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Macht das die deutsche Botschaft auch?
Autor: kman 28.10.13 - 18:39
Ich frage mich ob die deutsche Botschaft in Washington D.C. auch eine Abhöranlage installiert hat oder ob das in den USA nicht erlaubt ist?!
worldtimemap.net -
Re: Macht das die deutsche Botschaft auch?
Autor: Endwickler 29.10.13 - 07:40
kman schrieb:
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> Ich frage mich ob die deutsche Botschaft in Washington D.C. auch eine
> Abhöranlage installiert hat oder ob das in den USA nicht erlaubt ist?!
Vermutlich machen das alle. Das ist das Perverse an dieser Situation. Hier werden nur Scheinkämpfe ausgetragen, weil die Regierungen gegen ihre Völker zusammenhalten.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.13 07:40 durch Endwickler. -
Re: Macht das die deutsche Botschaft auch?
Autor: .02 Cents 29.10.13 - 16:47
Das wuerde ich so anzweifeln. Dieser Reflex dann machen "wir" das bei denen doch einfach genauso, ist ebenso verstaendlich, wie letztlich infantil. Ich wuerde einfach mal behaupten, das den deutschen Diensten im Zweifelsfall sowohl das Know How, als auch die Mittel und schliesslich der Wille fehlen. Der typische deutsche Geheimdienstler faengt doch das Schwanzwedeln an, wenn ein Ami Dienst einen Knochen in Form eines Lobes hinwirft. Ich wuerde auch sicher davon ausgehen, das die Empoerung beim Abhoeren von Spitzenpolitikern echt ist.
Der Skandal ist eigentlich, das erst da die Linie gezogen wird. Der Skandal ist auch, das man hier Gruende sucht, warum nichts machen muss. Beim Verdacht, das in irgendeiner Moschee groessere Mengen Haarbleiche lagern, oder eine solche Handy Abhoeranlage, waere das Vorgehen sicher ganz anders. Aus meiner Sicht haengt das zum einen damit zusammen, das man sich immer noch in der Rolle als US Kolonie ganz wohl fuehlt - irgendwelche Sauerland Geschichten duerften ja wohl aus der Richtung gekommen sein. Es ist doch bequem, wenn man so auf die US Resourcen zuruckgreifen kann - wenn man das so hoert, hat die NSA vermutlich mehr Budget, als die gesamte Bundeswehr. Da koennen unsere Dienste weder personell, noch technisch auch nur annaehernd mithalten ... ich sag nur Bundestrojaner: das zeigt doch die Dimensionen ganz deutlich ...
Da muss man dann eben hergehen, und Mitarbeitern der NSA und deren Preferred Supplier die Einreise nach Deutschland verbieten, Aussenstellen der US Dienste in Deutschland die keinen Botschafts- / Konsular Status haben, schliessen, und eben auch den Detuschen Niederlassungen dieser Preferred Supplier jegliche Unterstuetzung dieser US Aktivitaeten verbieten unter Androhung der Schliessung. Konsequent muss man auch alle US Militaer Stuetzpunkte in D machen, und schliesslich die Botschaften schliessen. Das kann man auch als Eskalationspfad sehen.
Alternativ koennte man wenigsten verlangen, das die USA die Praxis der Abhoeranlagen einraeumen, einstellen und nachhaltig und nachpruefbar unterbinden. Letztlich kann man sich nur an einen Verhandlungstisch setzen und Vertrauen schaffen, wenn die USA von sich echte Zugestaendnissen machen, oder eben ein oben beschriebener Eskalationspfad gegangen wird.
Letztlich kann es doch auch nicht im Interesse der USA sein, das die naechsten 10-20 Jahre alle paar Wochen wieder irgendsowas rauskommt, und man sich so stets im Erklaerungsnotstand befindet. Es ist doch illusorisch anzunehmen, das sich das von selber erledigt, weil die Informationen immer aelter werden o.ae. Da setzt man doch mittel- und langfristige Prozesse in Gang, die eine so weitgehende Ablehnung der USA in der Bevoelkerung nach sich ziehen, dass das nicht ohne politische und wirtschaftliche Konsequenzen bleiben kann. -
Re: Macht das die deutsche Botschaft auch?
Autor: Endwickler 30.10.13 - 06:55
.02 Cents schrieb:
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> Das wuerde ich so anzweifeln. Dieser Reflex dann machen "wir" das bei denen
> doch einfach genauso, ist ebenso verstaendlich, wie letztlich infantil.
Wieso Reflex? Das ist keine Reaktion sondern die machen das einfach.



