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Man merkt in Städten nichts davon

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  1. Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: McWiesel 01.08.17 - 17:29

    Sieht man auf die Ausbaukarte, finde ich mit Ausnahme von Hamburg kaum eine Stadt, die 100 MBit/s Vectoring hat. Fast alle nur maximal VDSL50. Das ist einfach nur beschämend. Dabei sind viele Linecards schon dafür ausgelegt, Vectoring ist nur softwaremäßig deaktiviert.

    Die Breko jammern alle paar Tage neu von Glasfaserausbau, bringen selbst nichts zu Stande, aber verhindern es durch jahrelange Rechtswege erfolgreich (dafür ist Geld da), dass die Telekom wenigstens die bestehende Infrastruktur bestmöglich verwenden darf.
    Dafür dürfen die Kabelprovider in aller Ruhe ohne jeden Konkurrenzdruck ihre Netze auf 500 Mbit/s und mehr aufrüsten, während die Telekom jeden kleinen Wunsch nach etwas technischem Fortschritt in ihrem Netz erst durch jahrelange Verfahren und Gerichtsverhandlungen gegen die elendigen Ausbau-Verhinderungs-Provider durchkämpfen muss. Denn die hätten am liebsten jahrzehntelangen Stillstand in der DSL-Technik, nur um ihre 20¤-Tarife weiter anbieten zu können. Von eigenständigem Glasfaserausbau ganz zu schweigen. Und genau das jahrelange Kindergarten-Gezanke lähmt viel mehr das schnelle Internet in diesem Land als wenn die Jagdhütte tatsächlich keine dedizierte Glasfaserleitung bekommt.

    Hier müsste endlich ein Machtwort der Bundesnetzagentur gesprochen werden, dass sobald die Telekom Linecards auf Vectoring aufrüstet, es danach weder durch irgendein ISDN-Querulant noch durch Förderrichtlinien verhindert werden darf, sondern es das Ziel sein muss jedem Kunden die technisch mögliche Höchstgeschwindigkeit bieten zu können. Die technischen Schwierigkeiten sind schon schlimm genug, da braucht man nicht noch ökonomische oder juristische Steine im Weg.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.17 17:38 durch McWiesel.

  2. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: crossblade 01.08.17 - 17:44

    Hier in Osnabrück ist VDSL 100 auch bereits verfügbar.
    Hier gibt es sogar Zwei Anbieter - OsnaTel und Telekom die sich gegenseitig komkurenz machen und deshalb ist es Abhänig wo man wohnt von wehm man das schnelle Internet bekommt.

    Leider warte ich seit 4 Monaten auf die Schaltung meines schnellen Anschlusses.

    Auch in anderen Gemeinden, Soagr bei meinen Eltern auf dem Kleinstadt/Dorf ist VDSL 100 verfügbar.
    Es kommt aktuell eher in die Mittel-dicht besiedelten Regionen. Die dichten wurden mit alter VDSL Technik ausgerüstet, die neu aufgestellten OutdoordDSLAMs sind aber schon fitt für's schnelle Internet.

  3. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: sneaker 01.08.17 - 17:58

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sieht man auf die Ausbaukarte, finde ich mit Ausnahme von Hamburg kaum eine
    > Stadt, die 100 MBit/s Vectoring hat. Fast alle nur maximal VDSL50. Das ist
    > einfach nur beschämend. Dabei sind viele Linecards schon dafür ausgelegt,
    > Vectoring ist nur softwaremäßig deaktiviert.
    >
    > Die Breko jammern alle paar Tage neu von Glasfaserausbau, bringen selbst
    > nichts zu Stande, aber verhindern es durch jahrelange Rechtswege
    > erfolgreich (dafür ist Geld da), dass die Telekom wenigstens die bestehende
    > Infrastruktur bestmöglich verwenden darf.
    Daß die größten Städte beim Vectoring-Ausbau erst relativ spät kommen, ist der Telekom selbst anzulasten. Sie ist mit ihren Umrüstungen nicht im Zeitplan.

    Wobei die Karte nicht wirklich aktuell ist. Der Vectoring-Ausbau ist weiter, als dort sichtbar.


    > Hier müsste endlich ein Machtwort der Bundesnetzagentur gesprochen werden,
    > dass sobald die Telekom Linecards auf Vectoring aufrüstet, es danach weder
    > durch irgendein ISDN-Querulant noch durch Förderrichtlinien verhindert
    > werden darf, sondern es das Ziel sein muss jedem Kunden die technisch
    > mögliche Höchstgeschwindigkeit bieten zu können. Die technischen
    > Schwierigkeiten sind schon schlimm genug, da braucht man nicht noch
    > ökonomische oder juristische Steine im Weg.
    ISDN ist technisch problemlos mit Vectoring kombinierbar. Daß nicht zu tun, ist reine Geschäftspolitik der Telekom. Zudem war spätestens 2013 absehbar, daß sie das nicht tun will. Derartige Verträge bis heute nicht komplett gekündigt zu haben, ist nur ihr Verschulden. Ebenfalls, daß sie es nicht hinbekommt, frühzeitig SIP-Trunk als vollen, flächendeckenden Ersatz für ISDN-Anlagenanschlüsse bereitzustellen.

    Das mit den Förderrichtlinien kommt von der EU, nicht der Netzagentur. Aber auch da ist die Telekom nicht ganz unschuldig, denn sie hätte schon frühzeitig ein umfangreiches VULA-Produkt ausarbeiten können, statt sich ewig dagegen zu sträuben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.17 18:03 durch sneaker.

  4. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: sneaker 01.08.17 - 18:00

    crossblade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier in Osnabrück ist VDSL 100 auch bereits verfügbar.
    > Hier gibt es sogar Zwei Anbieter - OsnaTel und Telekom die sich gegenseitig
    > komkurenz machen und deshalb ist es Abhänig wo man wohnt von wehm man das
    > schnelle Internet bekommt.
    Osnatel gehört zu EWE. EWE und Telekom haben kürzlich ihre Kooperation bekanntgegeben. Zukünftig wird es dann auch (spezielle) Telekom-Tarife über EWE-/Osnatel-Technik geben. Umgekehrt bietet EWE seit kurzem über Telekom-Technik an.

    (das nur als Anmerkung)

  5. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: a user 01.08.17 - 18:22

    Frankfurt am Main, 11 Jahre altes Baugebiet, nur 16 MBit DSL (effektiv 13MBit).

  6. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: ldlx 01.08.17 - 18:56

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sieht man auf die Ausbaukarte, finde ich mit Ausnahme von Hamburg kaum eine
    > Stadt, die 100 MBit/s Vectoring hat.
    Ein kleines Dorf östlich von Hamburg, 'tschuldigung, ist offensichtlich doch eine Stadt, im Zonenrandgebiet, hat bereits VDSL100. Auch wenn der DSLAM-Port zuletzt etwas gezickt hat (nach dem letzten Einsatz wurde mein Anschluss wohl auf einen anderen Port gesetzt), im Moment läuft das VDSL hier stabil, nur die gesyncte Upload-Gewschwindigkeit ist etwa 10% unter dem Soll. Meckern auf hohem Niveau ;-)

  7. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: Ovaron 01.08.17 - 19:05

    a user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------
    > Frankfurt am Main, 11 Jahre altes Baugebiet, nur 16
    > MBit DSL (effektiv 13MBit).

    Darmstadt Süd, 130 Jahre altes Baugebiet, 100 Mbit DSL (effektiv knapp 100)

    Wie lange ist es eigentlich her das die Feste Otzberg Neubaugebiet war?

  8. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: Freak126 01.08.17 - 20:00

    Köln Innenstadt 100mbit Vectoring von der Telekom

  9. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: johnripper 01.08.17 - 21:42

    Frankfurt Innenstadt (Seitenstraße der Zeil)
    Keine Ahnung wie alt das Gebot ist...kein Vectoring.

    Kann ich aber verstehen wenn man zuerst die DSL16 Regionen aufrüstet.

  10. Re: Berlin - Süd

    Autor: lucky_luke81 01.08.17 - 22:46

    Berlin - Südliche Stadtteile, man merkt nichts davon. direktes Umland ist allerdings schon lange mit Vectoring erschlossen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.17 22:47 durch lucky_luke81.

  11. Re: Berlin - Süd

    Autor: GenXRoad 02.08.17 - 05:19

    Worms Innenstadt, Bis auf wenige Strassenzüge trotz genügend DSLAM gemischt von 16Mbits (bei mir) bis zu 100Mbits die DSLAM usw stehen auch alle recht nahe? Evtl wurde hier ja schon in richtung Super Vectoring gedacht das Leitungen < 300m sind bzw so viele wie nur möglichst

  12. Re: Berlin - Süd

    Autor: JohannesKn 02.08.17 - 07:45

    Berlin Invalidenstr., quasi gegenüber vom bmwi.. 16 MBit.. oder 1&1 glasfaser fur 400¤ im Monat

  13. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: SmilingStar 02.08.17 - 11:57

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sieht man auf die Ausbaukarte, finde ich mit Ausnahme von Hamburg kaum eine
    > Stadt, die 100 MBit/s Vectoring hat. Fast alle nur maximal VDSL50. Das ist
    > einfach nur beschämend. Dabei sind viele Linecards schon dafür ausgelegt,
    > Vectoring ist nur softwaremäßig deaktiviert.

    Wie bereits angemerkt wurde, ist die Ausbaukarte der Telekom nicht zwangsweise auf dem aktuellsten Stand - in meinem Fall stimmt sie aber.
    Bei mir in Berlin, Stadtbezirk Lichtenberg und damit kein Neubaugebiet, ist VDSL Vectoring bis Mai 2017 ausgebaut worden und wird bis November 2017 im Bezirk noch weiter ausgebaut. Mein Anschluss summt bei etwas über 200m Entfernung zum Outdoor DSLAM mit vollen 100 MBit/s.

    Aber davon mal abgesehen, ist das nicht jammern auf sehr hohen Niveau, wenn dir VDSL 50 schon nicht passt?


    > Die Breko jammern alle paar Tage neu von Glasfaserausbau, bringen selbst
    > nichts zu Stande, aber verhindern es durch jahrelange Rechtswege
    > erfolgreich (dafür ist Geld da), dass die Telekom wenigstens die bestehende
    > Infrastruktur bestmöglich verwenden darf.

    Man schaue sich nur einmal die Teilnehmer an diesem "Kindergarten-Gezanke" an. Ein Konzern wie Vodafone mit seinen üppigen Milliardenumsätzen, der lieber ein bestehendes Netz mit Kundenstamm (Kabel Deutschland) kauft, anstatt selbst zu investieren.
    Auch 1&1 ist erst zum Glasfaserausbau gekommen, nachdem sie kleinere Wettbewerber wie Versatel gekauft haben - die dafür viel besser wussten, wie man selbst ausbaut.

    > [...]

    > Hier müsste endlich ein Machtwort der Bundesnetzagentur gesprochen werden,
    > dass sobald die Telekom Linecards auf Vectoring aufrüstet, es danach weder
    > durch irgendein ISDN-Querulant noch durch Förderrichtlinien verhindert
    > werden darf, sondern es das Ziel sein muss jedem Kunden die technisch
    > mögliche Höchstgeschwindigkeit bieten zu können. Die technischen
    > Schwierigkeiten sind schon schlimm genug, da braucht man nicht noch
    > ökonomische oder juristische Steine im Weg.

    Korrigieren wir mal dein Machtwort der BNetzA wie folgt: Sobald die Telekom einen Vectoring-Ausbau anmeldet und hiergegen die Wettbewerber einwende vorbringen, muss die BNetzA von diesen Wettbewerbern klare Fakten verlangen.
    D.h., wenn nicht die Telekom ausbauen soll, wann genau der Wettbewerber welchen Ausbau als Alternative erbringen will. Sobald es dann wieder nur blabla gibt oder schwammige Antworten mit fernen Vielleichtzeiten, muss der Einwand als Grundlos zurückgewiesen werden - weil der Wettbewerber dann offensichtlich kein eigenes Interesse an Investitionen hat.

  14. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: Faksimile 02.08.17 - 14:47

    Technisch mögliche Höchstgeschwindigkeit bietet die Telekom ja nicht an. Denn die erzielt man mit Glasfaser und nicht mit CuDA.

  15. Re: Man merkt in Städten nichts davon

    Autor: Ovaron 02.08.17 - 17:01

    Faksimile schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    > Technisch mögliche Höchstgeschwindigkeit bietet die
    > Telekom ja nicht an.

    Doch, tut sie.

    > Denn die erzielt man mit Glasfaser und nicht mit CuDA.

    Und genau über Glasfaser werden die Anschlüsse mit 10, 40, 100 und 400 Gbit bereit gestellt. Das Du Dir diese Anschlüsse nicht leisten kannst oder willst tut ihrer Existenz keinen Abbruch.

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