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Telekom FTTH

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  1. Telekom FTTH

    Autor: senf.dazu 30.07.19 - 19:03

    Ich bin ja mal gespannt mit welcher Strategie die Telekom dann FTTH ausbaut wenn sie dann mal wieder "richtig" anfängt in 2022 oder so ?

    In den Bereichen in denen sie bereits selber FTTC mit Vectoring erschlossen hat - oder eher die übrigen ?

    Und wann und wie wird das Kupfernetz dann in mit FTTH ausgebauten Gebieten abgeschaltet - wird den Mitbewerbern die vielleicht eigene FTTC Standorte ausgebaut haben oder Bitstromzugänge gemietet hatten dann ein Glasfaser-Bitstrom angeboten - oder eher der symbolische Kauf des Kupfernetzes für 1¤ ?



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.19 19:07 durch senf.dazu.

  2. Re: Telekom FTTH

    Autor: LinuxMcBook 30.07.19 - 19:34

    "Richtig anfangen" will die Telekom schon 2020.

    Es wird vermutlich ein Gemisch aus Ausbau in Vectoring-Gebieten mit starker Konkurrenz durch Kabelanbieter (Gigabit) und dünn besiedelten Gebieten, in denen sich Vectoring nie gelohnt hat (sicherlich dort auch viel mit Förderungen).
    Schwarz sehe ich eher für Gebiete, in denen schon die Deutsche Glasfaser ihr Flickenteppich hinterlassen hat, dort werden die Haushalte, die von der DG ausgespart wurden sicherlich die nächsten 20 Jahre kein schnelles Internet sehen.

    Solange sich die Politik nicht rührt, wird das Kupfernetz sicherlich nicht abgeschaltet, das brauchen die Mitbewerber ja noch für ihr ADSL :D :D
    Die Telekom hat sicherlich kein Interesse, die Mitbewerber wieder für 10¤ im Monat in das neue, teure Glasfasernetz zu lassen.

  3. Re: Telekom FTTH

    Autor: Bonarewitz 30.07.19 - 19:55

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin ja mal gespannt mit welcher Strategie die Telekom dann FTTH ausbaut
    > wenn sie dann mal wieder "richtig" anfängt in 2022 oder so ?
    >
    > In den Bereichen in denen sie bereits selber FTTC mit Vectoring erschlossen
    > hat - oder eher die übrigen ?

    Taktisch klug wäre ja, da auszubauen, wo die Buchungsrate von 250MBit/s recht hoch ist. Die Parallel dazu Neuausbau in noch nicht erschlossenen Gebieten.

  4. Re: Telekom FTTH

    Autor: senf.dazu 30.07.19 - 19:56

    DG und Flickenteppich ?

    Ist bei unseren ländlichen Gemeinden nicht wirklich zu sehen - da wird jeder angeschlossen der will. Da DG weitgehend eigenwirtschaftlich ausbaut blieben von unserer Gemeinde 2 sehr kleine Orte (30..50 EW) außen vor. Inzwischen werden die aber mit Förderung auch ausgebaut.

    Ob inzwischen HTP und DG hier auch kooperieren kann ich nicht sagen - anfangs war's jedenfalls nicht so, denn es hieß definitiv das die HTP Glasfaser für FTTC von DG nicht genutzt würde sondern das zwischen den Orten eigene verlegt wird - was wohl auch so geschehen ist.

    Und bei unserer Gemeinde gab's für lange lange Jahre Telekom ADSL mit effektiv 200 kBit/s (6 km zum Hauptort bei uns) - außer für neu Zugezogene - für die war gar keine Leitung mehr frei - aber immerhin Analogmulitplexanschluß.. Außer im Hauptort mit 2000 von 10000 EW. Da gab's die T. Hauptvermittlung. Vor um die 5J hat dann HTP mit FTTC50/10 ausgebaut. Jetzt DG ..

    Muß man sich auf der Zunge zergehen lassen - Telekom hat die Orte praktisch ohne Internet jahrelang links liegen lassen - "ohne Förderung geht gar nix". Der lokale Versorger&EWE bauen vor ca. 5J eigenwirtschaftlich FTTC aus, und DG stellt den eigenwirtschaftlich Ausbau mit FTTH gerade fertig.

    Aber keine Frage DG geht kleinteilig Örtchen für Örtchen an - und bearbeitet so die Leute konzentriert um ihre 40% zu erreichen .. das mag dann ne Zeitlang wie ein Flickenteppich aussehen ..



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.19 20:15 durch senf.dazu.

  5. Re: Telekom FTTH

    Autor: spezi 30.07.19 - 20:34

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin ja mal gespannt mit welcher Strategie die Telekom dann FTTH ausbaut
    > wenn sie dann mal wieder "richtig" anfängt in 2022 oder so ?

    Angekündigt wurden vor etwas mehr als einem Jahr "mehr als eine Mio Haushalte" für 2020, und ~2 Mio HH pro Jahr ab 2021.

    Wobei die Telekom ja jetzt schon mehr ausbaut als so mancher wahr haben mag. Zur Einführung der Gigabit-Tarife 2017 hieß es, dass es bis Ende 2017 700k HH als "homes passed" geben soll. Kürzlich war man bei 1,1 Mio. Das sind plus 400k HH in 18 Monaten. Ein erheblicher Teil dürften Neubaugebiete sein.

    > In den Bereichen in denen sie bereits selber FTTC mit Vectoring erschlossen
    > hat - oder eher die übrigen ?

    Beim eigenwirtschaftlichen Ausbau dürfte die Telekom im nächsten Schritt insbesondere die Kabel-Konkurrenz im Blick haben.

    Mein persönlicher Blick in die Glaskugel: innerhalb der nächsten 12-18 Monate wird es einige Ankündigungen/Baustarts für den Ausbau in größeren Städten geben. Letztes Jahr zur IFA hat die Telekom z.B. öffentlich bekundet, einen Partner für den FTTH-Ausbau in Berlin zu suchen. Es würde mich nicht überraschen, wenn dieses Jahr zur IFA der konkrete Ausbau angekündigt wird - ob mit oder ohne Partner. Dazu passt auch die Meldung kürzlich, dass Adtran eine größere Bestellung von g.Fast-Ausrüstung für nächstes Jahr von einem großen europäischen Kunden bekommen hat (von dem man recht sicher ist, dass es die Telekom ist). Denn vermutlich wird die Telekom beim Ausbau in Städten wie Berlin zweigleisig fahren: Glasfaser bis ins Haus, und dann je nach Vorliebe der Eigentümer g.Fast oder gleich Glasfaser bis in die Wohnung.


    > Und wann und wie wird das Kupfernetz dann in mit FTTH ausgebauten Gebieten
    > abgeschaltet - wird den Mitbewerbern die vielleicht eigene FTTC Standorte
    > ausgebaut haben oder Bitstromzugänge gemietet hatten dann ein
    > Glasfaser-Bitstrom angeboten - oder eher der symbolische Kauf des
    > Kupfernetzes für 1¤ ?

    Das wird sicher auch eine Regulierungsfrage. Darf die Telekom das Kupfernetz so einfach abschalten? Wird das neue FTTB/H-Netz genauso reguliert? Oder, vielleicht als Kompromiss: die Telekom muss bei Stilllegung der Kupfer-TAL alternativ Anschlüsse für Reseller bis maximal 250/40 Mbit/s zu regulierten Preisen über FTTB/H anbieten. Bei schnelleren Geschwindigkeiten kann sie dann mit 1&1 und Co frei verhandeln.

    Soweit ich weiß konsultiert die Bundesnetzagentur derzeit mit den Anbietern über die zukünftige Regulierung der Glasfasernetze. Da spielen vielleicht auch obige Überlegungen eine Rolle...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.19 20:35 durch spezi.

  6. Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: solary 30.07.19 - 21:28

    >Angekündigt wurden vor etwas mehr als einem Jahr "mehr als eine Mio Haushalte" für 2020, und >~2 Mio HH pro Jahr ab 2021.

    Das wird echt interessant werden, denn bis dahin hat Vodafone Deutschland mit 1GB Gepflastert.
    Dort wo DG liegt bekommt die Telekom auch kein Fuß rein.
    Und die 250mbit/s Vectoring Gebiete der Telekom sind auch 2021 80% in die Fläche verfügbar.
    Warum soll ein 250er Vectoring Telekom Kunde bei der Telekom 250-Glas haben wollen?
    Klar der Preis wird derselbe sein, aber die ganzen Erd Keller arbeiten, neues Modem...
    Dann muss man noch mit den Vermieter kämpfen, der vielleicht ein Vertrag mit Vodafone hat.
    Viele Unterschrifen werden es leider nicht werden.

    Wer Vodafone hat und vielleicht 500mbit/s fährt ist für die Telekom tot, denn 500mbit kann die Telekom nicht für billig Geld auf dem Markt werfen, Vodafone schon.
    Da bleiben nur die Dörfer die immer noch mit 16mbit fahren, aber die will keiner haben, denn der Ausbau lohnt nicht, es sei der Staat spendiert mal richtig Kohle.

    So oder, es sieht leider nicht so gut aus, außerdem wie will die Telekom 1-2 Millionen Anschlüsse/Jahr bezahlen, denn die Kupfer und Glasfaser Tarife liegen gleich auf, es sei jemand bucht 1GB, bei vielen ist bei 40-45¤ schluß.


    Ich wäre für eine Abschaltung der Kupfernetzt in 5-8 Jahren, so wird Glasfaser Automatisch ins Haus gerollt, aber so wie es jetzt läuft dauert in 15 Jahre bis 75% Glasfaser buchen können.

  7. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: spezi 30.07.19 - 22:01

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Warum soll ein 250er Vectoring Telekom Kunde bei der Telekom 250-Glas haben
    > wollen?
    > Klar der Preis wird derselbe sein, aber die ganzen Erd Keller arbeiten,
    > neues Modem...

    Der Preis ist der gleiche für den gleichen Download. Und der Upload ist teilweise mehr bei FTTH. Für 55 Euro/Monat gibt es derzeit 250/40 über Supervectoring. Oder 250/100 über FTTH.

    Bei g.Fast muss man unter Umständen nichts ändern als Nutzer. Da wandert die Gegenstelle einfach von der Straße in den Keller. Die Adtran-Hardware unterstützt neben g.Fast auch Vectoring und Supervectoring. Da kann man dann mit seiner (Super)Vectoring-fähigen FritzBox zwar nicht die neuen g.Fast-Geschwindigkeiten nutzen. Aber (Super)Vectoring läuft dann im praktisch garantierten Vollsync.

    > Dann muss man noch mit den Vermieter kämpfen, der vielleicht ein Vertrag
    > mit Vodafone hat.

    Wohnungsgesellschaften mit Exklusivverträgen sind natürlich ein potentielles Problem. Wird aber den Ausbau insgesamt kaum verhindern. Die Telekom selbst macht seit einigen Jahren auch solche Verträge, und ist dadurch mittlerweile auch wieder zum Kabelanbieter geworden (FTTB+DOCSIS).

    > Viele Unterschrifen werden es leider nicht werden.

    Wir werden sehen. In Weil der Stadt (einer Stadt in einem der Landkreise rund um Stuttgart, die mit der Telekom eine Kooperation abgeschlossen haben) hat die Telekom auch ihre 30% bekommen, trotz Supervectoring und 65% Versorgung mit DOCSIS (vermutlich Unitymedia). Da spielt der Telekom jetzt auch vielleicht das von den Konkurrenten immer wieder wiederholte Mantra in die Hände, das Glasfaser das einzig Wahre ist (und die Geschwindigkeit für sich genommen irrelevant).

    Ich glaube auch nicht dass die Telekom bei Ausbauvorhaben in Berlin & Co unbedingt auf Vorvertragsquoten setzen wird.

    >
    > Wer Vodafone hat und vielleicht 500mbit/s fährt ist für die Telekom tot,
    > denn 500mbit kann die Telekom nicht für billig Geld auf dem Markt werfen,
    > Vodafone schon.

    Die Telekom wird die Anschlüsse zu dem Preis anbieten, den sie fuhr sich am wirtschaftlichsten hält. Da spielt neben dem Erlös pro Anschluss der Marktanteil eine wichtige Rolle.

    > Da bleiben nur die Dörfer die immer noch mit 16mbit fahren, aber die will
    > keiner haben, denn der Ausbau lohnt nicht, es sei der Staat spendiert mal
    > richtig Kohle.

    Was er macht. Ein Großteil der Gebiete mit <30 Mbit/s dürfte mittlerweile in dem einen oder anderen Förderprogramm sein - und wenn noch nicht dann bald. Dauert halt noch ein paar Jahre, bis die ganzen Bauprojekte durchgezogen sind.

    >
    > So oder, es sieht leider nicht so gut aus, außerdem wie will die Telekom
    > 1-2 Millionen Anschlüsse/Jahr bezahlen, denn die Kupfer und Glasfaser
    > Tarife liegen gleich auf, es sei jemand bucht 1GB, bei vielen ist bei
    > 40-45¤ schluß.

    Genau so wie sie ihre aktuellen Investitionen von 4-5 Mrd Euro in Deutschland finanziert. Von den laufenden Einnahmen.

  8. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: LinuxMcBook 30.07.19 - 23:03

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird echt interessant werden, denn bis dahin hat Vodafone Deutschland
    > mit 1GB Gepflastert.
    > Dort wo DG liegt bekommt die Telekom auch kein Fuß rein.
    Ihr überschätzt massiv, welche Bedeutung die DG für den Glasfasermarkt in Deutschland hat.
    Die DG hat derzeit ca. 400.000 Anschlüsse (und damit ja sogar weniger, als die Telekom derzeit hat), und es werden nur sehr langsam mehr.
    Bei über 40 Mio. Haushalten in Deutschland. Also gerade einmal 1%! Das ist praktisch nichts.


    > Wer Vodafone hat und vielleicht 500mbit/s fährt ist für die Telekom tot,
    > denn 500mbit kann die Telekom nicht für billig Geld auf dem Markt werfen,
    > Vodafone schon.
    > Da bleiben nur die Dörfer die immer noch mit 16mbit fahren, aber die will
    > keiner haben, denn der Ausbau lohnt nicht, es sei der Staat spendiert mal
    > richtig Kohle.
    Vodafone kann überhaupt nur ca. 20 Mio. Haushalte in Deutschland erreichen.
    Und auch Gigabit-Geschwindigkeit werden diese 20 Mio. Haushalte nicht alle in den nächsten 2-3 Jahren haben.

    Für Geschwindigkeiten über 1GBit im Glasfasernetz sind übrigens massive Investitionen bzw. sogar Tiefbauarbeiten nötig. Ich bezweifel, dass Vodafone das so zeitnah stemmen können wird.

  9. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: j0hnd0e 31.07.19 - 00:39

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr überschätzt massiv, welche Bedeutung die DG für den Glasfasermarkt in
    > Deutschland hat.
    > Die DG hat derzeit ca. 400.000 Anschlüsse (und damit ja sogar weniger, als
    > die Telekom derzeit hat), und es werden nur sehr langsam mehr.

    Die DG hat kürzlich den 500.000sten Anschluss gefeiert und sich bei der Gelegenheit die FTTH-Krone aufgesetzt, weil sie mit 300.000 mehr FTTH-Vertragskunden hat als jeder andere Netzbetreiber in Deutschland. Ein erst 8 Jahre altes Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und 40 Millionen Jahresumsatz (laut Wikipedia) hat mehr FTTH erfolgreich vermarktet als die Telekom mit über 200.000 Mitarbeitern und 75 Milliarden Jahresumsatz.

    Je nach Maßstab ist die DG ein fast 400 bis 2000 mal kleineres Unternehmen, das aber nach so kurzer Zeit schon fast ein Prozent der Haushalte unter Vertrag hat. Es gäbe gar nicht genug Kunden in Deutschland, wenn die Telekom im entsprechenden Maßstab ausbauen würde, oder anders ausgedrückt: Wenn die Telekom es mit nur einem Prozent ihrer Ressourcen der DG nachmachen würde, wäre Deutschland sehr viel weiter. Leider ist das nicht der Fall.

    Die Bedeutung der DG wird nicht überschätzt, auch weil die DG da ausbaut, wo wirklich Bedarf ist. Ob und wie schnell die Telekom überholt, ist noch nicht gezeigt: Dass sie könnte, wenn sie wollte, steht außer Frage, aber bis jetzt steigt Deutschland mit der Telekom langsamer auf FTTH um als mit der kleinen Deutschen Glasfaser. Ich persönlich bin mir sicher, dass die Telekom auch nur wegen des Konkurrenzdrucks durch DG und andere überhaupt den Ausstieg aus dem FTTH Ausstieg erwägt.

    > Für Geschwindigkeiten über 1GBit im Glasfasernetz sind übrigens massive
    > Investitionen bzw. sogar Tiefbauarbeiten nötig. Ich bezweifel, dass
    > Vodafone das so zeitnah stemmen können wird.

    Bei echten Glasfaseranschlüssen ist das allerdings gar kein Problem.

  10. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: LinuxMcBook 31.07.19 - 00:46

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die DG hat kürzlich den 500.000sten Anschluss gefeiert und sich bei der
    > Gelegenheit die FTTH-Krone aufgesetzt, weil sie mit 300.000 mehr
    > FTTH-Vertragskunden hat als jeder andere Netzbetreiber in Deutschland. Ein
    > erst 8 Jahre altes Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und 40 Millionen
    > Jahresumsatz (laut Wikipedia) hat mehr FTTH erfolgreich vermarktet als die
    > Telekom mit über 200.000 Mitarbeitern und 75 Milliarden Jahresumsatz.
    Naja die hohe Quote an Vertragsabschlüssen bei der DG ist zwangsläufig gegeben, ansonsten gibt es auch gar keinen Ausbau.
    Die geringere Vertragsquote bei der Telekom zeigt nur, was passiert, wenn man FTTH dort ausbaut, wo es DOCSIS und VDSL gibt.
    Die DG würde dort also niemals ausbauen. Damit ist der Ansatz der DG also nicht geeignet, um Deutschland komplett zu verglasen. Das Rosinen picking nützt nur wenigen.

    Klar hätte die Telekom mit ihren Ressourcen schneller FTTH ausbauen können. Trotzdem limitiert hier immer noch der Tiefbau, deswegen war Vectoring zunächst die bessere Wahl.


    > > Für Geschwindigkeiten über 1GBit im KABELNETZ sind übrigens massive
    > > Investitionen bzw. sogar Tiefbauarbeiten nötig. Ich bezweifel, dass
    > > Vodafone das so zeitnah stemmen können wird.
    >
    > Bei echten Glasfaseranschlüssen ist das allerdings gar kein Problem.
    Dort sollte DOCIS/Kabelnetz stehen, nicht Glasfaser! Für den Frequenzbereich um mehr als 1 GBit/s über Kabel zu nutzen, sind die passiven Teile des Netzes gar nicht ausgelegt. Da werden eine Menge Tiefbauarbeiten und Arbeiten in den Häusern nötig. Dann kann man auch gleich Glasfaser verlegen.

  11. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: j0hnd0e 31.07.19 - 02:07

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja die hohe Quote an Vertragsabschlüssen bei der DG ist zwangsläufig
    > gegeben, ansonsten gibt es auch gar keinen Ausbau.

    Die DG baut nicht am Bedarf vorbei.

    > Das Rosinen picking nützt nur wenigen.

    Bullshit. Dort auszubauen, wo die Anschlüsse auch genutzt werden, nützt mehr als die brachliegenden Anschlüsse der Telekom. Dass die Telekomfanboys es aber auch nie verstehen (wollen). Die Telekom wird geradezu angebettelt, diese Rosinen zu picken. Die Leute wollen nicht mehr an der zu langen Kupferleitung hängen. Wo baut die Telekom aus? Da, wo man mit 1,1 Millionen Anschlüssen nicht mal 300.000 Kunden erreicht. Das hat niemand zu verantworten außer der Telekom.

    > Klar hätte die Telekom mit ihren Ressourcen schneller FTTH ausbauen können.
    > Trotzdem limitiert hier immer noch der Tiefbau, deswegen war Vectoring
    > zunächst die bessere Wahl.

    ...und weil die Telekom nunmal ein Kupfernetz hat und weil VDSL massiv gefördert wurde. Schon klar. Tiefbaukapazitäten sind immer dann knapp, wenn man den schleppenden Ausbau rechtfertigen will, aber wenn man mehr ungenutzte FTTH-Anschlüsse baut als der Anbieter mit den meisten FTTH-Kunden überhaupt Anschlüsse hat, dann scheint die Knappheit doch nicht so wichtig zu sein. Für VDSL in DG-Ausbaugebieten war bisher auch noch immer ein Bagger frei.

    Die DG ist übrigens noch nicht überall in Deutschland. Warum sollte die Telekom andernorts keine Bauunternehmen finden können? Die DG steht in ihren Ausbaugebieten doch nicht anders da. Der Grund ist einfach: Die Telekom will nicht und zieht eine fadenscheinige Ausrede nach der anderen aus dem Hut.

    > Dort sollte DOCIS/Kabelnetz stehen, nicht Glasfaser! Für den
    > Frequenzbereich um mehr als 1 GBit/s über Kabel zu nutzen, sind die
    > passiven Teile des Netzes gar nicht ausgelegt. Da werden eine Menge
    > Tiefbauarbeiten und Arbeiten in den Häusern nötig. Dann kann man auch
    > gleich Glasfaser verlegen.

    Das ist doch FUD. Die Telekom kann fast nirgendwo mehr als 250Mbit/s liefern, und selbst um die an der Mehrheit der Anschlüsse zu erreichen, wären umfassende Bauarbeiten nötig, aber du schwadronierst hier von denkbaren Schwierigkeiten der Konkurrenz, mehr als 1000Mbit/s anzubieten.

    Vor vielen Jahren hat mir eine Telekommitarbeiterin schon prophezeit, dass ich von meinem Ausflug zur Kabelkonkurrenz schnell reumütig zurückkehren würde. Ich lachte. Zu der Zeit konnte die Telekom nicht mal 6 Mbit/s liefern und das ist auch noch nicht lange vorbei. Dass sich die Telekom mit der Kritik am schnelleren Netz lächerlich macht, merken nur die nicht, die schon bei der Telekom waren, als die noch Post hieß, und die nie etwas anderes kennengelernt haben.

  12. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: LinuxMcBook 31.07.19 - 02:34

    j0hnd0e schrieb:
    > Bullshit. Dort auszubauen, wo die Anschlüsse auch genutzt werden, nützt
    > mehr als die brachliegenden Anschlüsse der Telekom. Dass die Telekomfanboys
    > es aber auch nie verstehen (wollen). Die Telekom wird geradezu angebettelt,
    > diese Rosinen zu picken. Die Leute wollen nicht mehr an der zu langen
    > Kupferleitung hängen.
    Ich als Städter soll also nicht nur drei mal so hohe Mieten zahlen, sondern den Bauern auch noch ihren Glasfaseranschluss querfinanzieren, weil du mal eben so festgelegt hast, dass mir auch Schrott-DOCSIS reicht und die arme und alte Landbevölkerung eher FTTH braucht!?

    > > Dort sollte DOCIS/Kabelnetz stehen, nicht Glasfaser! Für den
    > > Frequenzbereich um mehr als 1 GBit/s über Kabel zu nutzen, sind die
    > > passiven Teile des Netzes gar nicht ausgelegt. Da werden eine Menge
    > > Tiefbauarbeiten und Arbeiten in den Häusern nötig. Dann kann man auch
    > > gleich Glasfaser verlegen.
    >
    > Das ist doch FUD. Die Telekom kann fast nirgendwo mehr als 250Mbit/s
    > liefern, und selbst um die an der Mehrheit der Anschlüsse zu erreichen,
    > wären umfassende Bauarbeiten nötig, aber du schwadronierst hier von
    > denkbaren Schwierigkeiten der Konkurrenz, mehr als 1000Mbit/s anzubieten.
    Es geht hier um den Vergleich von FTTH und DOCSIS, nicht um FTTC vs. DOCSIS.
    Und natürlich sind für Full Duplex im Kabelnetz massive Tiefbauarbeiten nötig. Die Frequenzen sind sogar teilweise noch durch Fernsehen belegt...

    > Vor vielen Jahren hat mir eine Telekommitarbeiterin schon prophezeit, dass
    > ich von meinem Ausflug zur Kabelkonkurrenz schnell reumütig zurückkehren
    > würde. Ich lachte. Zu der Zeit konnte die Telekom nicht mal 6 Mbit/s
    > liefern und das ist auch noch nicht lange vorbei.
    Bei dir liegt eher ein bedauerlicher und irrelevanter Einzelfall vor. DOCSIS gibt es hauptsächlich in Städten und halbstädtischen Gebieten. Vectoring gibt es hauptsächlich in Städten und halbstädtischen Gebieten. Viel wahrscheinlicher ist es, dass es nur Vectoring gibt, aber kein DOCSIS:
    30 Mio. Anschlüsse können Vectoring, maximal 20 Mio. können DOCSIS und nur 7 Mio. Haushalte nutzen DOCSIS.

    Dennoch ist DOCSIS viel eher in den Abendstunden überlastet.
    Scheint so, als gäbe es mehr zufriedene Vectoring-Kunden als Kabelkunden ;)

  13. "Mit Gigabit gepflastert"

    Autor: M.P. 31.07.19 - 07:59

    "Gepflastert" werden muss da nicht, wo Vodafone Gigabit verfügbar macht - da die Koaxialkabel in der Regel schon seit Jahrzehnten in der Erde liegen, sind keine Erdarbeiten möglich.
    Daneben wird nicht Deutschland versorgt, sondern die Bereiche, die eben irgendwann mal Kabelfernsehen bekommen haben.
    Ich wüsste nicht, dass Vodafone im großen Stil ihr Breitbandnetz erweitert ...

    Daneben können auch Kabel-Internet-Kunden mit mehreren 100 Megabit - Vertrag ein Bedürfnis verspüren, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, wenn Einstreuungen/Ingress oder überbuchte Kabelsegmente ihnen regelmäßig den Spaß verderben ...

    Ich war Jahrelang recht zufrieden mit meinem Unitymedia-Anschluss. Aber in letzter Zeit merkt man, dass es zu den Stoßzeiten voll wird im Kabelsegment. Da gibt es schon größere Streuungen im Ping, und die Golem-Webseite legt ein paar DOCSIS-Gedenksekunden ein, bevor sie lädt ...

  14. Die einen nennen es Rosinen-Picking

    Autor: M.P. 31.07.19 - 08:24

    Die anderen nennen es, da auszubauen, wo der Mangel am Größten ist ...

  15. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: FaMy 31.07.19 - 08:56

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > j0hnd0e schrieb:
    > > Bullshit. Dort auszubauen, wo die Anschlüsse auch genutzt werden, nützt
    > > mehr als die brachliegenden Anschlüsse der Telekom. Dass die
    > Telekomfanboys
    > > es aber auch nie verstehen (wollen). Die Telekom wird geradezu
    > angebettelt,
    > > diese Rosinen zu picken. Die Leute wollen nicht mehr an der zu langen
    > > Kupferleitung hängen.
    > Ich als Städter soll also nicht nur drei mal so hohe Mieten zahlen, sondern
    > den Bauern auch noch ihren Glasfaseranschluss querfinanzieren, weil du mal
    > eben so festgelegt hast, dass mir auch Schrott-DOCSIS reicht und die arme
    > und alte Landbevölkerung eher FTTH braucht!?

    Damit würdest du eventuell verhindern, dass die "Bauern" auch noch in die Stadt ziehen und deine Miete noch weiter steigt. ;)

  16. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: Faksimile 31.07.19 - 09:49

    Oder das er überhaupt noch was zu beissen hat. Wenn die Bauern einfach komplett anfangen so wie die Städter zu denken und zu handeln und NUR Eigenversorgung betreiben.

    "Alle denken an sich, nur ich denke an mich ..."

  17. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: j0hnd0e 31.07.19 - 10:46

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich als Städter soll also nicht nur drei mal so hohe Mieten zahlen, sondern
    > den Bauern auch noch ihren Glasfaseranschluss querfinanzieren

    Nein, da wird nichts querfinanziert. Das sind doch deiner Meinung nach die Rosinen, die sich die DG da pickt. Die Telekom soll auch diese Rosinen picken und damit viel Geld verdienen.

    > Es geht hier um den Vergleich von FTTH und DOCSIS, nicht um FTTC vs.
    > DOCSIS.

    Dir geht es offensichtlich darum, alles außer Telekom schlecht aussehen zu lassen, obwohl die Telekom die lahmsten Leitungen hat.

  18. Land VS Stadt Ausbau

    Autor: solary 31.07.19 - 10:47

    >Ich als Städter soll also nicht nur drei mal so hohe Mieten zahlen, sondern den Bauern auch noch >ihren Glasfaseranschluss querfinanzieren, weil du mal eben so festgelegt hast, dass mir auch >Schrott-DOCSIS reicht und die arme und alte Landbevölkerung eher FTTH braucht!?

    In den Städten gibt es auch so gut wie keine Glasfaser, da muss der Staat auch kräftig schütteln, damit das Geld aus den Steuersack* kommt.

    Hier müssen dann auch noch die Inline Verkabelung bezahlt werden, währen im Dorf die Glasfaser einfach im Keller gelegt wird, denn dort stehen oft nur EFh.
    Die Erdarbeiten stelle ich mir auch einfach vor, in der Stadt erreich man nur mehr Menschen pro Straße.


    *Dierzu muss dann endlich die >30mbit Klausel weg, die verhindert das Gebiete über 30mbit Förderung bekommen.

  19. Re: Telekom FTTH ? realistisch sehen!

    Autor: Faksimile 31.07.19 - 10:49

    So etwas kenn ich an sich nur bei Personen, die derart beruflich involviert sind.

  20. Re: Land VS Stadt Ausbau

    Autor: Faksimile 31.07.19 - 11:02

    Warum haben eigentlich viele Forumsteilnehmer so einen eingeschränkten Blickwinkel?
    Einige sprechen nur von Mietern und Vermietern (wahrscheinlich ist das die eigene Situation), andere nur von Mehrfamilienhäusern und aufwendiger Inhouse-Verkabelung. Wieder andere von Stadt- Land Gefälle.

    Es gibt in Städten Mehrfamilienhäuser, die von Familienverbünden bewohnt werden. Ebenso gibt es "Mietskasernen" im Bestand mit schwieriger Verkabelungssituation, wieder andere sind perfekt mit Leerrohren ausgebaut. Und ebenso gibt es auch viele Wohnviertel mit EFHs, ob vermietet oder selbst bewohnt.

    Und diese Situationen findet man auch auf dem Land.

    Und daher gibt es kein entweder oder, sondern nur ein sowohl als auch.

    Aber es gibt für fast jede Situation auch eine brauchbare technische Lösung.

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  2. Matisse Refresh (MTS2) AMDs Ryzen 3000XT nutzen extra Takt
  3. Ryzen HPs Gaming-Notebook lässt die Wahl zwischen AMD und Intel

Campus Networks: Wenn das 5G-Netz nicht jeden reinlässt
Campus Networks
Wenn das 5G-Netz nicht jeden reinlässt

Über private 4G- und 5G-Netze gibt es meist nur Buzzwords. Wir wollten von einer Telekom-Expertin wissen, was die Campusnetze wirklich können und was noch nicht.
Von Achim Sawall

  1. Funkstrahlung Bürgermeister in Oberbayern greifen 5G der Telekom an
  2. IRT Öffentlich-rechtlicher Rundfunk schließt Forschungszentrum
  3. Deutsche Telekom 5G im UMTS-Spektrum für die Hälfte der Bevölkerung

Mars 2020: Was ist neu am Marsrover Perseverance?
Mars 2020
Was ist neu am Marsrover Perseverance?

Er hat 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet und sieht genauso aus wie Curiosity. Einiges ist dennoch neu, manches auch nur Spielzeug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer