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"mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

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  1. "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: knaxx 21.04.16 - 15:20

    Das hat der Telekom-Sprecher schön gesagt - und dabei ganz außer Acht gelassen, dass es zwar sachlich richtig, aber trotzdem am Thema (und am Bedarf) vorbei geredet war.

    Wenn jemand wie die Telekom seine ganzen Backbones auf Glasfaser umstellt muss dabei ja eine irrsinnige Netzlänge bei rauskommen - auf jeden Fall mehr als bei einem Mitbewerber, der sich irgendwo mit FTTB/FTTH rumschlägt und die Glasfaser nur quasi meterweise verlegen kann.

    Was nutzt mir die tolle Glasfaserdatenautobahn der Telekom, wenn ich daran nicht angeschlossen bin, weil mir die letzte Meile fehlt? Genau. Nüscht. Kann ich mir 'n magentafarbenes Ei drauf braten.

    °l°(,,,,);

  2. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: elf 21.04.16 - 16:23

    knaxx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was nutzt mir die tolle Glasfaserdatenautobahn der Telekom, wenn ich daran
    > nicht angeschlossen bin, weil mir die letzte Meile fehlt? Genau. Nüscht.
    > Kann ich mir 'n magentafarbenes Ei drauf braten.

    Was nutzt mir der tolle Glasfaseranschluss zu Hause aka FTTB, wenn die Backbones schon ausgelastet sind? Genau. Nüscht.
    Btw. Deine Glasfaserautobahn der Telekom geht bei Vectoring bis zum KVz. Von dort aus kann ja dann, wenn der Bedarf steigt und sich genügend zusammenfinden, weiter bis zum Haus gebuddelt werden.

  3. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: DooMMasteR 21.04.16 - 18:43

    Kein Backbone in Deutschland ist ausgelastet...
    Und ebenfalls keiner ist mit etwas anderem als Glasfaser angebunden.. Man lacht, aber das wäre auch viel zu teuer.
    Man sollte immer bedenken, dass es quasi null Unterschied macht, ob man eine glasfaser oder 20 legt
    Jedes Faser Paar kann für wenige Euro 40 bzw. 100 GBit pro Sekunde schaufeln...
    Die Technik dafür ist einfach keine Magie mehr...

    Das wichtigste, das ganze läuft ebenfalls ohne Magie auch über 12km Distanz...
    Und mit etwas Magie über 40km ohne Unterbrechung... Danach reicht auch eine einfache repeaterstation

    Alles keine Magie... Nur die Kabel muss jemand legen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.04.16 18:46 durch DooMMasteR.

  4. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: silberfieber 21.04.16 - 19:20

    DooMMasteR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kein Backbone in Deutschland ist ausgelastet...
    > Und ebenfalls keiner ist mit etwas anderem als Glasfaser angebunden.. Man
    > lacht, aber das wäre auch viel zu teuer.
    > Man sollte immer bedenken, dass es quasi null Unterschied macht, ob man
    > eine glasfaser oder 20 legt
    > Jedes Faser Paar kann für wenige Euro 40 bzw. 100 GBit pro Sekunde
    > schaufeln...
    > Die Technik dafür ist einfach keine Magie mehr...
    >
    > Das wichtigste, das ganze läuft ebenfalls ohne Magie auch über 12km
    > Distanz...
    > Und mit etwas Magie über 40km ohne Unterbrechung... Danach reicht auch eine
    > einfache repeaterstation
    >
    > Alles keine Magie... Nur die Kabel muss jemand legen...

    und die strippen dürfen im backbone wohl schon liegen. also (vereinfacht ausgedrückt) 10g linecards raus, 100g linecards rein, fertig...

    du hast übrigens zr transciever vergessen, da gehen auch >80km... ;)

  5. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: DooMMasteR 21.04.16 - 20:43

    ZR kostet aber auch :P LR4 und ER4 sind schon teuer -.- in 100GBase ist CWDM4 schon unter 500¤ zu bekommen, macht immerhin schon 2km
    in 10GBase oder 40Gbase (ich mag 40 nicht) ist man aber bis 10km schon mit deutlich unter 100EUR dabei

    Es ist keine Frage der Technik, eigentlich auch nicht des Geldes, einzig der Wille fehlt.

    Wer sich Anschaut, was so ein DSLAM kostet und wieviele Generationen wir schon durchgelutscht haben...
    1GBit/s per Faser sind aber bereits seit fast einem Jahrzehnt fuer unter 100¤ terminierbar... dennoch ist in DE nichts passiert.

    Auch GPON halte ich eher fuer eine krude Kücke, aber das muss jeder selbst wissen.

  6. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: Ovaron 22.04.16 - 06:18

    DooMMasteR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1GBit/s per Faser sind aber bereits seit fast einem Jahrzehnt fuer unter
    > 100¤ terminierbar... dennoch ist in DE nichts passiert.

    Und dennoch haben die lieben Mitbewerber 15 Jahre lang darauf verzichtet Glasfaser zu terminieren. Selbst in Neubaugebieten nicht. Schmarotzen war einfacher.

  7. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: DooMMasteR 22.04.16 - 07:59

    schonmal geguckt, wie die Vergabe in solchen Fällen bisher ablief?
    1. Bekommt die Telekom für Kupfer bisher immer Geld vom Staat.
    2. Hat sich die Telekom gegen andere bei den Gemeinden meist auf Generalverträge beworben, die Gemeinde macht den Anschluss dann zur Pflicht und alle bekommen ihn gelegt, dabei ist es schwer gegen irgendwas als den geringsten Preis zu argumentieren.

    Beispiel bei uns: Telekom hat sich beworben und Kundenkosten von 380 bis 600¤ für Kupfer angeboten.
    lokaler Netzbetreiber hat FTTH für etwa 800-1200¤ pro Haushalt angeboten.
    Gemeinde entscheidet sich für Telekom, alle bekommen also einen Telekomanschluss.

    Der Anschlusspreis für einen einzelnen FTTH-Port stieg damit auf ~2000-8000¤ je nach dem, wieviele sich finden würden und wie weit man vom Anschlusspunkt weg ist, der lokale Betreiber wird aber unter 8 Anschlüssen nicht Tätig, die kamen nicht zusammen und so haben nun alle Kupfer bekommen, mit Vectoring usw. also nurnoch von der Telekom, denn Alternativanbieter sind ja ausgeschlossen

  8. Re: "mein Netz ist aber länger" - Äpfel vs Birnen?

    Autor: Ovaron 22.04.16 - 17:48

    DooMMasteR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schonmal geguckt, wie die Vergabe in solchen Fällen bisher ablief?
    > 1. Bekommt die Telekom für Kupfer bisher immer Geld vom Staat.

    Nein, für Kupfer bekommt die Telekom kein Geld vom Staat.

    > 2. Hat sich die Telekom gegen andere bei den Gemeinden meist auf
    > Generalverträge beworben, die Gemeinde macht den Anschluss dann zur Pflicht

    Meines Wissens: die Gemeinde kann einen Anschluß nicht zur Pflicht machen.

    > Beispiel bei uns: Telekom hat sich beworben und Kundenkosten von 380 bis
    > 600¤ für Kupfer angeboten.

    Auch diese Aussage ist nicht haltbar. Bei Ausschreibungen werden konkrete Summen verlangt und genannt.

    Wenn Du mal konkret den Ort und den Vorgang benennen würdest könnte man versuchen nachzuvollziehen was tatsächlich passiert ist. Das was Du da angibst (..was man Dir erzählt hat) ist jedenfalls so nicht passiert.

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