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  5. › 250 MBit/s: Super Vectoring…

Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

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  1. Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: x2k 09.11.17 - 13:29

    Bei den hochgezüchteten diven von Vectoring Leitungen macht sich jede kleine Störung bemerkbar was in ständigen neu syncronisierungen endet.
    Mit super Vectoring wird das vermutlich noch schlimmer werden.
    Es braucht nur ein defektes Elektrogeräte in der Nachbarschaft und schon war es das.
    Bei einer glasfaser ist dieses Problem eliminiert.
    Grade in Zeiten wo wir nur noch Voip nutzen können ist die Sache wirklich wichtig. Man denke mal an die vielen Senioren die hausnotrufe nutzen.

  2. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: rocketfoxx 09.11.17 - 14:00

    Vectoring ist genauso stabil oder instabil wie herkömmliches DSL.
    Mit defekten Schaltnetzteilen konnte man schon ADSL abschießen.

    Im Gegenteil: Vermutlich ist Vectoring durch die ständige Leitungsüberwachung und Störsignal-Neutralisierung sogar etwas stabiler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.17 14:00 durch rocketfoxx.

  3. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: x2k 09.11.17 - 14:07

    Das gilt nur für das übersprechen von benachbarten adernpaaren, weil dort ja die Kompensation berechnet werden kann. Fremd einstreuungen von außen lässt das System sehr schnell zusammen brechen.
    Und weil die trägerfrequenzen immer weiter nach oben geschraubt werden wird die Leitung als ganzes zunehmend empfindlicher.

    Wenn die Telekom wenigstens geschirmte Kabel einsetzen würde, aber das wird nicht gemacht.

  4. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: chefin 09.11.17 - 14:39

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den hochgezüchteten diven von Vectoring Leitungen macht sich jede
    > kleine Störung bemerkbar was in ständigen neu syncronisierungen endet.
    > Mit super Vectoring wird das vermutlich noch schlimmer werden.
    > Es braucht nur ein defektes Elektrogeräte in der Nachbarschaft und schon
    > war es das.
    > Bei einer glasfaser ist dieses Problem eliminiert.
    > Grade in Zeiten wo wir nur noch Voip nutzen können ist die Sache wirklich
    > wichtig. Man denke mal an die vielen Senioren die hausnotrufe nutzen.

    100% Korrekt, nur was nutzt mir Glasfaser in 10 Jahren, wenn ich Vectoring morgen bekomme. Mich interessiert nicht, was technisch machbar ist, sondern was bei mir ankommt.

  5. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: x2k 09.11.17 - 15:04

    Man kann damit leben und findet sich damit ab oder man nervt die Gemeinde mit dem glasfaser Wunsch. Wenn das genug machen hast du statt in 10 Jahren vielleicht sogar in 2 eine glasfaser.

    Weil das aber keiner macht ändert sich nichts.

    Eig ging es bei dem Kommentar auch eher darum das dieses Detail kaum beachtet wird. Sozusagen der Vollständigkeit halber mal erwähnt.

  6. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: LinuxMcBook 09.11.17 - 19:50

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grade in Zeiten wo wir nur noch Voip nutzen können ist die Sache wirklich
    > wichtig. Man denke mal an die vielen Senioren die hausnotrufe nutzen.


    Die Senioren nutzen aber auch kein Vectoring

  7. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: DerDy 09.11.17 - 21:54

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gilt nur für das übersprechen von benachbarten adernpaaren, weil dort
    > ja die Kompensation berechnet werden kann. Fremd einstreuungen von außen
    > lässt das System sehr schnell zusammen brechen.
    Das passiert aber wohl sehr selten und ist vernachlässigbar. Ich selber habe keine Probleme damit und im Umfeld auch noch nie von solchen Problemen gehört. Aber abstreiten will ich es nicht, nur muss man auch einfach berücksichtigen, ob es ein häufiges oder ein eher theoretisches Problem ist.

    > Wenn die Telekom wenigstens geschirmte Kabel einsetzen würde, aber das wird
    > nicht gemacht.
    Sorry, du scheinst die Situation nicht verstanden zu haben. Weil die Kabel nicht geschirmt sind, muss Vectoring eingesetzt werden. Anderenfalls könnte man ja direkt Docsis 3.x einsetzen. Und die Kabel zu ersetzen ist zu teuer bzw, dann würde man sicher gleich Glasfaser nehmen.

  8. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: Anonymer Nutzer 10.11.17 - 21:23

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den hochgezüchteten diven von Vectoring Leitungen macht sich jede
    > kleine Störung bemerkbar was in ständigen neu syncronisierungen endet.
    > Mit super Vectoring wird das vermutlich noch schlimmer werden.
    > Es braucht nur ein defektes Elektrogeräte in der Nachbarschaft und schon
    > war es das.
    > Bei einer glasfaser ist dieses Problem eliminiert.
    > Grade in Zeiten wo wir nur noch Voip nutzen können ist die Sache wirklich
    > wichtig. Man denke mal an die vielen Senioren die hausnotrufe nutzen.


    Kann ich alles nicht aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich wohne hier in einem Neubaugebiet, das in den 70ern komplett neu hochgezogen wurde. Da dachte auch noch niemand an Vectoring. Trotzdem läuft seit dem VDSL Ausbau vor guten 2 Jahren alles komplett störungsfrei. Ich starte alle paar Monate die Fritzbox neu, wenn es mal wieder ein Softwareupdate gibt, von selbst verliert sie die Synchronisation aber kein einziges Mal und synchronisiert immer im Vollprofil. Auch bei Nachbarn nie ein Problem.

    Vorher war das anders. Da hatte ich ADSL aus der relativ weit entfernten Vermittlungsstelle (6000er DSL RAM als Rückfallprofil) und es kam immer mal wieder zu Störungen und auch die Fritzbox musste sich immer mal wieder neu synchronisieren. Es kommt halt immer auf den Leitungsweg an. Überspitzt gesagt kann man auch FTTH hinschlampen (GPON, dann auch noch Biegungsradien nicht eingehalten, zu dünne Anbindung an's Backbone) oder richtig toll ausbauen.

    Das Übertragungsmedium an sich ist nichts was mich interessiert, auch wenn mir der allgemeine Glasfaserfetisch unter IT Enthusiasten bekannt ist und auch irgendwo nachvollziehbar sein mag - für mich ist das kein Selbstzweck, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Und solange ich VDSL100 total stabil und störungsfrei habe und im Onlinespeedtest mit 7 ms Ping und 2019 auch noch Supervectoring buchen kann (nach jetzigem Stand habe ich dazu aber gar keinen Bedarf, mal schauen), dann bin ich schlicht zufrieden.

    Ich könnte auch 500 mbps über das Coax von Kabel Deutschland haben, sofort, haben auch Nachbarn. Die sind in der Realität damit aber deutlich unzufriedener und haben zB am Abend real eine wesentlich langsamere Leitung als ich.

    Wir haben das übrigens kürzlich in der Nachbarschaft dadurch gelöst, dass wir unsere Fritten zum Mesh zusammengeschaltet haben. Das hat auch den Vorteil, dass ein möglicher Ausfall bei einem Anschluss dadurch kompensiert werden könnte, gerade da sowohl VDSL wie auch Docsis-Internet in der Nachbarschaft genutzt werden (beides gleichzeitig fällt wohl höchst selten in einer Straße aus). Erst wenn dieses Mesh an seine Grenzen kommt würde ich überhaupt über mehr als VDSL100 nachdenken.

    Vorhandene Technik möglichst gut auszureizen ist smart und bis auf Weiteres genau der richtige Weg.

  9. Re: Störfestigkeit wird gerne mal vergessen

    Autor: RipClaw 13.11.17 - 19:17

    ermic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > x2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei den hochgezüchteten diven von Vectoring Leitungen macht sich jede
    > > kleine Störung bemerkbar was in ständigen neu syncronisierungen endet.
    > > Mit super Vectoring wird das vermutlich noch schlimmer werden.
    > > Es braucht nur ein defektes Elektrogeräte in der Nachbarschaft und schon
    > > war es das.
    > > Bei einer glasfaser ist dieses Problem eliminiert.
    > > Grade in Zeiten wo wir nur noch Voip nutzen können ist die Sache
    > wirklich
    > > wichtig. Man denke mal an die vielen Senioren die hausnotrufe nutzen.
    >
    > Kann ich alles nicht aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich wohne hier
    > in einem Neubaugebiet, das in den 70ern komplett neu hochgezogen wurde. Da
    > dachte auch noch niemand an Vectoring. Trotzdem läuft seit dem VDSL Ausbau
    > vor guten 2 Jahren alles komplett störungsfrei. Ich starte alle paar Monate
    > die Fritzbox neu, wenn es mal wieder ein Softwareupdate gibt, von selbst
    > verliert sie die Synchronisation aber kein einziges Mal und synchronisiert
    > immer im Vollprofil. Auch bei Nachbarn nie ein Problem.

    Das ist schön zu hören aber leider trifft das nicht auf alle Nutzer zu. Es gibt zwei Punkte die bei VDSL wichtig sind. Der erste ist die Frage wie lang die Leitung vom Kabelverzweiger zum Nutzer ist und die zweite Frage ist ob das das Kabel im laufe der Zeit beschädigt wurde.

    Wenn die Leitungslänge bei unter 250m liegt und die Leitung in einwandfreiem Zustand ist, dann sollte eigentlich alles gut laufen. Probleme ergeben sich vor allem dann immer wenn man entweder weiter weg vom Kabelverzweiger wohnt oder das Kabel Schäden oder alte Flickstellen aufweist oder beides.

    > Vorher war das anders. Da hatte ich ADSL aus der relativ weit entfernten
    > Vermittlungsstelle (6000er DSL RAM als Rückfallprofil) und es kam immer mal
    > wieder zu Störungen und auch die Fritzbox musste sich immer mal wieder neu
    > synchronisieren. Es kommt halt immer auf den Leitungsweg an. Überspitzt
    > gesagt kann man auch FTTH hinschlampen (GPON, dann auch noch Biegungsradien
    > nicht eingehalten, zu dünne Anbindung an's Backbone) oder richtig toll
    > ausbauen.

    Das ADSL auf einer langen Leitung mehr Störungen aufweist als VDSL auf einer kurzen Leitung liegt vor allem daran das ein großteil der Strecke mit Glasfaser überbrückt wurde. Damit hat man weniger Stellen die mal geflickt wurden und auch Störquellen wie z.B. parallel verlaufende Stromkabel werden reduziert.

    Was FTTH angeht so sind die meisten Probleme auf Schäden zurückzuführen die bei der Verlegung entstanden sind. Wenn es läuft, dann läuft es in der Regel stabil.
    GPON hat einen schlechten Ruf da es die kostengünstigere Lösung gegenüber PtP Verbindungen ist. Vor allem ist ungewiss ob die Glasfaserweichen im Boden nicht irgendwann mal getauscht werden müssen wenn ein Upgrade ansteht. Bei 10G scheint das noch nicht nötig zu sein.
    Was den Biegeradius von Glasfaser angeht das hält sich hartnäckig die Meinung das Glasfaser extrem empfindlich ist. Tatsächlich sind die Biegeradien von moderner Glasfaser geringer als die von einem CAT6 oder CAT7 Kabel. Und das man Glasfaser nicht wie ein Rohes Ei behandeln muss dürfte jedem klar sein der gesehen hat wie beim Chaos Communication Camp ein Glasfaserkabel mehrere Kilometer über Wald, Feld und Wiesen gezogen wurde und darüber dann 10 Gbit/s gefahren wurden.

    > Vorhandene Technik möglichst gut auszureizen ist smart und bis auf Weiteres
    > genau der richtige Weg.

    Technik an der Leistungsgrenze zu fahren ist immer ein Balanceakt. Daher ist es immer gut etwas Reverse zu lassen.

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