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Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

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Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: nja666 28.05.20 - 14:17

    Bei uns haben jetzt die Glasfaserbauarbeiten begonnen.
    Leider bekommen nur die Haushalte mit einer Maximalbandbreite von 30MBit/s einen kostenlosen Anschluss.
    Da die Telekom kurz nach Bekanntgabe der Ausbauarbeiten noch schnell Vectoring ausgebaut hat, kommen nur wenige Haushalte in unserem Dorf in den Genuss von Glasfaser.

    Ich muss mich mit knapp 90 MBit/s begnügen. Ist zwar meckern auf hohem Niveau, aber wenn Glasfaser ausgebaut wird, dann bitte auch in jeder Straße.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.20 14:17 durch nja666.

  2. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: spezi 28.05.20 - 14:32

    nja666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da die Telekom kurz nach Bekanntgabe der Ausbauarbeiten noch schnell
    > Vectoring ausgebaut hat, kommen nur wenige Haushalte in unserem Dorf in den
    > Genuss von Glasfaser.

    Die Telekom wird vermutlich (spätestens) bei der Markterkundung den Ausbau angekündigt haben. Sonst wären die Haushalte im Fördergebiet.

    Oder was genau meinst Du mit "kurz nach der Bekanntgabe der Ausbauarbeiten"? Wenn die offiziell Starten (bzw. die Termine bekannt gegeben werden), dann ist das Förderverfahren schon weit Fortgeschritten, d.h. der ausbauende Anbieter hat den Zuschlag bekommen und seine Planung fertig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.20 14:41 durch spezi.

  3. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: wire-less 28.05.20 - 14:45

    nja666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns haben jetzt die Glasfaserbauarbeiten begonnen.
    > Leider bekommen nur die Haushalte mit einer Maximalbandbreite von 30MBit/s
    > einen kostenlosen Anschluss.
    > Da die Telekom kurz nach Bekanntgabe der Ausbauarbeiten noch schnell
    > Vectoring ausgebaut hat, kommen nur wenige Haushalte in unserem Dorf in den
    > Genuss von Glasfaser.
    >
    > Ich muss mich mit knapp 90 MBit/s begnügen. Ist zwar meckern auf hohem
    > Niveau, aber wenn Glasfaser ausgebaut wird, dann bitte auch in jeder
    > Straße.

    Ist wirklich hohes Niveau ;-). Wenn sich da natürlich ein paar Hausbesitzer zusammentun und einen Beitrag leisten wird das ausbauende Unternehmen sicher kein Problem haben die Strasse anzuschließen.

    Bei uns ist man es leider gewohnt alles rund ums Internet für (fast lau) zu bekommen so dass sich niemand mehr vorstellen kann für einen Hausanschluss einen vernünftigen Betrag zu bezahlen. Bei Strom/Wasser/Gas ist das selbstverständlich nur Internet muss umsonst ins Haus kommen. Das macht imho auch die hohen Förderbeträge/Steuergelder erforderlich.

    Würde ein Dorf mit 100 Häusern 100x2000 Euro für den Anschluss bezahlen ist es kein Problem einen wirtschaftlichen Ausbau zu machen. Sobald da aber 4MBit DSL anliegen bekommt man die Eigentümer nicht mehr dazu für die Aufwertung ihrer Immobilie selbst zu bezahlen.

  4. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Cyrion 28.05.20 - 14:55

    Natürlich, von 4-10mbit sollte sich auch von Seiten des Netzbetreibers günstig bzw. kostenlos aufrüsten lassen. Ich sähe auch keinen Grund darin nichts für 100mbit aber 2000¤ für 1000mbit zahlen zu müssen, die zudem überdimensioniert für die meisten Haushalte wären. Von finanzieller Tragbarkeit und höheren Tarifgebühren ganz abgesehen. Besonders wenn Verwandter xyz ein paar Stätte weiter 400mbit ohne Verlegungskosten umd geringeren Tarifkosten bekommt

  5. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: HammerTime 28.05.20 - 15:26

    nja666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da die Telekom kurz nach Bekanntgabe der Ausbauarbeiten noch schnell
    > Vectoring ausgebaut hat, kommen nur wenige Haushalte in unserem Dorf in den
    > Genuss von Glasfaser.
    Einfach nur skandalös, dass so der Glasfaserausbau unterminiert wird.

    Zumal der Ausbau der Telekom ja nicht mal nachhaltig ist. Der ist quasi mit Abschluss des Ausbaus veraltet.

  6. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: niceguy0815 28.05.20 - 15:27

    Cyrion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich, von 4-10mbit sollte sich auch von Seiten des Netzbetreibers
    > günstig bzw. kostenlos aufrüsten lassen. Ich sähe auch keinen Grund darin
    > nichts für 100mbit aber 2000¤ für 1000mbit zahlen zu müssen, die zudem
    > überdimensioniert für die meisten Haushalte wären. Von finanzieller
    > Tragbarkeit und höheren Tarifgebühren ganz abgesehen. Besonders wenn
    > Verwandter xyz ein paar Stätte weiter 400mbit ohne Verlegungskosten umd
    > geringeren Tarifkosten bekommt


    Achtung es geht oben nur um die Kosten Pro Haushalt zur errichtung des Anschlusses und nicht um einen 1GBit Tarief für einen Anschluss.
    Wenn der Anschluss leigt kannst natürlich auch weniger als 1GBit buchen dafür bist aber Zukunftssicher!

    Ich habae momentan einen 500Mbit Vodafon ex UM Tarief über Koaxkabel. Der mir momentan auch volkommen ausreicht. Aber ich währe trotzdem als Hausbesitzer der ich bin sofort Bereit Geld in die Hand zu nemen um eine Glasfaserleitung in den Keller zu bekommen.
    Selbst wenn es einmalig 2000¤ kostet wertet das ja auch enorm den Wert meiner Imobilie auf.
    Und wie schon jemad vorher sagte.. Lass euch mal nachträglich einen Gasanschluss legen ;)
    Dann wisst ihr was es kostest nachträglich etwas von unter der Straße ins Hasu zu bekommen. :D

    Bei uns im Ort wird ende des Jahres mit dem Glasfaserausbau über die Stadtwerke begonnen.
    Meine Straße ist aber erst früestens 2022 darn.

    Aber bei us ist es dann so, desto mehr Leute in einer Straße sich dafür entscheiden desto billiger wird es.
    Bei uns ist die ganze Straße angemeldet und wir müssen dann nur um die 500¤ eigenbeteiligung leisten. Ich hätte auch mehr gezahlt. Wobei man hier auch noch Rabatte bekommen kann wenn man Strohm und Gas bei den Stardwerken hat und nach Anschluss direkt einen Tarief bucht.
    Dann kannst auf ca200¤ ruter kommen..

    Das ist quasi geschenkt! :)

    Und wenn du jetzt nach dem Ausbau auf die Idee kommst du hättest jetzt doch gern so ein Anschluss und deine Straße ist schon ausgebaut muss du ca 5000¤ hinlegen.
    Das finde ich auch volkommmen gerechtfertigt.

  7. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Oktavian 28.05.20 - 15:48

    > Ich muss mich mit knapp 90 MBit/s begnügen. Ist zwar meckern auf hohem
    > Niveau, aber wenn Glasfaser ausgebaut wird, dann bitte auch in jeder
    > Straße.

    Warum? Du hast schon 90MBit, viele haben ganz deutlich weniger. Wäre es nicht sinnvoll, den geförderten Glasfaserausbau zuerst da zu tätigen, wo Haushalte sitzen, die noch im Kilobit-Bereich versorgt werden und bei denen ein Vectoring-Ausbau technisch nicht möglich ist? Dein Anschluss an Glasfaser kostet auch einige hundert bis tausend Euro, und die Wahrscheinlichkeit, dass viele mit Vectoring ihn auch zügig nutzen ist eher gering.

    Insofern halte ich es für absolut richtig, wenn geförderte Glasfaser nicht über Vectoring gebaut wird. Wenn man irgendwann an dem Punkt ist, an dem alle sinnvoll ausbaubaren Gebiete gut versorgt sind, kann man natürlich über die Überbauung nachdenken. Vielleicht ist bis dahin auch eine sinnvolle Anwendung für die Massen in Sicht, die solche Datenraten braucht.

  8. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: HammerTime 28.05.20 - 16:20

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum? Du hast schon 90MBit, viele haben ganz deutlich weniger.
    Wie lange halten die 90MBit wohl? 2025? 2030?

    > Insofern halte ich es für absolut richtig, wenn geförderte Glasfaser nicht
    > über Vectoring gebaut wird.
    Und es ist richtig, dass statt geförderte Glasfaser lieber noch Gammel-DSL ausgebaut wird, nur, weil die Telekom ihr Ex-Monopol möglichst behalten will?

  9. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Oktavian 28.05.20 - 16:29

    > > Warum? Du hast schon 90MBit, viele haben ganz deutlich weniger.
    > Wie lange halten die 90MBit wohl? 2025? 2030?

    Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.

    Hätte man in den 80ern die Auto-Leistung extrapoliert, würden wir heute mit 1000PS durch die Gegend fahren. Beim Wasserverbrauch hat man genau das getan und den Verbrauch extrapoliert, in der Konsequenz sind die Kanäle viel zu groß und vermoddern.

    Es gibt in vielen Bereichen eine Sättigung, und ich kann mir gut vorstellen, dass sie in Privathaushalten bei 100MBit in der Breite erreicht ist. Einzelne brauchen mehr (es gibt auch heute Leute, die meinen 500PS-Autos zu brauchen), aber in der Masse ist das eine Menge. Bislang fehlt für mehr einfach die Killer-Applikation und auch der Wille, mehr zu zahlen.

    > Und es ist richtig, dass statt geförderte Glasfaser lieber noch Gammel-DSL
    > ausgebaut wird, nur, weil die Telekom ihr Ex-Monopol möglichst behalten
    > will?

    Es ist richtig, weil der DSL-Ausbau schnell und günstig erfolgt, ohne große Investitionen, und dadurch der Masse an Leuten schnell das bringt, was sie jetzt brauche, nicht einer kleinen Gruppe das, was sie vielleicht nie brauchen werden. Lieber DSL in der Hand, als FTTH auf dem Dach.

    Die Investitionen sollten dann lieber da erfolgen, wo andere Technologien unwirtschaftlich sind, man aber aus politischen Erwägungen trotzdem schnelles Netz haben möchte.

  10. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: HammerTime 28.05.20 - 16:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
    Doch: Verdoppelung alle 5 Jahre.

    50 MBit heute ok? Ok: 2025 100 MBit. 2030 200 Mbit. 2035 ist SuperVectoring am Ende.

    Wie will man bis 2035 FTTH überall ausgerollt haben?

    > Es ist richtig, weil der DSL-Ausbau schnell und günstig erfolgt, ohne große
    > Investitionen, und dadurch der Masse an Leuten schnell das bringt, was sie
    > jetzt brauche, nicht einer kleinen Gruppe das, was sie vielleicht nie
    > brauchen werden. Lieber DSL in der Hand, als FTTH auf dem Dach.
    Bitte beantworte KONKRET die Frage und laber nicht drum herum:

    Du findest es ok, dass quasi fertige Glasfaserprojekte nicht fertiggestellt werden, weil die Telekom kurz vorher noch schnell einen neuen DSLAM aufstellt?

    Du findest es wirklich ok, dass die Telekom den Glasfaserausbau *gezielt* verhindert?

  11. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Oktavian 28.05.20 - 16:46

    > > Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
    > Doch: Verdoppelung alle 5 Jahre.

    Das hat man beim Auto auch gedacht. Und beim Wasserverbrauch. Und beim Stromverbrauch. Und beim Verkehr. Und beim Flugverkehr. Und beim aktuellen Virus, usw.

    Exponentielles Wachstum findet meist recht schnell ein Ende.

    > Du findest es ok, dass quasi fertige Glasfaserprojekte nicht fertiggestellt
    > werden, weil die Telekom kurz vorher noch schnell einen neuen DSLAM
    > aufstellt?

    Die waren nicth quasi fertig. Die waren fertig geplant. Meist nicht mal das, man war in den Planungen. Und ja, dann ist das vollkommen okay.

    > Du findest es wirklich ok, dass die Telekom den Glasfaserausbau *gezielt*
    > verhindert?

    So ist das im Markt. Man hat die Telekom dazu verdammt, Gewinn zu machen. In einer Region, die zu quasi 100% in Telekom-Hand ist, ist ein Ausbau wenig sinnvoll, solange die Kunden nicht bereit sind, mehr für den Anschluss zu zahlen. Wenn jemand anders aber droht einem dort Kunden abspenstig zu machen, lohnt sich die Investition. Opportunitätskosten nennt man das. Das ist in jeder Marktwirtschaft ganz normal und in jedem Wirtschaftszweig.

    Die Kommunen heulen nur rum, weil sie sonst nicht gewöhnt sind, dass ihnen mal jemand Konkurrenz macht. In allen anderen Gebieten dürfen sie ja Monopolist spielen. Und sie sind eben gewöhnt, tun und lassen zu können, was sie wollen.

    Ich würde z.B. gerne die Straßenreinigung anderweitig machen lassen oder einfach selbst fegen. Aber ich muss die städtischen Betriebe dafür bezahlen, die Kommune spielt ihr Monopol gnadenlos aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.20 16:49 durch Oktavian.

  12. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: HammerTime 28.05.20 - 16:57

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die waren nicth quasi fertig. Die waren fertig geplant. Meist nicht mal
    > das, man war in den Planungen. Und ja, dann ist das vollkommen okay.
    Die waren quasi fertig von der Planung her, sonst hätte man die Förderung noch gar nicht genehmigt bekommen gehabt.

    Dass es schneller geht ein paar DSLAMs auszutauschen als Glasfaser zu legen ist logisch.

    > So ist das im Markt. Man hat die Telekom dazu verdammt, Gewinn zu machen.
    Man hat die Telekom also dazu verdammt, den Glasfaserausbau aktiv zu verhindern? Das ist deine Meinung?

    Wow. Das ist schon hart.

  13. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Oktavian 28.05.20 - 17:13

    > > So ist das im Markt. Man hat die Telekom dazu verdammt, Gewinn zu
    > machen.
    > Man hat die Telekom also dazu verdammt, den Glasfaserausbau aktiv zu
    > verhindern? Das ist deine Meinung?

    Genau das hat man. So wie Mercedes dazu verdammt ist, gegen Audi anzutreten und wenn der eine ein schönes Modell baut, der andere in die gleiche Kerbe schlägt. Konkurrenz nennt man das. Man überlässt dem Konkurrenten nicht einfach kampflos das Feld. Lustigerweise, würden Audi und Mercedes sich einigen, dass der eine keine Limosinen mehr anbietet und dafür der andere keine SUVs mehr, würden beide eine dicke Strafe bekommen wegen Marktaufteilung. Das Kartellrecht ist da unerbittlich.

    Würde die Telekom einfach so kampflos Marktanteile aufgeben, müsste hoffentlich der Vorstand sehr schnell den Hut nehmen.

    Das ist in der freien Wirtschaft völlig normal. Hat Dein Unternehmen noch nie viel Arbeit in ein Angebot investiert, und dann kam ein anderer, und hat den Kunden weggeschnappt? Oder der Kunde hat unmittelbar vor Vertragsschluss doch keine Lust mehr gehabt? Sorry, das passiert, jeden Tag, jeder Firma, an jedem Ort.

    Ganz normal, nur für Kommunen nicht, sie sich sonst per Verwaltungserlass jede Konkurrenz vom Hals schaffen können. Wer ein Spiel nicht verlieren will, sollte nicht spielen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.20 17:16 durch Oktavian.

  14. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: spezi 28.05.20 - 17:29

    HammerTime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die waren quasi fertig von der Planung her, sonst hätte man die Förderung
    > noch gar nicht genehmigt bekommen gehabt.

    Nicht ganz. Hier mal ein realer Zeitplan eine Förderverfahrens:
    -----------------------------------------------------------------------------------------
    29.01.2016: Antragstellung (Bund)
    28.04.2016: Vorläufiger Zuwendungsbescheid Bund
    08.07.2016: Antragstellung (Land)
    25.07.2016: Vorläufiger Zuwendungsbescheid Land
    31.08.2016: Zusicherung des kommunalen Eigenanteils mit Mitteln aus dem kommunalen Aufbaufond (KAF) durch das Innenministerium für Inneres und Sport
    23.09.2016: Ausschreibung (Bekanntmachungen)

    24.08.2017: Endgültiger Zuwendungsbescheid Bund
    06.10.2017: Endgültiger Zuwendungsbescheid Land

    20.10.2017: Vertragsschluss zwischen Landkreis Vorpommern-Rügen und der Telekom Deutschland GmbH

    Dezember 2017: Start Akquisephase und Versendung der Auftragsunterlagen an die Eigentümer zur Errichtung eines Glasfaseranschlusses

    26.03.2018: Offizieller Spatenstich gemeinsam mit dem Landrat Ralf Drescher, der Telekom und Vertretern der ateneKom
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    https://www.lk-vr.de/Kreisportrait/Breitband/Projektablauf

    Die Beantragung von Fördergeldern und der vorläufige Zuwendungsbescheid (bei denen der Bund auch schon konkrete Fördersummen verspricht) stehen also ziemlich am Anfang. Davor kommt eigentlich nur die Erfassung des Ist-Zustandes, und die Markterkundung.

    Mit diesem Ist-Zustand (und der in der Markterkundung gemeldeten Eigenausbauerklärungen für die nächsten 36 Monate) werden die Fördergelder beantragt.

    Eine Planung machen erst die Unternehmen, die ein Angebot abgeben, damit sie ihre Kosten abschätzen können. Die Feinplanung vermutlich auch nur das Unternehmen, das den Zuschlag bekommen hat.

  15. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Faksimile 28.05.20 - 17:40

    Hier konnte ja nichts passieren, da der Begünstigte ja die Telekom ist ...

  16. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: HammerTime 28.05.20 - 17:46

    spezi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Beantragung von Fördergeldern und der vorläufige Zuwendungsbescheid
    > (bei denen der Bund auch schon konkrete Fördersummen verspricht) stehen
    > also ziemlich am Anfang. Davor kommt eigentlich nur die Erfassung des
    > Ist-Zustandes, und die Markterkundung.
    Laut Artikel:
    > Mehr als 70 Kommunen in Deutschland haben auf insgesamt rund 166 Millionen Euro Fördergeld > des Bundes für den Breitbandausbau verzichtet, das ihnen bereits zugesagt war.

    Das liest sich so, als würde dies nach dem endgültigen Zuwendungsbescheid passieren. Du darfst mich aber gern korrigieren.

    Und das ist schlicht ein Unding.

  17. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: HammerTime 28.05.20 - 17:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau das hat man.
    Das ist wirklich traurig, dass die Telekom - die am lautesten nach Fördergeldern schreit - die Nutzung von Fördergeldern durch die Konkurrenz aktiv verhindert und torpediert.

    Heißt: Der größte Feind des Netzausbaus ist gar nicht Geld oder Ressourcen, sondern die Telekom selbst. Zerschlagung heißt da wohl das Stichwort.

  18. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: spezi 28.05.20 - 17:49

    "Was passieren" kann schon, es gibt ja auch andere Anbieter.

    Im Landkreis Nordsachsen hat z.B. die Deutsche Glasfaser während des laufenden Förderverfahrens in einem Ort ausgebaut, der für die Förderung vorgesehen war.

    Dort können sich die Haushalte jetzt eben zusätzlich zum DG-Anschluss auch kostenlos einen Telekom-FTTH-Anschluss legen lassen:
    https://www.bad-dueben.de/artikel/ausbau-deutsche-glasfaser-und-deutsche-telekom-in-bad-dueben-warum-451/

    Und bis zur Erteilung des Zuschlags wusste die Telekom natürlich weder in Nordsachsen noch in Vorpommern-Rügen, dass sie diesen bekommen würde.

    Das Thema bei meinem Post war allerdings ein anderes. Es ging darum, dass die Zusage von Fördergeldern ziemlich am Anfang eines Förderverfahrens stehen.

  19. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: Faksimile 28.05.20 - 17:55

    Telekom: Förderung ist dann gut, wenn wir sie bekommen.

  20. Re: Vectoring von der Telekom vs Glasfaser

    Autor: spezi 28.05.20 - 18:12

    HammerTime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Mehr als 70 Kommunen in Deutschland haben auf insgesamt rund 166
    > Millionen Euro Fördergeld > des Bundes für den Breitbandausbau verzichtet,
    > das ihnen bereits zugesagt war.
    >
    > Das liest sich so, als würde dies nach dem endgültigen Zuwendungsbescheid
    > passieren. Du darfst mich aber gern korrigieren.

    Auch beim vorläufigen Zuwendungsbescheid werden den Kommunen/Landkreisen konkrete Fördersummen zugesagt. Der endgültige Zuwendungsbescheid folgt nach erfolgter Ausschreibung (und Eingang der Angebote). Da soll wohl nochmal kontrolliert werden, dass die Gelder tatsächlich dafür gezahlt werden, wofür sie beantragt wurden. Es ist von "potentiellen Zuwendungsempfängern" die Rede, das klingt für mich nicht danach, dass der endgültige Förderbescheid zwangsläufig schon ausgestellt wurde.

    Zumal zu den genannten Gründen ja auch "Übernahme des Ausbaus durch den Landkreis" und "Wechsel in die Landesförderung" gehören. Das sind eigentlich keine Dinge, die man sich erst überlegt, wenn man die Ausschreibung schon durchgeführt hat, und mit dem entgültigen Zuwendungsbescheid in der Tasche eigentlich nur noch den Vertrag unterschreiben muss.

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