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Ich hoffe, dass...

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  1. Ich hoffe, dass...

    Autor: Friko44 15.06.16 - 07:48

    Ich hoffe, dass beim Einholen der Rundfunkgebühr nicht nachgegeben wird und die Behörden die Schuldner bis zur Ausnutzung der letztmöglichen Rechtsinstanz ihre Schuld begleichen lassen.
    Vielleicht tragen die Mahn-, Verzugs- und etwaigen Gerichtskosten dazu bei, den Zahlungsverweigerern eine Nachhilfestunde darin zu geben, was "Solidaritätsprinzip" bedeutet und dass es sich in einem gesunden Sozialstaat eben nicht nur auf Versicherungen beschränkt, sondern auf Leistungen des Allgemeinnutzens, auch wenn ein Individuum meint, keinen Nutzen aus einer Leistung zu ziehen zu können.

    Dabei widerspreche ich noch nicht einmal den üblichen Gegenargumenten, die da immer kommen, von wegen "Kostenschleuder" und "Verfehlung des Grundversorgungsauftrags" und "Keine Unabhängigkeit der Sendeanstalten", "Das-Sendezeitabhängige-Fernsehen-ist-tot".
    Ich stimme dem 1. und 3. Argument sogar voll und ganz zu, halte eine Reform für notwendig, finde aber, dass sie auf keinen Fall durch den Weg einer kindischen Zahlungsverweigerung zu erzwingen ist.

    Es stimmt mich auch sehr traurig, dass so viele Menschen die Notwendigkeit eines durch jeden Bürger zu finanzierenden, öffentlichen Rundfunks vergessen haben. Ein Zeichen, dass es unserer Gesellschaft wohl schon wieder zu gut geht und das Bewusstsein für eine Kriegssituation (Stw. Alarmierung/Information im V-Fall) bereits abgestumpft ist. :-(

  2. Danke!

    Autor: Berner Rösti 15.06.16 - 08:25

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Es stimmt mich auch sehr traurig, dass so viele Menschen die Notwendigkeit
    > eines durch jeden Bürger zu finanzierenden, öffentlichen Rundfunks
    > vergessen haben. Ein Zeichen, dass es unserer Gesellschaft wohl schon
    > wieder zu gut geht und das Bewusstsein für eine Kriegssituation (Stw.
    > Alarmierung/Information im V-Fall) bereits abgestumpft ist. :-(

    Ich kann deinem Beitrag nur aus ganzem Herzen voll und ganz zustimmen.

    Das größte Problem bei vielen Menschen ist, dass sie nicht mehr in der Lage sind zu differenzieren. Es gibt nur noch schwarz und weiß, gut und böse. Weil ein Teilaspekt zu kritisieren ist, wird das Ganze abgelehnt.
    Es gibt Verschwendung beim ÖR-Rundfunk, also wird der gesamte ÖR abgelehnt. Es gibt kriminelle Ausländer, also werden alle Ausländer abgelehnt. Usw.

    Aber wehe, man wagt es, diejenigen zu pauschal zu beurteilen.... ^-^

  3. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: sotix 15.06.16 - 08:32

    >Ich stimme dem 1. und 3. Argument sogar voll und ganz zu, halte eine Reform für notwendig, finde aber, dass sie auf keinen Fall durch den Weg einer kindischen Zahlungsverweigerung zu erzwingen ist.

    Viele sehen in der Zahlungsverweigerung aber den einzigen Weg Protest zu zeigen. Immerhin wird dadurch auch regelmäßig berichtet und eine Diskussion bleibt erhalten. Andernfalls könnte man das stille Bezahlen auch als Hinnehmen interpretieren, wodurch sich auch nichts ändern würde.

    Dagegen kann man natürlich argumentieren, dass man anders protestieren könnte. Politisches Engagement, Klagen, ...
    Aber das ist für die meisten doch zu viel Aufwand oder aus anderen Hürden nicht schaffbar. Von den Erfolgsaussichten mal ganz zu schweigen.

  4. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: kalijuro 15.06.16 - 08:58

    Es ist die Selbstverständlichkeit der Länder, mit der der Beitragszahler geschröpft wird um einen überdimensionierten Staatsrundfunk zu betrieben, die viele Menschen stört.
    Hunderte Regionalprogramme für Radio und TV. Das muss einfach nicht sein.
    Es würde reichen, ARD, ZDF, für jedes Bundesland 1 TV + 1 Radiosender.
    Und nicht jeder Sender brauch eine Smartphone APP.

    ARD und ZDF müssen auch nicht jede EM/WM übertragen, es würde reichen eine Zusammenfassung in der Sportschau zu zeigen.

  5. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Psy2063 15.06.16 - 09:02

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht tragen die Mahn-, Verzugs- und etwaigen Gerichtskosten dazu bei,
    > den Zahlungsverweigerern eine Nachhilfestunde darin zu geben, was
    > "Solidaritätsprinzip" bedeutet und dass es sich in einem gesunden
    > Sozialstaat eben nicht nur auf Versicherungen beschränkt, sondern auf
    > Leistungen des Allgemeinnutzens, auch wenn ein Individuum meint, keinen
    > Nutzen aus einer Leistung zu ziehen zu können.

    ich wiederspreche keinesfalls dem Solidaritäsprinzip. Damit, einen reinen Bildungs- und Nachrichtenkanal zu finanzieren hätte ich absolut keine Probleme. Lass das mal so 2-5¤/Monat sein.

    Aber warum sollte ich für das Privatvergnügen anderer aufkommen? Dass sich Leute auf meine Kosten mit Fußball, Soaps, Volksmusik und Til Schweiger berieseln lassen können hat nicht das Geringste mit Solidarität zu tun.

  6. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Brainfreeze 15.06.16 - 09:07

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich wiederspreche keinesfalls dem Solidaritäsprinzip. Damit, einen reinen
    > Bildungs- und Nachrichtenkanal zu finanzieren hätte ich absolut keine
    > Probleme. Lass das mal so 2-5¤/Monat sein.
    >
    > Aber warum sollte ich für das Privatvergnügen anderer aufkommen? Dass sich
    > Leute auf meine Kosten mit Fußball, Soaps, Volksmusik und Til Schweiger
    > berieseln lassen können hat nicht das Geringste mit Solidarität zu tun.

    Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht für Unterhaltung?

  7. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.16 - 09:09

    kalijuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es würde reichen, ARD, ZDF, für jedes Bundesland 1 TV + 1 Radiosender.

    Aber dann hätten wir z.B. in Brandenburg entweder Fritz oder Radio Eins, aber nicht beide. Und beide Sender sind sehr unterschiedlich und machen beide gutes Programm jenseits der "Und der beste Mix der 2000er"-Grütze der Privaten.
    Mit Antenne Brandenburg und inforadio wären es sogar schon vier Anstalten mit vier unterschiedlichen Sendeprofilen. Und keine von denen bringt Call-in-Sendungen, wo man für 50 ct/Anruf ein Obst erraten soll, das mit "Banane" anfängt.

    Dass der ÖR überdimensioniert ist, steht außer Frage, aber gerade in der Radiolandschaft sieht es privat echt düster aus. Über das Niveau von RTL2 kommt abseits des ÖR kaum einer.

  8. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: HelpbotDeluxe 15.06.16 - 09:19

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    > Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht für
    > Unterhaltung?

    Weil in Solidarität immer nur eine Grundversorgung, also das nötigste, enthalten sein sollte! Alles andere sollte auf freiwilliger Basis sein!

  9. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Psy2063 15.06.16 - 09:21

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    > Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht für
    > Unterhaltung?

    Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. In Sachen Rundfunk liegt diese meiner Meinung nach eben bei einem Programm, das über einen reinen Bildungs- und Informationsauftrag hinaus geht. Wir reden hier schließlich nicht über etwas, das überlebenswichtig oder existenzbedrohend wäre, Unterhaltung ist das eindeutig nicht.

    Mir bezahlt schließlich auch niemand aus Solidarität weil ich mir das nicht leisten kann aber gern Spaß damit hätte einen Porsche GT3 samt Jahreskarte für die Nordschleife. Für die eigene Freizeitgestaltung muss schon jeder selbst aufkommen, egal ob das jetzt vor der Glotze hängen oder was anderes mehr oder weniger sinnvolles ist.

  10. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Brainfreeze 15.06.16 - 09:36

    HelpbotDeluxe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brainfreeze schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    > > Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht
    > für
    > > Unterhaltung?
    >
    > Weil in Solidarität immer nur eine Grundversorgung, also das nötigste,
    > enthalten sein sollte! Alles andere sollte auf freiwilliger Basis sein!

    Und jetzt beginnt wieder die Definition von Grundversorgung.
    Für den einen beinhaltet das nunmal auch Unterhaltung und Kultur, für den nächsten ist nicht einmal Bildung enthalten, da dies schon durch die Schule gewährleistet wird.

  11. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: HelpbotDeluxe 15.06.16 - 09:47

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brainfreeze schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    > > Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht
    > für
    > > Unterhaltung?
    >
    > Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. In Sachen Rundfunk liegt diese meiner
    > Meinung nach eben bei einem Programm, das über einen reinen Bildungs- und
    > Informationsauftrag hinaus geht. Wir reden hier schließlich nicht über
    > etwas, das überlebenswichtig oder existenzbedrohend wäre, Unterhaltung ist
    > das eindeutig nicht.
    >
    > Mir bezahlt schließlich auch niemand aus Solidarität weil ich mir das nicht
    > leisten kann aber gern Spaß damit hätte einen Porsche GT3 samt Jahreskarte
    > für die Nordschleife. Für die eigene Freizeitgestaltung muss schon jeder
    > selbst aufkommen, egal ob das jetzt vor der Glotze hängen oder was anderes
    > mehr oder weniger sinnvolles ist.

    Sehr schön gesagt. Deiner Aussage schließe ich mich an.

  12. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: HelpbotDeluxe 15.06.16 - 09:50

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und jetzt beginnt wieder die Definition von Grundversorgung.
    > Für den einen beinhaltet das nunmal auch Unterhaltung und Kultur, für den
    > nächsten ist nicht einmal Bildung enthalten, da dies schon durch die Schule
    > gewährleistet wird.

    Grundversorgung ist für mich "von allem etwas". Aber eben nicht so ausufernd wie momentan. Es braucht keine x Soaps. Eine reicht völlig. Es braucht auch nicht x Kochshows oder x Talkshows. Und auch nicht x Gameshows... Und ebenso wenig x Sender... Dies alles zusammenzustreichen auf ein vernünftiges Maß ist schon lange überfällig...

  13. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Anonymer Nutzer 15.06.16 - 09:54

    HelpbotDeluxe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dies alles zusammenzustreichen
    > auf ein vernünftiges Maß ist schon lange überfällig...

    +1

    Abgesehen davon, dass a) die Meinungen zu "vernünftig" auseinander gehen und b) es dabei einem System "an den Kragen" geht, das bei sowas schnell einen Selbsterhaltungstrieb an den Tag legt.
    Da wird z.B. gerne mal ein Teil des Budgets für Sportübertragungen unter "Information" verbucht, damit das schon mal "sicher" ist und die Bedarfsermittlungskomission nicht sagen kann, "na Ihr habt doch 800.000.000 für Sport".

  14. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: HelpbotDeluxe 15.06.16 - 09:58

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    >
    > Abgesehen davon, dass a) die Meinungen zu "vernünftig" auseinander gehen
    > und b) es dabei einem System "an den Kragen" geht, das bei sowas schnell
    > einen Selbsterhaltungstrieb an den Tag legt.
    > Da wird z.B. gerne mal ein Teil des Budgets für Sportübertragungen unter
    > "Information" verbucht, damit das schon mal "sicher" ist und die
    > Bedarfsermittlungskomission nicht sagen kann, "na Ihr habt doch 800.000.000
    > für Sport".

    Genau deswegen muss diese Komission viel tiefere Einblicke erhalten. Der ÖR Rundfunk muss zu 100% transparent werden und jegliche Ausgabe muss festgehalten werden. Und Falschdeklarationen müssen im Wiederholungsfall Jobs kosten!

  15. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Brainfreeze 15.06.16 - 09:59

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brainfreeze schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    > > Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht
    > für
    > > Unterhaltung?
    >
    > Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. In Sachen Rundfunk liegt diese meiner
    > Meinung nach eben bei einem Programm, das über einen reinen Bildungs- und
    > Informationsauftrag hinaus geht. Wir reden hier schließlich nicht über
    > etwas, das überlebenswichtig oder existenzbedrohend wäre, Unterhaltung ist
    > das eindeutig nicht.
    >
    > Mir bezahlt schließlich auch niemand aus Solidarität weil ich mir das nicht
    > leisten kann aber gern Spaß damit hätte einen Porsche GT3 samt Jahreskarte
    > für die Nordschleife. Für die eigene Freizeitgestaltung muss schon jeder
    > selbst aufkommen, egal ob das jetzt vor der Glotze hängen oder was anderes
    > mehr oder weniger sinnvolles ist.

    Und wieviel Steuergelder sind z.B. als Subventionen in die Nordschleife geflossen, womit dann auch die Solidargemeinschaft diese Freizeitgestaltung mitfinanziert?

  16. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: onek24 15.06.16 - 09:59

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Psy2063 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ich wiederspreche keinesfalls dem Solidaritäsprinzip. Damit, einen
    > reinen
    > > Bildungs- und Nachrichtenkanal zu finanzieren hätte ich absolut keine
    > > Probleme. Lass das mal so 2-5¤/Monat sein.
    > >
    > > Aber warum sollte ich für das Privatvergnügen anderer aufkommen? Dass
    > sich
    > > Leute auf meine Kosten mit Fußball, Soaps, Volksmusik und Til Schweiger
    > > berieseln lassen können hat nicht das Geringste mit Solidarität zu tun.
    >
    > Was bedeutet denn für Dich Solidarität?
    > Warum gilt Solidarität denn nur für Bildung und Nachrichten und nicht für
    > Unterhaltung?

    Genau! Dem kann ich voll zustimmen, endlich einer der Versteht das andere für mein Vergnügen aufkommen sollten. Ich wollte letztens ein neues Auto und das A*-Loch von Verkäufer wollte es mir nicht schenken.

  17. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Walter Plinge 15.06.16 - 10:08

    Brainfreeze schrieb:

    > Und jetzt beginnt wieder die Definition von Grundversorgung.
    > Für den einen beinhaltet das nunmal auch Unterhaltung und Kultur, für den
    > nächsten ist nicht einmal Bildung enthalten, da dies schon durch die Schule
    > gewährleistet wird.

    Oh Grundversorgung betrifft meinetwegen durchaus alle Bereiche. Nur kann mir bisher niemand erklären, warum wir heute die _Grundversorgung_ mit (grob geschätzt) 15 überregionalen Fernsehsendern sicherstellen müssen, während vor 30 Jahren noch locker 2 gereicht haben. Warum benötigen wir für die Grundversorgung zig Radiosender? Der Tag hat 24 Stunden, wenn man 4 mal am Tag 15min Nachrichten bringt, ist das eine Stunde. d.h. mit nur einem Sender hat man volle 23 h für Kultur, Bildung, Unterhaltung, Sport, Kinderfernsehen, etc.! Und das 7 Tage die Woche an 365 Tagen im Jahr. Mit kann keiner erzählen, dass das nicht ausreichend wäre um einen _Grundversorgungsauftrag_ zu erfüllen, von mir aus auch mit zwei Sendern, um zwei verschiedene Themen zu einem bestimmten Zeitpunkt abzudecken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.06.16 10:14 durch Walter Plinge.

  18. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Menplant 15.06.16 - 10:11

    Friko44 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe, dass beim Einholen der Rundfunkgebühr nicht nachgegeben wird und
    > die Behörden die Schuldner bis zur Ausnutzung der letztmöglichen
    > Rechtsinstanz ihre Schuld begleichen lassen.
    > Vielleicht tragen die Mahn-, Verzugs- und etwaigen Gerichtskosten dazu bei,
    > den Zahlungsverweigerern eine Nachhilfestunde darin zu geben, was
    > "Solidaritätsprinzip" bedeutet und dass es sich in einem gesunden
    > Sozialstaat eben nicht nur auf Versicherungen beschränkt, sondern auf
    > Leistungen des Allgemeinnutzens, auch wenn ein Individuum meint, keinen
    > Nutzen aus einer Leistung zu ziehen zu können.
    >
    > Dabei widerspreche ich noch nicht einmal den üblichen Gegenargumenten, die
    > da immer kommen, von wegen "Kostenschleuder" und "Verfehlung des
    > Grundversorgungsauftrags" und "Keine Unabhängigkeit der Sendeanstalten",
    > "Das-Sendezeitabhängige-Fernsehen-ist-tot".
    > Ich stimme dem 1. und 3. Argument sogar voll und ganz zu, halte eine Reform
    > für notwendig, finde aber, dass sie auf keinen Fall durch den Weg einer
    > kindischen Zahlungsverweigerung zu erzwingen ist.
    Wenn die Mehrheit etwas nicht will, was hat dass dann noch mit Solidarität zu tun? Wo kämen wir denn hin, wenn wir den Pöbel fragen würden was der will. Die Politiker wissen doch bereits was das beste für uns ist.

    > Es stimmt mich auch sehr traurig, dass so viele Menschen die Notwendigkeit
    > eines durch jeden Bürger zu finanzierenden, öffentlichen Rundfunks
    > vergessen haben. Ein Zeichen, dass es unserer Gesellschaft wohl schon
    > wieder zu gut geht und das Bewusstsein für eine Kriegssituation (Stw.
    > Alarmierung/Information im V-Fall) bereits abgestumpft ist. :-(
    Lächerlich wie du versuchst deiner Aussage Dramatik zu verleihen. Rein für Notfallsituationen braucht man keine ausgegliederte Organsation mit Staatsauftrag. Katastrophen sind immer ein gutes Argument um staatliche Förderungen zu erhalten oder den Nutzen zu relativieren (Roboter, Drohnen, Backscatter X-Ray, Waffen). Notfallradio rechtfertigt keine +200¤ im Jahr, zumal das nur einen Bruchteil des Bevölkerungsschutzes darstellt, der NICHT durch Rundfunkgebühren finanziert wird.

  19. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Criemo 15.06.16 - 10:16

    Also ich finde es nicht wirklich kindisch wenn man etwas boykottiert, was einem im Endeffekt auferzwungen wurde. Anders hat man in unserer Teildemokratie doch garkeine andere Chance mehr sich Gehör zuverschaffen.
    Ich für meinen Teil schaue nie ÖR's, weil sie einfach ihren Bildungsauftrag nicht mehr erfüllen. Es geht dennen genau wie jedem Unternehmen nur um die Maximierung ihres Gewinns auch wenn Vereine diesen eigentlich nicht machen dürfen. Aber sie so oft gibt es auch hier Mittel und Wege. Als die OR feststellten "oh, die Kommunikation ändert sich und das Internet boomt" hat man Promt, den bestehenden Staatsvertrag erweitert und das Internet mit aufgenommen. Das finde ich eine Unverschähmtheit.

    Nun zu ihrem Beitrag:
    Wenn sie die ÖR schauen, bleibt es Ihnen auch überlassen, die ÖR Gebühren zu bezahlen. Ich für meinen Teil nutze es nicht, also warum sollte ich es bezahlen? Nur weil ich es theoretisch nutzen könnte? Das ist kein moralisch und ökonomisches Geschäftsgebahren.

    Würden sie, wenn man Ihnen sagt, sie müssen ab jetzt alle 3 Monate 50 ¤ an den Fliesenleger Hr Schmitz bezahlen, mit der Begründung sie könnten ihn ja irgendwann mal beauftragen ihr Bad zu fliesen? Da würden Sie auch sagen, wieso das? ich würde aber lieber Hr. Müller beauftragen? Ja pech, dann müssen sie diesen zusätzlich bezahlen.


    VG
    Criemo

    ________________________________________________________________________________________________
    Rechtschreibfehler sind da um gefunden zu werden. Wer sie findet darf sie behalten......

  20. Re: Ich hoffe, dass...

    Autor: Subsessor 15.06.16 - 10:19

    HelpbotDeluxe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deswegen muss diese Komission viel tiefere Einblicke erhalten. Der ÖR
    > Rundfunk muss zu 100% transparent werden und jegliche Ausgabe muss
    > festgehalten werden.


    Na son Blödsinn kann nur jemand behaupten, der bisher von der KEF nur bei Golem.de gelesen hat. Die HABEN tiefe Einblicke. Und jetzt das beste: deren Berichte sind öffentlich und durch jeden einsehbar.

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