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Selbst schuld

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  1. Selbst schuld

    Autor: Ely 08.10.19 - 10:22

    Aktion und Reaktion.

    Die Aktion ist, es mit der Werbung zu übertreiben. Reklame ist heute ein ernstes IT-Sicherheitsrisiko, nervt, trackt, ist aufdringlich, laut, blinkt, verdeckt den eigentlichen Text.

    Die Reaktion ist ein Adblocker.

    Lösung: Online wie offline. Also die Werbung wie in der Zeitung machen. Nicht laut, nicht aufdringlich, nicht blinkend, nicht nervend, nicht störend, nichts verdeckend und, ganz wichtig, nicht trackend. Werbung in der Zeitung nehme ich durchaus wahr, Werbung im Internet ist bei mir zu 100 % auf jeder Seite blockiert. Dann werden weitaus weniger Adblocker genutzt.

  2. Re: Selbst schuld

    Autor: 0xDEADC0DE 08.10.19 - 10:29

    Ein "Bitte keine Werbung einwerfen"-Aufkleber ist auf meinem Briefkasten, trotzdem wurden da kostenlose Zeitschriften, die mehr beiliegende Werbung als eigentliche Seiten hatten, trotzdem in den Briefkasten geworfen. Hatte auch schon Makler-Werbung und von Parteien ungefragt was im Briefkasten. Letzteres müsste ich echt mal unfrankiert und mit "Keine Werbung heißt, keine Werbung!" zurücksenden... bei den kostenlosen Zeitschriften hatte es gereicht den Verleger anzuschreiben, schwupps war Schluss damit. Ist auch umweltfreundlicher, ich lese das eh kaum.

    Schade, dass es fürs Internet nicht auch so was in der Art gibt. Denn manche Werbung, z. B. in der Tageszeitung, will man ja sehen. Ich wünsche mir einen Standard für Werbung, gerne in verschiedenen Formen, und ich kann selbst auswählen, welchen ich sehen will und welchen nicht. Ganz ohne Werbeblocker, der Broswer sagt der Webseite was sie darf und was nicht... doch leider halten sich diese Webseiten genauso wenig an solche Vorgaben, wie es manche Austräger tun.

  3. Re: Selbst schuld

    Autor: dancle 08.10.19 - 11:30

    0xDEADC0DE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "Bitte keine Werbung einwerfen"-Aufkleber ist auf meinem Briefkasten,
    > trotzdem wurden da kostenlose Zeitschriften, die mehr beiliegende Werbung
    > als eigentliche Seiten hatten, trotzdem in den Briefkasten geworfen. Hatte
    > auch schon Makler-Werbung und von Parteien ungefragt was im Briefkasten.
    > Letzteres müsste ich echt mal unfrankiert und mit "Keine Werbung heißt,
    > keine Werbung!" zurücksenden... bei den kostenlosen Zeitschriften hatte es
    > gereicht den Verleger anzuschreiben, schwupps war Schluss damit. Ist auch
    > umweltfreundlicher, ich lese das eh kaum.

    Du musst kostenlose Zeitungen halt auch explizit in der Aufforderung am Briefkasten ausschließen, da diese auch als redaktionelles Erzeugnis gelten, selbst wenn sie zu 90% aus Werbung bestehen. Die Anrufe kann man sich mit einen Aufkleber "Bitte keine Werbung oder kostenlose Zeitungen einwerfen" ersparen.

  4. Re: Selbst schuld

    Autor: 0xDEADC0DE 08.10.19 - 12:39

    dancle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du musst kostenlose Zeitungen halt auch explizit in der Aufforderung am
    > Briefkasten ausschließen, da diese auch als redaktionelles Erzeugnis
    > gelten, selbst wenn sie zu 90% aus Werbung bestehen. Die Anrufe kann man
    > sich mit einen Aufkleber "Bitte keine Werbung oder kostenlose Zeitungen
    > einwerfen" ersparen.

    Das weiß ich und habe ich bewusst nicht gemacht, weil meine Frau diese "Zeitungen" lesen wollte. Ich hatte mich nur beschwert, weil a) viel zu viel Werbung beilag und b) auch Werbung beilag, die gar nicht auf dieser "Zeitung" aufgeführt wurde.

    Ironischerweise hat man die Austräger wohl informiert bei "keine Werbung" diese "Zeitschrift" nicht mehr auszuteilen, obwohl sie als "kostenlose Zeitung" rein rechtlich weiterhin ausgeteilt werden dürfte. Ich hätte meinen Aufkleber ergänzt, aber es ist ja nicht notwendig.

  5. Re: Selbst schuld

    Autor: Yash 08.10.19 - 13:34

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktion und Reaktion.
    >
    > Die Aktion ist, es mit der Werbung zu übertreiben. Reklame ist heute ein
    > ernstes IT-Sicherheitsrisiko, nervt, trackt, ist aufdringlich, laut,
    > blinkt, verdeckt den eigentlichen Text.
    >
    > Die Reaktion ist ein Adblocker.
    >
    > Lösung: Online wie offline. Also die Werbung wie in der Zeitung machen.
    > Nicht laut, nicht aufdringlich, nicht blinkend, nicht nervend, nicht
    > störend, nichts verdeckend und, ganz wichtig, nicht trackend. Werbung in
    > der Zeitung nehme ich durchaus wahr, Werbung im Internet ist bei mir zu 100
    > % auf jeder Seite blockiert. Dann werden weitaus weniger Adblocker genutzt.

    Werbung die nichts bringt verkauft sich nicht. Meiner Meinung nach benötigt man entweder schreiende Werbung (blinkend, laut, aufdringlich) und dann in der Masse oder personalisierte Werbung (Tracker), die auch in Nischen gut funktioniert. Weder schreiend noch personalisiert funktioniert nicht.

    Da die Personalisierung durch die Cookiegesetze extrem zurückgefahren wird, werden schreiende Werbeformate zunehmen und der Kampf zwischen Adblockern und Adblocker-Blocker zunehmen. Eine der wichtigsten Ansatzpunkte werden Werbeformate sein, die nicht von anderen Servern kommen, also schwieriger bis gar nicht über DNS-Blocker geblockt werden können. Dann eine Randomisierung und Anpassung des Quellcodes an die üblichen redaktionellen Formate, damit es Scriptblocker schwieriger haben den echten Content von Werbecontent zu unterscheiden.

    Facebook ist da z.B. ziemlich gut darin, bei denen sehe ich ziemlich oft Werbung trotz aktueller Filterlisten. Und als redaktionelle Beiträge verpackte Werbung sehe ich auch noch recht häufig auf Spon usw. (und das finde ich viel schlimmer als schreiende Werbung).

  6. Re: Selbst schuld

    Autor: 0xDEADC0DE 08.10.19 - 16:41

    Ob eine Werbung was bringt oder nicht lässt sich doch oft gar nicht feststellen. Man hat ein Indiz, wenn man mehr Produkte/Services an den Mann gebracht hat, nachdem man eine neue Werbekampagne gestartet hatte. Höchstens man macht die Käufe/Inanspruchnahme an die Werbung fest, indem man nur über diese z. B. Links öffnen kann. Aber das macht doch quasi niemand, von Affility-Links oder was es sonst noch so gibt abgesehen.

  7. Re: Selbst schuld

    Autor: The Insaint 08.10.19 - 18:22

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine der wichtigsten Ansatzpunkte werden Werbeformate sein, die nicht von anderen Servern kommen, also schwieriger bis gar nicht über DNS-Blocker geblockt werden können. Dann eine Randomisierung und Anpassung des Quellcodes an die üblichen redaktionellen Formate, damit es Scriptblocker schwieriger haben den echten Content von Werbecontent zu unterscheiden.

    Na, zum Glück aber muß Werbung im Netz gekennzeichnet werden. Daher wird's wohl nicht sehr aufwendig sein, die damit verpflichteten tags zu finden. :)
    https://www.berliner-rechtsanwaeltin.de/rechtsgebiete/blog-und-recht/rechtliche-anforderungen-kennzeichnung-von-werbung-in-blogs/

    Was auf Blogs gilt, gilt natürlich und vor allem auch für andere websites.

  8. Re: Selbst schuld

    Autor: azeu 10.10.19 - 22:38

    > oder personalisierte Werbung (Tracker), die auch in Nischen gut funktioniert.

    Das ginge aber auch ohne Tracker. Wenn ich z.B. oft auf golem unterwegs bin, dann darf mir die Werbung links und rechts gerne Produkte aus der IT zeigen.
    Oder Baby-Produkte auf einer Seite für Baby-Namen etc.

    Oder man holt sich die Daten die man jetzt umständlich über Tracking sammelt einfach über (lukrative) Gewinnspiele bei denen die Teilnehmer ihre persönlichen Daten angeben müssen. Und wenn sie da bewusst falsche Angaben machen und Gewinnen sollten, dann wird ihnen zur Strafe halt der Gewinn verweigert o.ä.

    Also Lösungen und Wege gibt es durchaus aber die Dinosaurier in den Verlagen, die selbst 2019 das Internet immer noch nicht verstanden zu haben scheinen, kommen natürlich nicht von alleine drauf.

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