Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Amtsgericht München: Torrent…

Was ich mich eh frage ist, wie viel Aussagekraft solche Gutachten haben

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Was ich mich eh frage ist, wie viel Aussagekraft solche Gutachten haben

    Autor: Casandro 27.03.13 - 13:01

    Da gibts ja Firmen die behaupten sie hätten mitbekommen, dass die IP-Adresse X technisch zugegeben hätte etwas gemacht zu haben. (jetzt mal ganz abstrakt formuliert)

    Woher wissen die denn überhaupt, dass die Adresse X die richtige Adresse ist? Wir haben doch inzwischen NAT. Mit NAT kann man (quasi beliebig) jede Adresse in eine andere umwandeln. Wer sagt mir denn, dass das Unternehmen, dass ja evtl. für jede Anschuldigung in Deutschland Geld bekommt, nicht am eigenen Anschluss Adressen umleitet? Bei denen steht ja mit Sicherheit ein NAT Router rum.

  2. Re: Was ich mich eh frage ist, wie viel Aussagekraft solche Gutachten haben

    Autor: Moe479 27.03.13 - 15:55

    als access provider kann man über den staatsanwalt genötigt werden noch vorhandene nutzerdaten herrauszugeben, hier rüber kommen abmahnende kanzleien an adresssen und namen der anschluss-nutzer, ein hinreichender verdacht (zutreffender filehash+ip+uhrzeit) reicht dem staatsanwalt in der regel die herrausgabe von personendaten für die kanzlei zu fordern, diese darf die so erhaltenen daten nur zur verfolgung des vorgebrachten anliegens (in der regel abmahnung+schadensersatzforderung) verwenden.

    da es derzeit keinen zwang zur vorratsdatenspeicherung gibt, muss der access provider verbindungsdaten nicht speichern oder in einer personen zuordbaren form vorhalten, tut er dies jedoch, z.b. zu analyse- oder abrechnungszwecken, muss er diese herrausgeben.

    alle nicht access provider sehen grundsätzlich ersteinmal in der störerhaftung für die von ihnen genuzten und dritten bereitgestellten anschlüsse.

    arbeitgeber können sich ggf. noch rauslavieren indem sie nachweisen sogn. "Sorgfalts- und Vorkehrungspflichten" erfüllt zu haben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.13 15:58 durch Moe479.

  3. Re: Was ich mich eh frage ist, wie viel Aussagekraft solche Gutachten haben

    Autor: Casandro 28.03.13 - 07:48

    Naja, die Frage ist die, wenn bei dem Dienstleister da steht, die IP 1.2.3.4 ist Schuld, dann muss das heute bei weitem nicht mehr bedeuten, dass das wirklich diese IP ist. Wie schon gesagt gibt es heute NAT, und das kann Adressen quasi beliebig umsetzen. Das ist inzwischen sogar normal. Fast jeder hat intern andere Adressen als extern.

  4. Re: Was ich mich eh frage ist, wie viel Aussagekraft solche Gutachten haben

    Autor: Moe479 29.03.13 - 22:44

    es gibt öffentliche und interne IPs.

    öffentliche sind zugänge von access providern, dein modem wird von aussen immer nur auf der öffentlichen ip angesprochen werden und auch nur über diese nach aussen senden.

    was dahinter liegt ist sache des nutzers. ob dein hinter dem modem hängernder router (sind logisch gesehen zwei geräte, auch wenn sich beides in einem gehäuse/paltine/chip befindet) nun fleissig natet um private interne IPs auf die eine öffentliche IP und ihre 65k ports zu mappen ist doch dem der deine öffentliche IP im torrent schwarm zu einenem filehasch findet sowas von egal ... ihm recht die öffentliche IP, denn der anschlussinhaber dieser öffentlichen IP haftet ggf. einfach als störer, denn der nutzer einer öffentlichen ip ist verantwortwortlich dafür was in seinem netzbereich dahinter läuft und was nicht.

    So lange die öffentliche IP nicht einem eingetragenem access provider gehört, dieser diese IP auch dazu nutzt wiederum seiner seits Kunden anzubinden (z.B. Mobilfunkmast) oder WLAN (wie es die Freifunk-Initative macht) kommt er aus der Störerhaftung nicht ohne gegenbeweis raus.

    Die frage ist eigentlich, was ist nötig um rechtlich wirksam als access provider eingestuft zu werden, um wie das LG Hamburg 2009 betont hat seinen nutzern _nicht_ den zugang zu rechtswiedrigen inhalten sperren zu dürfen. Folglich auch entgegen dem LG Köln 2007 _nicht_ für Verstöße von nutzern im selbst bereutem netz als Mitstörer zu haften.

    Reicht es wirklich aus ein Unternehmen in einer geeigneten Rechtsform zu gründen (z.B. einen Verein) und nachweislich meheren Nutzern einen zugang zu stellen?



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.13 22:57 durch Moe479.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Dentsply Sirona, The Dental Solutions Company, Bensheim
  3. Daimler AG, Stuttgart
  4. über Harvey Nash GmbH, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. ab 129,99€
  3. ab 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Shipito: Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse
Shipito
Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse
  1. Kartellamt Mundt kritisiert individuelle Preise im Onlinehandel
  2. Automatisierte Lagerhäuser Ein riesiger Nerd-Traum
  3. Onlineshopping Ebay bringt bedingte Tiefpreisgarantie nach Deutschland

Creoqode 2048 im Test: Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt
Creoqode 2048 im Test
Wir programmieren die größte portable Spielkonsole der Welt
  1. Arduino 101 Intel stellt auch das letzte Bastler-Board ein
  2. 1Sheeld für Arduino angetestet Sensor-Platine hat keine Sensoren und liefert doch Daten
  3. Calliope Mini im Test Neuland lernt programmieren

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

  1. Adobe: Die Flash-Ära endet 2020
    Adobe
    Die Flash-Ära endet 2020

    Adobe kündigt das Ende von Flash an. In drei Jahren wird es keine Fixes und Sicherheitsupdates für das Browser-Plugin mehr geben, von dem sich viele längst verabschiedet haben.

  2. Falscher Schulz-Tweet: Junge Union macht Wahlkampf mit Fake-News
    Falscher Schulz-Tweet
    Junge Union macht Wahlkampf mit Fake-News

    Im Gesetz gegen Hasskommentare warnte die Koalition vor der Gefahr durch strafbare Falschnachrichten. Nun liefert die bayerische Junge Union selbst ein Beispiel.

  3. BiCS3 X4: WDs Flash-Speicher fasst 96 GByte pro Chip
    BiCS3 X4
    WDs Flash-Speicher fasst 96 GByte pro Chip

    Vier statt drei Bit je Zelle: Der BiCS3 X4 genannte Flash-Speicher von Western Digital kommt so auf hohe 768 GBit. Vorerst wird der Hersteller aber nur Prototypen präsentieren.


  1. 21:02

  2. 18:42

  3. 15:46

  4. 15:02

  5. 14:09

  6. 13:37

  7. 13:26

  8. 12:26