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Hausrecht?

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  1. Hausrecht?

    Autor: the source 18.05.21 - 14:43

    Ich verstehe diese ganze Aufregung offen gesagt nicht.
    Wenn ich ein Gerät baue und verkaufen will, ist es doch mein gutes Recht meine Richtlinien festzulegen. Ich habe das Gerät gebaut also entscheide ich über die Spielregeln. Dir passen die Spielregeln nicht? Ja gut, dann verzichte doch einfach darauf und unterstütze mein Gerät schlichtweg nicht. Wieso sollte ein Hersteller dazu gezwungen werden Tür und Angel für jedermann offen zu lassen? Wenn Apple keinen alternativen Store zur Abwicklung anbieten möchte, dann ist es doch ihr gutes Recht. Normalerweise würde jeder sagen, dein Konzept wird sich eh nicht durchsetzen, denn wer will schon nach deiner Pfeife tanzen. Aber es funktioniert offensichtlich ja doch und sowohl Apple, als auch die Drittanbieter machen ihre Gewinne.
    Ich finde es eher eine dreiste Unverschämtheit einfach anzukommen und von Apple zu verlangen, wie sie ihre Geräte zu supporten haben.
    Es ist doch schlichtweg so, dass iOS-Geräte einfach eine große zahlungskräftige Gemeinde hat und an diese möchten Unternehmen herantreten. Aber bitte ohne, dass Apple sich einmischt ja?
    Stellt euch mal vor ihr habt einen Laden, in dem ihr Produkte von einem Unternehmen verkauft und das Unternehmen beteiligt euch am Umsatz und jetzt kommt irgendwann das Unternehmen an und sagt, ja ey ich möchte aber meine eigene Ecke in deinem! Laden haben und du kriegst nichts von meinem Umsatz dort ab.
    Wenn alle Unternehmen einfach nicht mehr auf iOS Release würden, würde sich vermutlich auch die Nutzergemeinde verringern, denn wenn der AppStore keine Apps hat, würde er ja aussterben. Tut aber keiner und zwar warum? Weil es trotzdem der 30% noch ausreichend profitabel ist.
    Nur Epic tut jetzt so, als ob sie von Apple als Geisel in ihrem Store festgehalten werden.

    Während sie selbst in ihrem eigenen Store ebenso Provision verlangen, oder? Nur halt keine 30%. Es ist so lächerlich... und der Autor labert von Schutzgeld, wtf?

  2. Re: Hausrecht?

    Autor: Khitomer 18.05.21 - 15:02

    +1

  3. Re: Hausrecht?

    Autor: slead 18.05.21 - 15:04

    Ich bin kein Experte aber es gibt eine "nicht Diskriminierungsrichtlinie" für Stromnetze und Erdgasnetze. Da muss ein Netzbetreiber (in Fachsprache TSO oder Grid Operator genant) den anderen (in Fachsprache Shipper genannt, die kein eigenes Netz haben) einen Zugang mit gleichen rechten geben. Sprich, er darf weder sich selbst noch jemand anderen bevorzugen. Auch dann nicht wenn er das Netz selbst gebaut, finanziert und oder errichtet hat.
    Ich könnte mir vorstellen das man hier eventuell, vielleicht, möglicherweise Ähnlichkeiten sieht oder das welche vorhanden sind. Und das man dann daher geht und entsprechend argumentiert.

    Wie ich jedoch bereits erwähnte bin ich kein Experte und weiß daher nicht ob diese Argumentation anwendbar ist. Ich könnte mir jedoch vorstellen das es Menschen gibt die Parallelen sehen.

  4. Re: Hausrecht?

    Autor: psyemi 18.05.21 - 15:06

    the source schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe diese ganze Aufregung offen gesagt nicht.
    > Wenn ich ein Gerät baue und verkaufen will, ist es doch mein gutes Recht
    > meine Richtlinien festzulegen. Ich habe das Gerät gebaut also entscheide
    > ich über die Spielregeln. Dir passen die Spielregeln nicht? Ja gut, dann
    > verzichte doch einfach darauf und unterstütze mein Gerät schlichtweg nicht.
    > Wieso sollte ein Hersteller dazu gezwungen werden Tür und Angel für
    > jedermann offen zu lassen? Wenn Apple keinen alternativen Store zur
    > Abwicklung anbieten möchte, dann ist es doch ihr gutes Recht. Normalerweise
    > würde jeder sagen, dein Konzept wird sich eh nicht durchsetzen, denn wer
    > will schon nach deiner Pfeife tanzen. Aber es funktioniert offensichtlich
    > ja doch und sowohl Apple, als auch die Drittanbieter machen ihre Gewinne.
    > Ich finde es eher eine dreiste Unverschämtheit einfach anzukommen und von
    > Apple zu verlangen, wie sie ihre Geräte zu supporten haben.
    > Es ist doch schlichtweg so, dass iOS-Geräte einfach eine große
    > zahlungskräftige Gemeinde hat und an diese möchten Unternehmen herantreten.
    > Aber bitte ohne, dass Apple sich einmischt ja?
    > Stellt euch mal vor ihr habt einen Laden, in dem ihr Produkte von einem
    > Unternehmen verkauft und das Unternehmen beteiligt euch am Umsatz und jetzt
    > kommt irgendwann das Unternehmen an und sagt, ja ey ich möchte aber meine
    > eigene Ecke in deinem! Laden haben und du kriegst nichts von meinem Umsatz
    > dort ab.
    > Wenn alle Unternehmen einfach nicht mehr auf iOS Release würden, würde sich
    > vermutlich auch die Nutzergemeinde verringern, denn wenn der AppStore keine
    > Apps hat, würde er ja aussterben. Tut aber keiner und zwar warum? Weil es
    > trotzdem der 30% noch ausreichend profitabel ist.
    > Nur Epic tut jetzt so, als ob sie von Apple als Geisel in ihrem Store
    > festgehalten werden.
    >
    > Während sie selbst in ihrem eigenen Store ebenso Provision verlangen, oder?
    > Nur halt keine 30%. Es ist so lächerlich... und der Autor labert von
    > Schutzgeld, wtf?

    Nach deiner Argumentation könnte Apple also verlangen was sie möchten und die Provision anheben wie sie wollen. Ab wieviel % würden denn die Entwickler nicht mehr für Apple entwickeln.
    Würden sie bei 70% nicht auch sagen 30% haben ist mehr als überhaupt nichts verdient auf Apple? Vorallem da im Appstore der Umsatz doppel so hoch wie im Playstore ist. Da könnte man sagen 30% bei Google und 60% bei Apple abgedrückt aber genauso viel verdient bei ähnlichem Aufwand.

  5. Re: Hausrecht?

    Autor: Korbeyn 18.05.21 - 15:08

    slead schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin kein Experte aber es gibt eine "nicht Diskriminierungsrichtlinie"
    > für Stromnetze und Erdgasnetze. Da muss ein Netzbetreiber (in Fachsprache
    > TSO oder Grid Operator genant) den anderen (in Fachsprache Shipper genannt,
    > die kein eigenes Netz haben) einen Zugang mit gleichen rechten geben.
    > Sprich, er darf weder sich selbst noch jemand anderen bevorzugen. Auch dann
    > nicht wenn er das Netz selbst gebaut, finanziert und oder errichtet hat.
    > Ich könnte mir vorstellen das man hier eventuell, vielleicht,
    > möglicherweise Ähnlichkeiten sieht oder das welche vorhanden sind. Und das
    > man dann daher geht und entsprechend argumentiert.
    >
    > Wie ich jedoch bereits erwähnte bin ich kein Experte und weiß daher nicht
    > ob diese Argumentation anwendbar ist. Ich könnte mir jedoch vorstellen das
    > es Menschen gibt die Parallelen sehen.

    Strom/Gas/Wasser/whatever ist kritische Infrastruktur und einfach mal was völlig anderes als ein fucking Smartphone, wo es zu Apple noch reichlich Alternativen gibt.

  6. Re: Hausrecht?

    Autor: slead 18.05.21 - 15:16

    Korbeyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > slead schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin kein Experte aber es gibt eine "nicht
    > Diskriminierungsrichtlinie"
    > > für Stromnetze und Erdgasnetze. Da muss ein Netzbetreiber (in
    > Fachsprache
    > > TSO oder Grid Operator genant) den anderen (in Fachsprache Shipper
    > genannt,
    > > die kein eigenes Netz haben) einen Zugang mit gleichen rechten geben.
    > > Sprich, er darf weder sich selbst noch jemand anderen bevorzugen. Auch
    > dann
    > > nicht wenn er das Netz selbst gebaut, finanziert und oder errichtet hat.
    > > Ich könnte mir vorstellen das man hier eventuell, vielleicht,
    > > möglicherweise Ähnlichkeiten sieht oder das welche vorhanden sind. Und
    > das
    > > man dann daher geht und entsprechend argumentiert.
    > >
    > > Wie ich jedoch bereits erwähnte bin ich kein Experte und weiß daher
    > nicht
    > > ob diese Argumentation anwendbar ist. Ich könnte mir jedoch vorstellen
    > das
    > > es Menschen gibt die Parallelen sehen.
    >
    > Strom/Gas/Wasser/whatever ist kritische Infrastruktur und einfach mal was
    > völlig anderes als ein fucking Smartphone, wo es zu Apple noch reichlich
    > Alternativen gibt.

    Hmm, das gute an allem ist das besser qualifizierte Leute (Richter) das am Ende entscheiden müssen.

  7. Re: Hausrecht?

    Autor: Dwalinn 18.05.21 - 15:18

    Bei einer Windows Installation muss Microsoft den Nutzer fragen ob sie nicht gleich einen anderen Browser installieren wollen obwohl der sich auch später kinderleicht installieren lässt... und hier wollen tatsächlich immer noch Leute Apple in Schutz nehmen das sich Programme nur über Apples Shop installieren lassen.

  8. Re: Hausrecht?

    Autor: masel99 18.05.21 - 15:20

    the source schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe diese ganze Aufregung offen gesagt nicht.
    > Wenn ich ein Gerät baue und verkaufen will, ist es doch mein gutes Recht
    > meine Richtlinien festzulegen. Ich habe das Gerät gebaut also entscheide
    > ich über die Spielregeln. Dir passen die Spielregeln nicht? Ja gut, dann
    > verzichte doch einfach darauf und unterstütze mein Gerät schlichtweg nicht.
    > Wieso sollte ein Hersteller dazu gezwungen werden Tür und Angel für
    > jedermann offen zu lassen? Wenn Apple keinen alternativen Store zur
    > Abwicklung anbieten möchte, dann ist es doch ihr gutes Recht. Normalerweise
    > würde jeder sagen, dein Konzept wird sich eh nicht durchsetzen, denn wer
    > will schon nach deiner Pfeife tanzen. Aber es funktioniert offensichtlich
    > ja doch und sowohl Apple, als auch die Drittanbieter machen ihre Gewinne.
    > Ich finde es eher eine dreiste Unverschämtheit einfach anzukommen und von
    > Apple zu verlangen, wie sie ihre Geräte zu supporten haben.
    > Es ist doch schlichtweg so, dass iOS-Geräte einfach eine große
    > zahlungskräftige Gemeinde hat und an diese möchten Unternehmen herantreten.
    > Aber bitte ohne, dass Apple sich einmischt ja?
    > Stellt euch mal vor ihr habt einen Laden, in dem ihr Produkte von einem
    > Unternehmen verkauft und das Unternehmen beteiligt euch am Umsatz und jetzt
    > kommt irgendwann das Unternehmen an und sagt, ja ey ich möchte aber meine
    > eigene Ecke in deinem! Laden haben und du kriegst nichts von meinem Umsatz
    > dort ab.
    > Wenn alle Unternehmen einfach nicht mehr auf iOS Release würden, würde sich
    > vermutlich auch die Nutzergemeinde verringern, denn wenn der AppStore keine
    > Apps hat, würde er ja aussterben. Tut aber keiner und zwar warum? Weil es
    > trotzdem der 30% noch ausreichend profitabel ist.
    > Nur Epic tut jetzt so, als ob sie von Apple als Geisel in ihrem Store
    > festgehalten werden.
    >
    > Während sie selbst in ihrem eigenen Store ebenso Provision verlangen, oder?
    > Nur halt keine 30%. Es ist so lächerlich... und der Autor labert von
    > Schutzgeld, wtf?

    Es gibt aus gutem Grund Wettbewerbsrecht (inkl. Antikartellgesetze) usw. Damit ein Unternehmen eben nicht in einem dominierendem Markt nach Belieben die Verbraucher schröpfen oder den Wettbewerb schädigen kann. Wenn die Kartenbehörden/Richter zu Ansicht kommen Apple-Smartphones stellen ein eigener Markt dar weil man eben nicht beliebig hin und her wechseln kann (oder üblicherweise tut), dann kommen die eben zur Anwendung, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Apple der rechtliche Rahmen nicht gefällt (und damit sowas wie Hausrecht des Staates) ist das hald dann deren Problem.

  9. Re: Hausrecht?

    Autor: narfomat 18.05.21 - 15:22

    >Nach deiner Argumentation könnte Apple also verlangen was sie möchten und die Provision anheben wie sie wollen.
    mmn. ist das richtig, ja.

    >Ab wieviel % würden denn die Entwickler nicht mehr für Apple entwickeln.
    persönliche entscheidung des entwicklers? das muss jeder für sich entscheiden. genau so, wie ich auch bei einem kunden entscheiden muss, wenn er mir einen stundensatz den ich fordere verweigert und mir dafür stundensatz -n anbietet... da entscheide ich, ja ich machs trotzdem, weil gründe x [x können versch. sein, z.b. wichtiger kunde und der gesamtumsatz ist für mich relevant gross oder z.b. ich hab sonst leerlauf und will/muss den job trotzdem machen...] oder aber eben nein, ich machs nicht, weil entweder ich habs nicht nötig weil auch sonst genug zu tun und der kunde ist unwichtig genug ODER (und das ist hier der relevante punkt der bei mir zur anwendung kommen würde) ich arbeite nicht (nicht mehr...) für "dumping-stundensätze" (auch ich habe schon für dumping-stundensätze gearbeitet). sollte jedem klar sein das sowas mal kurzfristig zur überbrückung geht, aber wer sowas dauerhaft macht, ruiniert den markt und ist selbst verloren...

    >Würden sie bei 70% nicht auch sagen 30% haben ist mehr als überhaupt nichts verdient auf Apple?
    ja? ist auch so? und wenn du eben andere möglichkeiten hast, mehr geld zu verdienen, dann arbeitest du nicht für apple?

    >Vorallem da im Appstore der Umsatz doppel so hoch wie im Playstore ist. Da könnte man sagen 30% bei Google und 60% bei Apple abgedrückt aber genauso viel verdient bei ähnlichem Aufwand.
    ja? genau? ein ganz wichtiger punkt? am ende des tages/monats/jahres zählt was bei dir insgesamt angekommen ist, und nicht, wie gut oder schlecht der deal "ausgesehen" hat...

    >Wenn die Kartenbehörden/Richter zu Ansicht kommen Apple-Smartphones stellen ein eigener Markt dar weil man eben nicht beliebig hin und her wechseln kann (oder üblicherweise tut), dann kommen die eben zur Anwendung, nicht mehr und nicht weniger.
    korrekt. und so SOLLTE es auch sein.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.05.21 15:25 durch narfomat.

  10. Re: Hausrecht?

    Autor: Korbeyn 18.05.21 - 15:23

    slead schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm, das gute an allem ist das besser qualifizierte Leute (Richter) das am
    > Ende entscheiden müssen.

    Das ist erstmal nur Rechtsprechung. Ob das sinnvoll ist oder nicht, steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Gesetze werden auch oft genug von der nächst höheren Instanz wieder einkassiert, weil Richter vielleicht doch nicht so qualifiziert sind, wie das manch einer gerne hätte. Stichworte: Befangenheit, Verfahrensfehler, ungeeignete Gutachter etc. Die Liste ist lang...

  11. Re: Hausrecht?

    Autor: slead 18.05.21 - 15:28

    Korbeyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > slead schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hmm, das gute an allem ist das besser qualifizierte Leute (Richter) das
    > am
    > > Ende entscheiden müssen.
    >
    > Das ist erstmal nur Rechtsprechung. Ob das sinnvoll ist oder nicht, steht
    > nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Gesetze werden auch oft genug von der
    > nächst höheren Instanz wieder einkassiert, weil Richter vielleicht doch
    > nicht so qualifiziert sind, wie das manch einer gerne hätte. Stichworte:
    > Befangenheit, Verfahrensfehler, ungeeignete Gutachter etc. Die Liste ist
    > lang...

    Sicherlich qualifizierter als der normale oder durchschnittliche "Golem User". Aber auch hier bin ich kein experte.

  12. Besitz und Eigentum

    Autor: nohoschi 18.05.21 - 15:28

    Ich haben selten etwas so irreführendes und inhaltlich falsches gelesen.

    1.) Besitzer und Eigentümer eines Geräts ist ausschließlicher der Käufer. Der Käufer hat die alleinige Verfügungsgewalt über das Gerät. Nicht die Firma Apple.
    2.) Damit greift dein Hausrecht nicht. Das Hausrecht kann Apple für seine Server und den App Store beanspruchen, nicht dagegen für die kleinen Taschencomputer mit mehreren Rechenkernen und mehreren Gigabyte Hauptspeicher. Hier darf der Besitzer und Eigentümer alleine verfügen.
    3.) Deinem Gedankengang widerspricht unser soziale Marktwirtschaft, auf der Grund der impliziten Fehler im Kapitalimus hat der Staat Monopol- und Anti-Kartellmassnahmen verankert. Genau gegen das von Dir angedachte.

    Hart durchgreifen. Und wie?
    Nicht mit Vernichtung, Bestraftung oder Zerschlagung.

    Es gibt ein sehr gutes Beispiel was man tun kann, dem Konzern dediziert Vorgaben machen wie er was zu tun hat. AT&T zum Beispiel, AT&T wurde vorgeschrieben was sie wie zu tun haben. Sie durften keinen neuen Markt betreten, herausgekommen ist etwas wunderbares - UNIX mit offenem Quellcode.

    In dem Moment als AT&T zerteilt wurde ging alles schief. Viele Baby Bells, Unixkriege, Inkompatiblität und zum Ende wieder ein AT&T.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.05.21 15:29 durch nohoschi.

  13. Re: Hausrecht?

    Autor: Teeklee 18.05.21 - 15:41

    Korbeyn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Strom/Gas/Wasser/whatever ist kritische Infrastruktur und einfach mal was
    > völlig anderes als ein fucking Smartphone, wo es zu Apple noch reichlich
    > Alternativen gibt.

    Also ist es nach deiner Meinung vollkommen okay, von seinen Kunden zu verlangen, dass sie 1000 Euro ausgeben, sich ein anderes Smartphone kaufen um dann bei einer Microtransaktion 1 Euro zu sparen?

    -> Der Kunde wird sein Smartphone nicht wechseln (Vor allem nicht wenn er meint, es sei besser als die Alternative (nicht der Store, sondern der Rest) )
    -> Das weiß Apple und nutz diesen Fakt aus
    -> Es entsteht ein Nachteil für den Kunden

    -> Apple bietet den gleichen Service an wie ein externer Anbieter muss aber keine 30% zahlen.
    -> Es entsteht ein Nachteil für den Kunden und für die Konkurrenz

  14. Re: Besitz und Eigentum

    Autor: MikeMan 18.05.21 - 15:48

    nohoschi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich haben selten etwas so irreführendes und inhaltlich falsches gelesen.
    >
    > 1.) Besitzer und Eigentümer eines Geräts ist ausschließlicher der Käufer.
    > Der Käufer hat die alleinige Verfügungsgewalt über das Gerät. Nicht die
    > Firma Apple.

    De facto ist das aber bei vielen heutigen Online-Appliances nicht mehr gegeben.

    > 2.) Damit greift dein Hausrecht nicht. Das Hausrecht kann Apple für seine
    > Server und den App Store beanspruchen, nicht dagegen für die kleinen
    > Taschencomputer mit mehreren Rechenkernen und mehreren Gigabyte
    > Hauptspeicher. Hier darf der Besitzer und Eigentümer alleine verfügen.

    Aber dann müsste der Verkäufer (Apple) das auch erlauben - das ALLEINIGE Verfügen!

    > 3.) Deinem Gedankengang widerspricht unser soziale Marktwirtschaft, auf der
    > Grund der impliziten Fehler im Kapitalimus hat der Staat Monopol- und
    > Anti-Kartellmassnahmen verankert. Genau gegen das von Dir angedachte.
    >
    > Hart durchgreifen. Und wie?
    > Nicht mit Vernichtung, Bestraftung oder Zerschlagung.
    >
    > Es gibt ein sehr gutes Beispiel was man tun kann, dem Konzern dediziert
    > Vorgaben machen wie er was zu tun hat. AT&T zum Beispiel, AT&T wurde
    > vorgeschrieben was sie wie zu tun haben. Sie durften keinen neuen Markt
    > betreten, herausgekommen ist etwas wunderbares - UNIX mit offenem
    > Quellcode.
    >
    > In dem Moment als AT&T zerteilt wurde ging alles schief. Viele Baby Bells,
    > Unixkriege, Inkompatiblität und zum Ende wieder ein AT&T.

    Das Problem ist nur: Ersteres ist Planwirtschaft, das zweite jedoch ein einmaliger Eingriff, um eine Übermacht zu brechen. Außerdem soll dadurch ja wieder Konkurrenz ermöglicht werden. Deine Beschreibung (auch wenn sie negativ ausgedrückt ist) bestätigt im Kern ja, dass das funktioniert hat.

    Und, wichtig, Monopole sind "Polstellen" des Marktwirtschaftlichen Prinzips, deshalb muss man sie eliminieren, um die (gewollten) marktwirtschaftlichen Mechanismen funktionierend zu halten. Hier wurde in den letzten Jahren eh schon zu viel eingegriffen, Thema Bad Banks, so dass man sich teilweise schon in einem staatswirtschaftlichen System wähnen kann. Aber das ist nochmal ein anderes Thema....

  15. Re: Hausrecht?

    Autor: Tuxgamer12 18.05.21 - 15:59

    the source schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stellt euch mal vor ihr habt einen Laden, in dem ihr Produkte von einem
    > Unternehmen verkauft und das Unternehmen beteiligt euch am Umsatz und jetzt
    > kommt irgendwann das Unternehmen an und sagt, ja ey ich möchte aber meine
    > eigene Ecke in deinem! Laden haben und du kriegst nichts von meinem Umsatz
    > dort ab.

    Also nur um das vorweg klarzustellen: Das ist jetzt dein Vergleich.

    Aber jetzt denk doch noch mal darüber nach: Stell dir mal vor, einem Anbieter gehört sämtliche für Läden nutzbare Fläche in ganzen Stadtgebieten. Und dieser Anbeiter sagt, darfst in diesen Stadtgebieten nur verkaufen, wenn du mir 30% abdrückst.

    Und jetzt sage mir bitte noch einmal, dass du dann sagen würdest: Hausrecht. Wenns jemand nicht passt; die Leute sollen sich halt ein Haus in einem anderen Stadbezirk kaufen bzw. die Unternehmen einfach auf die Kunden verzichten.

    Und nicht sagst, LOL? Hallo, Kartellamt?

  16. "Hausrecht" ist eh Quatsch

    Autor: miauwww 18.05.21 - 16:03

    Bestimmte Dinge darfst Du in Deinem Haus und mit Deinem Haus tun, eine ganze Menge andere Dinge darfst Du nicht. Weil andere Leute auch noch da sind, auch Rechte haben usw. Und so ist das überall.

  17. Re: Hausrecht?

    Autor: lixxbox 18.05.21 - 16:53

    Ist das aktuell noch so?
    Ich werde stattdessen immer genervt, ob ich nicht doch mal den Edge ausprobieren möchte, wenn ich firefox als Standardbrowser einrichten will.

  18. Re: Hausrecht?

    Autor: Ph4te 20.05.21 - 13:49

    Nein, dass Microsoft alternative Browser anzeigen muss, galt für Windows 7 unter 10 gibt's nichts vergleichbares.

    Ob die Voraussetzung für diese Anforderung mit Windows 10 weg ist, oder ob die seit Windows 10 einfach auf die Anforderung pfeifen, weiß ich aber nicht.

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