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Südkorea ist ein tolles Beispiel

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  1. Südkorea ist ein tolles Beispiel

    Autor: TheSUNSTAR 03.01.16 - 17:03

    Ich finde es stets leicht amüsant dass so oft Südkorea als Beispiel angeführt wird, um aufzuzeigen wie sehr wir doch hinterher hinken. Da vergleicht man sich mit einem Land in dem bereits 2010 ca. 85% der Bevölkerung in Städten lebte (Trend steigend) und fordert die gleiche Bandbreiten Abdeckung in einer von unzähligen kleinen Dörfern gezeichneten Provinz wie Bayern oder Mecklenburg.

    Dabei sind sich doch alle Entwicklungsprognosen einig: die Urbanisierung der Industrienationen wird weiter deutlich zunehmen, zu lasten von dann eben aussterbenden Dörfern. Selbstverständlich begeistert dies nicht jeden, aber wie wäre es denn mal mit bisschen mehr Pragmatismus? Wenn Dörfer ein Auslaufmodell sind, wieso sollte man dort den Kampf gegen Windmühlen führen und sinnbefreit Investitionen versenken? Das ist doch volkswirtschaftlicher Blödsinn. Sollte man da nicht viel eher überlegen wie man mit diesen Investitionsmilliarden die Städte verbessern und deren Wachstum organisieren muss, damit diese trotz des Bevölkerungsanstiegs wohnenswert bleiben?
    Damit meine ich dann nicht mehr vordergründig Breitband-Internet, bei 1 GBit/s sychron limitiert in der Regel nicht mehr das eigene Modem.

  2. Re: Südkorea ist ein tolles Beispiel

    Autor: Birnbaum 03.01.16 - 17:29

    In Seoul hatte ich über 400Mb/s. Allerdings ist das mit Vorsicht zu geniessen. Denn Abends um 22:00 erreichst du garantiert nicht diese Geschwindigkeit. Da kannst du schon mal bei 2Mb/s rum schleichen.
    Deshalb schätze ich konstante Geschwindigkeit etwas mehr als unendlichen Speed :).

  3. Re: Südkorea ist ein tolles Beispiel

    Autor: neustart 03.01.16 - 17:43

    TheSUNSTAR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wie wäre es denn mal mit bisschen mehr Pragmatismus?

    Bei Infrastrukturprojekten ist "Langfristigkeit" tatsächlich der von Dir geforderte Pragmatismus. Kurzfristige Zielsetzungen können innerhalb einer langfristigen Entwicklung bestenfalls Etappen darstellen.

    Die Frage ist, ob Vectoring mit Exklusivrechten ein solcher sinnvoller Etappenabschnitt (in Richtung bundesweites Glasfasernetz) sein kann.

    > Wenn Dörfer ein
    > Auslaufmodell sind, wieso sollte man dort den Kampf gegen Windmühlen führen
    > und sinnbefreit Investitionen versenken?



    Wieviel Industrie und Handwerk haben wir in den Landregionen, die nicht einfach in die Städte verlegt werden können? - mal abgesehen von dem Agrarbereich...

    90% des Bundesgebietes ist "plattes Land". Das kannst Du nicht "mal eben" entvölkern, natürlich vorrangig aus "volkswirtschaftlichen" Gründen.

    > Das ist doch volkswirtschaftlicher
    > Blödsinn.

    Was wäre denn Deiner Meinung die optimale "Konzentration" von Bevölkerung, hinsichtlich der Wirtschaftskraft? Wie lange dauert die Entwicklung zur reinen, urbanen Industrie. Soll man die möglichen 50 Jahre zur Überbrückung auf dem Land bei 2MBit/s ausharren?

    > Sollte man da nicht viel eher überlegen wie man mit diesen
    > Investitionsmilliarden die Städte verbessern und deren Wachstum
    > organisieren muss, damit diese trotz des Bevölkerungsanstiegs wohnenswert
    > bleiben?

    Ich denke, das alles ist keine "Entweder-Oder"-Problematik. Das Dilemma ist, das überall entwickelt werden muss: Das Leben in den wenigen Großstädten und jenes in den hunderten Kleinstädten und tausenden Ortschaften.

  4. Re: Südkorea ist ein tolles Beispiel

    Autor: TheSUNSTAR 03.01.16 - 18:29

    neustart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Infrastrukturprojekten ist "Langfristigkeit" tatsächlich der von Dir
    > geforderte Pragmatismus. Kurzfristige Zielsetzungen können innerhalb einer
    > langfristigen Entwicklung bestenfalls Etappen darstellen.
    >
    > Die Frage ist, ob Vectoring mit Exklusivrechten ein solcher sinnvoller
    > Etappenabschnitt (in Richtung bundesweites Glasfasernetz) sein kann.

    Vectoring ist eher ein Beispiel der deutschen Kunst Korruption in gewisse Bahnen zu lenken und als legal durchgehen zu lassen. Technisch ist dies natürlich bis auf bei einigen wenigen Nischenanwendungen Blödsinn. Aber was will man denn erwarten wenn Politiker einen mit ihren Seilschaften durchzogenen ehemaligen Staatskonzern subventionieren können.

    > Wieviel Industrie und Handwerk haben wir in den Landregionen, die nicht
    > einfach in die Städte verlegt werden können? - mal abgesehen von dem
    > Agrarbereich...
    >
    > 90% des Bundesgebietes ist "plattes Land". Das kannst Du nicht "mal eben"
    > entvölkern, natürlich vorrangig aus "volkswirtschaftlichen" Gründen.

    Von mal eben entvölkern war doch gar keine Rede, das klärt sich über die Zeit doch ganz von alleine. Bisher funktioniert die Industrie und die Handwerker doch auch ohne unendlich schnelles Internet, das soll ja nicht spontan einfach weggerissen werden. Es reicht dort einfach aufzuhören unnütz Geld zu versenken. Die Landflucht ist nicht aufzuhalten, mit dem Geld könnte also auch sinnvolleres getan werden als dort paar Jahre zu schinden. Was bleibt dann übrig? Es werden sich sicher ein paar Industrieinseln sowie im wesentlichen landwirtschaftliche Großbetriebe erhalten, neu Städtchen wo sich eine vernünftige Versorgung dann auch lohnt (sofern sich diese gegen Billigimporte behaupten können, der Subventionsunsinn gehört natürlich auch weg).

    > Was wäre denn Deiner Meinung die optimale "Konzentration" von Bevölkerung,
    > hinsichtlich der Wirtschaftskraft? Wie lange dauert die Entwicklung zur
    > reinen, urbanen Industrie. Soll man die möglichen 50 Jahre zur Überbrückung
    > auf dem Land bei 2MBit/s ausharren?

    Das weiß ich nicht, das wird sich aber ganz von alleine einpendeln. Dieser Staat ist auf die Marktwirtschaft ausgerichtet, das soll doch das Allheilmittel sein. Dann muss man auch so konsequent sein und auf diese unsäglichen Marktverzerrungen verzichten. Kostet die 500 MBit/s Anbindung eines entlegenen 500 Seelendorfes 500.000¤, was sich nicht mit einem akzeptablen Preis von 50¤/Monat wieder rein holen lässt, dann wird es eben nicht erschlossen. Die Jugend zieht weg, die Alten sterben weg, der Letzte macht das Licht aus, Dorf auflösen, fertig.

    > Ich denke, das alles ist keine "Entweder-Oder"-Problematik. Das Dilemma
    > ist, das überall entwickelt werden muss: Das Leben in den wenigen
    > Großstädten und jenes in den hunderten Kleinstädten und tausenden
    > Ortschaften.

    Alles nur eine Frage der Größe, viele der kleinen Ortschaften wird es eben auf lange Sicht nicht mehr geben. Wenn sich nicht mal mehr irgendwas soziales wie eine Kneipe oder Gasthof im Ort halten kann, dann braucht man auch nicht mehr drüber zu diskutieren ob da noch Glasfaser hin muss.

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