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Friedensnobelpreis o.ä.?

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  1. Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: Eheran 30.11.12 - 15:24

    In diesem Fall wäre es gerechtfertigt, nicht wie in diversen anderen Fällen.

    Hoffentlich kommt er gut aus der Sache raus und wird später mit Stolz auf seine Vergangenheit blicken können.

  2. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: Raumzeitkrümmer 30.11.12 - 15:30

    Vor kurzem wurden einem 4 Sterne-General die Hosen samt Unterhosen ausgezogen. Der Staat darf das, immerhin setzt er sich ja für Menschenrechte ein.

    Wenn nun ein einfacher Soldat dem Staat die Hosen runterzieht, wird ihm das den Kopf kosten. Vor dem Gesetz sind alle gleich, nur ein Staat ist immer gleicher als ein Bürger.

  3. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: Charles Marlow 30.11.12 - 15:31

    Warum? Den hat auch der US-Präsident bekommen, der noch bei der letzten Wahl die Folterlager und Kriegstreibereien seiner Nation abstellen wollte - und bis heute weder das eine noch das andere gemacht hat.

    Dieser Preis wäre da eindeutig eine Abwertung für Manning.

  4. den wird er nie bekommen!

    Autor: kachelmeister 30.11.12 - 16:08

    der friedensnobelpreis für manning würde in die politischen beziehungen einschlagen wie eine bombe, und den europäischen beziehungen zu den USA einen gehörigen dämpfer verpassen. das wird nicht passieren.

  5. Wenn Nobel noch leben würde..

    Autor: deutscher_michel 30.11.12 - 16:34

    dann würde er wohl das nach ihm benannte Komitee auflösen und zum Teufel jagen..
    Der Sinn des Preises wurde der Politik geopfert.. da bekommen Leute den Nobelpreis die mehr leute als Charles Manson auf dem Gewissen haben.. Sry Nobel!

  6. Re: den wird er nie bekommen!

    Autor: LibertaS 30.11.12 - 19:43

    kachelmeister schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der friedensnobelpreis für manning würde in die politischen beziehungen
    > einschlagen wie eine bombe, und den europäischen beziehungen zu den USA
    > einen gehörigen dämpfer verpassen. das wird nicht passieren.


    Dein Vergleich lässt mich schmunzeln, wenn man bedenkt was der Herr Nobel erfunden hat

  7. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: VRzzz 01.12.12 - 02:13

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In diesem Fall wäre es gerechtfertigt, nicht wie in diversen anderen
    > Fällen.
    >
    > Hoffentlich kommt er gut aus der Sache raus und wird später mit Stolz auf
    > seine Vergangenheit blicken können.

    Er wird sicher nicht heraus kommen. Auf Staatsverrat steht die Todesstrafe. Afaik wurde sie nur einmal durchgeführt, bei einem Pärchen, das meinte Atombombengeheimnisse an die Sowjetunion zu verkaufen.
    Keine Proteste, keine Petitionen oder sonstwas werden da weiterhelfen.
    Grund dafür ist (leider), dass Manning nicht nur die Kriegsverbrechen weitergegeben hatte, sondern auch andere, offizielle Sachen. Das gibt genug Zündstoff für die Anklage und wird mit der Todesstrafe enden.

    > Dein Vergleich lässt mich schmunzeln, wenn man bedenkt was der Herr Nobel
    > erfunden hat

    Und weswegen er quasi den Nobelpreis ins Leben gerufen hat...?

  8. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: eniigma 01.12.12 - 16:16

    VRzzz schrieb:

    > Er wird sicher nicht heraus kommen. Auf Staatsverrat steht die Todesstrafe.
    > Afaik wurde sie nur einmal durchgeführt, bei einem Pärchen, das meinte
    > Atombombengeheimnisse an die Sowjetunion zu verkaufen.
    > Keine Proteste, keine Petitionen oder sonstwas werden da weiterhelfen.
    > Grund dafür ist (leider), dass Manning nicht nur die Kriegsverbrechen
    > weitergegeben hatte, sondern auch andere, offizielle Sachen. Das gibt genug
    > Zündstoff für die Anklage und wird mit der Todesstrafe enden.

    Die US-Generalstaatsanwaltschaft hat bereits angekündigt, die Todesstrafe NICHT zu fordern.

    Auch sollte man mit Aussagen wie "Das Verfahren wird mit der Todesstrafe enden" sehr vorsichtig sein, die Justiz ist auch in den USA unabhängig. Bevor wir uns erlauben, das anzuzuweifeln, sollten wir erstmal den Sauladen vor unserer eigenen Tür (siehe der Fall Mollath in Bayern) aufräumen.

    Dass Soldaten, die geheime Informationen ihres Staates veröffentlichen hart bestraft werden ist imho auch kein Skandal sondern völlig gerechtfertigt. Das rechtfertigt aber natürlich nicht die Haftbedingungen von denen im Fall Manning berichtet wird. Dennoch ist es eine typisch hysterische, uninformierte und einseitige Reaktion, ihn jetzt zum Helden oder Märtyrer hochzustilisieren.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.12 16:18 durch eniigma.

  9. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: LibertaS 01.12.12 - 18:16

    VRzzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In diesem Fall wäre es gerechtfertigt, nicht wie in diversen anderen
    > > Fällen.
    > >
    > > Hoffentlich kommt er gut aus der Sache raus und wird später mit Stolz
    > auf
    > > seine Vergangenheit blicken können.
    >
    > Er wird sicher nicht heraus kommen. Auf Staatsverrat steht die Todesstrafe.
    > Afaik wurde sie nur einmal durchgeführt, bei einem Pärchen, das meinte
    > Atombombengeheimnisse an die Sowjetunion zu verkaufen.
    > Keine Proteste, keine Petitionen oder sonstwas werden da weiterhelfen.
    > Grund dafür ist (leider), dass Manning nicht nur die Kriegsverbrechen
    > weitergegeben hatte, sondern auch andere, offizielle Sachen. Das gibt genug
    > Zündstoff für die Anklage und wird mit der Todesstrafe enden.
    >
    > > Dein Vergleich lässt mich schmunzeln, wenn man bedenkt was der Herr Nobel
    >
    > > erfunden hat
    >
    > Und weswegen er quasi den Nobelpreis ins Leben gerufen hat...?


    Es geht um den Einschlag der Bombe. Geschichtsnachhilfe unbegründet

  10. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: knete 03.12.12 - 11:31

    So hart das klingen mag, aber die Todesstrafe wäre doch eine Erleichterung für ihn.
    Es gibt aus einem Interview den Hinweis das er max. 4 Stunden zusammenhängenden Schlaf bekommt. Ein Arzt sagt: "4 Stunden Reichen ohne psychische und oder Physische Schäden zu produzieren." Hinzu kommt das er keine Körperliche Ertüchtigung machen darf. Er bekommt eine Stunde kreislauf am Tag in Hand und Fußfesseln.
    Und aus dem Grunde wird es keine Todesstrafe geben.
    Die USA werden Manning einen sehr langen harten Todeskampf aussetzen.

    Die Suizidgedanken kommen weil diese Haft extrem hart ist.

  11. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: wogi 03.12.12 - 14:05

    eniigma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch sollte man mit Aussagen wie "Das Verfahren wird mit der Todesstrafe
    > enden" sehr vorsichtig sein, die Justiz ist auch in den USA unabhängig.
    > Bevor wir uns erlauben, das anzuzuweifeln, sollten wir erstmal den Sauladen
    > vor unserer eigenen Tür (siehe der Fall Mollath in Bayern) aufräumen.

    Die Justiz ist in den USA in ähnlichem Maße unabhängig wie in Europa auch. Also formal. Das man Missständ in den USA (oder wo anders) nicht kritisieren darf solange ähnliche Misstände in Deutschland existieren halte ich für etwas übertrieben, wir regen uns doch auch über mangelnde Demokratie in Lybien oder fehlende Meinungsfreiheit in anderen arabischen Ländern auf ...

    > Dass Soldaten, die geheime Informationen ihres Staates veröffentlichen hart
    > bestraft werden ist imho auch kein Skandal sondern völlig gerechtfertigt.

    Hat natürlich gewaltige Vorteile für einen Staat, jede ungewünschte Information und alles was gegen internationales Recht verstößt wird einfach als geheim erklärt und schon kann niemand mehr legal etwas tun, nicht mal darüber sprechen.

    Wie rechtfertigen die Staaten die sich selbst als demokratisch bezeichnen (also auch die BRD) eigentlich die Existens ihrer Geheimdienste, Geheimräte und Geheiminformationen ?

  12. Re: Friedensnobelpreis o.ä.?

    Autor: __destruct() 03.12.12 - 18:07

    Das frage ich mich auch. Meiner Meinung nach gibt es fast keine Situation, in der das, das der Staat tut, für den Bürger untransparent sein sollte. Eine Ausnahme ist z.B. eine geplante Razzia, von der die Verdächtigen vorher natürlich nichts wissen sollten. Aber Geheimdienste haben in einem Staat, den sich viele Deutsche auf Deutschland einbilden, nichts verloren.

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