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Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

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  1. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Schnarchnase 21.09.16 - 10:12

    Abgesehen von deinen zutreffenden Argumenten gibt es einen viel naheliegenderen Grund der uns zum Helfen verpflichtet: §1 GG gilt für jeden und nicht nur für Deutsche. Wenn also ein Flüchtling an der Grenze steht sind wir nicht nur moralisch sondern auch gesetzlich verpflichtet zu helfen.

    Und mal ehrlich: Hat sich unser Alltag durch die Flüchtlinge irgendwie verändert? Bei mir um die Ecke gibt es ein Flüchtlingsheim und ich bekomme davon so gut wie nichts mit. Es spielen mehr Kinder auf dem Bolzplatz, aber wars dann auch schon.

  2. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: M.P. 21.09.16 - 10:19

    Der Setzungsprozess hat bereits eingesetzt, und die Entwicklung, in die der Setzungsprozess geht ist nicht vielversprechend.
    Die Euroskeptiker, die den Kern der Partei bei der Gründung bildeten, sind ausgetreten, oder bilden nun den linken Flügel ;-)

  3. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Lapje 21.09.16 - 10:22

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und mal ehrlich: Hat sich unser Alltag durch die Flüchtlinge irgendwie
    > verändert? Bei mir um die Ecke gibt es ein Flüchtlingsheim und ich bekomme
    > davon so gut wie nichts mit. Es spielen mehr Kinder auf dem Bolzplatz, aber
    > wars dann auch schon.

    Psssssst...jetzt nicht die komplette Argumentationslinie der Braunen kaputt machen. Wo kommen wir denn dahin, wenn gezeigt wird, dass deren Geschreihe nichts mit der Realität zu tun hat?

    Aber stimmt: Deutschland steht noch, keinem von uns geht es schlechter und überrannt worden sind wir auch nicht. In vieler Orts ist sogar das Gegenteil zu beobachten: Viele engagieren sich nun ehrenamtlich, eine Entwicklung, die der AfD nicht gefallen dürfte...

  4. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Trollversteher 21.09.16 - 10:24

    >Merkel ist Kanzlerin, was muss das dann über Deutschland, spezifischer dich und mich, aussagen?
    >Ich will es gar nicht wissen, um ehrlich zu sein.
    >Dann gibts noch Parteien die Von-Der-Leyens, Schäubles und Sigmars gewähren lassen. >Dann gabs da in Bayern noch irgendwo einen Stoiber.
    >Für meinen, hoffentlich gesunden, Menschverstand ebenfalls unerklärlich.

    Sorry, die sind alle noch Lichtjahre vom Kaliber eines Höckes entfernt, da muss man auch mal differenzieren können...

  5. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Trollversteher 21.09.16 - 10:24

    Richtig.

  6. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Lapje 21.09.16 - 10:29

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Muss doch recht einfach sein, also beantworte doch bitte meine Frage, ich
    > will nämlich etwas lernen und unter keinen Umständen eine solche Partei
    > wählen!

    Da reicht es zudem einfach sich Frau Kepetrys Reaktion anzusehen, als man ihr Auto angezündet hatte. Da kam sofort die Frage, wo Deutschland hingekommen ist. Als aber Asylheime angezündet wurden, hatte sie sogar Verständnis für die Menschen - also die draußen, nicht für die drinnen...

    Entlarvender geht es wohl nicht...

  7. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: moeppel 21.09.16 - 10:31

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > moeppel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lapje schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > dabbes schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Und Höcke ist die GESAMTE AfD ?
    > > > >
    > > > > Und google ist garantiert nicht mein Freund.
    > > >
    > > > Das eine Partei solch jemanden gewähren lässt reicht schon aus...
    > >
    > > Merkel ist Kanzlerin, was muss das dann über Deutschland, spezifischer
    > dich
    > > und mich, aussagen?
    >
    > Äußert sich Merkel abfällig über andere Menschen? Z.B. Afrikanern? Du
    > erkennst den Unterschied?

    Das Kernproblem ist, dass mich Leute 'vertreten', von denen ich aus einer Vielzahl von Gründen nichts halte. Was diese Gründe im Detail sind, ist nebensächlich (für mich).

    Rassismus wäre einer dieser Gründe, auch wenn zumindest dieser Tatbestand nicht von den derzeitigen Kaste erfüllt wird.

    > > Dann gibts noch Parteien die Von-Der-Leyens, Schäubles und Sigmars
    > gewähren
    > > lassen. Dann gabs da in Bayern noch irgendwo einen Stoiber.
    >
    > Im Gegensatz zur AfD-Gülle bekommen die aber aus der eigenen Partei auch
    > Gegenwind. Siehe oben Sarrazin. Wo passiert das in der AfD?

    Weiß ich nicht. Ist mir letztlich auch ziemlich egal, da es schon merkwürdig genug ist, dass Leute in Parteien sind, dessen Vorstand und Vorreiter sie scheinbar nicht in ihren Ansichten unterstützen.

    Irgendwo muss da etwas schief gelaufen sein.

  8. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Palerider 21.09.16 - 10:32

    Bist Du ein Nachbar von mir? ;-)
    Gut, kein Flüchtlingsheim aber viele Flüchtlingsfamilien in vorher leerstehenden Häusern britischer Soldaten und auch den Bolzplatz um die Ecke, der endlich mal wieder regelmäßig von Kindern benutzt wird sonst spazieren da nur Rentner mit ihren Hunden drüber... - sehr schön zu sehen! Die Kinder gehen mit meiner Tochter zur Schule und 'Oh, Wunder' - das finde ich gut! Ich hoffe sehr, dass da auch mal eine Freundschaft entsteht und meine Tochter früh lernt, dass es nicht nur Kinder gibt, denen es so gut geht wie ihr und ihren anderen Freundinnen.

  9. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Clown 21.09.16 - 10:34

    NIKB schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die AfD ist eine junge Partei...vergleich die doch mal besser mit den
    > Grünen der frühen Tage. Das macht auch die Gefahr deutlicher. Die heutigen
    > Grünen würden auch vieles nicht mehr akzeptieren, was da damals frei
    > rumlaufen und reden durfte. Und jetzt sind sie eine etablierte Partei.

    Gerade beim Beispiel der Grünen: Inwiefern ist es jetzt erstrebenswert "etabliert" zu werden?

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  10. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: cuthbert34 21.09.16 - 10:35

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abgesehen von deinen zutreffenden Argumenten gibt es einen viel
    > naheliegenderen Grund der uns zum Helfen verpflichtet: §1 GG gilt für jeden
    > und nicht nur für Deutsche. Wenn also ein Flüchtling an der Grenze steht
    > sind wir nicht nur moralisch sondern auch gesetzlich verpflichtet zu
    > helfen.
    >
    > Und mal ehrlich: Hat sich unser Alltag durch die Flüchtlinge irgendwie
    > verändert? Bei mir um die Ecke gibt es ein Flüchtlingsheim und ich bekomme
    > davon so gut wie nichts mit. Es spielen mehr Kinder auf dem Bolzplatz, aber
    > wars dann auch schon.

    Da stimme ich Dir zu.

    Um es dann aber auch umzukehren, natürlich ergeben sich Herausforderungen. Machen wir uns nichts vor. Wir sind heute, ein Vierteljahrhundert soweit, das wir nicht mehr die omnipräsente Diskussion Ossi-Wessi haben. Da ging es um die Integration von Ost und West in ein wiedervereintes Deutschland und trotz gleicher Kultur und moralischen Grundwerte, war es ja nicht immer einfach. Und ja, die AfD spricht teilweise auch völlig richtige Punkte an. Verspielt dann aber jede Glaubwürdigkeit, weil sie nicht einen Ansatz einer Lösung liefert. Die AfD ist noch im Stadium einer Protestpartei. Ohne Verantwortung kann man super Opposition spielen. Auch das wird sich ändern. Dazu kommt, dass sie Nicht-Wähler wieder zur Wahlurne führt. Auch das kann gut sein, denn die Menschen stimmen wieder ab. Trotz dessen ich der AfD also inhaltlich nichts oder zu wenig abgewinnen kann, kann sie auch eine Chance sein, wenn sie mit steigender Verantwortung Lösungen anbietet. Auch die Grünen waren mal sehr "theoretisch" in ihren Punkten. Nach den Jahren der Regierungsverantwortung und mit der Konfrontation der politischen Realität, haben die sich ja auch völlig verändert. Man denke nur an einen Oskar Fischer oder an den Landesfürst in BW. Insofern kann die AfD immer noch eine konstruktive Bereicherung sein. Wirklich zuversichtlich bin ich mit der bestehenden Mannschaft und der zerstrittenen Basis und der Themen momentan aber nicht. Die AfD verschließt sich einfach zu sehr der Realität und der Dimensionen des Problems und ist zu sehr damit beschäftigt die Anhängerschaft aufzubauen. Diese zu festigen wird nur gehen, in dem sie klarer Stellung bezieht. Wo die AfD mal stehen wird, weiß man ja noch gar nicht. Im Moment kleiden sie sich selbst in den Mantel der Rechtspopulisten. Ob sie das nur machen, um erst einmal stark zu werden und danach Kehrtwenden zu machen, oder ob es wirklich der grundsätzliche Kurs ist, vermag ich nicht zu sagen.

    Bis dahin steht mein Urteil über die AfD aber.

  11. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Clown 21.09.16 - 10:48

    dabbes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf politische Threads antworte ich aus Prinzip nur noch wenig ernsthaft,
    > da man grundsätzlich mit denen Diskutiert, die am lautesten schreien und
    > nicht mit denen, die die besten Argumente haben.

    Ähja, weil man im Text-Forum ja auch nur dem "lautesten"(?) "zuhören" kann?

    > Den dum...ähhh mündigen Wähler interessiert das eh alles nicht, also kann
    > ich in solchen Diskussionen auch die extremen Meinungen kitzeln.

    Nur wird *damit* (nicht mit den Meinungen) die Diskussion verfälscht um nicht zu sagen unmöglich gemacht, denn es geht nicht mehr ums Thema, sondern ums "kitzeln". Herzlichen Glückwunsch, Du bist also aktiv am Schwachsinn beteiligt :)

    > Denn etwas sinnvolles wird aus all den Postings, wie bei allen politischen
    > Diskussionen, eh nicht herauskommen, da jeder nur seine Meinung bestätigt
    > haben möchte.

    Klar, solange Du Dir auch mal ab und an nen Spiegel vors Gesicht hältst (und nicht nur für den Check der Frisur), ist alles gut.

    > Also ja, dumm.

    ACK

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  12. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Lapje 21.09.16 - 11:09

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schnarchnase schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Abgesehen von deinen zutreffenden Argumenten gibt es einen viel
    > > naheliegenderen Grund der uns zum Helfen verpflichtet: §1 GG gilt für
    > jeden
    > > und nicht nur für Deutsche. Wenn also ein Flüchtling an der Grenze steht
    > > sind wir nicht nur moralisch sondern auch gesetzlich verpflichtet zu
    > > helfen.
    > >
    > > Und mal ehrlich: Hat sich unser Alltag durch die Flüchtlinge irgendwie
    > > verändert? Bei mir um die Ecke gibt es ein Flüchtlingsheim und ich
    > bekomme
    > > davon so gut wie nichts mit. Es spielen mehr Kinder auf dem Bolzplatz,
    > aber
    > > wars dann auch schon.
    >
    > Da stimme ich Dir zu.
    >
    > Um es dann aber auch umzukehren, natürlich ergeben sich Herausforderungen.
    > Machen wir uns nichts vor. Wir sind heute, ein Vierteljahrhundert soweit,
    > das wir nicht mehr die omnipräsente Diskussion Ossi-Wessi haben. Da ging es
    > um die Integration von Ost und West in ein wiedervereintes Deutschland und
    > trotz gleicher Kultur und moralischen Grundwerte, war es ja nicht immer
    > einfach.

    Da widerspreche ich. Wenn ich mir anschaue, was in den neuen Bundesländern so abläuft, dass diese mit einem Anteil von gerade mal 17% an der deutschen Bevölkerung für fast die Hälfte aller Straftaten mit ausländerfeindlichem Hintergrund verantwortlich sind - und das mit Ausländeranteilen von gerade mal um die 2% - würde ich mich hüten von gemeinsamen moralischen Grundwerten zu sprechen. Natürlich gibt es dort auch andere. Aber für mich persönlich ist nicht die Integration sondern die Wiedervereinigung in Deutschland gescheitert.

    > Und ja, die AfD spricht teilweise auch völlig richtige Punkte an.
    > Verspielt dann aber jede Glaubwürdigkeit, weil sie nicht einen Ansatz einer
    > Lösung liefert. Die AfD ist noch im Stadium einer Protestpartei. Ohne
    > Verantwortung kann man super Opposition spielen. Auch das wird sich ändern.

    Ich finde es sogar gut, dass die AfD gewählt wurde - besser entzaubern kann man sich nicht!

    > Dazu kommt, dass sie Nicht-Wähler wieder zur Wahlurne führt. Auch das kann
    > gut sein, denn die Menschen stimmen wieder ab.

    Das kann sich aber schnell wieder ins Gegenteil kehren, wenn die Menschen irgendwann kapieren, wen sie da gewählt haben und wieder frustriert sind.

  13. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: cuthbert34 21.09.16 - 11:16

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cuthbert34 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > >
    > > Um es dann aber auch umzukehren, natürlich ergeben sich
    > Herausforderungen.
    > > Machen wir uns nichts vor. Wir sind heute, ein Vierteljahrhundert
    > soweit,
    > > das wir nicht mehr die omnipräsente Diskussion Ossi-Wessi haben. Da ging
    > es
    > > um die Integration von Ost und West in ein wiedervereintes Deutschland
    > und
    > > trotz gleicher Kultur und moralischen Grundwerte, war es ja nicht immer
    > > einfach.
    >
    > Da widerspreche ich. Wenn ich mir anschaue, was in den neuen Bundesländern
    > so abläuft, dass diese mit einem Anteil von gerade mal 17% an der deutschen
    > Bevölkerung für fast die Hälfte aller Straftaten mit ausländerfeindlichem
    > Hintergrund verantwortlich sind - und das mit Ausländeranteilen von gerade
    > mal um die 2% - würde ich mich hüten von gemeinsamen moralischen
    > Grundwerten zu sprechen. Natürlich gibt es dort auch andere. Aber für mich
    > persönlich ist nicht die Integration sondern die Wiedervereinigung in
    > Deutschland gescheitert.
    >

    Ehrlich gesagt, da wäre ich jetzt vorsichtig. Es wird eher ein Schuh daraus, dass die Rechten nach 1989 im Osten eine neue Heimat gefunden haben und dort teils erfolgreiche Nachwuchsarbeit betrieben haben und noch betreiben. Jetzt allen Menschen andere moralische Grundwerte zu zusprechen, ist mir zu simpel und zu platt. Es gibt ja nicht den Sachsen, den Rheinland Pfälzer und den Niedersachsen. Es gibt Menschen. Werte von der Anzahl der Straftaten abzuleiten halte ich für nicht machbar und nicht legitim. Da bringst du eine Ursachen-Wirkungskette in Zusammenhang, die man meines Erachtens nicht bringen kann.

    Und von gescheiterter Wiedervereinigung spreche ich gleich gar nicht. Woran machst du das denn fest? Was wäre denn dann eine erfolgreiche Wiedervereinigung? Aber vermutlich führt da zu weit. Machen wir es kurz: Ich kann da nicht zustimmen. Jede Faser meines Seins stemmt sich da gegen Deine Meinung :p

  14. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Clown 21.09.16 - 11:21

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schnarchnase schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Und mal ehrlich: Hat sich unser Alltag durch die Flüchtlinge irgendwie
    > > verändert?

    > Psssssst...jetzt nicht die komplette Argumentationslinie der Braunen kaputt
    > machen. Wo kommen wir denn dahin, wenn gezeigt wird, dass deren Geschreihe
    > nichts mit der Realität zu tun hat?

    Ich bin weder braun noch AfD-Unterstützer.
    Direkt nebenan wurde Anfang letzten Jahres hier in der Innenstadt ein leerstehendes Haus in ein Flüchtlingsheim umgebaut. Fand ich gut.
    Sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr, sobald es wärmer wurde, sitzen die Einwohner bis auf wenige Ausnahmen *jeden Tag* (auch innerhalb der Woche) hinten auf der Terrasse bis mitten in die Nacht hinein (2-3 Uhr, manchmal noch länger) und sind sehr(!) laut. Gespräche mit einigen Nachbarn zeigten, dass der gesamte Block seitdem Schlafprobleme hat.
    Versuche die Einwohner auf die Lärmbelästigung aufmerksam zu machen, wurden mit scharfen Drohungen quittiert.
    Bei uns im Haus wohnt eine alte Frau. Von den Einwohnern des Heims wurde sie bereits mehrfach angegrapscht und beklaut.
    Regelmäßig steht die Polizei mit bis zu 8 Einsatzwagen vor der Tür um dort Streits o.ä. zu beenden, die idR sehr lautstark und brutal sind.
    Mein tägliches Leben hat sich sehr wohl verändert.
    Beziehe ich meine Erfahrungen auf alle Flüchtlinge? Mit Sicherheit nicht! Aber ich finds krank, dass mir und anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, rechtes Gedankengut oder Schlimmeres unterstellt wird...

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  15. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Clown 21.09.16 - 11:31

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da widerspreche ich. Wenn ich mir anschaue, was in den neuen Bundesländern
    > so abläuft, dass diese mit einem Anteil von gerade mal 17% an der deutschen
    > Bevölkerung für fast die Hälfte aller Straftaten mit ausländerfeindlichem
    > Hintergrund verantwortlich sind - und das mit Ausländeranteilen von gerade
    > mal um die 2% - würde ich mich hüten von gemeinsamen moralischen
    > Grundwerten zu sprechen. Natürlich gibt es dort auch andere. Aber für mich
    > persönlich ist nicht die Integration sondern die Wiedervereinigung in
    > Deutschland gescheitert.

    Unabhängig von Pauschalisierungen: Die Ossis sind also ausländerfeindlich, weil deren Werte und Moralvorstellungen nicht mit ihren eigenen vereinbar sind. Du hingegen hast ein Problem mit Ossis, weil deren Werte und Moralvorstellungen nicht mit Deinen eigenen vereinbar sind. Inwiefern ist das jetzt besser?

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  16. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Fenix.de 21.09.16 - 11:34

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lapje schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schnarchnase schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Und mal ehrlich: Hat sich unser Alltag durch die Flüchtlinge irgendwie
    > > > verändert?
    >
    > > Psssssst...jetzt nicht die komplette Argumentationslinie der Braunen
    > kaputt
    > > machen. Wo kommen wir denn dahin, wenn gezeigt wird, dass deren
    > Geschreihe
    > > nichts mit der Realität zu tun hat?
    >
    > Ich bin weder braun noch AfD-Unterstützer.
    > Direkt nebenan wurde Anfang letzten Jahres hier in der Innenstadt ein
    > leerstehendes Haus in ein Flüchtlingsheim umgebaut. Fand ich gut.
    > Sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr, sobald es wärmer wurde, sitzen
    > die Einwohner bis auf wenige Ausnahmen *jeden Tag* (auch innerhalb der
    > Woche) hinten auf der Terrasse bis mitten in die Nacht hinein (2-3 Uhr,
    > manchmal noch länger) und sind sehr(!) laut. Gespräche mit einigen Nachbarn
    > zeigten, dass der gesamte Block seitdem Schlafprobleme hat.
    > Versuche die Einwohner auf die Lärmbelästigung aufmerksam zu machen, wurden
    > mit scharfen Drohungen quittiert.
    > Bei uns im Haus wohnt eine alte Frau. Von den Einwohnern des Heims wurde
    > sie bereits mehrfach angegrapscht und beklaut.
    > Regelmäßig steht die Polizei mit bis zu 8 Einsatzwagen vor der Tür um dort
    > Streits o.ä. zu beenden, die idR sehr lautstark und brutal sind.
    > Mein tägliches Leben hat sich sehr wohl verändert.
    > Beziehe ich meine Erfahrungen auf alle Flüchtlinge? Mit Sicherheit nicht!
    > Aber ich finds krank, dass mir und anderen, die ähnliche Erfahrungen
    > gemacht haben, rechtes Gedankengut oder Schlimmeres unterstellt wird...

    Mal ehrlich, jemand der aus seinem Land flieht weil dort Krieg, Terror und Verfolgung herrscht, der jeden Tag um sein Leben fürchten muss und unaussprechliches gesehen und erlebt hat, der verhält sich in einem Land, dass ihm Asyl, zu essen und ein Dach über dem Kopf schenkt sicherlich anders.
    Es gibt unzählige Geschichten von Flüchtlingen, die aus lauter Dankbarkeit in ihren Aufnahmeorten bei den Bewohnern bei Renovierungen oder ähnlichem geholfen haben, ohne dass man sie darum gebeten hat. Es gab bei uns ein Straßenfest, auf dem Flüchtlinge in einem Hinterhof eingeladen haben, ihre selbe zubereiteten Speisen, Musik und Kultur kennenzulernen. Die Kinder haben mir Henna-Tattoos auf den Arm gemalt. Die Menschen waren so unfassbar freundlich und dankbar dafür und haben versucht, irgendwie etwas davon wieder an uns zurückzugeben, und sei es nur durch einen kleinen Stand auf einem großen Straßenfest.
    Ich denke, man muss zwischen richtigen Flüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen, die auf den Zug aufspringen um sich bei uns ein angenehmeres Leben zu erhoffen, differenzieren können, ohne sofort in die rechte Ecke gestellt zu werden.
    Und letztere Verhalten sich meist so, wie oben beschrieben.
    Von daher kann ich das sehr gut nachvollziehen und hätte solche Leute auch nicht gerne in meiner Nachbarschaft.

  17. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Brainfreeze 21.09.16 - 11:37

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin weder braun noch AfD-Unterstützer.
    > Direkt nebenan wurde Anfang letzten Jahres hier in der Innenstadt ein
    > leerstehendes Haus in ein Flüchtlingsheim umgebaut. Fand ich gut.
    > Sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr, sobald es wärmer wurde, sitzen
    > die Einwohner bis auf wenige Ausnahmen *jeden Tag* (auch innerhalb der
    > Woche) hinten auf der Terrasse bis mitten in die Nacht hinein (2-3 Uhr,
    > manchmal noch länger) und sind sehr(!) laut. Gespräche mit einigen Nachbarn
    > zeigten, dass der gesamte Block seitdem Schlafprobleme hat.
    > Versuche die Einwohner auf die Lärmbelästigung aufmerksam zu machen, wurden
    > mit scharfen Drohungen quittiert.
    > Bei uns im Haus wohnt eine alte Frau. Von den Einwohnern des Heims wurde
    > sie bereits mehrfach angegrapscht und beklaut.
    > Regelmäßig steht die Polizei mit bis zu 8 Einsatzwagen vor der Tür um dort
    > Streits o.ä. zu beenden, die idR sehr lautstark und brutal sind.
    > Mein tägliches Leben hat sich sehr wohl verändert.
    > Beziehe ich meine Erfahrungen auf alle Flüchtlinge? Mit Sicherheit nicht!
    > Aber ich finds krank, dass mir und anderen, die ähnliche Erfahrungen
    > gemacht haben, rechtes Gedankengut oder Schlimmeres unterstellt wird...

    Die Frage ist, was durch solche Erfahrungen in Köpfen der bisherigen Anwohnern passiert. Wenn Du einfach nur solche wahren Gegebenheiten schilderst, ist das natürlich noch lange kein rechtes Gedankengut. Aber ich kenne es, dass bei den Erzählungen dann häufig Aussagen nachgeschoben werden wie "Wie wollen die Ausländer nicht hier", "Die haben in Europa nichts zu suchen", "Das sind alles Schmarotzer" und so weiter. Und das ist dann gleich etwas völlig anderes.

  18. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Brainfreeze 21.09.16 - 11:47

    Fenix.de schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke, man muss zwischen richtigen Flüchtlingen und
    > Wirtschaftsflüchtlingen, die auf den Zug aufspringen um sich bei uns ein
    > angenehmeres Leben zu erhoffen, differenzieren können, ohne sofort in die
    > rechte Ecke gestellt zu werden.
    Auch hier ist wieder die Art und Weise in welcher die Differenzierung stattfindet, entscheidend für den Einsatz der "Nazikeule".
    > Und letztere Verhalten sich meist so, wie oben beschrieben.
    > Von daher kann ich das sehr gut nachvollziehen und hätte solche Leute auch
    > nicht gerne in meiner Nachbarschaft.
    Streng genommen, könnte man mich auch als "Wirtschaftsflüchtling" bezeichnen. Ich bin zwar Deutscher, aber aus wirtschaftlichen Gründen lebe ich nun seit einiger Zeit in Schweiz. Würdest Du mich in Deiner Nachbarschaft haben wollen?

  19. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Lapje 21.09.16 - 11:53

    cuthbert34 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ehrlich gesagt, da wäre ich jetzt vorsichtig. Es wird eher ein Schuh
    > daraus, dass die Rechten nach 1989 im Osten eine neue Heimat gefunden haben
    > und dort teils erfolgreiche Nachwuchsarbeit betrieben haben und noch
    > betreiben.

    Da bin ich vollkommen bei Dir...wenn man nach der Wende alle Jugendclubs schließt und ihnen keine anderen Perspektiven bietet bleibt das nicht aus. Auf der anderen Seite sollten sie sich mal fragen, was aus ihnen geworden wäre, wenn die alten Bundesländer so mit ihnen umgegangen werden. Letztenendes haben sie auch Hilfe in der Not bekommen - und was ist der Dank dafür?

    > Jetzt allen Menschen andere moralische Grundwerte zu zusprechen,
    > ist mir zu simpel und zu platt.

    Mache ich ja nicht, ich hab ja auch geschrieben, dass es auch andere gibt. Aber dennoch herrscht bei vielen eben nicht dieses "soziale" Denken.

    > gibt ja nicht den Sachsen, den Rheinland
    > Pfälzer und den Niedersachsen. Es gibt Menschen. Werte von der Anzahl der
    > Straftaten abzuleiten halte ich für nicht machbar und nicht legitim.

    In der Hinsicht für mich schon. Die alten Bundesländer haben deutlich höhere Ausländeranteile, aber im Verhältnis deutlich weniger Straftaten. Klar gibt es hier auch Übergriffe, aber hier gelingt das Miteinander anscheinend deutlich besser.

    > Da
    > bringst du eine Ursachen-Wirkungskette in Zusammenhang, die man meines
    > Erachtens nicht bringen kann.

    Ich finde halt, dass die Zahlen für sich sprechen. Zumal es egoistisch ist - Jahrzehnte von Hilfe selbst profitieren und dann anderen nicht helfen wollen.

    Wie gesagt, es sind nicht alle so, das würde ich nie behaupten, aber es sind leider genügend.

    >
    > Und von gescheiterter Wiedervereinigung spreche ich gleich gar nicht. Woran
    > machst du das denn fest? Was wäre denn dann eine erfolgreiche
    > Wiedervereinigung?

    In der sich die Menschen daran erinnern, das sie auch einmal Hilfe bekommen haben? Das es - wie Du sagst - moralische Grundwerte gibt? Ich habe immer das Gefühl, dass das Grunddenken der Menschen in den alten Bundesländern - gerade bei denen, welche noch die DDR gekannt haben, ein grundsätzlich anderes ist. Das muss erst einmal nicht schlecht sein, aber vieles passt in meinen Augen nicht zusammen.

    Aber von den Menschen kommt unter anderem immer das Argument, dass die Integration in Deutschland gescheitert ist. Woran machen die das fest?

  20. Re: Ein kleiner Unterschied zwischen AfD und Piraten

    Autor: Lapje 21.09.16 - 11:58

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich bin weder braun noch AfD-Unterstützer.
    > Direkt nebenan wurde Anfang letzten Jahres hier in der Innenstadt ein
    > leerstehendes Haus in ein Flüchtlingsheim umgebaut. Fand ich gut.
    > Sowohl letztes Jahr als auch dieses Jahr, sobald es wärmer wurde, sitzen
    > die Einwohner bis auf wenige Ausnahmen *jeden Tag* (auch innerhalb der
    > Woche) hinten auf der Terrasse bis mitten in die Nacht hinein (2-3 Uhr,
    > manchmal noch länger) und sind sehr(!) laut. Gespräche mit einigen Nachbarn
    > zeigten, dass der gesamte Block seitdem Schlafprobleme hat.
    > Versuche die Einwohner auf die Lärmbelästigung aufmerksam zu machen, wurden
    > mit scharfen Drohungen quittiert.

    Und? Reicht das jetzt um die gesamte Flüchtlingspolitik in Fragezu stellen? Sicherlich nicht. Natürlich darf so etwas nicht sein, da sind auch die Behörden gefragt. Diese Menschen sind Gäste hier und müssen sich entsprechend benehmen, sonst gibt es Ärger.

    > Bei uns im Haus wohnt eine alte Frau. Von den Einwohnern des Heims wurde
    > sie bereits mehrfach angegrapscht und beklaut.
    > Regelmäßig steht die Polizei mit bis zu 8 Einsatzwagen vor der Tür um dort
    > Streits o.ä. zu beenden, die idR sehr lautstark und brutal sind.
    > Mein tägliches Leben hat sich sehr wohl verändert.
    > Beziehe ich meine Erfahrungen auf alle Flüchtlinge? Mit Sicherheit nicht!
    > Aber ich finds krank, dass mir und anderen, die ähnliche Erfahrungen
    > gemacht haben, rechtes Gedankengut oder Schlimmeres unterstellt wird...

    Wieso kommt dann immer dieses Totschlagargument? Hat Dir hier jemand etwas unterstellt? Das ist eben diese sachliche Auseinandersetzung, die notwendig ist. Ich würde sogar weiter gehen - wer sich nicht benimmt fliegt, alleine schon wegen der friedlichen und freundlichen Mehrheit. Wer sich in meinem Haus nicht an meine Regeln hält, dem weise ich die Tür - nicht anders sollte es auch bei den Flüchtlingen sein.

    Aber eben diese Dinge greift die AfD auf, um Schreckensszenarien zu "basteln"...

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