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Infrastruktur gehört halt in Staatshand

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  1. Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: aLpenbog 23.05.18 - 12:43

    Sowas ist erstmal immer ein Minusgeschäft, sofern man es nicht unbedingt benötigt und Leute daher bereit sind hohe Preise zu zahlen. Private Unternehmen haben eben mehr davon, wenn sie das Ganze in 1 MBit Schritten langsam hochziehen und den Kunden jedesmal zur Tasche bitten. Man sollte eben nicht alles privatisieren.

  2. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: phade 23.05.18 - 12:49

    Meine Meinung.

    Wenn das Geld im Staatshaushalt bereit liegt, kann der Staat es auch selbst bauen.
    Das wird zwar teuer, technisch vielleicht auch fehlerhaft, aber egal.

    Geld ist genug da.

    Und danach einfach die Leitungen an die Privatwirtschaft vermieten.

    Gleiches denke ich auch bei den Stromtrassen.

  3. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: Dwalinn 23.05.18 - 13:44

    Genau so ist es, statt jedesmal die Telekom für alles verantwortlich zu machen und Fördergelder so stark zu Bürokratisieren das sie keiner haben will sollte es endlich mal Nägel mit Köpfen geben.

    Gebt den Stadtwerken (die im Besitz der Kommune sind) einfach einen Kredit um FTTH zu legen und gut ist, die können entweder selbst Internet anbieten oder Vermieten das nur.
    Bei bedarf gibt es noch ein gesetzt das Verhindert das ein anderer Anbieter innerhalb von X Jahren zusätzlich ausbaut.

    Statt 600mio in Förderung zu stecken -die man nie wieder sieht- sollte das Geld lieber dafür verwendet werden das alles zu Organisieren. Die Kredite können mit Zinsen wieder zurückgezahlt werden.
    Um zu verhindern das es dann wie bei der Bundespost läuft muss man natürlich feste Ziele vereinbaren damit Kontinuierlich ausgebaut wird und defekte schnell behoben werden.... ansonsten muss man nur mit der zeit gehen um das Netz anzupassen (viel Tiefbau wird dann aber nicht mehr nötig sein)

  4. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: Trockenobst 23.05.18 - 13:58

    phade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gleiches denke ich auch bei den Stromtrassen.

    Das hat man doch in NRW versucht. Einen Fonds aufzulegen, in dem Leute bei Nullzinsen sich an der Energiewende beteiligen können. 1-2% hätten es per Annum sein können.

    Die Energiewirtschaft hat sofort sturm geläutet und gesagt, dass diese Art der Finanzierung nicht möglich ist und sie bis zum EGH Hochklagen werden, wegen unnötiger Einmischung des Staates in den freien Markt.

    Nun jammern die selben Firmen, dass es mit den Bauern und Gemeinden wegen den Nord-Süd-Trassen so lange dauert und die Umsatzziele nicht zu erreichen sind etc. und vielleicht den Staat doch zur Kasse beten wollen. Aber die Trassen gehören dann natürlich ihnen.

    Das ist so durchsichtige Korruption und Scheiße, da fällt einem nichts mehr ein.

  5. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: /mecki78 23.05.18 - 14:34

    Die Infrastruktur war schon mal in Staatshand... und da war Deutschland erst recht hinten dran. Statt einer Flatrate beim Telefon, hatten wir eine 3 bzw. 6 Minuten Tacktung und schon 1 Stunden Internet pro Tag führte zu einer saftigen Telefonrechnung am Ende des Monats. Der Staat hat damals behauptet, so was wie Flatrates sind zum einen nicht finanzierbar und zum anderen würde dann das Telefonnetz zusammenbrechen. Hat sich natürlich beides als Unfug heraus gestellt, denn kaum war der Telefonmarkt offen purzelt die Preise im freien Fall und schon bald gab es die ersten Flatrates zumindest im Ortsnetz. Und während damals überall auf der Welt telefonieren günstiger und günstiger wurde, weil auch immer mehr Leute ein Modem genutzt haben, wurden bei uns sogar dann die Preise nochmal angehoben und die Tacktung verkürzt.

    Und statt dann etwas vernünftiges zu bauen, als man gesehen hat, das Datenübertragung immer wichtiger wird, wurde ISDN gebaut, weil 128 kbit/s sollten ja wohl für jedermann und für alle Ewigkeit reichen. Dann kam die Wiedervereinigung und statt hier im Osten gleich auf was sinnvolles zu setzen wurde OPAL genommen, das zwar auf Glasfaser basiert, aber am Ende jedem Haushalt nur einen ISDN Anschluss ermöglicht und während dann der Rest der Republik ein xDSL nach dem anderen bekam, hatten alle OPAL Haushalte eben Pech gehabt. Das sind die tollen Entscheidungen, die so ein Staatsunternehmen trifft, weil da wirtschaftliche Aspekte nur eine Nebenrolle spielen.

    Zeig mir doch mal ein größeres Staatsprojekt, das nicht zu lange gedauert hat, nicht viel zu spät fertig wurde, nur mit Abstrichen fertig wurde und am Ende nicht ein vielfaches von dem gekostet hat, was es hätte kosten sollen. Und diesen Leuten willst du die Infrastruktur überlassen? Das kann echt nur jemand schreiben, der nie in der Zeit gelebt hat, als der Staat noch die Infrastruktur hatte. Egal in welchen Markt, überall ist es besser geworden seit die Infrastruktur nicht mehr in Staatshand gewesen ist. Beim Telefonmarkt und beim Kabel-TV Markt hat man lediglich den Fehler gemacht das Netzgeschäft nicht strikt vom Endkundengeschäft zu trennen, so wie man das beim Strommarkt getan hat.

    Ansonsten ist der Staat der größte Aktionär der Telekom und auch der Bahn und das ist Teil des Problems. Er ist sogar der einzige Aktionär der Bahn und fördert sogar den Bahnverkehr mit Staatsgeldern, sprich, der Staat hat 100% Einfluss auf alles was die Bahn macht oder nicht macht, und, ist alles toll bei der Bahn, ja? Frag doch mal Pendler und andere Gruppen, die regelmäßig mit dem Zug fahren oder fahren müssen, die werden dir dann erzählen, wie toll die Bahn ist.

    Und auch dieser Artikel zeigt mal wieder, der Staat ist ja schon zu doof zu begreifen, was das Problem ist. Da wurden nicht mal 10% der Fördergelder bisher verbraucht und der Staat will das Problem lösen mit mehr Fördergeld? Und genauso lief das damals ab, als der Staat noch für das Telefonnetz zuständig war. Da wurde immer etwas gemacht, nur was das halt meistens Unsinn und komplett an den Bedürfnissen der Kunden vorbei. Warum auch? Wohin sollen die Kunden denn weg laufen, wenn man der einzige Anbieter ist? Also wen interessieren die Kundenwünsche? Staatsunternehmen interessieren Kundenwünsche genauso viel wie Politiker im Amt die Wünsche der Bevölkerung interessieren, nämlich kaum bis gar nicht.

    /Mecki

  6. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: /mecki78 23.05.18 - 14:38

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun jammern die selben Firmen, dass es mit den Bauern und Gemeinden wegen
    > den Nord-Süd-Trassen so lange dauert

    Und das zurecht, denn wenn Bayern den Bau nicht über Jahre blockiert hätte, wäre die Trasse heute schon fertig, aber solange Bayern ein großes Fragezeichen war, wollte man erst gar nicht anfangen so eine Trasse zu bauen. Für diese Verzögerung kann aber die Wirtschaft nichts, da wendest du dich bitte mal schön an die Politik. Und als dann Bayern endlich zugestimmt hat, dann nur unter der Auflage, dass große Teile unterirdisch gelegt werden müssen, wohlgemerkt ist das locker 10x so teuer pro Meter! Nicht nur dass der Staat also den Bau ewig verzögert hat, nein, er hat auch noch den Preis in gigantische Höhen getrieben, so dass natürlich die Trasse jetzt viel teurer wird als nötig gewesen wäre und es daher auch viel länger dauert, bis die Firmen, die sie bauen sollen, hier jemals die Investitionskosten wieder drinnen haben werden.

    /Mecki

  7. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: /mecki78 23.05.18 - 14:46

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gebt den Stadtwerken (die im Besitz der Kommune sind) einfach einen Kredit
    > um FTTH zu legen und gut ist, die können entweder selbst Internet anbieten
    > oder Vermieten das nur.

    Fast alle Stadtwerke in Deutschland wurden privatisiert. Die sind überhaupt nicht im Besitz von irgend etwas, das sind einfache private GmbHs, so wie jedermann eine aufmachen kann. Und die brauchen auch keinen Kredit, weil die können ja die Fördermittel abrufen vom Land, vom Bund und sogar von der EU. Und sie brauchen auch keine gesonderte Erlaubnis ein Netz zu verlegen, die dürfen genauso ein Netz verlegen wie jede andere Privatfirma das auch darf, natürlich nach dem Erwerb der dazu nötigen Baugenehmigungen, aber auch die müssen alle andere ja erwerben. Wie so was geht, das kann man sich in München anschauen, denn der Hauptanteilseigner der M-net GmbH ist die Stadtwerke München GmbH. Das ist alles privat!

    /Mecki

  8. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: whitbread 23.05.18 - 16:48

    Das ist so nun auch nicht richtig - nur weil aus den Stadtwerken eine GmbH wurde muss diese noch keine privaten Anteilseigner haben. Es gibt noch Stadtwerke-GmbH's in kommunaler Hand ebenso wie es (teil-)privatisierte gibt.

  9. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: /mecki78 23.05.18 - 17:24

    whitbread schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist so nun auch nicht richtig - nur weil aus den Stadtwerken eine GmbH
    > wurde muss diese noch keine privaten Anteilseigner haben.

    Es spielt bei einer GmbH keine Rolle wer der Anteilseigner ist. Schau, wenn der deutsche Staat morgen 100% der Aktien einer AG kauft, dann ist das immer noch kein Staatsbetrieb und die dort arbeitenden Angestellten sind deswegen keine Beamten. Eine GmbH ist eine Rechtsform, eine Gesellschaft und diese Rechtsform ist juristisch immer gleich zu behandeln, völlig egal wer wie viele Anteile an dieser Gesellschaft hält.

    /Mecki

  10. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: Faksimile 23.05.18 - 21:23

    Von der Rechtform hast Du recht. Aber der Anteilseigner kann über den Aufsichtsrat den Vorstand und damit die Arbeitrichtung vorgeben.

  11. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: Faksimile 23.05.18 - 21:26

    Na ja. Da kann man die Leitung ja an der Grenze zu Bayern stoppen. Wenn die Strom daraus haben wollen, können sie sich die Leitung komplett selber weiterbauen, auf eigene Kosten ... Alle anderen bekommen elektrische Leistung. Bayern nicht.

  12. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: Faksimile 23.05.18 - 21:32

    Das hat nichts mit Staatsunternehmen zu tun, sondern eher mit Monopol oder Oligopol. Strommarkt: Die Großunternehmen kassieren einen Preis für den Strom, der so dermaßen abartig über dem Preis der Großhandelsbörse liegt, das einem schlecht werden kann.

    Und die Telekom ist, da sie im Besitz von ca. 100% der CuDA-TAL ist ebenso ein Monopolist.

  13. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: Dwalinn 24.05.18 - 17:56

    >Wie so was geht, das kann man sich in München anschauen, denn der Hauptanteilseigner der M-net GmbH ist die Stadtwerke München GmbH. Das ist alles privat!
    Und die Stadt München ist Eigentümerin der Stadtwerke München

  14. Re: Infrastruktur gehört halt in Staatshand

    Autor: /mecki78 25.05.18 - 21:02

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Strommarkt: Die Großunternehmen kassieren einen Preis für den
    > Strom, der so dermaßen abartig über dem Preis der Großhandelsbörse liegt,
    > das einem schlecht werden kann.

    Es gibt diverse kleine Stromanbieter da draußen und jeder von denen kann seinen Strom an der Strombörse einkaufen wo auch immer er möchte, auch aus dem Ausland und auch von winzig kleinen Stromproduzenten. Preise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt, d.h. du kannst keine Preise "diktieren", weil dann kauft eben niemand mehr bei dir, wenn alle anderen günstiger sind. Das größte Problem ist, dass die wenigsten Verbraucher regelmäßig ihren Stromanbieter wechseln.

    /Mecki

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