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Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

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  1. Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: Eheran 26.06.18 - 23:19

    >Gerade 5G ist für sie ein Hoffnungsträger.
    5G schafft doch gar keine flächige Abdeckung sondern gerade nur sehr lokale, breitbandige Anbindungen? Flächendeckend geht nur mit <1000MHz und da hat 5G gar keine Vorteile ggü. 4G? Die spektrale Effizienz (Übertragungsleistung pro Bandbreite, also etwa bit/Hz) ist quasi identisch?

    Verstehe ich das falsch, irre mich bezüglich 5G (doch große Vorteile bei <1000MHz) oder haben "die" einfach keine Ahnung wovon sie reden?

  2. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: Lacrimula 26.06.18 - 23:52

    Das frage ich mich allerdings auch.
    Gestern hatte ich noch gelesen, dass 5G Funkzellen deutlich kleiner sind als die von 4G und dann so eine absurde Forderung? Das passt für mich nicht zusammen.

  3. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: Nightdive 27.06.18 - 01:51

    Die neuen Frequenzbereiche die z.zt. für 5G vorgesehen sind ermöglichen Hauptsächlich zusätzliche Kapazitäten an Hotspots. ich habe keine Ahnung wieso die immer davon reden das die Fläche damit versorgt werden soll. Irendwer hat entweder keine Ahnung ider benutzt die schlimmsten Drogen.

  4. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: SanderK 27.06.18 - 07:19

    4G wird ja nicht einfach, abgeschalteten. In der Stadt, wäre 5G dann an Bahnhöfen und co, sinnvoll.

  5. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: mcolli 27.06.18 - 07:47

    Das sind Gesetzgeber. Die Lösung für die ist keine technische sondern eine regulatorische.

    Sprich: bei der Vergabe der 5g Lizenz wollen die nicht nur Kohle von z.b. der Telekom, sondern auch eine schriftliche Verpflichtung bis xx.xx.yyyy mindestens xx Prozent Flächenabdeckung im Raum xx zu gewährleisten. Ansonsten sind einemiausen euro fällig.

    Dass 5g von allen Standards der am schlechtesten aus technischen Gesichtspunkten geeignete ist, interessiert da nicht.

    Wenn die Telekom besonders Interesse an einem selbsgeschmierten Butterbrot der Kanzlerin hätte, könnte man den Ausbau auch in den Kaufvertrag des Butterbrotes reinschreiben und alle Hoffnungen jemals flächendeckendes mobilnetz auf dem Land zu haben lägen jetzt auf dem Butterbrot.

  6. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: TrollNo1 27.06.18 - 07:48

    Das sind Politiker. Die hören "5G ist super toll" und fodern es dann sofort flächendeckend. Das wie und was dürfen dann andere machen.
    Ich denke mal "Hoffnungsträger" ist es deshalb, weil die 5G Infrastruktur komplett neu aufgebaut werden muss und das soll dann flächendeckend geschehen und nicht nur in Ballungszentren

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  7. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: beuteltier 27.06.18 - 09:28

    Wie andere hier schon schrieben ist das zum einen eine politische Sache, weil man mit neuen Regularien kommen kann, doch auch technisch hat 5G deutlich mehr zu bieten als 4G:

    Es wurden sehr viele verschiedene "use cases" und "scenarios" definiert. Es gibt Szenarien für sehr kleine Zellen mit extrem hohen Datenraten (>=1GBit/(s und Device), Zellengröße 1 Raum), welche mit besonders geringen Latenten (m2m (machine to machine), v2v und v2x (autonomes Fahren)), es gibt welche speziell für IoT (geringer Datendurchsatz, aber sehr viele Geräte pro Fläche), MobileOffice (Mittelhohe Datenrate, geringe Latenz IIRC) usw usf.
    Daneben gibt es dann auch Szenarien speziell für Kommunikation in ländlichen Gegenden (große Zellen, hohe Distanzen, wenige Endgräte pro Fläche aber mittlerer Druchsatz [~100MBit/s], hohe Latenz (*)). Schimpft sich manchmal "access everywhere" oder "extended suburban". Für urbane Gegenden gibt auch feine Abstufungen: Home enviornment, dynamic hotspot, crowded venue, dense urban, urban. Nen spezielles Szenario für "high speed train" soll es auch geben. (4G ist theoretisch bei einer bestimmten Fortbewegungsgeschwindigkeit limitiert, Dopplereffekt.)

    Im direkten Vergleich dazu definiert 4G in meiner persönlichen Wahrnehmung eigentlich nur einen use case, der dem "urban" oder "dense urban" von 5G nahe kommt und ist damit deutlich unflexibler.
    Alles in allem ist es vorallem die enorme Flexibilität und die Anpassbarkeit auf die jeweilige Situation und Bedürfnisse, die größere Hoffnungen in 5G begründet erscheinen lässt.


    Disclaimer: Die genannten Begriffe sind mit etwas wichi-waschi. Was 5G alles kann, können sollte, was bereits Spezifiziert ist und was noch spezifiziert werden soll ist alles ziemlich komplex. Es wird von allen möglichen Seiten mit den verschiedensten technischen Begriffen herumgeworfen, die haben dann aber dutzende von Parametern. Von der anderen Seite wollen noch viel mehr Marketingterme damit gematched werden, diverse Studien definieren ihren eigenen Begrifflichkeiten. Teilweise entstehen Überlappungen zwischen "use cases" und merhreren "scenarios" und umgekehrt. Die konkreten Namen also bitte nicht zu genau nehmen, als oberflächliche Erklärung sollte das oben aber ausreichen und hoffentlich einen kleinen Einblick geben, warum man glaubte, es sei gerechtfertigt, das als ganz neue Generation auszurufen, statt "LTE super advanced" aufzulegen.


    (*) Hohe Latenz heißt in dem Fall geeignet für Telefonie, Websurfing, VideoStreaming. Die Latenzanforderungen für c2x sind deutlich strenger (auch im Bezug auf deterministisches Verhalten insb. maximale Latenz).

    Übersichtliche und kurz-knackige, allgemeinverständliche weiterführende Literatur habe ich leider nicht zur Hand, wer mehr wissen will, kann aber hier mal querlesen:
    https://speed-5g.eu/2015/12/16/use-cases-and-scenarios-for-5g/
    https://5g-ppp.eu/wp-content/uploads/2014/02/5G-PPP-use-cases-and-performance-evaluation-modeling_v1.0.pdf
    https://5g-ppp.eu/white-papers/

  8. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: Eheran 27.06.18 - 10:10

    >Daneben gibt es dann auch Szenarien speziell für Kommunikation in ländlichen Gegenden (große Zellen, hohe Distanzen, wenige Endgräte pro Fläche aber mittlerer Druchsatz [~100MBit/s], hohe Latenz (*)).
    Das haben wir mit LTE (also z.B. mit 700 und 800MHz) im Moment schon. 5G hat keine bessere spektrale Effizienz. Wo soll dann ein relevanter Unterschied sein?

    Aber ja, dass man die Frequenzvergabe (wieder) an Bedingungen knüpfen kann ist ein guter Punkt. Und natürlich wäre ich auch froh drum, wenn die Netzabdeckung dann gut wäre, egal ob 4G oder 5G. Nur mit 5G dauert es defintiv noch viele Jahre...

  9. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: beuteltier 27.06.18 - 10:17

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da hat 5G gar keine Vorteile ggü. 4G? Die spektrale Effizienz
    > (Übertragungsleistung pro Bandbreite, also etwa bit/Hz) ist quasi
    > identisch?

    Konkret dazu:
    Nein, in Summe betrachtet ist sie höher - oder kann höher sein. 5G spezifiziert massive MIMO und Beamforming. Durch Beamforming können Nutzer, die einige Winkelgrad auseinander sind zur gleichen Zeit über die gleiche Frequenz mit Daten versorgt werden. Effektiv muss ich ein endgerät die verfügbare Bandbreite also mit weniger anderen Endgeräten teilen.
    Aus Endgerätesicht: Mehr Bandbreite bei vergleichbarer spektraler Effizienz -> Mehr Datendurchsatz
    Aus Basisstationssicht: Mehrere Datenstreams auf der gleichen Frequenz, aber in unterschiedliche Richtungen -> Mehr Übertragungsleistung bei gegebenen lizensierten Frequenzbereich.
    Ob du die Definition der spektralen Frequenz in dem Fall nun ausweiten möchtest und sagst ab 2 aktiven Usern ist sie entsprechend der parallen Datenströme höher, oder ob dir das zu viel gemogel ist und du lieber bei Shannon bleibst möge dir überlassen bleiben. ;-) Die Summenübetragungsleistung bei mehreren gleichzeitigen Nutzern ist jedenfalls höher - und damit bekommt auch das individuelle Endgerät mehr vom Kuchen - sofern es nicht die Zelle für sich alleine hat.

    Die im anderen Beitrag erklärte höhere Flexibilität von 5G sollte hoffentlich auch in möglichst vielen lädlichen Fällen helfen, bessere Übertragungsparameter zu wählen und damit das physikalisch mögliche noch besser auszureizen. Hoffen wir das beste.

  10. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: Eheran 27.06.18 - 17:59

    Funktioniert Beamforming denn so gut?

  11. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: beuteltier 27.06.18 - 20:48

    Scheint so.
    Ich konnte keine Daten finden, von irgendwelchen Basestations, die tatsächlich schon im regulären Betrieb wären. Demo-Units, die 16 spartiale Datenströme unterstützen, kommen mit 16 Endgeräten ca. auf einer ver-12-fachung der Gesamtdatenrate. Sprich etwa 75% Wirkungsgrad der Maßnahme. Für mehr als 16 parallele Datenströme ist mir noch keine reale Implementierung untergekommen. Bauen kann man das, da sind sich alle einig, ist nur nicht so ganz einfach.
    Neben der Vervielfachung des Datendurchsatzes scheinen Simulationen auch vorherzusagen, dass die Netzabdeckung deutlich besser würde, weil man mit Interferenzen viel besser umgehen kann - diese Simulation bezog sich aber auf den städtischen Fall mit viel Bebauung. Wieviel das aufm Land hilft kann ich nicht sagen.

    PS: Scheinbar könnte man, wenn es jemand implementieren würde, einiges davon auch mit LTE haben. Release 11, TM9 spezifiziert bis zu 8 Layer. Mit Release 11, TM10 dürfen die Antennen sogar über mehere physische Basestations verteilt sein. Aber auch wieder nur 8 Layer. 5G wird mehr können.

  12. Re: Warum 5G als Hoffnungsträger gegen Funklöcher?

    Autor: Eheran 28.06.18 - 09:14

    Na immerhin 16 (mit einem Antennenarray eines Masten nehme ich mal an? :D).
    Aber wie du schon sagst, betrifft das ja nicht direkt den Funkstandard sondern eher die spezifische Umsetzung am Masten.
    Und flächendeckend bringt es natürlich auch nur bedingt etwas, da dort ein Reichweitenproblem vorliegt und nicht ein Problem mit der möglichen Anzahl an Empfängern. Eine deutlich gesteigerte Datenrate für die vorhandenen, ohne zusätzliche Richtantennen, ist aber auch gut. Hauptsache das ist zuverlässig und nicht so teuer :D

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