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Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

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  1. Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: Olliar 10.10.19 - 17:28

    Das live-streamin eine gute Sache ist klar.
    Und das man Terroristen diese Platform nehmen muß ist auch klar.


    Aber was nutzt diese Sperre wenn Berichterstattung in allen "alten" Medien
    weiitergeht?
    Der Täter bekommt was er wollte:
    Aufsehen, publizity

    Nicht nur Golem(Wo ja nur der Fakt der Sperre erwähnt wird), sondern aus Tagesschau und Bild:
    Alle helfen den Terroristen durch ausführliche Berichterstattung.

    Was bitte macht einen Terror-Anschlag denn sooo wissenswert?

    Was bitte.
    Ich kann mir das nur mit einem erklären:

    Das Sensations-Lust in Klicks und somit in bare Münze gewandelt werden soll.

    Kein schlechtes Gewissen mit dem Leid sinnlos ermordeten,
    völlig unschuldiger, zufälliger Menschen Klicks zu "machen"?

    Den Terrorist aktiv(!) bei ihrem Ziel helfen, das wir uns selbst unsere Freiheit nehmen,
    in dem uns Angst gemacht wird? Vor einer Gefahr, die statisch irrevant ist (ein Gang über die Strasse ist gefährlicher oder in ein deutsches Krankenhaus zu kommen),
    und vor der man sich sowieso nicht schützen könnte?


    Was soll das bitte dem Leser nutzen?

    Wie hies es früher noch in der Focus-Werbung: "Und and en Leser denken"
    Heute: "Und an die Klicks denken"?

    Der Anschlag ist doch vorbei.
    Der Terrorist i.d.R. tot oder dank 100% Videoüberwachung schon längst gefaßt.

    Schützen kann man sich sowiesol nicht.

    Was nutzt mir das Wissen?
    MIR macht es nur Angst!
    Und wahrscheinlich vielen anderen auch.
    Das ist genau das was Terroristen wollen.

    So wie die Norweger das damals gemacht war es richtig:
    Einfach "weitermachen".
    Das Jahr drauf einen Gedenktag.

    Denkt doch mal nach, schaut hin:

    I.d.R. hat der Terrorist seinen Personalausweis dabei, warum wohl?
    Weil er zu blöde ist? Wohl kaum. Sondern weil er sicherstellen will,
    dass sein Name sofort bekannt wird!

    Und was tun die die man wohl "Journalie" nennt?
    Setzt alles in Bewegung um den Namen doch noch raus zubekommen.
    Ja interviewt sogar den Vater, der ja nun auch nichts dafür kann was sein Kind getan hat,
    außer in der Erziehung versagt zu haben.


    Ich kann mir wirklich nur den o.g. Grund vorstellen, aber welche Readktion würde das öffentlich
    so zugeben, das sich der Wert einer Nachricht aus seiner zu erwartenden Klickrate ergibt, die mit dem zeitlichen Abstand nunmal abebbt und Moral und Ethick keine Rolle spielen?

    Wie oben gesagt:
    Über Suzide wird nicht derart berichtet. Mit einem freiwilligen Ehrenkodex der Redaktionen, mit der Absicht, Nachahmer nicht noch Tips zugeben, wo es gut funktioniert (Queschnitt gelähmt im Rollstuhll wollen diese Menschen natürlich auch nicht).
    Aber vermutlich ist auch nicht die Klickrate zu groß, wenn sich eine 20jährige Studentin vom Hochhaus gestürzt hat, weil sie unter dem Prüfungsdruck das letzte mal und damit endgülitg durchgefallen ist..


    Boa...

    So und nun kommt der Golem-Moderator und nimmt diese "Hass"-triade wieder weg...?
    oder kommt die Antwort der Redaktion (die ja, ungewollt näher an der "Journalie" ist, sich beser in deren Denken einfühlen kann, oder?) die mich aufklärt, warum es gut(!) und notwendige war darüber so *zeitnah* zu berichten und das nichts mit Klicks zutun hat? (Das man über diese Sperre in anderen Medien "irgendwann mal" berichtet ist natürlich OK. Manche könnten diese Funktionen ja auch mißbrauchen. )

    da bin ich mal gespannt...



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 10.10.19 17:46 durch Olliar.

  2. Re: Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: Hotohori 11.10.19 - 00:51

    Ich geb dir da völlig recht: das Ziel von Terrorismus ist es Terror zu verbreiten, Angst und Schrecken.

    Und damit sie ihr Ziel erreichen gibt es den Journalismus.

    Ich würde sogar so weit gehen: würde man diese Art von Terrorismus deutlich mehr ignorieren, gäbe es ihn auch weniger, weil Aktionen wirkungslos bleiben.

  3. Re: Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: cpt.dirk 11.10.19 - 03:06

    Die kommerzielle Ausschlachtung und Etablierung einer Sensationskultur, spez. in den westlichen Industriestaaten, hat sicher einen Großteil zur "Erfolgsgeschichte" des medial gestützten Terrors beigetragen. Ursache und alleinige Triebkraft stellen sie aber nicht dar.

  4. Re: Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: Xiut 11.10.19 - 07:40

    Ich kann es auch nicht verstehen, wieso gerade Terroranschläge auch noch extra groß ausgeschlachtet werden müssen...

    Ja, man kann darüber kurz berichten, dass es ihn gab. Aber muss man wirklich noch möglichst viel über die Opfer rausfinden und dann die Lebensgeschichte groß im TV zeigen? Oder wieso muss ich als eine Art "Breaking News" als Benachrichtigung ständig neue Nachrichten zu der Tat bekommen, die eigentlich komplett unwichtig sind, wie z.B. "Halle: Was schon jetzt über die Waffen bekannt ist"...

    Bei goßen Anschlägen würde ich noch verstehen, wenn groß darüber berichtet wird. Aber dann bitte doch auch nur das notwendigste und nicht jede Kleinigkeit 100 mal durchkauen und 1000 mal in einem neuen Artikel verwursten...

  5. Re: Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: tomate.salat.inc 11.10.19 - 08:21

    Das geht sogar noch weiter. Ich kann mich noch an einen Terror-Anschlag erinnern, wo ein Polizeipsycholog interviewt wurde. Unter anderem wurde auch gefragt, wie man sowas verhindern könnte. Seine Antwort: "Indem IHR aufhört den Terroristen eine Bühne zu geben".

    Das Interview wurde (wie mans kennt) zusammen mit den anderen Bilder immer wieder wiederholt. Nur diese Frage + Antwort hat man seltsamerweise rausgeschnitten!

    ----

    Wer also mit "Man muss drüber reden, weil es sonst Zensur wäre" antwortet. Falsch, die Zensur ist es schon lange!

    Und ja, ich bin auch komplett deiner Meinung. Ich fänd es schön, wenn mal ein genereller Wandel durch unsere kack-medien durchgehen würde. Anstatt mit Angst und Problemen aufzukommen, könnte man tatsächlich mal was verbessern. Warum nicht mal über gute Dinge berichten? Oder wenn schon schlechtest, dann so, dass man was ändern könnte (zB über Menschen die sterben, weil so wenige einen Organspender-Ausweis haben + dazu eine info wie extrem einfach es ist einen zu bekommen. Selbst ich fauler Sack hab das hinbekommen).

    Ich bin auch der Meinung, dass wenn mehr Sender über so Aktionen wie die von Basketballer LeBron James berichten würden, dass das Unterstützen und ausbauen von Schulen z.B. zu einer Art Statussymbol werden könnte. Unser Schulsystem z.B. könnte nur von profitieren.

    Aber nein, es folgt die übliche Panikmache. Und dann folgt oft das widerlichste überhaupt. Der Tot der Menschen wird instrumentalisiert.

  6. Re: Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: Umaru 11.10.19 - 11:15

    Die Medien werden sich niemals ändern, der Bürger muss selbstverantworlich mit Nachrichten umgehen können. Scheisse passiert, man muss sich aber nicht auch noch darin wälzen.
    Immer vergegenwärtigen, dass viele millionen andere Leute in dieser Zeit nichts Falsches getan haben und es an millionen von anderen Orten 100 % sicher war und alle ihrem Tagewerk nachgingen.

  7. Re: Und wie wäre eine freiwillige Nachrichten-Sperre, für alle, wie bei Suiziden üblich?

    Autor: Aki-San 11.10.19 - 14:32

    Manche Medien und vorallem Youtuber haben angefangen nicht mehr den Namen/das Gesicht des Täters zu verbreiten sonder nur über die Opfer bzw. die Überlebenden zu berichten, dies würde in den Alt(lasten) Medien doch deutlich helfen, die Publicity zu reduzieren.

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