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Was soll ich sagen...
Autor: divStar 19.08.12 - 16:08
... es ist schon bemerkenswert, dass "Befragungen" nicht über z.B. Online-Dienste wie Skype durchgeführt werden können. Die Angst, dass Assange ausgeliefert wird, wenn er nach Schweden überstellt ist, ist vollkommen begründet, da man weder Schweden noch - vor allem -deren Justiz trauen kann. Und dass die USA sich einen Dreck um die Nationalität eines Menschen scheren wenn er - durch Offenlegung der Wahrheit - sie "angeschwärzt" hat - ist ebenfalls bekannt. Ich frage mich wer hier was ist.. die Amis sind aber offensichtlich Faschisten - unter dem Deckmantel von Demokratie und Schein-Gleichberechtigung.
Es ist offensichtlich, dass Assange nicht der Befragung wegen nach Schweden ausgeliefert werden soll, sondern weil es mit das einzige Land mit einem direkten Abkommen mit der USA ist, was die Auslieferung von Menschen angeht. Um das zu erkennen muss man wahrlich kein Verschwörungstheoretiker sein, sondern die Fakten wie 1 und 1 zusammenzählen.
Ich wünsche ihm jedenfalls viel Glück und Erfolg. Auch wenn es hochgegriffen ist, so sind er und der Manning die wahren Helden in einem sonst von gewissens- und erbarmungslosen Politikern regiertem Zeitalter. Wer Wahrheit ans Volk bringt, macht sich strafbar - das ist mal eine tolle Nachricht. Aber .. wer Wind sät, wird Sturm ernten - das wissen die da oben leider nicht. -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Anonymer Nutzer 19.08.12 - 16:21
Dieser Aspekt stört mich auch ungemein an der ganzen Sache. Ich mein, wir reden hier über aufgedeckte Kriegsverbrechen, Herr Gott nochmal.
Wenn Wikileaks die Kriegsverbrechen eines anderen Landes auf diese Art und Weise aufgeklärt hätte, hätten Assange und Manning schon längst den Friedensnobelpreis erhalten.
Diese ganze Geschichte mit dem Verratsvorwurf ist so eine (faschistische) Heuchelei die zum Himmel stinkt. -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Accolade 19.08.12 - 16:35
azeu schrieb:
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> ... hätten Assange und Manning schon längst den
> Friedensnobelpreis erhalten.
und in wirklichkeit bekommt das Chef dieses Verbrecherlandes den Nobelpreis. Das Land der Heuchler und Koruption. Das Land der Freiheit Minderjährige hinzurichten und das Land welches so verdreht ist wo Menschen glauben Schwule wären nicht von Gott gemacht. Die Liste kann jetzt ewig so weiter gehen. Amerika ist nur noch ein fürchterliches Land. -
Befragungen ...
Autor: Anonymer Nutzer 19.08.12 - 16:52
... werden immer höchst persönlich ausgeführt.
Da wäre es schon eher zu fragen ob sich nicht schwedische Vermittler/Befrager nach London begeben sollten.
Aber dem steht einiges entgegen.
Der Beschuldigte hat zu erscheinen, nicht der Staat(sanwalt).
Man weiss nicht ob das alles nun gehypt ist oder nicht.
Vielleicht wird er in Schweden befragt und dann laufen gelassen.
Oder auch nicht.
Jedenfalls macht Assange nun Weltpolitik, zumindest einen Augenblick lang.
Jedenfalls wird Grossbrittanien Schaden nehmen an dieser Affäre, gleich wie sie ausgeht.
Den die lateinamerikanischen Länder werden nun wohl etwas mehr auf wirtschaftliche und politische Distanz gehen zu Grossbrittanien, und das können die nicht gerade brauchen.
Der Karriere von Assange (was auch immer die sein soll) hat die Ecudor-Botschafts-Affäre einen Schub gegeben.
Anderseits vermute ich dass Assange bald in der Versenkung verschwinden wird.
Wikileaks ist tot, für die spendet keiner mehr, weder Geld noch Informationen noch Vertrauen.
Dem entsprechend braucht Assange eine neues Geschäftsmodell bwz. Wikileaks umwidmen. -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: KurtSchwitters 19.08.12 - 17:09
Man sollte Amerikanische Produkte meiden wo es nur geht, ich meine jetzt nicht unbedingt Spiele,Filme etc. aber so Sachen wie zb. Bier,Rindfleisch etc.
Ich trinke seit zwei Jahren fast kein Becks mehr! Und hätte ich mir damals den Becksschlüssel tätowieren lassen dann hätte ich den jetzt weglasern lassen - Kann doch nicht mit einer Amerikaflagge durch die Gegend laufen!
Übrigens sollte man auf jedes Bier von Anheuser Busch verzichten und statt 17¤ im Supermarkt für das Kilogramm amerikanisches Rindviech sollte man lieber bei einem anständigem deutschem/türkischem/russischem Schlachter oder auf dem Markt zum selbem Kurs einkaufen gehen!
Ich habe nichts gegen das Volk - Aber gegen den Staat! -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Verleihnix 19.08.12 - 17:15
divStar schrieb:
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> Die Angst, dass
> Assange ausgeliefert wird, wenn er nach Schweden überstellt ist, ist
> vollkommen begründet, da man weder Schweden noch - vor allem -deren Justiz
> trauen kann.
Und woher nimmst du diese Weisheit? Der schwedische Außenminister hat sich bereits zu der Frage geäußert und erklärt, dass Schweden Assange nicht ausliefern wird, da ihm in den USA wg Hochverrat möglicherweise die Todesstrafe droht und Schweden grundsätzlich nicht in Länder ausliefert, in denen diese Art der Strafe droht. Das die Schweden ihre rechtsstaatlichen Grundsätze in dieser Sache grundlos über Bord werfen dürfte doch eher unwahrscheinlich sein. Andernfalls würde dem Land ein nicht mehr revidierbarer Image-Schaden entstehen. Und da Herr Assange über hoch dotierte Anwälte verfügt, sollte ihm das auch bekannt sein.
Der Fall dreht sich nur noch um Assange und sein Ego. Über das schwedische Sexualstrafrecht kann man denken was man möchte (in anderen Ländern gilt übrigens eine ähnliche Auslegung der Vergewaltigung) aber jedes rechtsstaatliche, souveräne Land hat das Recht zum Zwecke der Strafverfolgung einen möglichen Täter zu befragen, in Untersuchungshaft nehmen, usw., Es gelten die selben Spielregeln wie für jeden x-beliebigen Tatverdächtigen auch.
Somit bleibt die "Balkonrede" nicht mehr oder weniger als der Versuch einer Verschwörungstheorie eines tatverdächtigen Narzissten. Und dank der Medien und Gläubigen, wird diese "Wahrheit" schnell in Welt hinausgetragen und maßlos überzogen.
/edit:
Und um es klar zu stellen. Ich halte Wikileaks für eine sinnvolle und wertvolle Institution, die in der neueren Geschichte viel zum Guten bewegt hat. Und doch leidet das Projekt wiederum am Ego Assanges und wird früher oder später sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.12 17:23 durch Verleihnix. -
Sinn von Wikileaks
Autor: aktenwaelzer 19.08.12 - 17:35
Verleihnix schrieb:
> Und um es klar zu stellen. Ich halte Wikileaks für eine sinnvolle und
> wertvolle Institution,
Ich nicht, weil eine reine Petzseite ohne redaktionelle Aufarbeitung nicht nur keinen Sinn ergibt, sondern sowohl für Beteiligte als auch Unbeteiligte gefährlich sein kann. Damit stellt sich für mich auch der Wert dieser Seite in Frage.
> die in der neueren Geschichte viel zum Guten bewegt hat.
Das mag sein, liegt aber nicht an Wikileaks, sondern an der Bereitschaft von Individuen, unangenehme Geheimnisse auszuplaudern. Diese Informationen hätten sie problemlos auch an ausgewählte Zeitungen weitergeben können. Dort wäre der Umgang damit auch verantwortungsvoller gewesen als bei dieser Petzseite, deren Attraktivität nur darin liegt, dass sie "online" funktioniert. -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Rogolix 19.08.12 - 17:48
KurtSchwitters schrieb:
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> Ich trinke seit zwei Jahren fast kein Becks mehr! Und hätte ich mir damals
> den Becksschlüssel tätowieren lassen dann hätte ich den jetzt weglasern
> lassen - Kann doch nicht mit einer Amerikaflagge durch die Gegend laufen!
Becks ist genauso viel oder wenig amerikanisch wie Mercedes deutsch ist. Das sind alles internationale Konzerne, geleitet nach den gleichen angelsächsischen Managerphilosophien. Hergestellt wird hier und dort, wo es gerade am billigsten ist oder sonst irgendwie günstig.
> Übrigens sollte man auf jedes Bier von Anheuser Busch verzichten und statt
> 17¤ im Supermarkt für das Kilogramm amerikanisches Rindviech sollte man
> lieber bei einem anständigem deutschem/türkischem/russischem Schlachter
> oder auf dem Markt zum selbem Kurs einkaufen gehen!
Vielleicht bin ich nicht mehr auf dem aktuellen Stand, aber das meiste US-Fleisch darf doch wegen den künstlichen Hormonen eh nicht hier verkauft werden, oder? -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Raumzeitkrümmer 19.08.12 - 17:53
Was ist die Mafia?
Die Mafia ist eine Organisation, die sich um die Belange ihrer Mitgliedere kümmert. Dazu stehen in ihren Diensten: eingeschworene Juristen für juristische Belange, eingeschworene Spezialkräfte, die für Sicherheit sorgen. Kinder halten sich in eigenen Kindergärten auf (damit die Eltern ungestört für die Mafia arbeiten können). Für alle Dienstleistungen zahlen die Mitglieder, wenn auch ungern, ein paar Prozent ihres Umsatzes. Betrügereien durch heimliche Umsätze bekommt die Mafia schnell durch Ankauf von Spitzel-Informationen spitz. Für die Sorgen zahlenden Mitglieder hat man Verständnis und kümmert sich meist sehr schnell und effektiv darum. Für "bezahlte" Mitglieder gelten andere Gesetze, die dürfen auch schon mal foltern. -
Re: Sinn von Wikileaks
Autor: Anonymer Nutzer 19.08.12 - 18:09
> Diese Informationen hätten sie problemlos auch an ausgewählte Zeitungen weitergeben können.
Wie gut man sich auf die Medien verlassen kann, sieht man schön an der ganzen Syrien-Propaganda, der Russland-Propaganda, der Iran-Propaganda usw. -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Raumzeitkrümmer 19.08.12 - 18:29
ca. 834 "Familien" aus 57 Ländern haben sich die Welt untereinander aufgeteilt. Wenn man will, eine Organisation der Gewinner ;-), denn sie kontrollieren die Zentralbanken und treiben die Regierungen vor sich her. Ihr Grundmotto: Sparen für die Armen, Steuererleichterungen für die Reichen.
Landesgrenzen gibt es für sie nicht, und wenn dann nur in dem Sinne, als dass hier "durch Zäune" die Schafe zusammengehalten werden. Also Zäune für Schafe und nicht für Mitglieder der "Großfamilien". -
Re: Sinn von Wikileaks
Autor: Raumzeitkrümmer 19.08.12 - 18:31
Auf den Petzseiten standen doch nur harmlose Sachen.
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Re: Was soll ich sagen...
Autor: Emulex 19.08.12 - 18:34
Verleihnix schrieb:
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> Der Fall dreht sich nur noch um Assange und sein Ego.
Glaubt denn wirklich jemand dass es ihm je um was andres ging ? -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Raumzeitkrümmer 19.08.12 - 18:53
"fürchterlich" ist vielleicht das bessere Wort. "furchtbar" könnte man als bar jeder Furcht" im Sinne von furchtlos verstehen. Gemeint ist natürlich der Gegensatz von furchtbar und furchtlos. Der erste fürchtet den Missbrauch nicht, der zweite hat den Mut zur Gerechtigkeit.
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Re: Was soll ich sagen...
Autor: Cidfreak 19.08.12 - 18:58
Emulex schrieb:
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> Verleihnix schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Der Fall dreht sich nur noch um Assange und sein Ego.
>
> Glaubt denn wirklich jemand dass es ihm je um was andres ging ?
Nein.
Ihm ging es IMMER um sein Ego, was ihn wahrscheinlich auch zu den Frauengeschichten "getrieben" hat.
Er war der Meinung, dass er Sonderrechte hat, dass Gesetze für ihn nicht gelten & dass sich bitte die gesamte westliche Welt nach ihm, dem großen Wikileaks-"Offenbarer", richten.
Ich hoffe, dass er irgendwann in GB verhaftet, nach Schweden ausgeliefert & dort angeklagt wird.
Zu Manning kann ich nur sagen: Wie tief muss ein Mensch sinken, um einen Eid auf eine Demokratie zu schwören & sich dann, sobald das Vertrauen da ist, dieses Vertrauen gnadenlos ausnutzen.
Ich hoffe, dass er bald angeklagt & schnell verurteilt wird, bevor dieses Verhalten Schule macht.
P.S.: Nicht, dass ich unterstütze, was die USA im Irak & Guantanamo machen, ich bin einfach nur der Meinung, dass sinnfreie, unreflektierte Verbreitung von Militärgeheimnissen nicht das Wahre ist.
Sinnvoller wäre eine journalistische Aufarbeitung, ohne Militärgeheimnisse zu verbreiten.
Jemand, der sich als Soldat verpflichtet, der muss auch gegen seine persönlichen Interessen handeln können.
Gruß
Cidfreak -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Anonymer Nutzer 19.08.12 - 19:13
Cidfreak schrieb:
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> Emulex schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Verleihnix schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > -----
> > > Der Fall dreht sich nur noch um Assange und sein Ego.
> >
> > Glaubt denn wirklich jemand dass es ihm je um was andres ging ?
>
> Nein.
> Ihm ging es IMMER um sein Ego, was ihn wahrscheinlich auch zu den
> Frauengeschichten "getrieben" hat.
Ein Vorurteil, weiter nichts.
> Er war der Meinung, dass er Sonderrechte hat, dass Gesetze für ihn nicht
> gelten & dass sich bitte die gesamte westliche Welt nach ihm, dem großen
> Wikileaks-"Offenbarer", richten.
Verwechselst Du jetzt nicht Assange mit USA?
> Ich hoffe, dass er irgendwann in GB verhaftet, nach Schweden ausgeliefert &
> dort angeklagt wird.
D.h. Du weißt bereits definitiv, das er schuldig ist?
> Zu Manning kann ich nur sagen: Wie tief muss ein Mensch sinken, um einen
> Eid auf eine Demokratie zu schwören & sich dann, sobald das Vertrauen da
> ist, dieses Vertrauen gnadenlos ausnutzen.
Eine Demokratie darf gegen Menschenrechte verstossen?
> Ich hoffe, dass er bald angeklagt & schnell verurteilt wird, bevor dieses
> Verhalten Schule macht.
Ist das jetzt Dein Ernst? Dürfen Demokratien Menschenrechte mit Füssen treten? Und jeden für immer wegsperren - ohne Anklage - der dagegen etwas unternimmt?
> P.S.: Nicht, dass ich unterstütze, was die USA im Irak & Guantanamo machen,
Genau DAS tust Du aber mit Deiner Argumentation.
> ich bin einfach nur der Meinung, dass sinnfreie, unreflektierte Verbreitung
> von Militärgeheimnissen nicht das Wahre ist.
Meinst Du jetzt die Depeschen oder die Kriegsverbrechen? Ist das Abschlachten von Zivilisten ein schützenswertes Militärgeheimnis? Sind entwürdigende Feststellungen von diversen US-Dimplomaten gegenüber dem Rest der Welt, etwa auch schützenswert?
> Sinnvoller wäre eine journalistische Aufarbeitung, ohne Militärgeheimnisse
> zu verbreiten.
Eine journalistische Aufarbeitung in der Art wie kurz vor dem Irak-Krieg.
> Jemand, der sich als Soldat verpflichtet, der muss auch gegen seine
> persönlichen Interessen handeln können.
Aber nicht gegen sein Gewissen.
Ich darf an dieser Stelle mal an den erlogenen Irak-Krieg erinnern. Herr Bush Jr. hat das sogar schon längst alles zugegeben und läuft trotzdem noch frei rum. Wie "demokratisch" und "patriotisch" ist das denn bitte? -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Cidfreak 19.08.12 - 19:25
azeu schrieb:
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> Cidfreak schrieb:
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> > Emulex schrieb:
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> > > Verleihnix schrieb:
> > >
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> > > > Der Fall dreht sich nur noch um Assange und sein Ego.
> > >
> > > Glaubt denn wirklich jemand dass es ihm je um was andres ging ?
> >
> >
> > Nein.
> > Ihm ging es IMMER um sein Ego, was ihn wahrscheinlich auch zu den
> > Frauengeschichten "getrieben" hat.
>
> Ein Vorurteil, weiter nichts.
>
Also hat er kein gewaltiges Ego ?
> > Er war der Meinung, dass er Sonderrechte hat, dass Gesetze für ihn nicht
> > gelten & dass sich bitte die gesamte westliche Welt nach ihm, dem großen
> > Wikileaks-"Offenbarer", richten.
>
> Verwechselst Du jetzt nicht Assange mit USA?
>
Nein. Die aktuelle politische Stellung der USA hängt damit zsm., dass alle den Amerikanern im übertragenen Sinne die Stange halten.
> > Ich hoffe, dass er irgendwann in GB verhaftet, nach Schweden ausgeliefert
> &
> > dort angeklagt wird.
>
> D.h. Du weißt bereits definitiv, das er schuldig ist?
>
Nein, ich traue es ihm aber zu.
> > Zu Manning kann ich nur sagen: Wie tief muss ein Mensch sinken, um einen
> > Eid auf eine Demokratie zu schwören & sich dann, sobald das Vertrauen da
> > ist, dieses Vertrauen gnadenlos ausnutzen.
>
> Eine Demokratie darf gegen Menschenrechte verstossen?
>
Ein Soldat darf Geheimnisverrat begehen ?
> > Ich hoffe, dass er bald angeklagt & schnell verurteilt wird, bevor
> dieses
> > Verhalten Schule macht.
>
> Ist das jetzt Dein Ernst? Dürfen Demokratien Menschenrechte mit Füssen
> treten? Und jeden für immer wegsperren - ohne Anklage - der dagegen etwas
> unternimmt?
>
Er wird wahrscheinlich wegen Geheimnisverrats angeklagt, wüsste nicht, was daran falsch wäre.
> > P.S.: Nicht, dass ich unterstütze, was die USA im Irak & Guantanamo
> machen,
>
> Genau DAS tust Du aber mit Deiner Argumentation.
>
> > ich bin einfach nur der Meinung, dass sinnfreie, unreflektierte
> Verbreitung
> > von Militärgeheimnissen nicht das Wahre ist.
>
> Meinst Du jetzt die Depeschen oder die Kriegsverbrechen? Ist das
> Abschlachten von Zivilisten ein schützenswertes Militärgeheimnis? Sind
> entwürdigende Feststellungen von diversen US-Dimplomaten gegenüber dem Rest
> der Welt, etwa auch schützenswert?
>
Ich meinte die Militärdepeschen, in denen durchaus Militärgeheimnisse zu finden waren. Die Kriegsverbrechen wurden zurecht veröffentlicht.
> > Sinnvoller wäre eine journalistische Aufarbeitung, ohne
> Militärgeheimnisse
> > zu verbreiten.
>
> Eine journalistische Aufarbeitung in der Art wie kurz vor dem Irak-Krieg.
>
Journalistisch, kein patriotisches Gelaber á la "Massenvernichtungswaffen".
> > Jemand, der sich als Soldat verpflichtet, der muss auch gegen seine
> > persönlichen Interessen handeln können.
>
> Aber nicht gegen sein Gewissen.
>
Unter Umständen auch. Wenn er z.B. einen Befehl erhält, ein bestimmtes Gebiet zu beschießen & es mit seinem Gewissen nicht vereinbar ist, dann soll er sich an seinen direkten Vorgesetzten wenden.
> Ich darf an dieser Stelle mal an den erlogenen Irak-Krieg erinnern. Herr
> Bush Jr. hat das sogar schon längst alles zugegeben und läuft trotzdem noch
> frei rum. Wie "demokratisch" und "patriotisch" ist das denn bitte?
Weder demokratisch noch patriotisch. Bush hat einfach einen Grund gesucht, in Wildwestmanier einen Staat zu überfallen, egal ob dadurch ein Staat in den Abgrund gerissen wird oder tausende Zivilisten sterben.
Meiner Meinung sollte man ihn wegen Anstiftung eines Angriffskrieges belangen.
Gruß
Cidfreak -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: Raumzeitkrümmer 19.08.12 - 19:38
Ab einer gewissen Abend unter den "Entscheidungsträgern" gibt es keine Demokratie mehr. Sie handeln, wenn ihre Interessen berührt werden.
Was letztlich den Einmarsch in den Irak auslöste, werden wir erst in hundert Jahren in kritischen Geschichtsbüchern nachlesen können. Jedenfalls waren es nicht die Babies in den Brutkästen. -
Re: Was soll ich sagen...
Autor: theWhip 19.08.12 - 19:38
vllt. kommt wieder polonium zum Einsatz! Das mit den ca. 834 Familien in der Welt sollte zu Denken geben....
Es ist alles wie immer seit Menschengedenken, Imperien steigen auf und versinken.... nur die Mittel sind andere...
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.12 19:41 durch theWhip. -
Re: Sinn von Wikileaks
Autor: Verleihnix 19.08.12 - 19:43
aktenwaelzer schrieb:
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> Das mag sein, liegt aber nicht an Wikileaks, sondern an der Bereitschaft
> von Individuen, unangenehme Geheimnisse auszuplaudern. Diese Informationen
> hätten sie problemlos auch an ausgewählte Zeitungen weitergeben können.
> Dort wäre der Umgang damit auch verantwortungsvoller gewesen als bei dieser
> Petzseite, deren Attraktivität nur darin liegt, dass sie "online"
> funktioniert.
Zeitungen zensieren sich, werden zensiert, unterliegen gewissen Zwängen (Werbekunden) usw. Ungefiltert kannst du derartige Nachrichten nur online verbreiten. Die Möglichkeit kostengünstig Informationen an eine breite Masse zu verteilen, ist doch gerade Sinn und Zweck des Internets (jaja... youporn :p :D ). Von der Idee her ist Wikileaks faszinierend von der Umsetzung her am Ego Weniger gescheitert.
Für dich ist es petzen, für andere sind es Informationen die nicht verheimlicht werden dürfen (siehe Hubschraubervideo, Informationen über Banken, Informationen über Shell in Nigeria).



