden. Die Spectrefehler wurden um 2018 bekannt, danach hat Intel mehrere CPUs rausgebraucht wo vorher schon bekannt war, das sie die Fehler weiterhin haben werden.
    > Da helfen dir deine vorgeschlagenen drei Monate Chillen
    > und irgendwelches Bugs abwarten rein garnix.
    Hilft sehr wohl auch wenn ich von 3 Monaten garnix geschrieben habe?
    > 3D Frickler beim Animieren mit so
    > vielen Ungereimtheiten herum und umschiffen die so regelmäßig im
    > Zusammenspiel ihrer vielen Tools, dass die über die von dir beschriebenen
    > Bugs eigentlich nur noch müde lächeln können.
    Na dann ...
    > Das kannst du dir leisten, wenn deine Arbeit nicht unmittelbar von der
    > Hardwareleistung abhängig ist und wenn dir gewisse eigenverantwortliche
    > Zeiträume frei stehen, deine Arbeit zu erledigen.
    So ne Renderfarm (die ziemlich sicher nicht mit DesktopCPUs betrieben wird) kann man prima mit der älteren Gerneration erweitern, skaliert 1a.
    > Sich auf externe Renderfarmen einzulassen bringt folgende Probleme mit sich
    > : Bei ingennieurtechnischen Simulationen muss eine Firma in aller Regel
    > ihre wertvollsten Datenschätze einem außer Haus befindlichem Renderfarm
    > Betreiber anvertrauen, übers Netz über gewisse Programmschnittstellen,
    > nicht selten noch bevor jene Arbeiten patentgeschützt sind bei einer
    > wirklich sehr, sehr neugierigen Welt.
    Ich fragte ja nicht nach dem Wo sondern Womit, so nen Threadripper oder EPIC oder auch mehrere davon kann man in jedem beliebigen Standort betreiben.
    > Bei Animationsfarmen ergibt sich wiederum die Schwierigkeit, dass je nach
    > Umfang und Komplexität der Arbeiten, wobei sich an Renderfarmen ja gerade
    > bei besonders aufwendigen Aufträgen gewendet wird, die Rechner in der Farm
    > auf genau dem selben Stand sein müssen, wie die Maschinen, an der die
    > Animationen zusammengesetzt werden. Das betrifft die Programmversion, den
    > Updatestand den verwendeten Renderer, die Plugins, alle zusätzlich
    > verwendeten Geometrie- Licht- und Materialshader.
    Und wo ist das Problem ne älter CPU zu verwenden oder auch gemischte CPUs? Bzw Bestehende Farmen einfach zu erweitern? Sehe nicht wie man da auf einmal ohne die neu vorgestellten CPUs nicht weiterkommen sollte.
    > Mariuhana ist gut. Dem sagt man ja nach, dass es einen
    > bewusstseinserweiternden Effekt mit sich bringe
    Zum entspannen reicht schon das CBD-Zeug, was die Ärzte verschreiben. THC ist ja nach wie vor ein Nogo in Deutschland.
    > empatiearmen Geistern, denen der Blick über den eigenen Tellerrand einfach
    > nicht gelingen will, wirklich weiter helfen. Alternativ wäre da eine min.
    > halbjährige Beschäftigung in z.B. einer Messebaufirma zu nennen
    Hä. was soll ne Messebaufirma damit zu tun haben? Ich war schon bei einigen Messen dabei und habe von verschiedenen Seiten mitgewirkt auch das Aufbauen des Standes ist ganz normale Arbeit. Oder waruf wolltest du damit hinaus?
    > Ist es eben nicht. Vielmehr ist es ein künstlich verknapptes Angebot.
    Nein das Angebot ist wirklich so knapp, das wird halt von den Zwischenhändlern ausgenutzt (Scalper wie auch ganz normale Onlineshops).
    > Ist es auch nicht, weil in dem Fall Apple selber der Hersteller der Ware
    > ist. Scalper sind nichts konstruktives beitragende, Geschäffte
    > komplizierende, ihre Opfer nötigende und die Leistung Dritter geiselnde
    > Kapitalismus Schmarotzer.
    Das ist der Kern des Kapitalismus mit so wenige Einsatz/Aufwand wie möglich so viel Geld/Marktmacht wie möglich erwirtschaften. Das sind keine Schmarotzer, sie haben einfach das seit Jahren indoktrinierte System am besten Verstanden. Die Tatsache das sie erfolgreich sind zeigt, dass sie alles richtig machen.
    > > Hm, was macht denn dann jeder x-beliebige Händler anders, dass du den
    > nicht auch
    > > als Wegelagerer bezeichnest?
    > Händler besorgen und transportieren ansonsten nur schwer oder überhaupt
    > nicht zu beziehende Waren. Händler bilden die Schnittstelle zwischen
    > Hersteller und Kunden.
    Also wenn ein Händler die CPU für 100¤ mehr anbietet findest du das gut und kaufst sie mit freudigem Herzen? Und wenn ein Händler nicht beim Hersteller sondern bei einem anderen Händler kauft ist er nen Schmarotzer?
    Händler sind die Benutzer von Routen an deren enden
    > Mir kommt es so vor, als wenn es manche Leute dazu verleitet, vielleicht
    > sogar gerade manche Leute aus der IT dazu verleitet aus technischen Gründen
    > und einfach weil da noch verhältnismäßig viel Freiraum herrscht, sich
    > selber in einer Position sehen, in der es ihnen erlaubt sei, andere, in der
    > Programmierung und in ihrem Verständnis der IT vollkommen unerfahrenen
    > Menschen, beliebig übers Ohr hauen und sich an denen nach eigenem Gutdünken
    > bereichern zu dürfen
    Jupp nicht nur in der IT das ist überall so und Schuld ist mal wieder unsere lieblings Wirtschaftsordnung der Kapitalismus, den anscheinend die Mehrheit der Wähler für alternativlos hält.
    > Aber zumindest
    > sind wir uns darüber einig, dass Scalper mit ihren Versuchen scheitern
    > sollten, um davon in Zukunft abzulassen, das ist ja schon mal was.
    Eben man kann natürlich auf Herstellerseite versuchen es den Scalpern zu erschweren (wird ja bereits gemacht) aber solange es einen Markt gibt finden sich auch welche die ihn bedienen. Die einzige wirkliche Lösung wäre den Markt abzuschaffen also niemand kauft mehr über MSRP. Da das aber in der Einzelentscheidung eines jeden Bürgers liegt und einige eindeutig zu viel Geld besitzen wird das nie passieren.

  3. Re: Einfach bis Anfang 2021 warten...

    Autor: Ach 13.11.20 - 01:56

    > Nein, TLB und Idleabstürze waren direkt nach Release des Phenom/Ryzen bekannt geworden.
    > Die Spectrefehler wurden um 2018 bekannt, danach hat Intel mehrere CPUs rausgebraucht
    > wo vorher schon bekannt war, das sie die Fehler weiterhin haben werden.

    Idleabstürze bei Phenom/Ryzen? Ich erinnere mich, dass Phenom einen ordentlichen Bug ablieferte und auch Intel bei einem ihrer jungen Core CPUs etwas ganz ähnliches widerfuhr, und das ganze spielte sich vor 15 oder 20 Jahren ab, aber eine Form von "Idelabstürzen" und dann auch noch bei den Ryzen CPUs wären mir neu. Diese besonderen Bugs von damals, ihre Seltenheit, ihr Alter und die Tatsache, dass Intel verschiedene Fehler sogar ohne Hardwareänderung und mindestens kurzfristige weiter herstellte, die bestätigen doch die Aussage, dass es kaum Sinn macht, sich beim Kauf einer neuen und vielversprechenden CPU wegen eines vor 15 bis 20 Jahren einmal in der Firmengeschichte aufgetretenem Bugs von Käufen zurückzuhalten, statt mit verbesserter Performance mehr Geld zu verdienen bei verringerten Energiekosten.

    Insbesondere ist das so, wenn man wieder auf die Unterschied zwischen dem grafischen und physikalischen animieren/simulieren zum programmieren zu sprechen kommt : beim Rendern mit zehntausenden von Lichtstrahlen oder beim Simulieren von in Tausenden von Elementen zerstückelten Volumen spielen ein paar Fehler keine Rolle mehr und gehen spätestens in einem der mehreren Interpolationsschritte unter. Diese hohe Fehlertoleranz nutzt man natürlich gleich aus, indem man sich jedesmal an die Leistungsgrenze des Rechners heran tastet um auch noch das letzte Körnchen Performance aus der Hardware heraus zu kitzeln, um die unproduktiven Wartezeiten zu verkürzen. Zusätzlich geschieht dies mit über wieviele Shader und Plugins extrem verkomplexitierten Dateien, was umso mehr Programmabstürze provoziert, an die man sich bei solchen Jobs schnell gewöhnt hat, man also selber immer Fehlertoleranter wird. Wohl gemerkt sind das alles recht klare und eindeutigere Fehler mit unmittelbarer Wirkung, im genauen Gegensatz zu jenen subtilen Prozessor Bug Geschichten.

    Zusammenfassend könnte man dass Rendern und Simulieren auch mit dem Arbeiten mit den Computeranalogien zu Vorschlaghammer, Schippe und Schubkarren vergleichen, während man das Programmieren dagegen eher mit dem feinfühligen und detaillierten Hantieren mit einem Skalpell vergleichen würde. Wobei es beim Programmieren ganz anderer Auswirkungen haben kann, wenn einem eine bugy CPU z.B. beim Compilieren de erzeugten Code zerschießt, und selbst wenn das nur an einer Stelle passiert, kann das auf alle möglichen Arten und Weisen böse ausgehen, während man andererseits ums verrecken nicht dahinter kommen will oder Ewigkeiten braucht heraus zu finden, was denn überhaupt gerade schief läuft.

    > Renderfarmen

    Auf Visualisierungsjobs spezialisierte Renderfarmen bestehen im Idealfall aus lauter identischen Clones der Rechner der auftraggebenden 3D-Artisten. Keine Ahnung ob die in der Zwischenzeit auf VMs umgestiegen sind, als ich aktiv damit zu tun hatte, hatte man umfangreichen Gebrauch von Endverbraucher CPUs gemacht, Es geht da ja schließlich um maximale Performance zu best möglicher Effizienz zu den geringst möglichen Anschaffungskosten. Abgerechnet wurde in Gigaherz-Stunden, und eine um ein 1/4 schneller rechnende CPU ist da bares Geld wert. Was in der Renderfarm für die Performance gilt, gilt für die firmeneigene mini-Rechenfarm im Keller erst recht. Solche Hardware Anschaffungen beschränken sich aber wohl so ziemlich auf mindestens mittelgroße Unternehmen aus der (Werbe-)Filmindustrie, wobei sich einige Produzenten aus Panik vor Datenklau niemals einer externen Renderfarm und noch nicht mal einer internen Renderfarm vertrauen würden, und nur komplett vom Netz abgetrennten Einzellarbeitsplatzmaschinen. Die ganze Geschichte mit der Produkt- und Architekturvisualisierung, wandert übrigens immer mehr in den Ostblock und in die Schwellenländer ab, wo sich die 3D Künstler mit niedrigere Löhne zufrieden geben. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.,,

    Von den physikalische Simulationsanwendungen bringen dann tatsächliche so einige Linux Nodes mit. Diese ermöglichen dann das distributed Rendering auf allen möglichen Maschinen, vor allem auch auf den Großrechneranlagen in Universitäten und in Forschungseinrichtungen.


    > Hä. was soll ne Messebaufirma damit zu tun haben? Ich war schon bei einigen Messen
    > dabei und habe von verschiedenen Seiten mitgewirkt auch das Aufbauen des Standes ist
    > ganz normale Arbeit. Oder waruf wolltest du damit hinaus?

    In Messebaufirmen, Wettbewerbsbüros und dergleichen findet keine typische Arbeit statt. Bei denen spitzt sich der Job immer auf bestimmte Präsentationsthermine zu, als hätte das Studium nie aufgehört. Da ist man immer wieder äußerst gnadenlosen Zeitdruck ausgesetzt, immer wieder mit durcharbeiteten Nächten und der gleichen, aber dann auch wieder mit entsprechend dimensionierten Ruhezeiten, nach Jobende der größten Aufgaben. Das gute daran ist, dass es eigentlich niemals langweilig wird, man sich dafür aber ganz schön krass verbraucht. Da hat man dann auch von der Timingseite her gar keine Zeit und gar keinen Nerv mehr, Monate auf die Bestätigung der Bugfreiheit einer neuen CPUs zu warten, nur um für Fehler die einen zu 99,9% eh nicht stören, auf 1/4 der Leitung zu verzichten über die Lebensdauer des Rechners.


    >> Ist es eben nicht. Vielmehr ist es ein künstlich verknapptes Angebot.
    > Nein das Angebot ist wirklich so knapp, das wird halt von den Zwischenhändlern
    > ausgenutzt (Scalper wie auch ganz normale Onlineshops).

    Ja doch ist das so! Das ist doch eine Frage der reinen Logik. Statt das Angebot denen zu überlassen, welche die CPUs wirklich brauchen, kaufen die Scalper den Anwendern die CPUs vor der Nase weg und verknappen damit das Angebot künstlich. Das ist doch wohl ein klar ersichtlicher logischer Zusammenhang.

    > Das ist der Kern des Kapitalismus mit so wenige Einsatz/Aufwand wie möglich so viel
    > Geld/Marktmacht wie möglich erwirtschaften. Das sind keine Schmarotzer, sie haben
    > einfach das seit Jahren indoktrinierte System am besten Verstanden. Die Tatsache
    > das sie erfolgreich sind zeigt, dass sie alles richtig machen.

    Oh je! Nein, das ist nicht so! Den puren Kapitalismus gibt es so nicht! Jede Umsetzung eines Kapitalismus wird von harten Grenzen umsäumt, überall auf der Welt, in dem einem Land mehr, im anderen weniger. Was du vorschlägst würde z.B. auch Erpressung und Schutzgelderpresseung als natürlichen Auswuchs des Kapitalismus legitimieren. In unserer Art des Kapitalismus in Form der sozialen Marktwirtschaft wird, wie der Name schon sagt, das Sozialwesen vor den Auswüchsen des Marktes geschützt und außerdem wird der Markt gezielt so gesteuert, dass die Wirtschaft und dass das Sozialprodukt wachsen und gedeihen. Das geschieht via der Förderung der Angebotsvielfalt und des Wettbewerbs sowie über Verbote wie dem von Monopolen und Kartellen. Scalper richten sich quasi 100%ig gegen diese marktwirtschaftlichen Ideale. Scalper lähmen den Markt statt ihn zu fördern, indem sie einerseits die Weitergabe von Produkten ausbremsen und damit die Produktivität der auf die Produkte Angewiesenen ausbremsen. Scalper sind genauso nutzbringend für einen funktionierenden Markt wie eine Schutzgelderpressergang, die sich in irgendeinem bedauernswerten Stadtviertel breit gemacht hat. Markt und Gesellschaft funktionieren besser wenn die schmarotzenden Anhängsel nie da waren.

    Und egal mit welchem wohlklingenden Pseudobegriffen aus der Wirtschaft man das Benehmen der Scalper verschönschnörkelt, es ist und es bleibt ein echte Arschlochhandeln, das nichts als Misstrauen Wut und schlechte Laune erzeugt. Leute werden um ihre Geld betrogen.

    Wobei die Kritik der Gesellschaft und der Politik nur deshalb ausbleibt, weil jene noch überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht! Die sind sich wirklich noch überhaupt nicht im klaren darüber, wie da einige Leute für ein neues Erpressungsmodell für sich entdeckt und aufgezogen haben. Die Geschichte funktioniert deshalb eher nach dem Motto : "Wo kein Kläger da kein Richter!" Als Argumentation kann man alles aufführen, dass es ein "natürlicher" Auswuchs der Marktwirtschaft sei oder dass Pippi Langstrumpfs rote Haare es erlauben würden. Da kann man sich alles mögliche zum Schön reden zu einfallen lassen, weil da derzeit eh keiner zuhört, nur bleiben das halt trotzdem reine Arschlochaktionen, und tatsächlich verstoßen die ja schon von Beginn an gegen das Steuerrecht. Sry das ich das so sehe, aber die Logik lässt da gar keine andere Interpretation zu.

    > Eben man kann natürlich auf Herstellerseite versuchen es den Scalpern zu erschweren
    > (wird ja bereits gemacht) aber solange es einen Markt gibt finden sich auch welche die
    > ihn bedienen. Die einzige wirkliche Lösung wäre den Markt abzuschaffen also niemand
    > kauft mehr über MSRP. Da das aber in der Einzelentscheidung eines jeden Bürgers liegt
    > und einige eindeutig zu viel Geld besitzen wird das nie passieren.

    Du scheinst dem auf jeden Fall entgegen zu sehen, dass sich das so ausweglos darstellen würde. Diese ganze Geschichte ist ja noch relativ jung und ist eng mit der vom Miningboom ausgelösten GK-Knappheit verbündelt. Da hat sich zum ersten mal dieses mögliche neue "Verdienstfeld" offenbart. Aber Entsprechend jung und unreif ist sind dann auch die Ideen und Umsetzungen von Gegenmaßnahmen durch Herstellerfirmen, Steuer, Verbraucherschützer und Gesetzgebung, so dass man erst mal keine voreiligen Schlüsse ziehen sollte.

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