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Wozu so viel?

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  1. Wozu so viel?

    Autor: christian_k 26.11.21 - 22:14

    Mit 100 MHz (bzw. 2x50) kann man ein ordentliches, öffentliches 4G Netz betreiben und viele Millionen Nutzer versorgen.
    Wie begründet man einen so hohen Bedarf?

  2. Re: Wozu so viel?

    Autor: Vögelchen 27.11.21 - 00:40

    christian_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit 100 MHz (bzw. 2x50) kann man ein ordentliches, öffentliches 4G Netz
    > betreiben und viele Millionen Nutzer versorgen.
    > Wie begründet man einen so hohen Bedarf?


    Die Reste von Mappus Truppe stehen halt immer noch für Korruption und Selbstbedienung.

  3. Re: Wozu so viel?

    Autor: Renegade3349 27.11.21 - 08:03

    Vielleicht erst viel fordern und sich dann mit weniger zufrieden geben?

    Die jetzigen BOS Frequenzen waren aber meiner Meinung nach wirklich eine Fehlplanung. Der Empfang ohne Basisstationen ist extrem mies. Bei einem Verkehrsunfall konnten wir nicht einmal um eine Kurve funken, weil da Gebäude standen. Das waren vielleicht 20m Luftlinie. Die alten Analoggeräte hatten deutlich mehr Sendeleistung und bessere Bänder und hatten dadurch deutlich später Probleme. Die früher vorgesehene Repeaterfunktion in den Autos wurde per Update deaktiviert und die Feuerwehr muss ständig Handfunkgeräte an passenden Punkten als Repeater liegen lassen, damit die Einsatzkräfte in Gebäuden noch mit der Leitung draußen kommunizieren können.
    Dazu noch die Zwangskopplung an wenige Anbieter, die jetzt, oh Wunder, Abogebühren für Updates verlangen und alte Geräte nicht mehr versorgen. Daher wird man gezwungen neu zu kaufen und Wartungsverträge abzuschließen, weil es ja immer sein kann, dass wieder jemand auf die Idee kommt die Rufgruppen zu ändern und dann Geräte ohne Update nicht mehr funktionieren. Eine richtige Gelddruckmaschine. Im Gegensatz zu Bundeswehr, Feuerwehr und THW müssen die Hilfsorganisationen das übrigens selber zahlen.

    Aber anderer Vorschlag: Was ist mit den Frequenzen im 2m und 4m Band für Analogfunk? Die werden momentan noch als Notfall Backup frei gehalten, aber die könnte man doch sicher auch gut nutzen. Wenn Digitalfunk zusammenbrechen sollte hindert einen ja niemand daran dann auf Analog zu wechseln...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.21 08:06 durch Renegade3349.

  4. Re: Wozu so viel?

    Autor: BuzzLightyear 27.11.21 - 09:24

    Renegade3349 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht erst viel fordern und sich dann mit weniger zufrieden geben?
    >
    > Die jetzigen BOS Frequenzen waren aber meiner Meinung nach wirklich eine
    > Fehlplanung. Der Empfang ohne Basisstationen ist extrem mies. Bei einem
    > Verkehrsunfall konnten wir nicht einmal um eine Kurve funken, weil da
    > Gebäude standen. Das waren vielleicht 20m Luftlinie. Die alten Analoggeräte
    > hatten deutlich mehr Sendeleistung und bessere Bänder und hatten dadurch
    > deutlich später Probleme. Die früher vorgesehene Repeaterfunktion in den
    > Autos wurde per Update deaktiviert und die Feuerwehr muss ständig
    > Handfunkgeräte an passenden Punkten als Repeater liegen lassen, damit die
    > Einsatzkräfte in Gebäuden noch mit der Leitung draußen kommunizieren
    > können.
    > Dazu noch die Zwangskopplung an wenige Anbieter, die jetzt, oh Wunder,
    > Abogebühren für Updates verlangen und alte Geräte nicht mehr versorgen.
    > Daher wird man gezwungen neu zu kaufen und Wartungsverträge abzuschließen,
    > weil es ja immer sein kann, dass wieder jemand auf die Idee kommt die
    > Rufgruppen zu ändern und dann Geräte ohne Update nicht mehr funktionieren.
    > Eine richtige Gelddruckmaschine. Im Gegensatz zu Bundeswehr, Feuerwehr und
    > THW müssen die Hilfsorganisationen das übrigens selber zahlen.
    >
    > Aber anderer Vorschlag: Was ist mit den Frequenzen im 2m und 4m Band für
    > Analogfunk? Die werden momentan noch als Notfall Backup frei gehalten, aber
    > die könnte man doch sicher auch gut nutzen. Wenn Digitalfunk
    > zusammenbrechen sollte hindert einen ja niemand daran dann auf Analog zu
    > wechseln...

    Du musst in einem sehr seltsamen Bundesland leben.
    2013 habe ich nach dem Hochwasser eine Mängelliste erstellt. Dies betraf Bereiche ohne Versorgung und Bereiche in den unsere Rufgruppen nicht nutzbar waren. Unsere TTB (TTB-THW) und die ASDN Niedersachsen waren sehr bemüht alle Mängel abzustellen und waren damit auch erfolgreich.

    Zum Thema Ausstattung mit Funkgeräten:
    Ein Zwangskopplung an wenige Anbieter gibt es nicht. Jeder Hersteller hat die Möglichkeit seine Tetra Geräte entsprechend zertifizieren zu lassen. Das daran nur wenige Hersteller Interesse haben steht auf einem anderen Blatt.
    Mich nerven auch die relativ kurzen Produktzyklen, aber das ist der Zeitgeist. Ich hätte es schön gefunden wenn der BUND ein paar mehr Vorgaben (z.B. Bauform, Schnittstellen) gemacht hätte, dann hätten wir aber vermutlich wirklich nur einen Anbieter gehabt.
    Was ich aber wieder seltsam finde: Alle Landkreise die ich kenne haben einen Großteil der Kosten für die Geräte der HiOrgs übernommen. Teilweise müssen sie es ja sogar, wenn es offizielle KatS Fahrzeuge sind (hat da nicht der BUND gezahlt?).
    Wenn eine HiOrg natürlich der Meinung ist sie müsse jeden Helfer mit nem HRT ausstatten, naja, da hätte ich als Landkreis auch mal STOP gesagt…

    Mein Fazit: Für meine Bundesanstalt ist der Digitalfunk ein Segen gewesen. Vorher waren wir kommunikationstechnisch irgendwo in der Vorsteinzeit…

  5. Re: Wozu so viel?

    Autor: hudi 28.11.21 - 01:25

    Indem man gleichzeitig in einem Gebiet z.B. unterschiedliche Betriebsmodi fahren muss. Dazu kommen dann noch so ein paar kleine Unterschiede zwischen der Funktion von klassischem Funk (wenn hier auch Digital) zu Mobil-Telefonie.
    Dann darf man sich auch überlegen, dass es mehr Nutzergruppen als nur Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und Militär gibt. Dazu noch ein paar Reserven und dann kommt man schon auf einen gewissen Bereich den man sich einfach mal Pauschal sichern sollte.

  6. Re: Wozu so viel?

    Autor: FlashBFE 28.11.21 - 11:23

    Ich schätze darüber sollen mehr als nur Sprachdienste laufen. Es wäre bei so einer Umstellung auch Quatsch, einfach nur an einen Ersatz von Tetra zu denken. Man kann sich moderne Armeen angucken, wo zumindest bei Spezialeinheiten jeder Soldat eine Telemetrie hat. Vielleicht will man auch mal ein Videostream einer Drohne live übertragen und denkt an Fernsteuerung über dieses Netz. Größere Lagepläne sollten auch mal klappen. In Katastrophenfällen darf so ein Netz auch nicht gleich überlastet werden, selbst wenn sehr viele Einheiten vor Ort sind. Da braucht man dann viele schmale Kanäle. Und im Militäreinsatz ist es immer möglich, dass ein Teil der Frequenzen gestört wird. Da muss man dann mit dem Rest auskommen, deshalb auch immer mindestens eine Zweiteilung auf verschiedene Frequenzbereiche.

  7. Re: Wozu so viel?

    Autor: Renegade3349 28.11.21 - 11:41

    BuzzLightyear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du musst in einem sehr seltsamen Bundesland leben.
    > 2013 habe ich nach dem Hochwasser eine Mängelliste erstellt. Dies betraf
    > Bereiche ohne Versorgung und Bereiche in den unsere Rufgruppen nicht
    > nutzbar waren. Unsere TTB (TTB-THW) und die ASDN Niedersachsen waren sehr
    > bemüht alle Mängel abzustellen und waren damit auch erfolgreich.
    Wie gesagt, die sind ja auch staatlich finanziert. Da zahlt keiner irgendwas, Strom, Wasser Miete, Putzfrau, Anschaffungen, ... wird da alles bezahlt.
    Irgendwie hat niemand am Schirm, dass DRK, Malteser, Johanniter, ASB usw. sich das im Ehrenamt selber finanzieren müssen.

    Aber ja, Katastrophenschutz wird vom Land übernommen. Wenn dann im Ernstfall nur Fahrzeuge und Geräte vom Land kommen kann man aber lange Gesichter sehen.

    Es ärgert mich auch weniger, dass die zusätzlichen Geräte nicht bezahlt werden, sondern, dass neue Geräte überhaupt nötig sind. Die HBC und SSC in Version 1 und 2 haben bisher keine fehlenden Funktionen, die ein Upgrade "aus Sicherheitsgründen" notwendig machen würden. Die sind einfach nur nicht mehr supportet.

    Und fehlende Rufgruppen kann man jetzt schon per Kurzwahl (z.B. bei Grenzfahrten in andere Bundesländer) wählen. Das man die nicht einspeichern kann ohne das Gerät neu zu programmieren (wofür man natürlich einen Schlüssel braucht) ist halt absichtlich nicht möglich.
    Ansonsten könnte man die Geräte auch deutlich länger nutzen.

    Und die letzte Empfehlung der Hersteller einfach immer die neuesten Geräte zu kaufen, um einen möglichst langen Produktzyklus zu haben ist auch eine Frechheit...

    Digitalfunk finde ich im Prinzip auch gut, aber durch geringe Sendeleistung, schlecht gewählte Frequenzen, Abhängigkeit von Basisstationen (vor allem wegen der Reichweite), Updatepolitik, und die Gedenksekunden nach dem Drücken der Sprechtaste bis man einen Slot bekommt machen einem das allerdings etwas madig.
    Dazu kommen nicht umgesetzten Features wie Wechselsprechen, Datentransfer, Standortübermittlung und ähnlichen im Vorfeld angekündigten Funktionen (Bandbreitenmangel) und nachträglich gestrichene Funktionen wie Repeater und Gateway für Fahrzeuge.

    Aber wenigstens hat man, solange man Empfang hat, eine gute Verbindung und bei den bisherigen Geräten sind auch Features wie Geräuschunterdrückung nicht schlecht. Man kann sogar neben einem dicken Notstromaggregat noch verstanden werden.

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