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1. Abmahnung kostenfrei

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  1. Re: 1. Abmahnung kostenfrei

    Autor: Sammie 03.11.11 - 13:30

    Bei den meisten Urheberrechts-Abmahnungen liegen ja auch gleich immer Schadensersatzforderungen dabei. Und selbst wenn sie die Anwaltskosten dann tatsächlich auf 100.- oder gar 0.- senken wird es einfach in die Schadensersatzforderung mit reingerechnet. Also müsste man schon von vornherein verbieten, dass bei einer Abmahnung gleichzeitig ein Schadensersatz gefordert werden kann. Nur dann hätte das überhaupt Sinn.

  2. Re: 1. Abmahnung kostenfrei

    Autor: Anonymer Nutzer 03.11.11 - 13:32

    Sammie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den meisten Urheberrechts-Abmahnungen liegen ja auch gleich immer
    > Schadensersatzforderungen dabei. Und selbst wenn sie die Anwaltskosten dann
    > tatsächlich auf 100.- oder gar 0.- senken wird es einfach in die
    > Schadensersatzforderung mit reingerechnet. Also müsste man schon von
    > vornherein verbieten, dass bei einer Abmahnung gleichzeitig ein
    > Schadensersatz gefordert werden kann. Nur dann hätte das überhaupt Sinn.

    Das Instrument der Abmahnung ist ja an sich nichts schlechtes, jetzt kommt es eben darauf an, wie man es in Zukunft ausgestaltet. Ich bin jedenfalls gespannt.

  3. Re: 1. Abmahnung kostenfrei

    Autor: Ketzer2002 03.11.11 - 15:25

    Freakgs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sammie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei den meisten Urheberrechts-Abmahnungen liegen ja auch gleich immer
    > > Schadensersatzforderungen dabei. Und selbst wenn sie die Anwaltskosten
    > dann
    > > tatsächlich auf 100.- oder gar 0.- senken wird es einfach in die
    > > Schadensersatzforderung mit reingerechnet. Also müsste man schon von
    > > vornherein verbieten, dass bei einer Abmahnung gleichzeitig ein
    > > Schadensersatz gefordert werden kann. Nur dann hätte das überhaupt Sinn.
    >
    > Das Instrument der Abmahnung ist ja an sich nichts schlechtes, jetzt kommt
    > es eben darauf an, wie man es in Zukunft ausgestaltet. Ich bin jedenfalls
    > gespannt.

    Gebe ich Euch recht.
    Jetzt muss man sich aber einmal das Problem dieser Abmahnungen ansehen, bzw. der ganzen überflüssigen Anwaltskanzleien, die nichts anderes zu tun haben, ausser täglich abertausende von Briefen an teilweise unbescholtene Bürger zu versenden, um eine Abmahngebühr die "freundlicherweise nur" um die 600¤ liegt zu erpressen. Da werden dann so tolle Titel von irgendwelchen Pornos genannt, die man angeblich über ein Filesharing Netz herunter geladen hat, damit es den betreffenden Personen möglichst peinlich ist, sich an entsprechende Stellen zu wenden und Hilfe oder Rat einzuholen. Die letzte große Welle hat einen guten Bekannten von mir erwischt. es ging damals um diesen tollen "Abmahn-Wahnsinn":

    http://www.urheberrecht.justlaw.de/abmahnung/kevin-mcleod.htm

    Das lustige daran ist: diese Abmahnenden Mandanten der Anwaltskanzlei beauftragen die Kanzlei lediglich damit ihr urheberrechtlich geschütztes Material zu überwachen und im Falle von Urheberrechtsverletzungen einzuschreiten. Das wunderbare ist, die Anwaltskanzleien können sich den Gerichtsstand derzeit aussuchen. Der ist in diesem Falle immer das OLG Köln, denn dort scheint man wohl geschmiert worden zu sein und Anträge auf herausgabe der IP-Adresse gehen schon vorab über den Tisch, da in der Regel davon ausgegangen wird, dass die Gerichtsbarkeit diesem Antrag zustimmt. Die Abmahngebühren werden an den eigentlichen Rechteinhaber in der Regel gar nicht, bis nur geringfügig abgeleistet. Dies bedeuted im Umkehrschluss es gibt viel zu viele Anwaltskanzleien in unserem Land, die alle, da die Vielfalt hier zu hoch ist, keine regelmäßigen Auftragseinnahmen erzielen und aus diesem Grund nichts besseres zu tun haben, als Fremdfirmen zu beauftragen die Bürger in Filesharing-Netzen oder auch Firmen mit schlecht formuliertem Impressum ausfindig zu machen und diese abzuzocken.

    Damit muss endlich schluss sein!

    P.S.: Kleiner Tipp am Rande: wer jetzt in den ersten Semestern von Jura sitzt sollte sich genau überlegen, was er später vorhat ;-)

  4. Re: 1. Abmahnung kostenfrei

    Autor: Endwickler 03.11.11 - 16:20

    Charles Montgomery Burns schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wäre mir neu. Hast du Quellen?

    Ja, hatte ich mal. Ich schaue mal. ob ich sie wieder finden kann.

  5. Re: 1. Abmahnung kostenfrei

    Autor: Endwickler 03.11.11 - 18:29

    Leider finde ich nur noch gegenteilige Bestimmungen und Gesetze. Also kann ich momentan keine Belege für meine vorherige Aussage beibringen.

  6. Re: 1. Abmahnung kostenfrei

    Autor: mindamino 21.11.11 - 03:00

    Charles Montgomery Burns schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie werden beauftragt von dem, der Abmahnen lässt und bezahlen soll es der
    > Abgemahnte? Warum sollte nicht bei der 1. Abmahnung der Auftraggeber
    > bezahlen?

    Da wird man durch einen Wettbewerbsverletzer oder Urheberrechtsverletzer geschädigt und darf zu dem Schaden auch noch die Anwaltskosten bezahlen. Dabei spart der Schädiger auch noch rechtliche Beratungskosten, die er gehabt hätte, wenn er sich vorher informiert hätte. Oder er soll sich stundenlang hinsetzen und selbst rechtlich korrekte Abmahnungen kostenlos verfassen.

    Meiner Erfahrung nach interessiert es etwa 90% nicht, wenn diese keine Abmahnung von einem Anwalt bekommen. Da wird auch gerne gelacht und sich lustig über den Abmahnenden gemacht oder die Abmahnung sei ja gar nicht von einem Anwalt und damit bereits formal Rechtsungültig. Das Ansehen der Person ist entscheidend!
    Wer selbst abmahnt und pauschal 10-20 EUR Kosten geltend macht erhält diese auch später freiwillig nicht vom Schädiger, weil der Abmahner darauf keinen Anspruch hat!
    Dann hört man gerne von Abgemahnten, dass es sogar richtig ist, dass nur ein Anwalt dafür Geld nehmen darf und das das Gesetz so gut und richtig ist.
    Wenn das so richtig und gut ist und Abgemahnte, dass also so wollen, dann benutzt man halt nur wieder für viel Geld Anwälte.
    Da wird dann gerne von den Schädigern auch nur gelacht. Wenn man also nicht ausgelacht werden will und Erfolg haben will und das möglichst zeit und kostenschonend, der muss für viel Geld des Abgemahnten einen Anwalt beauftragen, denn die Abgemahnten wollen das so! Kommt die Abmahnung mit dicker Kostennote vom Anwalt, dann war das natürlich selbstverständlich nicht nötig erzählen dann wiederum über 90%, denn man hätte selbstverständlich auch bei einer vom Abmahner selbst erstellten Abmahnung reagiert.
    Dann habe ich noch erlebt, dass die die fürchterlich ungerechte Abmahnung mit Kosten schreien die ersten sind die unbedingt eine möglichst schädigende Abmahnung an Verletzer/Schädiger versenden wollen, wenn diese durch andere geschädigt werden oder wenn diese wegen Bagatellen die Möglichkeit haben Konkurenten zu schädigen.

    Auch bei Gericht ist das Ansehen der Person das wichtigste.
    Auch dort hat man keine kostensparenden Verfügungen ohne Anwalt einzureichen, denn dann ist hypothetisch anzunehmen, dass die Verfügung falsch ist obwohl in dem Fall der Richter die Gegenseite vor der mündlichen Verhandlung darauf hinwies, dass die in der Verfügung gemachten Rechte bestehen und die Unterlassungserklärung abzugeben ist was der Wettbewerbsstörer dann auch noch vor der mündlichen Verhandlung tätigte. (Das OLG Oldenburg entschied in einem gleichen Fall, dass sogar Fehler in der Verfügung sein dürfen, denn diese sind in der mündlichen Verhandlung korrigierbar. Allerdings gilt das für Anwaltschriftsätze.) In beiden Fällen waren natürlich keine Fehler in den Verfügungen.
    Abgesehen davon sandte der Richter dem Verfügungsbeantrager seine Verfügung erstmal zurück, weil am LG Anwaltszwang herrschen würde und er diese daher dort nicht würde selbst einreichen können und das der Antragsteller das nicht wüsste, "dass gibt es doch gar nicht!". Die Verfügung wurde dem Richter Schaffer dann wieder eingereicht und er wurde vom Proleten rechtlich aufgeklärt, so dass seine Verfügung nun bei Gericht blieb.

    OLG Celle 13W118/04, Richter Detlef Ulmer und Richter Günter Schaffer LG Bückeburg (1O61/04) und das herumpicken wie ein Huhn in meinen Schriftsätzen, Versagung des rechtlichen Gehörs und dadurch hypothetisch anzunehmende fehlerhafte Verfügung und Kostentragungspflicht

    http://www.justizkacke.de

    Also wird man erst vom Wettbewerbsstörer geschädigt, dann wird man durch zeitverbrauch geschädigt, weil man die Abmahnung und die Verfügung selbst korrekt bei Gericht einreicht und dann darf man dafür auch noch 80% der Gerichtskosten und der gegnerischen Anwaltskosten tragen. Wenn das mehr wie einmal vorgekommen wäre und es mündlche Verhandlungen gegeben hätte würden sicherlich viele Abgemahnte hier auch erklären, dass die Rechtslage so richtig und gut ist.
    Wenn das so richtig und gut ist, dann benutzt man halt nur wieder für viel Geld Anwälte.
    Es ist nur einmal vorgekommen, weil alle anderen Abmahnungen und Verfügungen, dann zwar noch vom Abgemahnten gefertigt wurden aber mit einem Anwaltbriefkopf versehen wurden wofür der Anwalt dann saftig kassiert hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.11.11 03:14 durch mindamino.

  7. Wasn für ein Scheiß "Abmahnindustrie"

    Autor: noblomov 21.11.11 - 04:07

    damit fangen die Wichser an und danach werden die Forderungen an Inkassounternehmen verkauft.
    Danach gehts im Package an "Investoren". Konsequenz: aufgelaufene Forderungsbestände plus "Bearbeitungsgebühr".
    Und der low end Kunde zahlt, weil er die Hosen voll hat....


    Davor gehört ein heftiger Riegel geschoben.

    Wer erst abmahnt - und das auch noch selbst, statt seine rechte zu registern, der gehört geteert und gefedert.

    meine Rechte werden inzwischen von einer kanzlei wahrgenommen, die klare Anweisungen hat, wie sie zu verfahren hat.

    alles andere ist kiki. und wenn die anfangen mit "spezialrechnungen" für amateure gibts was auf die nuss. (weil wir die Anwaltskosten zahlen).

    die profis, die kriegen den ganzen briefkopf des hauses.

    für pissomaten haben wir einfach keine zeit - bei profis, die das gezielt machen wird, bevor das pfund kommt, sehr genau recherchiert, bevor das pfund einläuft....



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 21.11.11 04:23 durch noblomov.

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