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Der Fehler in Deutschland ist die Telekom

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  1. Der Fehler in Deutschland ist die Telekom

    Autor: johnDOE123 23.05.18 - 17:46

    Der Staat fördert immer genau das, was die Telekom bauen will. Bis gerade war das VDSL, also ist die Aufgreifschwelle 30Mbit/s und es reicht, wenn 50Mbit/s (nominal) verfügbar gemacht werden. Nun fühlt sich die Telekom doch unter Druck, weil andere Unternehmen auf dem Land FTTB/H bauen und die Kabelnetze in den Städten immer schneller werden, also überlegt der Staat, auch den echten Glasfaserausbau zu fördern, aber natürlich erst jetzt, weil die Telekom das jetzt auch machen will.

    Die gesamte Konkurrenz hält sich seit der Marktliberalisierung mit Investitionen in Infrastruktur zurück, weil jeder weiß: Wenn die Konkurrenten der Telekom gefährlich werden, dann bekommt die Telekom das Geld für die Gegenwehr geschenkt. Jetzt dürfen alle auf 5G-Frequenzen bieten, und die Telekom weiß, dass sie das Geld über großzügig auf Telekominvestitionen gemünzte Förderung wieder zurückbekommt, und nicht nur die eigenen Gebote sondern gleich auch noch die der Konkurrenten dazu. DESHALB ist der Stand des Breitbandausbaus in Deutschland so beschämend. Es gibt hier einen Privatunternehmen, das quasi Monopolist ist und noch dazu vom Staat protegiert wird, teilweise weil der Staat mit mehr als einem Drittel an diesem Unternehmen beteiligt ist, teilweise aus "sicherheitspolitischen Gründen". Monopolisten sind aber nunmal nicht dafür bekannt, dass sie mehr tun als unbedingt nötig.

  2. Re: Der Fehler in Deutschland ist die Telekom

    Autor: Doedelf 24.05.18 - 10:22

    Es funktioniert halt. Nicht nur bei der Telekom - einfach immer die Jammerkeule als Großkonzern rausholen "ohh es kostet uns 5 fastilliarden, das können wir nicht huhuhhuuh" und warten. Irgendwann kommt der Staat und pumpt Geld dazu oder übernimmt die selbst geschriebenen Regeln ins Gesetz.

    Das ganze ist hierzulande lächerlich was die Telekom abzieht. Sie haben jahrzehntelang nach ihrer "Privatisierung" die letzte Meile bekommen. Preise für Telekommunikation waren hier und sind hier immer hoch gewesen. Hat ja dicke gereicht um "Experimente" wie t-mobil usa zu finanzieren. Die Bevölkerungsdichte ist in Deutschland extrem hoch - grade gemessen an den restlichen europäischen Ländern d.h. auch das ich viele potenzielle Kunden pro QKM habe. Komisch das es in anderen Ländern nicht geht.

    Selbe flennerei hat immer die Bahn "huhuu unser Bahnnetz ist so komplex" - ja bedeutet auch potenziell viele Kunden ihr Pfeifen - also macht was draus anstatt immer rumzujammern.

    VW Dieselskandal dasselbe "huhuhuu ja wir haben beschissen weil halt die Regeln so extrem waren aber bitte Fahrverbote, nein - Zwangsumrüstung auf unsere Kosten - nein"

    Banken - "huhuhhuuh wir haben uns verzockt weil wir gierige kleine Ar*löcher sind aber buhuuuhuuu alle machen doch mal fehler, könnt ihr uns nicht retten"

    Das schlimme in Deutschland ist das bei Themen wie bedingungsloses Grundeinkommen sofort die "Sozialismuß" schreier da sind - aber was wir hier haben ist ein Mix aus kapitalismus mit sozialistischen Backup für die Unternehmen wenn man sich verzockt hat. Das schlimmste aus beiden Welten quasi für die Bevölkerung. Für alles zahlen ohne echte Marktfreiheit.

    Sowas kann ich gar nicht ab. Entweder wir streben gen Kapitalismus - hell yeah, dann schafft halt alles ab. Keine AL Versicherung, kein Rente, kein Krankenversicherung - nix nada - oder stärkt die soziale Marktwirtschaft auch dahin das kritische Infrastruktur (und ja das Internet ist kritisch) in Staatshand bleibt.

  3. Re: Der Fehler in Deutschland ist die Telekom

    Autor: Dwalinn 24.05.18 - 17:53

    Doedelf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es funktioniert halt. Nicht nur bei der Telekom - einfach immer die
    > Jammerkeule als Großkonzern rausholen "ohh es kostet uns 5 fastilliarden,
    > das können wir nicht huhuhhuuh" und warten. Irgendwann kommt der Staat und
    > pumpt Geld dazu oder übernimmt die selbst geschriebenen Regeln ins Gesetz.
    Oder es baut halt jemand anderes aus und kassiert dabei dick ab....
    Hat immerhin für 3 mio FTTH Kunden in den letzten Jahrzehnten geklappt

    > Das ganze ist hierzulande lächerlich was die Telekom abzieht. Sie haben
    > jahrzehntelang nach ihrer "Privatisierung" die letzte Meile bekommen.
    > Preise für Telekommunikation waren hier und sind hier immer hoch gewesen.
    > Hat ja dicke gereicht um "Experimente" wie t-mobil usa zu finanzieren. Die
    > Bevölkerungsdichte ist in Deutschland extrem hoch - grade gemessen an den
    > restlichen europäischen Ländern d.h. auch das ich viele potenzielle Kunden
    > pro QKM habe. Komisch das es in anderen Ländern nicht geht.
    Mittlerweile ist T-mobil recht erfolgreich und bringt Deutschland und der KfW Geld ein.
    Klar ist das scheiße das wir nicht so tolle Tarife haben wie in der Schweiz oder Niederlande aber hier muss man die Schuld bei der Regierung suchen, natürlich versucht eine AG alles um Gewinne zu maximieren.

    > Selbe flennerei hat immer die Bahn "huhuu unser Bahnnetz ist so komplex" -
    > ja bedeutet auch potenziell viele Kunden ihr Pfeifen - also macht was draus
    > anstatt immer rumzujammern.
    >
    > VW Dieselskandal dasselbe "huhuhuu ja wir haben beschissen weil halt die
    > Regeln so extrem waren aber bitte Fahrverbote, nein - Zwangsumrüstung auf
    > unsere Kosten - nein"
    Was soll man machen? VW ist wichtig für Deutschland, es hätten vielleicht ein paar mehr Köpfe rollen müssen aber zu hart darf man die auch nicht angehen.

    > Banken - "huhuhhuuh wir haben uns verzockt weil wir gierige kleine
    > Ar*löcher sind aber buhuuuhuuu alle machen doch mal fehler, könnt ihr uns
    > nicht retten"
    Auch hier war eine rettung leider notwendig und auch hier sind zu wenig Köpfe gerollt.... und wirklich gelernt hat daraus auch niemand was (zumindest weder die Regierung noch die Banken)

    > Das schlimme in Deutschland ist das bei Themen wie bedingungsloses
    > Grundeinkommen sofort die "Sozialismuß" schreier da sind - aber was wir
    > hier haben ist ein Mix aus kapitalismus mit sozialistischen Backup für die
    > Unternehmen wenn man sich verzockt hat. Das schlimmste aus beiden Welten
    > quasi für die Bevölkerung. Für alles zahlen ohne echte Marktfreiheit.
    >
    > Sowas kann ich gar nicht ab. Entweder wir streben gen Kapitalismus - hell
    > yeah, dann schafft halt alles ab. Keine AL Versicherung, kein Rente, kein
    > Krankenversicherung - nix nada - oder stärkt die soziale Marktwirtschaft
    > auch dahin das kritische Infrastruktur (und ja das Internet ist kritisch)
    > in Staatshand bleibt.
    Also ich mag die Soziale Marktwirtschaft uns geht es da deutlich besser als in manch anderen Land... von bedingungsloses Grundeinkommen halte ich aber auch nichts

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