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So etwas macht vor allem eines deutlich

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  1. So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Hotohori 26.03.20 - 23:50

    Es macht deutlich, dass wir endlich unabhängiger von den USA werden müssen. Man sieht ja wohin das führen kann, wenn die USA erst mal Jemanden aufs Korn genommen haben. Das kann absolut Jedem passieren, auch wenn die USA anderes behaupten würde. Die USA hat uns alle viel zu sehr im Griff und wir tun viel zu wenig dagegen, machen uns eher noch abhängiger.

  2. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: schnedan 27.03.20 - 00:36

    Das Problem ist das viele der Technologien oder SW aus den USA aus dem Umfeld der mit riesigen Summen geförderten Militärforschung kommen.
    D.h. a ist es schwer an den Patenten etc.. vorbei zu kommen (außer man scheißt genau so auf diese Dinge wie die USA) und b würde es Milliarden und Jahre kosten Alternativen zu entwickeln.

    Nicht das es nicht sinnvoll wäre...

  3. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: burzum 27.03.20 - 00:36

    So weit korrekt, nur müßte man dafür hier massiv in Bildung investieren um den Nachwuchs ranzuziehen, so wie es China gemacht hat. Und dann verhindern das der abwandert weil man sich hier doof bezahlt an Steuern und die Gegenleistung nicht paßt.

    Dann müßte man Unternehmen aufbauen und in diese investieren und diese auch hier halten. was auch wieder lustig ist mit all den bescheuerten Reglungen der EU und in Deutschland. Siehe das Theater um den Bau der Teslafabrik.

    Die EU gießt ja gerade dümmlich 600 Milionen in den Bereich AI, was da aber schief läuft sind die zwei vorherigen Absätze: Bildung / Nachwuchs und Ethikrat und Debatten um maschinelles Lernen statt sinnvoller Ansätze der Förderung. Viel Geld alleine ist kein Heilmittel.

    Angenommen wir hätten das Knowhow in vielen Bereichen, dann wäre eine engere Partnerschaft mit Russland angebracht: Resourcen im Tausch für Wissen und Hightech oder Kooperationen.

    Die ganze EU hat kein Unternehmen das aktuell gute 5G Hardware liefern kann, nicht die Fähigkeit ein OS (und sei es nur ein weiteres Frickellinux) herzustellen und in den Markt zu drücken noch konkurrenzfähige Chiphersteller für leistungsfähige x86 CPUs. Bei E-Mobilität führt Tesla, VW verkackt es ja aktuell weiter mit dem ID.3, da man IT offenbar als Nebensächlichkeit behandelt hat, was sich jetzt rächt. Russland und China haben übrigens eigene Linuxdistributionen (Astra & Kylin).

    Es mag in anderen Bereich vielleicht anders aussehen, aber IT ist ein sehr wichtiger Markt, weil die verwendete Technik eben auch über Sicherheit entscheidet.

    Ich glaube nicht das es Deutschland oder der EU gelingen würde wichtige Schlüsselbranchen mit konkurrenzfähigen Produkten aus der EU in weniger als 20-30 Jahren zu schaffen.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.20 00:40 durch burzum.

  4. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Trockenobst 27.03.20 - 01:25

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube nicht das es Deutschland oder der EU gelingen würde wichtige
    > Schlüsselbranchen mit konkurrenzfähigen Produkten aus der EU in weniger als
    > 20-30 Jahren zu schaffen.

    Das neue Nokia HMD hat ca. 3 Jahre gebraucht um wieder marktfähige Telefone zu bauen.
    Gut, die hatten die Ex-Nokia Leute rumsitzen, Technik und Erfahrung, aber das ging eben.

    Die Bauteile von LTE Telefonen kann man tatsächlich fast komplett ohne die USA beschaffen.
    Solange man die Telefone nicht in den USA verkauft (was bei einer politischen Entscheidung egal wäre), könnte man auch auf ~60% der Patente pfeifen. 5G wird zäher.

    Das müsste dann natürlich komplett Google frei sein und dann wird es zäh. Vanilla Android ohne die Google Integration geht, aber das ganze Teil auch noch nachentwickeln damit es "nutzbar" ist, speziell den Cloud Teil für Sync und Backup, da braucht man ein paar 100 Entwickler.

    Solange man aber nichts produziert um das Gegenzufinanzieren, wird niemand diese Millionen in die Hand nehmen um das zu machen.

  5. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: SirKalle 27.03.20 - 03:15

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es macht deutlich, dass wir endlich unabhängiger von den USA werden müssen.
    > Man sieht ja wohin das führen kann, wenn die USA erst mal Jemanden aufs
    > Korn genommen haben. Das kann absolut Jedem passieren, auch wenn die USA
    > anderes behaupten würde. Die USA hat uns alle viel zu sehr im Griff und wir
    > tun viel zu wenig dagegen, machen uns eher noch abhängiger.

    die USA ist da aber nur ein Puzzelteil in dem ganzen Bild. Diese Abhängigkeit existiert in alle Richtungen und ist ein wesentlicher Bestandteil der Globalisierung. Sich auszutauschen ist ja nichts schlechtes und nicht jede Industrienation muss das Rad neu erfinden.

    Das eigentliche Problem sind die dämlichen Politiker, die nichts mehr auf die Kette bekommen und sich hinter plattitüden und floskeln verstecken. Während die Wirtschaft versucht das Rad 3.0 als inovation zu verkaufen und die Gewinne zu versenken statt sich mal über die grundsätzlichen Probleme gedanken zu machen.

    Cloud-Data, eMobility, 5G, FTTH und so weiter ...

    Die Kuh wird gemolken bis zum letzten Tropfen und über den Tellerrand blickt kaum noch jemand.

  6. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Kakiss 27.03.20 - 05:05

    SirKalle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es macht deutlich, dass wir endlich unabhängiger von den USA werden
    > müssen.
    > > Man sieht ja wohin das führen kann, wenn die USA erst mal Jemanden aufs
    > > Korn genommen haben. Das kann absolut Jedem passieren, auch wenn die USA
    > > anderes behaupten würde. Die USA hat uns alle viel zu sehr im Griff und
    > wir
    > > tun viel zu wenig dagegen, machen uns eher noch abhängiger.
    >
    > die USA ist da aber nur ein Puzzelteil in dem ganzen Bild. Diese
    > Abhängigkeit existiert in alle Richtungen und ist ein wesentlicher
    > Bestandteil der Globalisierung. Sich auszutauschen ist ja nichts schlechtes
    > und nicht jede Industrienation muss das Rad neu erfinden.
    >
    > Das eigentliche Problem sind die dämlichen Politiker, die nichts mehr auf
    > die Kette bekommen und sich hinter plattitüden und floskeln verstecken.
    > Während die Wirtschaft versucht das Rad 3.0 als inovation zu verkaufen und
    > die Gewinne zu versenken statt sich mal über die grundsätzlichen Probleme
    > gedanken zu machen.
    >
    > Cloud-Data, eMobility, 5G, FTTH und so weiter ...
    >
    > Die Kuh wird gemolken bis zum letzten Tropfen und über den Tellerrand
    > blickt kaum noch jemand.

    So sieht es aus, wir haben Abhängigkeiten in viele Richtungen und als "Exportweltmeister" gibt es auch viele die Abhängigkeiten von uns haben.
    Das alleine macht es schon schwieriger, sich mit anderen in Wolle zu bekommen und seien wir ehrlich, das liebe Geld macht es für die Firmen unattraktiv, dass ein Politiker den Markt in einem anderen Land für sie kaputt macht.

    China gilt es zu kritisieren für vieles, aber Trump scheint schon fast ein persönliches Problem mit Huwei speziell zu haben.

    (Trump und Wählerschaft erinnern mich an die Leute in South Park "Die nehmen unsere Jobs weg!" .)

  7. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Golressy 27.03.20 - 05:14

    Corona ist eigentlich Unsinn. Darüber will ich auch nicht Diskutieren. ^^

    Aber es hat einen positiven Nebeneffekt:

    Wir merken wieder wie abhängig alle inzwischen geworden sind.

    Ich will die Globalisierung auch nicht stoppen. Doch der Staat und die Bürger müssen trotzdem an einem Strang ziehen, dass vieles wieder lokal Produziert wird. Das wird aber auch nur mit höheren Löhnen funktionieren! - Wenn jemand nur 800¤ verdient, wird dieser auch so günstiges es nur geht einkaufen.



    Das fängt schon mit Atemschutzmasken an, die irgendwo auf den Weg nach Deutschland verloren gegangen sind. Und darf über Smartphones und Mobilfunkmasten nicht aufhören.

    Alles auch bei uns vor der Haustür wird kaum gehen. -> Es sollte aber zumindest in der EU Produziert werden.

    Im grossen und ganzen geht China gerade gestärkt aus der kleinen Krise, die uns noch Monate lang beschäftigen wird.

    Daraus kommen wir nur, wenn alle gemeinsam etwas lokaler Denken und Handeln.

    PS: Ich mag Trump nicht. Ich bin gegen die AfD. - Von den beiden Distanziere ich mich gleich zur Sicherheit. - Ich Handel nur mit gesunden Menschenverstand und denke auch etwas an die Umwelt, für welche die Globalisierung sehr schädlich geworden ist.

  8. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Sharra 27.03.20 - 05:43

    Wo liegt denn das Problem? Die USA missbrauchen ihre Macht, dann können wir entsprechende Schritte ergreifen, um den Missbrauch einzudämmen. Wir verweigern einfach US-Firmen Patente, und ignorieren US-Patente.

    3 Tage später ist alles wieder beim Alten, weil den USA der Arsch auf Grundeis geht.

  9. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: .02 Cents 27.03.20 - 06:03

    "Wir" und "die USA" sind zumindest dann, wenn es um wirtschaftliche Zusammenhänge geht, etwas fragwürdige und plumpe Konstrukte. Der Artikel selber macht deutlich, dass US Chip Hersteller sich 0 für bisherige Massnahmen des US Handelsministeriums in diesem Zusammenhang interessieren, sofern sie diese mit nicht-US Fertigung umgehen können.

    Ich bin auch sehr sicher, dass zum Beispiel Infineons Nationales Gewissen und Germanisches Wir Gefühl nicht sehr viel weiter reicht, als bis zum Werkstor. "Wir" für Infineon dürfte mich oder dich (es sei, denn arbeitest tatsächlich für die Firma) bestenfalls dann als Objekte umfassen, wenn in irgendwelchem PR Geschwafel über gesellschaftliche Verantwortung o.ä. lamentiert wird. Umgekehrt unterliegt Infineon wenigstens mit seiner US Fertigung genauso US Regulierungen, wie jeder US Hersteller mit US Fertigung. Iirc ist Infineon auch an US Börsen gelistet, unterliegt also so auch direkt der US Finanz Aufsicht ... Das Infineon-Wir dürfte daher das gesuchte nationale-Wir nicht umfassen.

    Ich bin der erste, der dafür ist, dass - nicht nur, aber insbesondere - im IT Umfeld die US Marktführerschaft in den meisten Bereichen im Zweifelsfall auch politisch stärker angegriffen werden sollte. Nur ist dieses Nationalistische "Wir" dabei in keiner Weise hilfreich oder sinnvoll, weil es viel zu sehr vereinfacht und verzerrt.

  10. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Avalanche 27.03.20 - 10:17

    Jedes große Unternehmen fährt eine Multi-Supplier Strategie um Risiken zu mindern und um zwischen den Anbietern das Wettbewerbsverhältnis aufrecht zu halten. Wir tun uns also überhaupt keinen Gefallen, uns so von dem Machtblock USA abhängig zu machen. Vor allem, wenn uns Russland und China ebenfalls zur Verfügung stünden.

    Ja, es wäre teuer alles neu zu entwickeln, aber noch teurer ist es abhängig zu sein. Zum Zeitpunkt der Erpressung hast Du dann nämlich wirklich keine Handlungsalternativen.

  11. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Potrimpo 27.03.20 - 11:55

    Genau. Du schlägst jetzt genau die Maßnahmen vor, die von Trump für die USA kommen - Produce in the U.S..

    Das Kernproblem für die USA ist aber, dass ein Großteil der Produkte, die in den USA landen, eben aus der EU und China kommen. Sprich, es wird eben vieles "lokal" in der EU produziert, speziell sogar in Deutschland - oder warum ist Deutschland immer wieder unter den ersten drei Export-Nationen, häufig sogar Export-"Weltmeister"? Weil hier wenig lokal produziert wird?

    Für die EU sind die USA der größte Export-Markt und damit auch der größte Import-Markt der USA.

    1/5 der in der EU produzierten Erzeugnisse werden in die USA exportiert. Bei Medizinprodukten importiert die EU aus den USA waren für ca. 23 Mrd. US $, exportiert aber in die USA Waren im Wert von 30 Mrd. US $ - ein Exportüberschuss von 7 Mrd. US $ im selben Geschäftsbereich.

    So einfach wie in Gedankenspielen sind die tatsächlichen Verhältnisse nicht. Man kann sich nicht einfach Produktkategorien bzw. sogar einzelne Produkte heranziehen, um vermeintlich den ganzen Markt abzubilden.

    Für Dich sind z.B. die Abhängigkeiten IT entscheidend, für die USA ebenfalls (aus China) aber für die USA auch Autoteile, Maschinen, Wein, Käse, Chemikalien, Medizinprodukte, optische Geräte etc., etc.. Die gleiche Abhängigkeit findet sich nämlich umgekehrt in vielen Bereichen - von der einen zur anderen Seite und umgekehrt, wenn man denn nicht nur punktuell auf einzelne Produkte schaut.

  12. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: schnedan 27.03.20 - 14:59

    oder warum ist Deutschland immer wieder unter den ersten drei Export-Nationen, häufig sogar Export-"Weltmeister"? Weil hier wenig lokal produziert wird?

    Jain... vieles was hier produziert wird besteht halt nicht unwesentlich aus Produkten aus China...
    Jedes bessere elekr. Gerät in der Industrie: Blech aus China, Platine aus China, Bauteile aus China/Asien,

  13. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: Simon E. Schuster 27.03.20 - 21:45

    Ich hoffe nach wie vor, dass die zivilisierte Welt sich endlich über vernünftige Regeln zusammenfindet. Eine Abhängigkeit von den USA ist immer nur teuer, ohne dabei irgendwo Qualität für zu bekommen. Es wird zwar schwer bei der Software eine gute Gegenstruktur zu schaffen, bei der Hardware ist aber in den USA seit Jahren die Luft raus. Quasi alle Erfindungen in diesem Umfeld werden von Europäern und Asiaten entwickelt. Leider versteht Europa noch immer nicht, wie das mit dem Investieren funktioniert, weshalb hier immer alles Entwickelt aber nie Vermarktet wird. Zeit mal Geld in die Hand zunehmen und zwar gleich im dreistelligen Milliardenbereich.

  14. Re: So etwas macht vor allem eines deutlich

    Autor: divStar 28.03.20 - 05:51

    Das Problem ist, dass hierzulande erst gute Gehälter und eine entsprechende Wertschätzung der IT stattfinden müsste, damit eine Konkurrenz zu Windows entstehen kann. Und da man dann hierzulande keine xx Milliarden damit verdienen kann, müsste es einen triftigen Grund geben es dann nicht an ein US-Unternehmen zu verkaufen - "Patriotismus" ist im Finanzbereich relativ egal.

    Mein Traum wäre es eben so viel zu verdienen, dass ich relativ schnell ausgesorgt habe - und das ist in der EU mit IT kaum möglich.

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