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Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: iToms 16.06.15 - 14:08
In Deutschland haben es sich die drei großen Kabelnetzanbieter einfach gemacht. Jeder ist auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt, sodass keine Konkurrenzsituation untereinander auftritt. Das wäre so, als würde die Deutsche Telekom im Westen, Vodafone in Bayern und B-W und Telefónica in den neuen Bundesländern funken.
Außerdem rückt mit Vectoring Glasfaser doch immer näher an den Kunden. Zumal viele einfach nicht den Sinn darin sehen ihren Garten umgraben zu lassen, wenn es auch mit Vectoring geht. -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: floewe 16.06.15 - 14:54
Wieso toleriert? Es war beim Verkauf der Netze durch die Telekom ausdrückliche Auflage der EU- und der deutschen Wettbewerbsbehörde, dass dieses nicht an eine(n) Betreiber(konsortium) übergeht, sondern gesplittet an mehrere neue Eigentümer zu verkaufen ist.
So ging Wettbewerb halt damals. -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: M.P. 16.06.15 - 15:15
... deren Anzahl inzwischen durch Fusionen DEUTLICH geschrumpft ist...
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Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: Gokux 16.06.15 - 15:30
Ein Kabelnetz ist halt schon technisch eher monopolistisch. Da kann man nicht einfach mal am Verteiler umstecken.
Manche kleine neutrale Netze haben zwar heutzutage zwei Provider zur Auswahl, aber dann nur beim Internet, weil TV kann halt trotzdem nur einer liefern. -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: glacius 16.06.15 - 16:46
Es geht eben aber nicht mit Vectoring! Es sieht nur so aus als ginge es für alle, dem ist aber mitnichten so. Vectoring funktioniert nur wenn ein Anbieter den ganzen Knotenpunkt für sich betreibt. Problem ist aber, dass die Telekom gezwungen ist Ihre Knotenpunkte mit Mitbewerbern zu teilen. Also was passiert, man kann Vectoring nur an einigen Knoten anbieten und an anderen unter Umständen gar nicht, nciht mal von Mitbewerbern, weil es unter Umständen mehrere sind.
Höst sich komisch für Dich an? Ist aber so, habe es selbst miterlebt. Strasse hier würde neu verkabelt, Knoten am Anfang der Strasse and der mitte und am Ende. Am Anfagn wird Banbdreite mit Mitbewerbern reserviert, was heisst kein Vectoring und nur 20MBit für Anschlussteilnehmer dieses Knotens. Die beiden anderen Knoten managed die Telekom alleine, ergo haben Anschlussteilnehmer dort 100MBit und mehr durch Vectoring. Ich weiss das weil ich in dieser Strasse mit einigen Freunden und Familienmitgliedern wohne und mir ansehen kann wer wieviel Bandbreite hat und warum.
Hätte ich FTTH wäre es schlicht und einfach egal wieviel Mitbewerber am Knoten teilhaben! Durch die Vectoring Situation (und die Regulierung der Telekom) ist es nicht optimal und schon gar nciht Zukunftssicher.
Wir sind jetzt shcon an der Kapazitätsgrenze angelangt.
1 Haushalt, mit 3 AP Rechnern und Entertain. Nehme ich 3 Streams in HD auf und alle anderen surfen sind wir am Limit mit 20 MBit (HD Stream 3-4MBit+, ähnliches für surfen und Gaming+ VOIP).
Setting wurde mehrfach getestet nachdem ich deutliche Lags im Netz hatte.
Sprich bitte also nicht von VIELEN die kein FTTH haben wollen denn das ist sicher nciht richtig so. Umgraben müßte ich übrigens nicht. Durchbruch in der Hauswand gibt es eh schon für DSL, also kann cih das einfach reinlegen lassen. Das Glasfaserkabel muss nur in der Strasse liegen und da fehlt es leider.
Im übrigen sind Mitbewerber der Kabelnetzbetreiber nicht nur andere Kabelnetzbetreiber sondern vor allem die Telekom und Mitbewerber. -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: Kondom 16.06.15 - 16:55
iToms schrieb:
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> Das wäre so, als würde die
> Deutsche Telekom im Westen, Vodafone in Bayern und B-W und Telefónica in
> den neuen Bundesländern funken.
"Im Westen", "neue Bundesländer"..... in welchem Jahr lebst du eigentlich? Deutschland ist seit über 25 Jahren wieder ein Land. "Neu" ist an den Bundesländern gar nix. Ich freue mich auf den Tag an dem Deutschland länger wiedervereinigt ist als es jemals geteilt war. Dann sind Ewiggestrige wie du hoffentlich ausgestorben.
Das die Kabelanbieter nicht konkurrieren stimmt nicht ganz. Hier zumindest gibt es Kabel Deutschland, PrimaCom und Tele Columbus. Wen das Kabel einmal liegt, dann liegt es dort allein und kein anderer Anbieter darf die Straße nochmal aufbuddeln. Erst ab da gibt es keine Konkurrenz mehr.
Es sollte sich in jedem Fall was ändern und die Kabelanbieter anderen Anbietern Zugang zu ihren Netzen gewähren müssen. So wie es die Telekom und co auch müssen. Beim TV-Angebot wird das aber schwierig/nicht machbar sein. Was aber durchaus gehen sollte ist das die Kabelnetzbetreiber "Bandbreite" an die Konkurrenz vermieten müssen, falls der Kunde einen anderen Anbieter wählt. Ähnlich wie die Telekom Zugang zu DSLAMs gewähren muss und die "letzte Meile" zum Kunden an die Konkurrenz vermieten muss. -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: Kondom 16.06.15 - 16:59
Gokux schrieb:
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> Manche kleine neutrale Netze haben zwar heutzutage zwei Provider zur
> Auswahl, aber dann nur beim Internet, weil TV kann halt trotzdem nur einer
> liefern.
Und genauso sollte es auch sein. Die Netzbetreiber sollten dazu verpflichtet werden Bandbreite für den Internetzugang an die Konkurrenz zu vermieten und Zugang zu den Kopfstationen gewähren zu müssen (ähnlich wie DSL, Zugang zum DSLAM, Vermietung der letzten Meile). -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: plutoniumsulfat 16.06.15 - 19:13
Was aber nicht an Vectoring liegt, auch ohne gehen bis zu 50 MBit, je nachdem, wie nah man am Kasten wohnt.
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Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: Anonymer Nutzer 16.06.15 - 20:09
glacius schrieb:
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> Wir sind jetzt shcon an der Kapazitätsgrenze angelangt.
Blöde Frage, aber Leitungslänge kann es nicht sein?
Also dass dein Erdkabel über den für dich ungünstigsten weil entferntesten DSLAMs versorgt wird? Den Aussagen der Hotline ist ja nicht immer zu trauen.
Eine lange Leitung müsste sich ja mit hoher Dämpfung und niedrigem Rauschabstand bemerkbar machen, ein gedrosselter Anschluss sollte da Bombenwerte liefern.
Ich hab vorgestern mal einen 50/10 Anschluss mit einer FB7490 und Vectoring gesehen. Im Vergleich zum NormalVDSL2 werden hier 55/10 geschaltet, Leitungskapazität 130/50, SNR 31dB, Dämpfung 8dB. -
Re: Aber diese regionalen Monopole der Kabelnetzanbieter werden toleriert ?!
Autor: Clown 18.06.15 - 00:16
Taugen die Fritzboxen denn mittlerweile? Vor ein paar Jahren noch waren die Modems in den FBs mitunter das schlechteste am Markt. Insbesondere bei wenig Rauschabstand und hoher Dämpfung. War für mich damals der Grund dauerhaft von den Dingern wegzubleiben ;)
Damals wurden Thomson als Geheimtipp für "schlechte Leitungen" gehandelt und das kann ich auch bestätigen: In meiner Studibude waren an der 16er Leitung mit Fritzbox allenfalls 8 zu entnehmen und abends gabs schon mal re-syncs. Der Thomson SpeedTouch lief dauerhaft stabil mit 12 MBit/s.
If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.



