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"können sie nicht viel machen"

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  1. "können sie nicht viel machen"

    Autor: /mecki78 04.02.11 - 13:38

    Naja, das Abschalten hätten sie prinzipiell nicht verhindern können. Im Zweifelsfall wirft die Polizei alle Mitarbeiter aus dem Gebäude und zerschlägt alle technischen Geräte mit nem Hammer.

    Aber wenn Konzerne mal nicht nur auf ihren Profit schauen würden, sondern eine gesellschaftliche und politische Verantwortung übernehmen würden, dann hätte man der Polizei sagen können: "Wenn ihr uns zwingt das Netz auszuschalten, dann werden wir das machen. Aber, wir lassen das Netz dann auch bis auf weiteres aus. Ich würde mir also diesen Schritt noch einmal ganz genau überlegen".

    Denn ohne die Hilfe der Mitarbeiter der Firma, können sie das Netz nicht wieder in Betrieb nehmen. Und genau hier hätte ich mich einfach bis auf weiteres geweigert, das Netz wieder in Betrieb zu nehmen. Vodaphone hätte das Netz einfach ausgeschaltet lassen können, dann müssten sie jetzt auch nicht diese SMS versenden und hätten somit ihren Unmut darüber Luft gemacht, dass die Regierung sie überhaupt zum Ausschalten genötigt hatte. Vodaphone zum wieder einschalten zwingen sieht das Gesetz nämlich gar nicht vor und wenn der Staat auf die Klausel verweist, dass sie Vodaphone ja dazu zwingen können SMS zu versenden, dann hätte ich knallhart geantwortet: "Klar, würden wir auch sofort tun... nur leider habt ihr uns gezwungen das Netz auszuschalten und jetzt kriegen wir es nicht mehr so leicht in Gang".

    Aber wenn man natürlich nur profitgeil ist, dann lässt man sich lieber gängeln und nötigen, Hauptsache die Gelder sprudeln wieder.

    /Mecki

  2. Re: "können sie nicht viel machen"

    Autor: PanicMan 04.02.11 - 14:40

    Klar, da steckt verdammt viel Profitgier dahinter auf eigene Kosten zich Millionen SMS im Namen der Regierung zu verschicken...
    Und ich wette die "Polizisten" standen ganz sicher auch da, mit einer geladenen Waffe und versprachen brav die 9ct pro SMS zu zahlen...
    Ich glaube ihr habt alle keine Ahnung was da passiert! Das selbe was hier vor ~72 Jahren passiert ist! Die kommen mit geladener Waffe zu dir, halten sie dir an den Kopf und geben dir einen Telefonhöhrer wo deine Frau und Kinder dran sind und bezeugen dass ihnen Waffen an den Kopf gehalten werden. Und wenn du nicht tust was die sagen, knallen die schön einen nach dem anderen ab! Da hast du ganz andere Sorgen in dem Moment als Profitgier!!! ^^

  3. Re: "können sie nicht viel machen"

    Autor: Mac Jack 04.02.11 - 14:51

    Ganz ehrlich: Wenn ich dort das Sagen hätte und verantwortungsvoll handeln würde, dann würde ich das Netz auch nicht runterfahren, nur weil die an jeden ne Propaganda-SMS schicken wollen. Abgesehen davon, dass ich nicht glaube dass da viele darauf anspringen würden, dann können die Ägypter noch weiterhin kommunizieren, was die höhere Priorität hätte.
    Falls das Netz für normale Kommunikation allerdings down wäre und nur ständig Propaganda verschickt werden würde... dann würde ich einfach behaupten dass das Netz runtergefahren ist und die SMS können erst dann versendet werden wenn das Netz wieder vollständig hochgefahren wurde und für alle wieder zugänglich ist.

    * The president is a duck? *

  4. Re: "können sie nicht viel machen"

    Autor: /mecki78 04.02.11 - 14:52

    PanicMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die kommen mit geladener Waffe zu dir, halten
    > sie dir an den Kopf und geben dir einen Telefonhöhrer wo deine Frau und
    > Kinder dran sind und bezeugen dass ihnen Waffen an den Kopf gehalten
    > werden. Und wenn du nicht tust was die sagen, knallen die schön einen nach
    > dem anderen ab! Da hast du ganz andere Sorgen in dem Moment als
    > Profitgier!!! ^^

    Zum einen ist bestimmt nichts dergleichen passiert, weil das wäre schon längst international durchgesickert, zum anderen weiß die Regierung gar nicht, wer bei Vodoaphone arbeitet. Wenn alle Mitarbeiter einfach daheim bleiben, weil die Firma bis auf weiteres ihre Tore geschlossen hat, wen wollen die bitte mit einer Waffe bedrohen? Und die Vodaphone Chefs selber sitzen nicht in Ägypten, die kann man nicht mit einer Waffe bedrohen oder dazu zwingen die Namen der dortigen Mitarbeiter zu verraten. Und die wenigen bekannten Chefs vor Ort hätten einfach ihre Koffer packen und samt Familie abreisen können, kurz nachdem das Netz abgeschaltet wurde, niemand hätte sie aufgehalten und der Konzern hätte ja mal für ein paar Wochen denen ein Hotel spendiert, das ist sicher kein Problem. Wenn dann also der Polizist mit seiner tollen Waffen in einer leeren Firmenzentrale steht, mit technischen Geräten, die er nicht bedienen kann, dann schaltet er das Netz bitte wie genau wieder ein? Dann soll er sich von mir aus selber erschießen oder unverrichteter Dinge von Dannen ziehen.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.11 14:53 durch /mecki78.

  5. Re: "können sie nicht viel machen"

    Autor: PanicMan 04.02.11 - 15:05

    Na wenn du so allwissend bist hättest du das ja denen damals sagen sollen dass sie das machen sollen, es war ja alles offensichtlich und man darf natürlich auch so einfach abreisen.

    Und nein, der Staat bei uns weis auch nicht wo du arbeitest, klar, woher denn auch, man muss sich ja überhaupt nicht anmelden und die Firmen müssen ja auch keine Daten an den Staat abgeben...

    Und die kommen ja auch einfach so dahin mit Waffen, just for fun, und geben die brav am eingang ab...

    In welcher Welt lebst du eigentlich? Nur weil wir hier eine "Demokratie" haben, sieht es ein paar Tausend Kilometer weiter in Ägypten und China ganz anders aus. Und wenn du so ein Regim nicht erlebt hast, ich wünsche es dir nicht, dann würde ich an deiner Stelle nicht so großkotzig dahersagen dass es alles garnicht so schlimm ist. Das ist ein Affront an all die Menschen die dort gerade leiden!

  6. Re: "können sie nicht viel machen"

    Autor: Hansibald 04.02.11 - 15:17

    > Im Zweifelsfall wirft die Polizei alle Mitarbeiter aus dem Gebäude
    Oder verhaftet sie und verprügelt sie dabei.

    Entschuldigung, aber was hast du bitte für Vorstellungen?
    Natürlich tun die was denen gesagt wird, wenn denen Polizisten ne geladene Waffe an den Kopf halten. Erst recht, wenn es "nur" um Propaganda geht und nicht direkt um Menschenleben oder so.

  7. Re: "können sie nicht viel machen"

    Autor: Der Kaiser! 05.02.11 - 18:16

    > Aber wenn Konzerne mal nicht nur auf ihren Profit schauen würden, sondern eine gesellschaftliche und politische Verantwortung übernehmen würden, dann hätte man der Polizei sagen können: "Wenn ihr uns zwingt das Netz auszuschalten, dann werden wir das machen. Aber, wir lassen das Netz dann auch bis auf weiteres aus. Ich würde mir also diesen Schritt noch einmal ganz genau überlegen".
    Besser: "Wenn das Netz einmal heruntergefahren ist, bekommen wir es nicht mehr so schnell hoch." Das ist glaubwürdig, können sie nicht nachprüfen, und sorgt dafür das das Netz angeschaltet bleibt.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

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