1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › 5G: Milliardenlücke beim…

langsames hochlaufen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. langsames hochlaufen

    Autor: jake 30.09.19 - 18:11

    im bereich der sanierung und digitalisierung unserer schulen geht es ja schon jahrelang kaum vorwärts. insofern dürfte das geld ironischerweise sogar reichen. dass in einem land wie deutschland, dem die steuernahmen wirklich zu beiden ohren rausquellen, die infrastruktur (z.b. schulen, unis, öffis, strassen, internet) so marode ist, ist einfach nur noch peinlich!

  2. Re: langsames hochlaufen

    Autor: gast22 30.09.19 - 18:34

    362,6 Mrd. Euro sind für den Haushalt 2020 eingeplant. Die 5 Milliarden für unsere Schulen (damit erst einmal in jedes Klassenzimmer Internet kommt) sind genau 1/72,5 dieser Haushaltssumme. Und nun soll die Finanzierung auf Anfrage auf wackligen Beinen stehen, wie ein Politiker der Opposition weissagt.

    Keine Regierung kann sich dies leisten und Zusammenkürzen oder verzögern. Keine! Es sei denn, man ist darauf erpicht, nicht wiedergewählt zu werden.

    der Bürger ist doch nicht dumm. Jeder weiß, wie weit unsere Nachbarländer sind. Jeder weiß, dass der Zug zum Digipakt schon längst mit Volldampf fährt - jedenfalls was an Konzepten und Fortbildungen erarbeitet, geplant bzw. realisiert wird. Das weiß auch dieser Politiker, der nichts anderes als in die Medien will.

    Und die Medien? Sie saugen diese Vermutung eines Politikers auf wie ein trockner Schwamm das Wasser. Niemand kann Tausende und Abertausende Lehrer, Schulen, Schulämter, Multiplikatoren usw. so verarschen, wie es hier dargestellt wird. Das wird mit Sicherheit nicht passieren.

    Wir hängen als Industrienation schon so weit hinterher, dass die Zukunft dieses Landes arg gefährdet ist, wenn man nicht schleunigst reagiert. Denn die Schaffung von Voraussetzungen (sprich einer einfachen Infrastruktur, um das Internet in jedes Klassenzimmer zu bringen) setzt ja nur den ersten Stein. Lehrer und auch Schüler werden einen langen Prozess von mindestens zehn Jahren durchlaufen, damit man mit Gewissheit sagen kann: Der Unterricht ist digitalisiert - die notwendigen Medienkompetenzen können jetzt umfänglich erworben werden. Mindestens zehn Jahre, denn jede Jahrgangsstufe muss nacheinander entsprechend umgestellt werden. Bei Lehrermangel und 27 Stunden Unterrichtsverpflichtungen gibt es kaum noch Zeit für Unterrichtsentwicklung. Alles wird nur in kleinen Schritten erfolgen.

    Wer weiß heute schon, wie weit unsere Nachbarn - die viel früher begonnen sind - in zehn Jahren sind? Wer kennt heute schon die technischen Möglichkeiten, die wir in zehn Jahren haben werden?

    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Verantwortliche so oberflächlich Wort brechen wollen, nur weil "plötzlich" angeblich andere Prioritäten gesetzt werden.

  3. Re: langsames hochlaufen

    Autor: ldlx 30.09.19 - 18:53

    dann gucken wir doch mal auf die kommunale Ebene... (heute erst ein Gespräch dazu geführt und ich mach ja auch nur IT und hab mit dem Schulbetrieb nix zu tun, nicht mit dem Bau oder den Finanzen).

    Ende vom Lied: Erstmal planen (Bau, also Ausschreibungen vorbereiten), dann nach Geld fragen (Stadtvertreter bzw. sollte ja über Digipakt fließen), dann Geld zugesprochen bekommen, dann Ausschreibung rauswerfen und irgendwann viel später wird dann mal gebaut (aber auch nur in den Sommerferien, weil sonst könnte ja der Schulbetrieb gestört werden). Umsetzung "angestrebt" in den übernächsten Sommerferien.

  4. Re: langsames hochlaufen

    Autor: trashbubble 01.10.19 - 07:07

    So sieht es oft genug leider aus, und wenn kein Netzbetreiber, lokal, regional oder überregional daran Interesse hegt anzubinden/auf noch mehr Föderung aus ist, fällt das Ganze eh flach ...

  5. Re: langsames hochlaufen

    Autor: minnime 01.10.19 - 10:12

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der Bürger ist doch nicht dumm. Jeder weiß, wie weit unsere Nachbarländer
    > sind. Jeder weiß, dass der Zug zum Digipakt schon längst mit Volldampf
    > fährt - jedenfalls was an Konzepten und Fortbildungen erarbeitet, geplant
    > bzw. realisiert wird. Das weiß auch dieser Politiker, der nichts anderes
    > als in die Medien will.

    Steile These. Die meisten Bürger informieren sich nicht groß über Politik, normalerweise maximal über Tagesschau und lokale Tageszeitung. Und wie es in anderen Ländern aussieht weiß kein Mensch, weil man in der Regel nur zum Urlaub in anderen Ländern ist und sich auf jeden Fall dort keine Schule ansieht.

    Weiterhin wollen Politiker nicht was die Medien wollen. Die medien verbreiten Meldungen, bringen Stories. Die Politik versucht dann zu beurteilen ob und wie sie darauf jeweils reagieren müssen weil eine falsche Reaktion schlecht beim Wähler ankommt. Auf der anderen Seite gibt es nur eine bedingte Kopplung zwischen Medien und ihren Konsumenten. Die Medien erhalten stets nur hinterher, anhand der eingegangenen Leserbriefe und sehr indirekt anhand des Verkaufs, Rückmeldung ob das Thema den Leser interessiert und in welche Richtung. Und wer schreibt schon Leserbriefe. Erst in den letzten Jahren gibt es noch Onlinefeedback über Foren.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. BSH Hausgeräte GmbH, Einsatzgebiet Großraum Ulm/Augsburg
  3. über LAB & Company Düsseldorf GmbH, Langenfeld (Rheinland)
  4. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 299,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. Dispatch Open-Source-Krisenmanagement à la Netflix
  2. Videostreaming Netflix integriert Top-10-Listen für Filme und TV-Serien
  3. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte

Workflows: Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht
Workflows
Wenn Digitalisierung aus 2 Papierseiten 20 macht

Die Digitalisierung von Prozessen scheitert selten an der Technik. Oft ist es Unwissenheit über wichtige Grundregeln, die Projekte nach hinten losgehen lässt - ein wichtiges Change-Modell hilft dagegen.
Ein Erfahrungsbericht von Markus Kammermeier

  1. Digitalisierung Aber das Faxgerät muss bleiben!
  2. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  3. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"

Dauerbrenner: Bis dass der Tod uns ausloggt
Dauerbrenner
Bis dass der Tod uns ausloggt

Jedes Jahr erscheinen mehr Spiele als im Vorjahr. Trotzdem bleiben viele Gamer über Jahrzehnte hinweg technisch veralteten Onlinerollenspielen wie Tibia treu. Woher kommt die anhaltende Liebe für eine virtuelle Welt?
Von Daniel Ziegener

  1. Unchained Archeage bekommt Parallelwelt ohne Pay-to-Win
  2. Portal Knights Computerspielpreis-Gewinner bekommt MMO-Ableger

  1. SpaceX: Nächster Starship-Prototyp geplatzt
    SpaceX
    Nächster Starship-Prototyp geplatzt

    Neue Technik gibt es nicht ohne Rückschläge: Bei der Entwicklung des neuen Raumschiffs von SpaceX ist ein weiterer Prototyp zerstört worden. Videos zeigen aber, dass der Tank diesmal im unteren Bereich platzte und nicht wie zuletzt am Deckel.

  2. Raumfahrt: Boeing gesteht lückenhafte Tests bei Starliner ein
    Raumfahrt
    Boeing gesteht lückenhafte Tests bei Starliner ein

    Bei der Entwicklung des Starlinerns hat Boeing "offensichtlich in einigen Bereichen noch Lücken zu füllen". Das Unternehmen habe die Software des Raumschiffes nicht gründlich genug getestet, hieß es in einem Pressebriefing. Die Kosten des Projektes seien nicht das Problem gewesen, die Zeit zum Testen dagegen schon.

  3. PC-Cooling: Distributor bekannter CPU-Kühler macht dicht
    PC-Cooling
    Distributor bekannter CPU-Kühler macht dicht

    Das Unternehmen PC-Cooling GmbH stellt den Handel mit Komponenten ein. Neben anderen Marken war der Distributor etwa für Marken wie Scythe und Thermalright verantwortlich - beides bekannte Hersteller von Kühlern. Es ist nicht klar, wer den Verkauf nun übernimmt.


  1. 14:08

  2. 13:24

  3. 12:47

  4. 12:27

  5. 12:07

  6. 01:26

  7. 18:16

  8. 17:56