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Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

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  1. Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

    Autor: Schattenwerk 14.10.15 - 13:36

    2-3 Tage online, direkt 3 Millionen US-Dollar Schadensersatz.

    Somit soll dieser Dienst somit einen Schaden von 1 Millionen US-Dollar pro Tag erzeugen? Finde ich faszinierend.

  2. Re: Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

    Autor: rjwolke 14.10.15 - 14:20

    So abgehoben ist das nun wirklich nicht.

    Streaminglizenzen für ein Lied gibt es für Endnutzer einfach nicht, Schadenersatz orientiert sich daher vermutlich am Kaufpreis, sagen wir also 89ct./Lied. Bei 4 Minuten/Lied. entspricht 1 Mio. US-Dollar dann etwa 75000 Spielstunden, d.h. 75000 Nutzer, die jeweils 1 Stunde lang den Dienst nutzen.

    Und nein, bei Urheberrechtsverletzungen ist es absolut irrelevant, dass die Nutzer die Musik nicht kaufen würden, wenn das Angebot nicht da wäre.

  3. Re: Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

    Autor: Sammie 14.10.15 - 14:23

    Wird sowieso noch gefühlte Jahrhunderte dauern, bis man begreift, dass die Nutzer solcher Systeme die heruntergelandenen Files weder gekauft noch Lizenzen erworben hätten und somit gar kein Schaden entstanden ist, den man als Schadensersatz geltend machen kann.

    Man kann zwar in gewisser Weise von einer unrechtmäßigen Zueigenmachung ausgehen, aber die wird ja lustigerweise gar nicht verfolgt. Denn am Schadensersatz für einen Download würden sie nichts verdienen. Sie wollen ja die Uploads verfolgen, weil dann ihr fiktives Lizenzmodell greift und dabei der reale Warenwert völlig unerheblich ist.

    Der Softwarehersteller kann hier sowieso nichts dafür, der bietet ja nichts an. Pauschal 3 Mio verlangen ist daher lächerlich. Die müssten schon jeden einzelnen Filesharer identifizieren und vor Gericht zerren, wenn sie Kohle haben wollen.

  4. Re: Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

    Autor: Sysiphos 14.10.15 - 14:40

    Mit verlaub, es soll ja auch weh tun, ansonsten einfach illegal machen und wenn man erwischt wird zahlt man halt den erwerb ... das ist wie schwarzfahren, die bahn fährt sowieso und der schwarzfahrer hätte eh kein ticket gekauft sondern wäre vielleicht gelaufen, also warum mehr als die 1,50 für die kurzstrecke beim erwischt werden zahlen sondern 60¤ und bei mehrmaligem sogar in den Knast...?

  5. Re: Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

    Autor: PiranhA 14.10.15 - 14:52

    Sammie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird sowieso noch gefühlte Jahrhunderte dauern, bis man begreift, dass die
    > Nutzer solcher Systeme die heruntergelandenen Files weder gekauft noch
    > Lizenzen erworben hätten und somit gar kein Schaden entstanden ist, den man
    > als Schadensersatz geltend machen kann.
    Das spielt auch gar keine Rolle. Kann ja auch schließlich keiner beweisen. Meistens besteht aber ein Interesse, welches man mit Geld aufwiegen kann. Wenn die Leute anstatt einen Film im Kino anzusehen, sich den runterladen, dann glaube ich dass ein Großteil nicht ins Kino gegangen wäre. Aber die hätten dann eben in der Videothek oder im Free-TV dafür gezahlt. Wenn jemand nicht bereit ist für eine Leistung zu zahlen, dann frage ich mich doch, warum er diese dann überhaupt in Anspruch nehmen möchte.
    Tatsache ist, dass die Leute eine Leistung in Anspruch genommen haben, für welche die Rechteinhaber sonst vergütet werden. Bei Spotify spielt es auch keine Rolle, ob da jemand zuhört oder nicht. Ob da 15 Leute sind oder nur einer. Auch höre ich mal in Songs rein und merke, dass mir das überhaupt nicht gefällt. Trotzdem zahlt Spotify pro Wiedergabe und Nutzer im Schnitt etwa 0,72 US Cent. Wenn bei solch einem Dienst pro Tag mehrere Millionen Wiedergaben zusammen kommen, dann kann man sich leicht erklären, wie solchen Summen zusammen kommen. Zumal die Strafe auch höher als der Schaden sein muss. Andernfalls gäbe es ja keinen Anreiz von vornherein legal zu arbeiten.

  6. Re: Schadensersatzforderung mal wieder ein Witz

    Autor: Sammie 14.10.15 - 15:08

    rjwolke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Streaminglizenzen für ein Lied gibt es für Endnutzer einfach nicht

    Dann sollte man auch keinen Schadensersatz verlangen können. ^^

    rjwolke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schadenersatz orientiert sich daher vermutlich am Kaufpreis, sagen wir also
    > 89ct./Lied. Bei 4 Minuten/Lied. entspricht 1 Mio. US-Dollar dann etwa 75000
    > Spielstunden, d.h. 75000 Nutzer, die jeweils 1 Stunde lang den Dienst
    > nutzen.

    Die Nutzerzahlen müssten mehr als 3x so hoch sein. Nach Angaben von Spotify zahlen sie natürlich auch nicht pro Song-Streaming, aber der Durchschnitt läge zwischen $0.006 und $0.0084, wenn man es auf Einzelsonglizenzkostenko übertragen würde, hieß es mal im Time Magazine.

    Um also einen Schadenersatz von 3 Mio Dollar zu erzeugen, müssten also rund 429.000.000 Songs gestreamt werden. In 3 Tagen also 143.000.000, oder stündlich rund 6 Mio.

    Wenn ein Song durchschnittlich 3 Minuten dauert, schafft ein User 20 pro Stunde. Und somit bräuchte es 300.000 User, um die 6 Mio Songs pro Stunde zu erzeugen.

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumal die Strafe auch höher als der Schaden
    > sein muss. Andernfalls gäbe es ja keinen Anreiz von vornherein legal zu
    > arbeiten.

    Ja, aber das Unternehmen dafür zu verklagen ist unsinnig. Die haben ja die Rechtsverletzung nicht begangen, sondern die Filesharer wie bei jedem anderen P2P-System auch. Nur nach obiger Rechnung wär daran nichts zu verdienen. Würde man eine Einzelperson für einen Song verklagen, der zB an 1000 Leute weiterverteilt würde, beträge der reale Schadenersatz real gesehen stolze 7$. In der Realität zahlt der eine dann aber einer meist die Zeche für alle anderen mit. ^^

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