1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Absturz der Piraten: Wie viel…

Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: Emulex 26.12.14 - 18:56

    Entweder wir lassen uns durch Volksentscheide von der breiten Masse regieren die den Medien das denken überlässt, oder wir werden von dem Sumpf der etablierten, politischen Klasse voller Juristen und sonstiger Schwätzer regiert wie jetzt.
    Pest oder Cholera.

    So langsam glaub ich wir hätten mehr Glück, würden wir per Losentscheid einen König festlegen...

  2. Re: Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: Koto 26.12.14 - 20:13

    Viele würden auch dumm gucken wenn es wirklich Volksentscheide gäbe.

    90% der Leute inkls mir, wissen nicht über was Sie abstimmen würden. Das ist nicht böse gemeint aber vieles ist einfach zu komplex, um da eben mal kurz abzustimmen.

    Da blicken ja nicht mal Experten richtig durch..

  3. Re: Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: Trockenobst 26.12.14 - 20:59

    Koto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da blicken ja nicht mal Experten richtig durch..

    Als sie einen Chef für die Europäische Zentralbank gesucht haben, wären mal andere Angebote als Ex.Goldmann-Sachs Arbeiter mal eine Idee gewesen. Leider haben die ganz ganz wenigen Leuten abgewunken, wollten den Job nicht.

    Wir haben keine keine Demokratie-Krise, sondern eine Krise das viele Leute den Job einfach nicht machen wollen. Das reduziert die möglichen Personen und Parteien für eine gewisse konservative Mitte praktisch auf immer die selben Nasen.

    Momentan gibt es einen großen LinksRuck in Spanien. Die durchkorrumpierten, "Alternativlosen" Altpolitiker haben jetzt richtig Angst das sie zum ersten Mal abgewählt werden. Die Masse glaubt aber nicht, dass eine Handvoll theoretischer Uniprofessoren wirklich das Zeug haben in den Fachgebieten wie Steuer oder Soziales wirklich was zu ändern. Die agieren ja nicht per Dekret, sondern sie müssen die Leute dort auch überzeugen das der andere Weg a) funktioniert und b) besser ist.

    An solchen Veränderungshürden sind schon sehr viele "von Außen" gescheitert. Den fehlt der Stallgeruch, sie haben keine Gefallen die fordern können - und sie haben meist nicht das politische Kapital unkündbare Beamte die nicht mitmachen wollen aufs Abstellgleis zu stellen. Der muss ja nur 5 Jahre blocken und dass Volk kehrt kreischend in die Arme der alten korrupten Barone und Könige zurück.

    Genau daran hapert es zunehmend im Westen. Man muss sich nur die Wahlergebnisse in Israel oder Japan ansehen. Das ist grausamer Murx. Man kriegt keine Könner mehr, ohne mit einem Sack von Korruption, wilder Egomanie und hartem Ideologiekurs (häufig gegen das Volk). Jemand anderes gibt es leider häufig nicht.

    In Frankreich sieht es nach einer Rückkehr von Zarkozy aus - und in Italien kann das unmögliche passieren: das Berlusconi mit 80 noch mal nach der Krone greift. Das ist ein gesellschaftliches Armutszeugnis für Europa.

  4. Re: Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: daarkside 26.12.14 - 22:50

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder wir lassen uns durch Volksentscheide von der breiten Masse
    > regieren die den Medien das denken überlässt, oder wir werden von dem Sumpf
    > der etablierten, politischen Klasse voller Juristen und sonstiger Schwätzer
    > regiert wie jetzt.
    > Pest oder Cholera.
    >
    > So langsam glaub ich wir hätten mehr Glück, würden wir per Losentscheid
    > einen König festlegen...

    Einmal sonen Afghanistan Krieg nicht mit geführt, fürn Jährchen den US Drohnen den Ab und Überflug verboten, schon hat die direkte Demokatie soviel politisches Heil angerichtet, dass sie mit weiteren Entscheidungen nicht mehr umgebogen bekommt.

    Davon mal ab, wenn direkte Demokatie nicht mit unseren Medien und unserem Schulsystem kompatiebel ist, dann hat doch nicht die direkte Denokratie zurück zu stecken sondern die anderen, rückständigen und desolaten Teile des Systems haben ihr Niveau zu heben, haben passend gemacht zu werden.

    Diese Logik genau anders rum zu sehen beweist natürlich direkt dein eigenes Argument, dennoch, deine Denke und du seid ja kein Natugesetz sondern ein Produkt, das Produkt des jetzigen Systems. Wir hatten aber auch schon andere Systeme und für sie alle waren die folgenden Systeme unvorstellbar, sie alle lagen daneben. Du liegst daneben. Menschen sind zu direkter Demokratie fähig und sie ist das bessere System. Sie verteilt die Macht mit der die Menshen nicht umgehen können(Stanford Prison Experiment + 423232 Geschichtliche Ereignisse). Sie vermindert die Größe der autoritäten, mit denen die Menschen ebenfalls nicht umgehen können (Milgam experiment).

  5. Re: Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: GodsBoss 27.12.14 - 13:02

    > Entweder wir lassen uns durch Volksentscheide von der breiten Masse
    > regieren die den Medien das denken überlässt, oder wir werden von dem Sumpf
    > der etablierten, politischen Klasse voller Juristen und sonstiger Schwätzer
    > regiert wie jetzt.
    > Pest oder Cholera.

    Ich kann dir zwei Gründe nennen, die mir alleine schon reichen würden, die erste Variante zu wählen:
    1. Niemand könnte sich mehr damit rausreden, "die da oben" würden gegen irgendwen entscheiden. Jede Entscheidung wäre eine Entscheidung der Mehrheit. Das ist in unserer repräsentativen Demokratie nicht der Fall, da wird gewählt, danach können die Vertreter machen, was sie wollen.
    2. Ich müsste keinen Kompromiss eingehen. Es gibt keine Partei, die exakt das will, was ich auch will. Ist auch leicht einsehbar, es gibt zig Themen, dass eine Organisation in jedem Punkt mit mir übereinstimmt, ist sehr unwahrscheinlich. Bei Volksentscheiden kann ich genau immer das wählen, was ich auch will.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  6. Re: Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: Dadie 27.12.14 - 13:19

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder wir lassen uns durch Volksentscheide von der breiten Masse
    > regieren die den Medien das denken überlässt, oder wir werden von dem Sumpf
    > der etablierten, politischen Klasse voller Juristen und sonstiger Schwätzer
    > regiert wie jetzt.
    > Pest oder Cholera.
    >
    > So langsam glaub ich wir hätten mehr Glück, würden wir per Losentscheid
    > einen König festlegen...

    Ich würde mich ja schon über "Entweder oder"-Entscheidungen freuen. Wir behalten unser bestehendes politisches System bei, aber bei gewissen Entscheidungen dürfen alle Parteien (Sowohl alle der Regierung als auch Opposition) nur "Pläne" dem Volk vorlegen.

    Und dann gibt es einen "Wahlsonntag" in dem entschieden wird, welcher Plan verfolg wird. Das Thema könnte z.B. "Marode Straßen - Gelder für Modernisierung/Reparatur von Straßen" sein. Und jede Partei kann ihren eigenen Plan vorlegen. Die einen schlagen vor die "KfZ Steuer zu erhöhen", die anderen "Maut für Ausländer", andere sprechen von "Privatisierung des Straßennetzes" und wieder andere sind dafür "den Status Quo zu erhalten".

    Für die Pläne gibt es dann bestimmte Limits. Etwa darf ein Plan z.B. nur maximal 500 Wörter enthalten, darf nicht mehr als 2 DinA4 Seiten umfassen und muss einfach und gut verständlich sein. Die Pläne hängen dann auch am "Wahlsonntag" alle aus.

    Ich denke, dass man den Bürgern schon zumuten kann, zwischen unterschiedlichen Plänen zu entscheiden.

  7. Re: Wir haben genau zwei Wahlmöglichkeiten

    Autor: .02 Cents 29.12.14 - 11:26

    Eine solche Reduktionistische Sicht ist fast immer - wie auch in diesem Fall - der Realität nicht angemessen. Zunächst einmal führen ja Initiative und Referendum in keinem Fall dazu, das jeder Vorgang in Parlamenten und öffentlicher Verwaltung per Volks-Abstimmung abgesegnet werden muss.

    Insbesondere in Deutschland herrscht mittlerweile eine Parteiendiktatur. Ich will nicht behaupten, dass das vollommen undemokraitsch ist. Ich will auch nicht behaupten, die Parteien seien vollkommen entkoppelt vom Rest der Bevölkerung. Ganz so schlimm ist es gott(oder wer auch immer)seidank nicht. Aber es ist schon so: Der Abgeordnete inklusive der Direkt Mandate ist in erster Linie seiner Partei verantwortlich. Er steht über Fraktionszwang und ähnliche "Institutionen" seiner Partei gegenüber gerade - auch wenn diese Institutionen aus Verfassungssicht gar keinen, oder einen deutlich niedrigeren Status haben, als der "Alle Macht geht vom Volke aus" Passus. Das "demokrsitsche Korrketiv" ist im wesentlichen auf Wahlen beschränkt - im föderalistischen Deutschland zum Glück nicht nur die Bundestagswahlen alle 4 Jahre, sondern auch die Länderwahlen. Aber auch hier gilt: Auch wenn die Politik am Wahlabend gerne übner "Wählerwillen" philosophiert, und damit eigentlich nur die Macht- / Ämterverteiloung meint, stehen nur Parteien zur Wahl.

    Als Längerfristiges Korrektiv und Ansporn auch neue Themen überhaupt einmal zu besetzen, haben in den letzten Jahrzehnten vor allem neue Parteien beigetragen. Da sind zunächst und mit vorerst einmal deutlich nachhaltigerem Erfolge die Grünen. Umweltpolitik und damit vor allem Umweltschutz-Politik gehört bei jeder Partei zum Wahlprogramm, auch wenn es sicher inhaltliche Abstufungen gibt. Das zweite sind eben die Piraten und deren Thema "Netzpolitik". Wie nachhaltig die Wirkung sein wird, wird sich erst noch zeigen müssen - aber auch dieses Thema ist nun bei allen Parteien zumindest mal mit auf der "Politischen Landkarte".

    Initiative erlaubt ein viel kurzfristigeres und unmittelbareres Demokratisches Korrektiv. Damit wird das Parlament gezwungen, sich mit Vorlagen auseinander zu setzen und diese in einer gewissen Frist auch gesetzgeberisch umzusetzen. Schaut man zum Beispiel in die Schweiz, kommt vermutlich als erstes die Minarett Initiavtive wieder hoch, womit sich zeigt: Ja - auch das kann als rechtspopulistisches Propaganda Werkzeug misbraucht werden. Aber auch hier zeigt sich: Eine funktionierende Demokratie kann auch mit sowas überleben, und erst vor kurzem sind auch rechtspopulistische Initiaitiven über den Zuzug von Ausländern, die faktisch die Zugehörigkeit zum Schengen Raum beendet hätten, gecheitert. Sprich: Man kann durchaus auch komplexe, emotionale und rechtspopulistische Themen "vor das Volk bringen".

    Und das Thema Referendum: Ich war erstaunt, das es in Deutschland nicht viel mehr Sorge gegeben hat über die Auswirkungen der grossen Koalition. Diese liegt oberhalb der 2/3 Mehrheit, kann also die Verfassung ändern. Faktisch ist das nicht passiert, weil man wohl mehr daran interessiert ist, Politik bis zu den nächsten Wahlen zu verwalten. Aber eigentlich sollte man sich schon die Grundsatzfrage stellen: Ist es wirklich richtig, das solche Fragen allein im Parlament unter Fraktionszwang entschieden werden, oder sollten solche Fragen nicht vom Volk entschieden werden? Und zu "solchen Fragen" würde ich nicht jede Gesetzes Novelle zählen, aber sicher Verfassungsänderungen, oder Änderungen an Mitgliedschaften in EU und / oder Freihandelszonen und ähnlichen Institutionen, die vorrangig politische Entscheidungen und Handlungsspielräume aus dem Parlament in diese Insitutionen verlagern.

    Und was die Dummheit des Volkes angeht: Mein Vertrauen ist da auch nur endlich, aber wir nennen uns eine Demokratie - alle Macht geht vom Volke aus, und wer als Politischer Akteuer seine Initiative / Referendum nicht vor dem Volk "verkaufen" kann, der hat es letztlich verdient zu verlieren, und dann muss die Politik halt auch mal mit den Konsequenzen leben, selbst wenn diese erstmal als negativ empfunden werden.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München
  2. Hays AG, Ulm
  3. AUSY Technologies Germany AG, Frankfurt am Main, München, Nürnberg
  4. q.beyond AG, Köln

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 179€ (Bestpreis)
  2. (u. a. Rocketman für 8,99€, Ready Player One für 8,79€, Atomic Blondie für 9,49€)
  3. (u. a. EA Promo (u. a. Unravel für 8,99€, Anthem für 8,99€), Tiny and Big: Grandpa's...
  4. 709€ (Bestpreis)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme