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Frequenzen versteigern

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  1. Frequenzen versteigern

    Autor: emdotjay 29.11.21 - 19:50

    ist die beste Art indirekt dem Bürger das Geld aus der Tasche zuziehen.

    Man könnte die Frequenzen auch vermieten. Der Bund würde dann regelmässig Einnahmen bekommen. quasi eine Konzession.

    Es ist einfach arg wie teuer in D der Mobilfunkt für die gebotene Qualität ist.

    An die Community: Korrigiert mich wenn ich was falsches wiedergegeben habe.
    An Golem: Bitte endlich einen Like-Button ins Forum implementieren.
    An alle: Have a nice day :)

  2. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: Ex-NIKB 29.11.21 - 20:35

    Äh und das würde die Frequenzen billiger machen?!

    Sorry, aber wo in BWL 1 bist du falsch abgebogen? - Ist doch am Ende egal ob ich die Nutzungsrechte für 10 Jahre für x EUR ersteigere oder einen Mietvertrag über n Jahre abschließe und während der Laufzeit x EUR bezahle.
    Das Geld muss ich doch in beiden fällen bezahlen und wir in beiden fällen von meinen Kunden wiederholen.

  3. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: Lufegrt 29.11.21 - 22:49

    Na wenn du schon bwl 1 sagst
    Dann sag ich mal

    - cash flow
    - inflation
    - Fremdfinanzierung

    Und natürlich ist ne Miete günstiger…



    Ex-NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Äh und das würde die Frequenzen billiger machen?!
    >
    > Sorry, aber wo in BWL 1 bist du falsch abgebogen? - Ist doch am Ende egal
    > ob ich die Nutzungsrechte für 10 Jahre für x EUR ersteigere oder einen
    > Mietvertrag über n Jahre abschließe und während der Laufzeit x EUR bezahle.
    >
    > Das Geld muss ich doch in beiden fällen bezahlen und wir in beiden fällen
    > von meinen Kunden wiederholen.

  4. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: Casio 30.11.21 - 06:40

    Lufegrt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na wenn du schon bwl 1 sagst
    > Dann sag ich mal
    >
    > - cash flow
    > - inflation
    > - Fremdfinanzierung
    >
    > Und natürlich ist ne Miete günstiger…
    >
    >

    „Eine Miete ist natürlich günstiger.“ Das hängt von Mietpreis und Laufzeit im Verhältnis zum Kaufpreis und Finanzierungskosten ab. In der Tendenz will bei der Miete jemand dauerhaft mitverdienen.

    Cashflow ist egal. Die Unternehmen leihen sich das Geld (bei Banken oder über Anleihen) üblicherweise. Bei dem momentanen Zinsen für Unternehmen mit einer hohen Bonität ist das auch kein Kostenfaktor.

    Da wir hier über zeitlich begrenzte Nutzungsrechte reden ist es aber sowieso kein richtiger Kaufpreis, im Sinne von „Ich bezahle jetzt und besitze für immer“. Abgesehen von theoretisch minimal unterschiedlichen Rechten wäre der einzige Unterschied: Miete = Ratenzahlung, Kaufen = direkt Zahlung.
    Steuerlich ist es auch egal, entweder werden die AfA und Zins oder die Miete geltend gemacht.

    Im Rahmen einer Versteigerung müsste, bei wirtschaftlich handelnden Akteuren, in beiden Varianten am Ende die gleiche Belastung herauskommen.

    Einen Unterschied macht nur wie hoch der Preis effektiv ist und welche Auflagen damit verbunden sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.21 06:44 durch Casio.

  5. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: chefin 30.11.21 - 08:34

    emdotjay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ist die beste Art indirekt dem Bürger das Geld aus der Tasche zuziehen.
    >
    > Man könnte die Frequenzen auch vermieten. Der Bund würde dann regelmässig
    > Einnahmen bekommen. quasi eine Konzession.
    >
    > Es ist einfach arg wie teuer in D der Mobilfunkt für die gebotene Qualität
    > ist.

    Unabhängig mal von den bisherigen Argumenten, die sehr stichhaltig sind. Du hast einige Freuqenzblöcke und ein Mietsystem. Jeder will diesen Block haben. Wie meinst du werden sich Mieten entwickeln? Na...die Unternehmen rechnen doch aktuell so: ich ersteigere für 10 Jahre einen Block. Ich kann damit 500 Millionen pro Jahr generieren, muss 400 Millionen anderweitig ausgeben. 100 Millionen bleiben über. Ich kann also bis 1 Milliarde bieten. Oder eben 100 Millionen pro Jahr.

    Die Summe ist also gleich. So eine Auktion ist also nichts anderes wie ein Mietvertrag auf 10 Jahre mit Einmalmiete. So möchte der Staat auch Steuerschlupflöcher reduzieren. Mieten kann ich jedes Jahr steuerlich geltend machen. Einmalzahlungen nur in diesem einen Jahr. Eventuell kann man über Abschreibungen was machen. Das aber setzt eine Abnutzung voraus. Frequenzen nutzen sich aber nicht ab. Dieser Weg ist nicht vorhanden.

    Auktionen sind durchaus durchdacht und sinnvoll. Sie könnten aber aktuell, wo viele Investitionen der Unternehmen gefordert werden, contraproduktiv sein.

    Dazu kommt, wie soll den so ein Mietvertrag aussehen? Welche Kündigungsfristen gibt es und wer kann kündigen? Bis du nun alle deine Vertragsbedingungen so zurecht gestrickt hast, das keine Schlupflöcher und Ungerechtigkeiten entstehen, bist du so gebunden wie bei der Auktion.

  6. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: Oktavian 30.11.21 - 09:19

    > Und natürlich ist ne Miete günstiger…

    Warum?

  7. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: Oktavian 30.11.21 - 09:25

    > Man könnte die Frequenzen auch vermieten. Der Bund würde dann regelmässig
    > Einnahmen bekommen. quasi eine Konzession.

    Gut, spielen wir das mal gedanklich durch. Der Bund hat 100 Frequenzblöcke zu vermieten, er hätte gerne pro Block und Monat X EUR.

    Jetzt gibt es aber Anfragen für 300 Blöcke, die Preise sind halt günstig, da will man möglichst viel. Wie entscheiden, wer was bekommt?

    Zudem haben sich einige Unternehmen um Blöcke beworben, die bislang noch gar nicht in D tätig sind. Die einfach ausschließen geht nicht, nach EU-Recht muss es ja fair zugehen und man kann nicht einfach Unternehmen vom Markt ausschließen.

    Also bekommt am Ende jeder nur einen Bruchteil der Frequenzen, die er gerne hätte, wir haben 10 Unternehmen auf dem Markt, und keiner kann sinnvoll etwas mit den Frequenzen tun.

    Ach ja, man könnte natürlich statt X EUR auch 2X oder 3X verlangen. Vielleicht bewerben sich dann ein paar weniger, und die wollen auch nicht mehr alle Blöcke für sich. Vielleicht ergibt sich bei 4X oder 5X dann ein realistisches Bild, bei dem 4 Netzbetreiber so in etwa in Summe 100 Blöcke anmieten wollen. Du siehst, worauf das hinausläuft?

  8. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: x2k 30.11.21 - 09:59

    Wenn die zinsen steigen werden ist es dann wieder günstiger Frequenzen zu mieten. Dafür verliert man Planungssicherheit.

    Fair finde ich ein losverfahren und die Verpflichtungen das netz auch auszubauen. Nach einer Sperrfrist könnte man dann Gebühren für die frequenz erheben nach beliebigen modellen.

  9. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: Casio 30.11.21 - 11:33

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mietvertrag auf 10 Jahre mit Einmalmiete. So möchte der Staat auch
    > Steuerschlupflöcher reduzieren. Mieten kann ich jedes Jahr steuerlich
    > geltend machen. Einmalzahlungen nur in diesem einen Jahr. Eventuell kann
    > man über Abschreibungen was machen. Das aber setzt eine Abnutzung voraus.
    > Frequenzen nutzen sich aber nicht ab. Dieser Weg ist nicht vorhanden.

    Bei vielen stimme ich Dir, wie auch oben schon geschrieben zu. Egal ob Auktion oder Vermietung zum Höchstpreis. Im Ergebnis ist es das Gleiche.


    Aber eine wesentliche Korrektur muss sein:
    Abschreibungen setzen keine physische Abnutzung voraus. Nutzungsrechte können pro rata Temporis, also nach zeitlichen Ablauf, abgeschrieben. Das ist bei Lizenzen und anderen Nutzungsrechten auch absolut üblich.

  10. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: 3247 30.11.21 - 12:56

    emdotjay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man könnte die Frequenzen auch vermieten. Der Bund würde dann regelmässig
    > Einnahmen bekommen. quasi eine Konzession.

    Die Frequenzvergabe *ist* eine zeitlich begrenzte Konzession. Der Mietpreis wird nur für die ganze Zeit vorab fällig und durch eine Versteigerung festgelegt.

  11. Re: Frequenzen versteigern

    Autor: dragnod0 30.11.21 - 22:45

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fair finde ich ein losverfahren und die Verpflichtungen das netz auch
    > auszubauen. Nach einer Sperrfrist könnte man dann Gebühren für die
    > frequenz erheben nach beliebigen modellen.
    So was in der Art habe ich mir auch gedacht. Natürlich sollte hier auch eine Zeitliche Begrenzung bis zur Neuvergabe gewährt werden.
    Wenn die Laufzeit 10 Jahre beträgt, könnte man den Inhaber verpflichen zhum Beispiel nach 2 Jahren X% der Deutschen Landfläche zu versorgen. Versäumt er das müsste der Inhabe eine Strafe zahlen. So etwa 200 bis 500 Millionen. Außerdem wird ihm das Frequenzpaket dann wieder entogen.
    Das würde verhindern das sich die Anbieter die 2 Jahre zu nutze machen um Gewinn zu generieren anstatt das Netz entsprechend auszubauen.

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