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Liebe Werbetreibende, liebe Richter vom OLG München

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  1. Liebe Werbetreibende, liebe Richter vom OLG München

    Autor: Onsdag 18.08.17 - 10:25

    Liebe Richter vom OLG München,

    eines Urteils und einer Erklärung der Zulässigkeit hätte es nicht bedurft, außerdem sprach das OLG Köln eine solche Zulässigkeit nicht ab, sondern sah das Whitelisting als problematisch an. Inhalteblocker sind digitale Selbstverteidigung. Warum sollte uns eine solche Selbstverteidigung online verwehrt werden, wenn sie offline doch zulässig ist?

    Liebe Werbetreibende,

    ihr habt jeglichen Vertrauensvorschuß den ihr jemals hattet verspielt. Gebt euch damit ab.

    Es lag in eurer Macht kreative, unaufdringliche Werbung an Menschen und Bürger zu richten. Stattdessen wenden sich eure aggressiven Werbeattacken an "Konsumenten" und "Verbraucher". Ihr könnt nicht mehr anders als in uns Menschen und Bürgern nur potentielle Kunden zu sehen. Alles ist auf Konsum und Wachstum ausgerichtet - auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen, wohlgemerkt. Und wenn eure Seiten im Netz erreichbar sind und nicht hinter einer Bezahlschranke stecken, dann gebt euch damit ab, daß ihr durch uns, denen Privatsphäre und Datenschutz noch etwas wert ist, keine Werbeeinnahmen erzielen werdet. Aber erwartet nicht allen Ernstes, daß wir bei dutzenden Online-Angeboten Mini-Abonnements von wenigen Euro pro Monat abschließen, nur weil wir jedes dieser Angebote wenn es hoch kommt zweimal pro Jahr besuchen.

    Stellt doch Bezahlschranken auf! Aber nein, da seid ihr dann wieder zu gierig, denn Bezahlschranken vergraulen auch die Nutzer, welche _ohne_ Inhalteblocker Klicks produzieren und euch somit Werbeeinnahmen bringen.

    Falls ihr irgendwann mal wieder auf Augenhöhe mit uns Menschen und Bürgern reden wollt, und eure Werbung unaufdringlich auf den eigenen Domains hostet, können wir über das teilweise Abschalten von Inhalteblockern reden.

    Jedoch wird sich das nur auf statische Ressourcen erstrecken. Warum sollten wir euch auch - zu eurem Nutzen und unserem Schaden - die Nutzung unserer CPU-Ressourcen, unseres Arbeitsspeichers und so weiter erlauben?

    Es gibt kein Grundrecht für Werbetreibende unser Leben und unsere Umwelt audiovisuell zu verschmutzen oder uns im Netz zu verfolgen, genau wie es für Industrielle kein Grundrecht gibt unsere Umwelt anderweitig zu verschmutzen. Was so ein Dammbruch bedeuten kann, haben wir bei den Industriellen erlebt. Nun müssen wir uns Umweltschutz mühsam erkämpfen, weil die Umweltverschmutzung zu einer Art Gewohnheitsrecht Industrieller geworden ist. Wir müßten also schön blöd sein dies bei euch Werbetreibenden nochmals zuzulassen.

  2. +1 (k/t)

    Autor: ibsi 18.08.17 - 10:31

    +1 (k/t)

  3. Re: Liebe Werbetreibende, liebe Richter vom OLG München

    Autor: tschick 18.08.17 - 10:51

    schön gesagt, nichts hinzuzufügen, Spitzenklasse.
    Früher waren Onlinepräsenzen der Printmedien querfinanziert, heutzutage muss jeder ausgegebene Cent Rendite bringen, lieben Dank an die BWLer.
    Für reine Onlinemedien wie Golem habe ich keine Lösung - ich bin die kostenlose Informationsfreiheit des WWWs halt einfach gewohnt und möchte das nicht umstellen, sonst bin ich bei meinem Konsum locker 50¤ im Monat los.
    Die Diskrepanz zur Sache und Einseitigkeit dieses Statements ist mir völlig klar, einst nannte man sowas Leeching, aber wie gesagt, ich wüsste nicht, was mich zum Bezahlen locken würde.

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