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Als wäre alles so einfach

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  1. Als wäre alles so einfach

    Autor: cheops05 21.07.17 - 21:37

    Ein Bürgermeister glaubt, er könnte einfach FTTH anbieten, er überschätzt sich gewaltig, denn die Kunden müssen die Inhouse Installation selber bezahlen oder die Gemeinde muss die die Inhaouse Installtion bezahlen, was vollkommen unwirtschaftlich ist, denn die meisten Kunden sind nicht bereit für den entsprechenden Service zu bezahlen, denn er ist komplett überdimensioniert, wer brauch schon 1GB Up-/Download. Alles über 200 Mbit ist Luxus, da die meisten Server gar nicht so schnell liefern können. Nur Firmen könnten davon profitieren, wenn sie an einem entsprechenden Backbone hängen. In der Schweiz wird FTTH Ausbau nur noch in Neubaugebieten propagiert, in Bestandsgebieten ist FTTS/FFTB wirtschaftlicher. Zu einem Bruchteil der Kosten von FTTH, werden hier Geschwindigkeiten bis 600/100 Mbit erreicht, dies sind reale, gemessene Werte. Lt. Huawei sind in naher Zukunft bis zu 5GB möglich, da sie auch in der heutigen Geschwindigkeitsprognose richtig lagen, halte ich dies auch für wahrsceinlich und dann gibt es ja auch noch Bonding.
    Also für Privatkunden ist FTTS/FTTB die Kosten günstige Lösung.
    Für Firmen und Neubaugebite ist FTTH eine gute Alternative.

    Um die Konkurrenz zwischen den Providern zu gewährleisten mus das Einspeisen der Streams am Backbone erfolgen, Bei FTTH muss der BEP und der OTO für mehrere Provider ausgelegt sein, Bei FTTS/FTTB ist die nicht nötig.

    Das größten Hindernisse für einen schnellen Ausbau der Netze, ist
    1. die Inkompetenz der Politik. Sie müsste klare Vorgaben machen,
    2. Diese seltsamen Alleingänge einzelner Gemeinden, ein Kollege von mir wohnt im reichsten Dorf der Schweiz, dort haben sie komplett FTTH ausgebaut, er ist nur am fluchen weil die Betreibergesellschaft die Komplexität des Fibre Netzes nicht in den Griff kriegt,
    3. Die Schwerfälligkeit der grossen Anbieter, die Prozesse sind sehr komplex und erfordern ein Umdenken in der Netzwerkverwaltung, Know How und Geld

  2. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: Faksimile 21.07.17 - 22:42

    1. Geht es hier um ein Neubaugebiet.
    2. Gibt es in der Gemeinde/Ortschaft (danke Google Earth) fast nur EFH und ggf. 2/4-Familienhäuser. Also höchstwahrscheinlisch FTTB mit Twisted-Pair RJ45 Inhouse-Verkabelung.
    3. Kann man als Architekt während der Bauplanung auch mal DIN EN50173 Teil 4 betrachten und anwenden, wobei sich dann die Inhouse-Verkabelung schon relativiert (wer heute keine Netzwerkverkabelung in seinem neuen Eigenheim plant, ist selber schuld)
    Zur 1GBit Frage: Für Homeoffice richtig gut, da das Arbeiten dem im Büro gleicht.

    Bei mir wäre es nur der Austausch des Modem/der Bridge. Router steht nämlich im 19" Schrank im Keller.

  3. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: johnripper 21.07.17 - 22:56

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Geht es hier um ein Neubaugebiet.

    Ja und dann? Liegt das Kabel bis zum nächsten Orteil und endet da oder wie? Wer peert und wohin? Und wie kommt man da hin?

    > 2. Gibt es in der Gemeinde/Ortschaft (danke Google Earth) fast nur EFH und
    > ggf. 2/4-Familienhäuser. Also höchstwahrscheinlisch FTTB mit Twisted-Pair
    > RJ45 Inhouse-Verkabelung.

    Ja genau das ist das Problem.

    > 3. Kann man als Architekt während der Bauplanung auch mal DIN EN50173 Teil
    > 4 betrachten und anwenden, wobei sich dann die Inhouse-Verkabelung schon
    > relativiert (wer heute keine Netzwerkverkabelung in seinem neuen Eigenheim
    > plant, ist selber schuld)
    > Zur 1GBit Frage: Für Homeoffice richtig gut, da das Arbeiten dem im Büro
    > gleicht.
    >
    > Bei mir wäre es nur der Austausch des Modem/der Bridge. Router steht
    > nämlich im 19" Schrank im Keller.

    Bei dir. Bei vielen nicht.

  4. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: Anonymer Nutzer 22.07.17 - 00:49

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zur 1GBit Frage: Für Homeoffice richtig gut, da das Arbeiten dem im Büro
    > gleicht.
    Bringt den meisten aber nichts viel da die wenigsten Firmen mehr als 1GBit/s haben. Bei uns wird der THA-Zugang grundsätzlich auf 10MBit/s pro Nase beschränkt. Zudem sind die Leute angehalten, große Dateien vor der THA im Büro auf den PC zu spielen.

    Bei einer vierstelligen Anzahl an gleichzeitigen THA-Arbeitern (Freitags) ist unsere 10Gbit/s-Leitung eh schon des öferen am Limit (da kommen ja auch noch die Server und Mitarbeiter zu, welche auch ins Internet gehen).
    Wir planen derzeit ein Upgrade auf 100GBit/s aber die ist nochmal deutlich teurer als die 10GBit/s-Leitung und die Schatzmeister weigern sich derzeit noch (meckern aber gleichzeitig des öfteren über die THA-Performance). Wird wohl aber nicht mehr lange dauern :)

  5. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: whoever 22.07.17 - 11:52

    Auf welche Leitungslänge schafft Huawei denn 5 Gbit/s (bzw. erachtet es als möglich)? Und auf welcher Kupferleitungslänge wirst du bei FTTS angeschlosen?
    Ich kenne lediglich die Ergebnisse der nächsten G.fast-Generation (knapp über 1 Gbit/s) und da bist du noch auf maximal 50 Meter angeschlossen.

    Gruss, whoever

  6. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: lc 22.07.17 - 11:59

    cheops05 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Alles über 200 Mbit
    > ist Luxus, da die meisten Server gar nicht so schnell liefern können.

    500/500 hier, ich kan deine Aussage nicht bestaetigen.

  7. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: Faksimile 23.07.17 - 13:02

    Wasch mir den Buckel, aber mach mich nicht nass.
    Wenn ich Homeoffice genehmige und gleichzeitig von dem MA Leistung wie im Präsenzbetrieb erwarte, muss ich als Arbeitgeber auch die entsprechenden Voraussetzungen im Betrieb schaffe. Wenn der AN/MA dann auch noch eine schlechte Anbindung im Homeoffice von Seiten des Providers hat, sind wir eben noch GANZ weit von der digitalisierten Welt entfernt. Liebe politische Administration: erkennt endlich eure Verantwortung die ihr ja immer wieder so lautstark propagiert. Sorgt für gute, technische Voraussetzuungen sonst wird das mit der Digitalisierung in DE nix.

  8. Re: Als wäre alles so einfach

    Autor: Faksimile 23.07.17 - 13:34

    johnripper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Faksimile schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1. Geht es hier um ein Neubaugebiet.
    >
    > Ja und dann? Liegt das Kabel bis zum nächsten Orteil und endet da oder wie?
    > Wer peert und wohin? Und wie kommt man da hin?
    >
    Das ist doch grundlegend erst einmal die Angelegenheit des jeweiligen Providers. Wenn das hier ein lokales Unternehmen (Stadtwerke o.ä) ist, dann ist das die Herausforderung, die diese lösen müssen. Solche lokalen Projekte gibt es inzwischen vielfach in DE. Oder bist Du der Meinung, das nur die Oligopol Teilnehmer dazu in der Lage sind?

    > > 2. Gibt es in der Gemeinde/Ortschaft (danke Google Earth) fast nur EFH
    > und
    > > ggf. 2/4-Familienhäuser. Also höchstwahrscheinlisch FTTB mit
    > Twisted-Pair
    > > RJ45 Inhouse-Verkabelung.
    >
    > Ja genau das ist das Problem.
    >
    Was ist daran ein Problem?
    Die Signalführung lässt sich in solchen Gebäuden noch mit akzeptablem Aufwand mit RJ45/ Twisted Pair erledigen. In großen Wohnanlagen ist die Zuführung des optischen Signals in jede Wohnung wohl unausweichlich. Aber auch da muss man schauen, wie den die Verteilung der CuDA derzeit durchgeführt ist. Wenn da Leerrohre vorhanden sind, könnten die ja schon helfen.

    > > 3. Kann man als Architekt während der Bauplanung auch mal DIN EN50173
    > Teil
    > > 4 betrachten und anwenden, wobei sich dann die Inhouse-Verkabelung schon
    > > relativiert (wer heute keine Netzwerkverkabelung in seinem neuen
    > Eigenheim
    > > plant, ist selber schuld)
    > > Zur 1GBit Frage: Für Homeoffice richtig gut, da das Arbeiten dem im Büro
    > > gleicht.
    > >
    > > Bei mir wäre es nur der Austausch des Modem/der Bridge. Router steht
    > > nämlich im 19" Schrank im Keller.
    >
    > Bei dir. Bei vielen nicht.

    Diese DIN EN gibt es nicht erst seit gestern. Wenn Architekten/Bauplaner und deren Elektroplaner sowie die Bauherren nicht in der Lage und Willens sind das umzusetzen, tun sie mir nur leid. Man plant ja ein Gebäude nicht nur für heute sondern wohl auf längere Sicht. Und da sollte man auch technische Weiterentwicklungen im Hinterkopf haben. Und das Internet gibt es nicht erst seit Gestern.

    Mein Gebäude hat diese Art der Verkabelung übrigens seit 1999 in einem Altbau aus dem Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Ergo: es geht, wenn man will. Und das ist im Rahmen von Renovierungen machbar.

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