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Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

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  1. Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: 1st1 21.09.22 - 16:25

    .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern, da jetzt absehbar ist, dass Schurkenstaaten wie Russland, China, Iran, Nord-Korea stark von deiner/meiner Entwicklungsarbeit profitieren.

    Vielleicht (wahrscheinlich!) laufen auch die ganzen Embedded-Systeme in russischen Superwaffen, Ubooten, usw. unter Linux. Da muss man sich langsam wirklich eine Gewissensfrage stellen. Wäre ja blöd, wenn eine russische, von Linux gesteuerte Langstreckenrakete bei dir/mir im Ort einschlägt, oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.22 16:29 durch 1st1.

  2. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: leonardo-nav 21.09.22 - 16:43

    Dann müssten allerdings auch sämtliche Wissenschaftler ihre Arbeit einstellen. Schließlich könnten deren frei veröffentlichten Erkenntnisse irgendwie auch von Schurkenstaaten für irgendwelche Bösartigkeiten missbraucht werden.

    War das eine reductio ad absurdum gegen die Sanktionen?

  3. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: ZerP 21.09.22 - 16:45

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern, da jetzt
    > absehbar ist, dass Schurkenstaaten wie Russland, China, Iran, Nord-Korea
    > stark von deiner/meiner Entwicklungsarbeit profitieren.
    >
    > Vielleicht (wahrscheinlich!) laufen auch die ganzen Embedded-Systeme in
    > russischen Superwaffen, Ubooten, usw. unter Linux. Da muss man sich langsam
    > wirklich eine Gewissensfrage stellen. Wäre ja blöd, wenn eine russische,
    > von Linux gesteuerte Langstreckenrakete bei dir/mir im Ort einschlägt,
    > oder?


    Genau, die ganzen arabisch stämmigen ließen sich auch viel lieber von den USA mit Windows XP Embedded kaputtbomben!

  4. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: FreiGeistler 21.09.22 - 16:45

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern

    Ja, besser so. Wenn du deine Software politisieren willst, setzt du besser nicht auf freie Lizenzen.

  5. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: henry86 22.09.22 - 07:37

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern, da jetzt
    > absehbar ist, dass Schurkenstaaten wie Russland, China, Iran, Nord-Korea
    > stark von deiner/meiner Entwicklungsarbeit profitieren.
    >
    > Vielleicht (wahrscheinlich!) laufen auch die ganzen Embedded-Systeme in
    > russischen Superwaffen, Ubooten, usw. unter Linux. Da muss man sich langsam
    > wirklich eine Gewissensfrage stellen. Wäre ja blöd, wenn eine russische,
    > von Linux gesteuerte Langstreckenrakete bei dir/mir im Ort einschlägt,
    > oder?

    Hm, Du weißt schon, dass in China nach wie vor Windows genutzt wird? Und dass die russischen Bomben mit westlicher Technik gebaut wurden? (Sieht man jetzt, da mit den jetzigen Sanktionen keine neuen Waffen nachproduziert werden.)

    Wenn ich verhindern will, dass meine Arbeit von jemanden missbraucht werden könnte, sollte ich aufhören, zu arbeiten.

  6. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: Kaiser Ming 22.09.22 - 10:17

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern, da jetzt

    wie man sieht bist du keiner
    dann solltest du das besser denen überlassen

    > russischen Superwaffen, Ubooten, usw. unter Linux. Da muss man sich langsam

    wenn dann grundsätzlich für keine Waffen
    oder hast du kein Problem wenn eine amerikanische Rakete bei dir im Ort einschlägt
    weil da ein russischer Schläfer vermutet wurde
    weil so funktioniert der amerikansche Drohnenkrieg



    > wirklich eine Gewissensfrage stellen. Wäre ja blöd, wenn eine russische,
    > von Linux gesteuerte Langstreckenrakete bei dir/mir im Ort einschlägt,
    > oder?

  7. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: 1st1 22.09.22 - 13:17

    Guter Einwand. Dann muss solche Forschung eben besser vor den Schurken geschützt werden.

  8. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: 1st1 22.09.22 - 13:18

    Dann bekommen die Entwickler wenigstens einen gerechten Lohn für ihre Arbeit.

  9. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: 1st1 22.09.22 - 13:19

    "Wenn ich verhindern will, dass meine Arbeit von jemanden missbraucht werden könnte, sollte ich aufhören, zu arbeiten."

    oder man macht sie nicht mehr frei verfügbar.

  10. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: 1st1 22.09.22 - 13:23

    Nein, ich bin kein Software-Entwickler, und in der Situation bin ich da auch ganz froh drum, denn so muss ich mir diese Frage nicht stellen.

    Und ja, ein allgemeines Verbot von Nutzung von Open-Source-Software in Waffen fände meine Zustimmung.

  11. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: henry86 22.09.22 - 14:20

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Wenn ich verhindern will, dass meine Arbeit von jemanden missbraucht
    > werden könnte, sollte ich aufhören, zu arbeiten."
    >
    > oder man macht sie nicht mehr frei verfügbar.

    Ach, das hab ich ja total übersehen. Die nutzen ja nur frei verfügbare Arbeit.

    Du hast den Artikel schon gelesen? Dass die auch Windows und alle möglichen anderen Dinge nutzen?

  12. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: TrollNo1 22.09.22 - 14:49

    Bist du Staatsanwalt, Richter, Politiker? Oder warum bist du rechtschaffend? Oder meintest du gar rechtschaffen?

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  13. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: interlingueX 22.09.22 - 16:32

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ja, ein allgemeines Verbot von Nutzung von Open-Source-Software in
    > Waffen fände meine Zustimmung.
    Wie soll ich es dir erklären...

    ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
    ”I don't judge people based on race, creed, color or gender. I judge people based on spelling, grammar, punctuation and sentence structure.“

  14. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: ElTentakel 22.09.22 - 17:21

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Wenn ich verhindern will, dass meine Arbeit von jemanden missbraucht
    > werden könnte, sollte ich aufhören, zu arbeiten."
    >
    > oder man macht sie nicht mehr frei verfügbar.

    Das ist doch totaler Murks in einem Staat, in dem Raubkopien legal sind :D. Wenn die ein CAD Programm cracken müssen, damit sie damit Panzer konstruieren können, werden die das auch tun. Folgerichtig sollte jeder Entwickler jetzt seine Arbeit niederlegen!

  15. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler würdest du

    Autor: cubie2 23.09.22 - 08:21

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern, da jetzt
    > absehbar ist, dass Schurkenstaaten wie Russland, China, Iran, Nord-Korea
    > stark von deiner/meiner Entwicklungsarbeit profitieren.

    Ja, die profitieren, aber auch Milliarden von Menschen, die nicht in Schurkenstaaten leben, oder dort zwar leben, aber mit den Regimen dort nicht einverstanden sind und keine Verantwortung tragen, dass dort ein schurkenhaftes Regime an der Macht ist.

    Dumm ist es, für die Schurkereien von einigen sehr viele Unschuldige zu bestrafen.
    Als rechtschaffender Linux-Entwickler würdest du das erkennen.


    > Vielleicht (wahrscheinlich!) laufen auch die ganzen Embedded-Systeme in
    > russischen Superwaffen, Ubooten, usw. unter Linux. Da muss man sich langsam
    > wirklich eine Gewissensfrage stellen.

    Das ist ein bißl dumm gedacht. In russischen oder nordkoreanischen U-Boten und Raketen sind auch Schrauben und Kabel. Kein Mensch mit Verstand käme deshalb auf die Idee, keine Kabel oder Schrauben mehr zu benutzen.

  16. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: mnementh 23.09.22 - 14:34

    ElTentakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch totaler Murks in einem Staat, in dem Raubkopien legal sind :D.
    LOL. Im Krisenfall sind Raubkopien *immer* legal. Ich meine, aktuell wurde eine Raffinerie in Schwedt von Rosneft enteignet:
    https://taz.de/Quasi-Enteignung-der-Rosneft-Toechter/!5879179/
    Das ist eine Raubkopie einer ganzen Fabrik sozusagen. Ohne Kopie. Im Zweifel kann der Staat also immer zu solchen Maßnahmen greifen. Und Krieg ist im Allgemeinen ein starker Motivator das zu tun.

  17. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: KlugKacka 23.09.22 - 15:36

    ZerP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1st1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > .. würde ich langsam mal die Arbeit an dem Projekt verweigern, da jetzt
    > > absehbar ist, dass Schurkenstaaten wie Russland, China, Iran, Nord-Korea
    > > stark von deiner/meiner Entwicklungsarbeit profitieren.
    > >
    > > Vielleicht (wahrscheinlich!) laufen auch die ganzen Embedded-Systeme in
    > > russischen Superwaffen, Ubooten, usw. unter Linux. Da muss man sich
    > langsam
    > > wirklich eine Gewissensfrage stellen. Wäre ja blöd, wenn eine russische,
    > > von Linux gesteuerte Langstreckenrakete bei dir/mir im Ort einschlägt,
    > > oder?
    >
    > Genau, die ganzen arabisch stämmigen ließen sich auch viel lieber von den
    > USA mit Windows XP Embedded kaputtbomben!

    Sicher, daß da nicht eher RT Systeme laufen?

  18. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: LordSiesta 23.09.22 - 18:09

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ja, ein allgemeines Verbot von Nutzung von Open-Source-Software in
    > Waffen fände meine Zustimmung.

    Ein solches Verbot hätte keine Chance. Ein nicht unerheblicher Teil von Open Source ist Freie Software und wenn man den Leuten die Nutzung vorschreiben würde, würde man gegen eine der vier fundamentalen Freiheiten verstoßen: Die Freiheit, die Software zu jedem Zweck ausführen zu dürfen. Würde man den Leuten die Nutzung vorschreiben, wäre sie aber nicht mehr frei.

    Du würdest also gegen zahlreiche Fundamentalisten antreten, für die diese vier Freiheiten wesentlich höher hängen als deine Motive, so edel sie sein mögen – und die am Ende sowieso subjektiv sind, denn es könnte ja sein, dass sich ein Volk mit FOSS-gesteuerten Waffen aus der Unterdrückung befreit.

    EDIT: Und wer den Quellcode besitzt, kann sowieso machen, was er will. Auch Verbote ignorieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.22 18:12 durch LordSiesta.

  19. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: 486dx4-160 23.09.22 - 18:54

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ElTentakel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist doch totaler Murks in einem Staat, in dem Raubkopien legal sind
    > :D.
    > LOL. Im Krisenfall sind Raubkopien *immer* legal. Ich meine, aktuell wurde
    > eine Raffinerie in Schwedt von Rosneft enteignet:
    > taz.de
    > Das ist eine Raubkopie einer ganzen Fabrik sozusagen. Ohne Kopie. Im
    > Zweifel kann der Staat also immer zu solchen Maßnahmen greifen. Und Krieg
    > ist im Allgemeinen ein starker Motivator das zu tun.

    Selbstverständlich müssen im Krisenfall Partikularinteressen zurückstehen. Die Feuerwehr darf dir ja auch die Einfahrt zuparken wenn's brennt.

    Die PCK-Raffinierie wurde nicht enteignet. Die gehört nach wie vor Rosneft, Shell und Eni.
    Die Raffinerie steht unter Treuhandverwaltung. Dadurch soll verhindert werden, dass Rosneft als Haupteigner auf mögliche Anordnung der russischen Regierung die Anlage stilllegen muss.
    Gewinne, die in dieser Zeit erwirtschaftet werden, müssen an die Eigentümer ausgeschüttet werden.
    Eine Enteignung wäre sauteuer: Was kostet so eine komplette Raffinerie?

  20. Re: Als rechtschaffender Linux-Entwickler...

    Autor: stan__lemur 23.09.22 - 20:53

    henry86 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und dass die russischen Bomben mit westlicher Technik gebaut wurden? (Sieht man jetzt, da mit den jetzigen Sanktionen keine neuen Waffen nachproduziert werden.)
    Hast du dafür Quellen? Oder werden "nur" nicht genügend nachproduziert? Wenn vorher vielleicht 10 oder 50 taktische Rakten im Jahr bei Manövern abgeschossen wurden und jetzt 100e am Tag, sind bei gleichbleibender Produktion auch schnell die Depots leer. Eine Umstellung auf Kriegswirtschaft scheut Putin ja immer noch, ist nur eine Spezialoperation.

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