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  5. › Auswärtiges Amt: Umstieg auf…

Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

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  1. Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: Charles Marlow 17.02.11 - 18:39

    Ein bekannter US-Schriftsteller hat vor Jahrzehnten einmal eine Europareise gemacht. Allein und ohne jegliche (nennenswerte) Sprachkenntnisse.

    Zuerst war er in Italien. Dort kam er dank seiner Restaurantbesuche noch relativ gut zurecht. Zumindest beim Essen und Trinken.

    Danach war er in der Schweiz und Deutschland. Hier sprechen sehr viele Leute Englisch und er hatte keine Probleme.

    Dann ist er nach Frankreich. Als ihn einer seiner Freunde hinterher fragte, was bei seiner Reise am seltsamsten ("weirdest") gewesen wäre, meinte er das Essen in Frankreich: Pain (Schmerz), Crudites ("crude" - ungehobelt) und Pois(s)on (Gift). Wie gesagt, der Mann konnte kein Französisch*.

    So oder so ähnlich kommt mir das auch mit dem Personal des Auswärtigen Amtes vor. Die haben gemeint, nach Windows käme etwas Entsprechendes, das nur anders heisst. Aber vorbereitet bzw. entsprechend informiert haben (wurden) sie sich nicht.

    Dass man jetzt ausgerechnet wieder zu Windows XP zurückkehren möchte, macht deutlich, was wirklich das Problem ist.


    (* pain - Brot, crudités - Rohkost/Grünzeug, poisson - Fisch)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.11 18:40 durch Charles Marlow.

  2. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: OxKing 18.02.11 - 00:58

    Ich halte die Mitarbeiterbeschwerden ja nur für vorgeschoben
    damit der Leiter des Amtes (oder wer auch immer) nun nicht so blöd dasteht
    bei seinem Microsoft Freund der ihm den letzten Urlaub und die schönen
    Abendessen mit anschließendem Puffbesuch spendiert hat...

    Das viele Privatuser nichts mit Linux anfangen können sehe ich ja noch ein.
    Da hat man vielleicht mal Treiberprobleme, manche Spiele laufen nicht
    oder man findet die System-Einstellungen nicht so einfach etc.

    Aber in einer Arbeitsumgebung? Dokumente, eMail, Internet.
    Das alles sollte doch Reibungslos funktionieren.
    Treiberprobleme dürfte es überhaupt nicht geben,
    da die IT Abteilung doch wohl dafür zuständig ist,
    und entsprechend kompatible Hardware einheitlich und Amtsweit einkaufen sollte.
    Aber vielleicht ist es auch doch bloß die inkompetente IT Abteilung,
    die aus Beamten besteht die seit ihrem Windows NT Lehrgang nicht dazugelernt haben.
    Ich glaube aber doch eher an Korruption ähh... Lobyismus... oder Gefälligkeiten.

    Gruß,
    OxKing
    -------

  3. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: ID51248 18.02.11 - 01:28

    OxKing schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber in einer Arbeitsumgebung? Dokumente, eMail, Internet.
    > Das alles sollte doch Reibungslos funktionieren.

    Theoretisch ja. Für die Textverarbeitung mag es noch stimmen. Bei OpenOffice gibt es schon ein paar hässliche Ungereimheiten (Tabelleninhalte nach unten "verlängern" erfordert noch 2-3 zusätzliche Klicks, immer und immer wieder). Richtig lästig wird es mit dem PIM. Wo die MS-Welt das unangefochtene Outlook mit Office-Anbindung bietet, muss man unter Linux mit einer Web-Oberfläche vorlieb nehmen. Es gibt auch Bastellösungen mit Thunderbird und Plugins, aber nichts vereint Mail, Kalender und Kontakte auch nur ansatzweise so nahtlos wie Outlook.

    Unter Linux fühlt sich alles viel langsamer an: man muss mehr Klicken um das gleiche zu erreichen. Es sieht dabei oft hässlicher aus (weil die im Amt eher "ausgereiftere" Versionen benutzen werden, als Ubuntu oder Fedora). Lass die Lizenzkosten bei Windows 200 € jährlich sein - bei den durchschnittlichen Gehältern im Auswärtigen Amt dürfte das völlig lächerlich sein, selbst wenn die Anwender durch Windows nur 5 Minuten am Tag sparen.

    Ich verstehe die Entscheidung absolut. Windows Admins verbraten vielleicht mehr Zeit mit der Systempflege, aber Linux-Admins damit, den schlecht gelaunten Anwendern die inkonsistente Benutzerführung zu erklären. Linux hat 0,9 % Marktanteil an den Desktops, Windows hat über 80 %, das spricht Bände.

    Grüße
    Sascha

  4. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: exoriare 18.02.11 - 01:34

    ID51248 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Linux
    > hat 0,9 % Marktanteil an den Desktops, Windows hat über 80 %, das spricht
    > Bände.


    wenn 99% aller Hardware "windows lizensiert" oder mit W$ installiert sind, spricht das auch Bände...

  5. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: debattierer 18.02.11 - 01:44

    ich glaube das wirkliche problem ist die kompatibilität mit den anderen abteilungen, deren programmen und dateiformen!

  6. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: Der Kaiser! 18.02.11 - 02:08

    > Treiberprobleme dürfte es überhaupt nicht geben, da die IT Abteilung doch wohl dafür zuständig ist, und entsprechend kompatible Hardware einheitlich und Amtsweit einkaufen sollte.
    Was ist mit bereits gekaufter Hardware?

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  7. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: taudorinon 18.02.11 - 09:31

    Der Kaiser! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist mit bereits gekaufter Hardware?

    Das prüft man ggf. vor der Migration.
    Außerdem hat die Migration 2001 begonnen und daher dürfte ein Großteil der Bürohardware mittlerweile ausgetauscht worden sein.

  8. Re: Noch ein etwas seriöserer Beitrag.

    Autor: Beinemann 18.02.11 - 11:59

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein bekannter US-Schriftsteller hat vor Jahrzehnten einmal eine Europareise
    > gemacht. Allein und ohne jegliche (nennenswerte) Sprachkenntnisse.
    >
    > Zuerst war er in Italien. Dort kam er dank seiner Restaurantbesuche noch
    > relativ gut zurecht. Zumindest beim Essen und Trinken.
    >
    > Danach war er in der Schweiz und Deutschland. Hier sprechen sehr viele
    > Leute Englisch und er hatte keine Probleme.
    >
    > Dann ist er nach Frankreich. Als ihn einer seiner Freunde hinterher fragte,
    > was bei seiner Reise am seltsamsten ("weirdest") gewesen wäre, meinte er
    > das Essen in Frankreich: Pain (Schmerz), Crudites ("crude" - ungehobelt)
    > und Pois(s)on (Gift). Wie gesagt, der Mann konnte kein Französisch*.
    >
    > So oder so ähnlich kommt mir das auch mit dem Personal des Auswärtigen
    > Amtes vor. Die haben gemeint, nach Windows käme etwas Entsprechendes, das
    > nur anders heisst. Aber vorbereitet bzw. entsprechend informiert haben
    > (wurden) sie sich nicht.
    >
    > Dass man jetzt ausgerechnet wieder zu Windows XP zurückkehren möchte, macht
    > deutlich, was wirklich das Problem ist.
    >
    > (* pain - Brot, crudités - Rohkost/Grünzeug, poisson - Fisch)


    du könntest recht haben. diese tirade macht pamphlete salonfähig.

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