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Inkriminierung im Namen des Profits

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  1. Inkriminierung im Namen des Profits

    Autor: LX 24.03.10 - 23:13

    Die EU-Kommission sorgt schon dafür, dass wir uns schon morgen viel leichter strafbar machen können. Und dann? Bei den zu erwartenden Massenverfahren dürfte es auf einen großen Haufen Vergleiche hinauslaufen. Die Gewinne werden in weiteres Lobbying angelegt, damit die Sippenhaftung bei Filesharing auch noch in Bares umgesetzt werden kann - oder vielleicht nimmt man auch gleich die ISPs noch mit in die (zahlungspflichtige) Haftung.

    Natürlich weiß keiner, der sich ein Youtube-Video ansieht, ob dieses urheberrechtlich geschütztes Material enthält oder nicht - aber das ist noch lange kein Grund, die Leute auf Dauer zu schonen. Hochtalentierte Produzenten haben schließlich hart dafür gearbeitet, talentlose Stars zu pushen, um dicke Kohle zu kassieren - da darf man eben nicht zimperlich sein.

    Die einzige Sorge besteht darin, dass die Maßnahmen nicht allen so gut verkauft werden können und sich ein breiter Widerstand aus der Bevölkerung bildet. Wenn dieser Unsinn nicht bald gestoppt wird, ist zwar irgendwann der Rechtsstaat im Eimer, aber dann geht es ohnehin nicht mehr ums Geld, sondern ums nackte Überleben.

    Gruß, LX

  2. Re: Inkriminierung im Namen des Profits

    Autor: Baba 24.03.10 - 23:56

    LX schrieb:
    ------
    >Bei den zu erwartenden Massenverfahren dürfte es auf einen >großen Haufen Vergleiche hinauslaufen.

    Ach, Kinders haben keine Ahnung wie man sich im Strassenverkehr
    bewegt, das lernen sie dann schon irgendwann mal. Die selben
    Kinders lernen dann halt in der neuen Welt, dass man nicht
    einfach irgendwelche Content zusammenschnuuft und auf Youtube
    packt. Nur weil es einem passt. Oder irgendwelche superversauten Torrents enMasse zieht. Im Urlaub aus dem Osten billige nachgemachte Markenshirts mitbringt. Undsoweiter.

    Solche Dinge halt, die man denkt machen zu müssen, sozusagen
    als Selbstverteidigung, weil der Ed Hordy-Pulli oder
    "Gefügige, versaute Mädchen Teil 98"-DVDRip selbstverständlich auf der "selben Ebene" wie die anderen langweiligen Menschenrechte sind. Und deswegen gar nicht einsieht, warum
    man für "sowas" viel teures Geld zahlen soll.

    Hoffentlich erklärt einem die Schule stattdessen, dass man aufhören sollte so ein verfluchter abge*uckter Konsumroboter zu sein der jedem Trend hinterhechelt, weil er schon so geil von Marketing-Abteilungen erzogen worden ist.

    Und jeder noch so schnellen Möglichkeit des "Hirnfucks" nicht widerstehen kann ("Ich habe noch 1,2TB mit movies zu füllen!!! Die Pornplatte Nr.3 habe ich mir gekauft und jetzt wird die Flat genutzt!!!")

    Die Großen, die Maschine muss gar nichts machen. Die spätrömische
    Meute macht das alles schon von Alleine. Wahrscheinlich sitzt gerade irgendwo ein "Macher" herum und designt das nächste "Ed Hordy" Dingens. Die Püppchen werden wie wahnsinnige 80€ für ein 12€ Chinashirt zahlen und die richtig Dummen zahlen 30€ im Urlaub für den billigen Clon - und denken sie sind die Größten.

    Was soll in diesem gelebten Wahnsinn noch ACTA anrichten? Das absolut Geisteskranke noch gelegentlich kriminalisiert werden?

    Das wäre dann wirklich .... 'schlimm'.

    Baba

  3. Re: Inkriminierung im Namen des Profits

    Autor: nf1n1ty 25.03.10 - 01:24

    Baba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Baba

    Gump?

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. Echt jetzt Junge!

  4. Re: Inkriminierung im Namen des Profits

    Autor: zühnisch 25.03.10 - 06:31

    Gerade weil du ein bisschen Recht hast, fühle ich mich irgendwie angegriffen. Ich denke nicht dran, für Musik Geld zu zahlen, ich hab doch schon für den Ipod bezahlt.

  5. Re: Inkriminierung im Namen des Profits

    Autor: redwolf_ 25.03.10 - 18:49

    Dir ist schon klar, dass du damit indirekt auch für die Musik bezahlt hast. Auf alle MP3-Player liegen Abgaben, welche an die ZPÜ gezahlt werden.

    Die Contentmafia wird nie zu grunde gehen, solange es Abgaben auf Datenträger und Abspielgeräte gibt.

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